Gliederung
1 Thema. 3
2 Bedingungsanalyse. 4
3 Methodisch-didaktische Strukturierung der Stunde 6
4 Literaturverzeichnis. 13
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1 Thema
Koedukation (lat.con=zusammen + educere=erziehen) bedeutet die gemeinsame Bildung von Mädchen und Jungen. Das Gegenteil davon wäre Seedukation. Koedukation im Sportunterricht ist ein Thema, welches in der Sportpädagogik immer noch kontrovers diskutiert wird.
In den 60er Jahren kam das Thema ‚‚dem politischen Willen nach einem gleichberechtigten Zusammenleben der Geschlechter näher zu
kommen’’(Kugelmann, o.J. S.298) in Form einer Bildungsreform zum ersten Mal auf. Die Bildungsreform hatte sich zum Ziel gesetzt, das Bildungsdefizit der Mädchen zu beheben und tradierte Geschlechterrollen aufzubrechen. Das bedeutet, das ungleiche Verhältnis der Geschlechter im Sportunterricht auszugleichen und geschlechtsbezogene Vorurteile zu beseitigen. Versucht wurde dieses durch typische Bewegungsangebote für das jeweils andere Geschlecht. Mädchen wurde das Sportspielen näher gebracht während die Jungen gestalterische Bewegungen wie das Tanzen ausüben sollten. Das Leistungsprinzip im Sport sollte zunehmend durch die soziale Komponente zurückgedrängt werden. Das Miteinander Spielen solle in den Vordergrund treten. 1995 forderte die Bildungskommission NRW die reflexive Koedukation in Bildung und der Schule zu etablieren, d.h. das Geschlechterverhältnis sollte im Schulalltag bewusst und kritisch reflektiert und thematisiert werden. Reflexive Koedukation im Sportunterricht ist ein grundlegendes Gestaltungsprinzip. Dabei soll geprüft werden, ob die bestehenden Geschlechterverhältnisse stabilisiert werden oder ob es durch eine kritische Auseinandersetzung damit Veränderungen gibt. Das Ziel ist die gleichwertige Entwicklung der Geschlechter, die sich z.B. konkret mit der Aufhebung der
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hierarchischen Maßstäbe in männlich und weiblich differenziertem Sportartenverständnis beschäftigt. Zudem solle der Abbau der männlichen Dominanz zugunsten eines gleichberechtigten Sich-Bewegens gefördert und einhergehend die Mädchen zur Durchsetzung individueller Interessen ermutigt werden.
Die Leitvorstellung der Koedukation konnte bisher nicht zufrieden stellend umgesetzt werden, jedoch wurden die Bildungschancen der Mädchen gesteigert. In unserem Lehrversuch-Manuskript werden wir zuerst die Bedingungsanalyse behandeln, welche sich mit der Analyse der Lerngruppe sowie mit der Analyse des Lerngegenstandes beschäftigt. Darauf folgend werden wir die methodischdidaktische Strukturierung erläutern, welche sich u.a. mit der Methoden- und der Zielentscheidung unserer Lehrinhalte befasst.
2 Bedingungsanalyse
In der Bedingungsanalyse beschäftigen wir uns mit zwei Unterpunkten, die zur Bestimmung der Handlungsspielräume der Lernenden und Lehrenden dienen soll, damit wir mit der Stundenplanung besser auf die Gruppe und die Situation eingehen können. Ein Unterpunkt befasst sich mit der Analyse der Lerngruppe, welche zur Anpassung der Lerngegenstände auf die Gruppe beitragen soll, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Anforderungen der Lehrenden und den Erwartungen und Potentialen der Lernenden zu verhindern. Der andere Unterpunkt befasst sich mit der Analyse des Lerngegenstandes, welcher zum Verständnis und der Übertragung unserer Hauptaugenmerke des Lehrversuchs dienen soll.
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Arbeit zitieren:
Sven Schulze, 2008, Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Grundlagen der Sportdidaktik - Koedukation im Sportunterricht
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 16 Seiten
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Hausarbeit (Hauptseminar), 16 Seiten
Geschlechtsspezifische Sport- und Bewegungssozialisation
Hausarbeit, 17 Seiten
Sven Schulze hat den Text Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht veröffentlicht
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