Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 3
1. LEBENSFÜHRUNG ALS TÄTIGKEITSZUSAMMENHANG 4
2. ALLTÄGLICHE LEBENSFÜHRUNG ALS AKTIVE KONSTRUKTION DES
INDIVIDUUMS 4
3. PERSONALE, SOZIALE UND STRUKTURALE EIGENLOGIK DER
ALLT ÄGLICHEN LEBENSFÜHRUNG 5
3.1 PERSONALE EIGENLOGIK UND VERSELBSTÄNDIGUNG DES ALLTAGS 5
3.2 SOZIALE UND STRUKTURALE EIGENLOGIK 6
4. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER MERKMALE DES SYSTEMS DER
ALLT ÄGLICHEN LEBENSFÜHRUNG NACH G. G. VOß 7
5. EIGNUNGSPRÜFUNG ALLTÄGLICHER LEBENSFÜHRUNG ALS GEGENSTAND
DER SOZIALEN ARBEIT MIT BEHINDERTEN MENSCHEN 8
5.1 KURZDARSTELLUNG DER EINRICHTUNG UND TÄTIGKEITEN DES BEGLEITENDEN
SOZIALDIENSTES 8
5.2 GRUNDLEGENDE FRAGESTELLUNGEN ZUR AUSGANGSLAGE 9
5.3 ALLGEMEINE ERKENNTNISSE BEZÜGLICH ALLTÄGLICHER LEBENSFÜHRUNG
BEHINDERTER MENSCHEN IN DER WERKSTATT 10
5.4 STRUKTURDIMENSIONEN AM BEISPIEL DES WERKSTATTALLTAGS UND JEWEILIGE
AUFGABEN DES SOZIALDIENSTES 11
5.4.1 SINNHAFTE DIMENSION 11
5.4.2 RÄUMLICHE DIMENSION 12
5.4.3 ZEITLICHE DIMENSION 12
5.4.4 SOZIALE DIMENSION 13
6. FAZIT 14
LITERATURVERZEICHNIS 16
Einleitung
„Leben, das ist mehr als nur zu überleben. Leben, das ist Ursprung und Ziel.“ Diese Zeilen stammen aus dem Liedtext einer bekannten deutschen Band und drücken schon ganz gut den Ausgangspunkt dieser Hausarbeit aus. Eine gelingende Lebensführung und Lebensbewältigung kann aufgrund der immer größer werdenden Komplexität und Individualisierung für eine Vielzahl von Menschen zu einem großen Problem werden, welches Hilfe von Fachkräften notwendig werden lässt. Die Forschungsgruppe um G.G. Voss beleuchtete den Alltag der Menschen unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten. Der Aufgabenstellung folgend wird das entstandene Konzept der Alltäglichen Lebensführung zunächst in seinen Grundzügen dargestellt. Im Anschluss folgt die Eignungsprüfung dieses Konzeptes für die Soziale Arbeit anhand der Arbeit in der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, basierend auf persönlichen Erfahrungen, die während des Einführungspraktikums in der Diakonie am Thonberg in Leipzig gesammelt wurden.
3
1. Lebensführung als Tätigkeitszusammenhang
Alltagsbewältigung wurde erst in den 90er Jahren Thema wissenschaftlicher Analyse. Aus subjektorientierter soziologischer Sicht wurde von einer Münchener Forschungsgruppe begonnen, alles was zum Alltäglichen dazugehört näher zu beschreiben als es bisher der Fall war. So entstand ein Konzept der Alltäglichen Lebensführung, welches im Folgenden in seinen Grundzügen dargestellt wird. Um alltägliche Lebensführung genauer zu beschreiben, ist es sinnvoll, zunächst die Begriffe Alltag und Lebensführung zu definieren. Wir alle haben ein impliziertes Wissen, was Alltag meint, dennoch gestaltet sich eine Begriffsbestimmung schwierig. Aus Sicht des Individuums meint Alltag das Eingebundensein in Bereiche, in denen jeder Einzelne zurechtkommen und Erwartungen und Anforderungen mit den eigenen Bedürfnissen abstimmen muss. Alltag bezeichnet das Tagtägliche, das Gewohnheitsmäßige, das Routinierte; Tätigkeiten, die immer wiederkehren und uns nur noch teilweise oder gar nicht mehr bewusst sind, weil sie bereits automatisiert ablaufen. Als Lebensführung wird der alltägliche Tätigkeitszusammenhang bezeichnet, d.h. die Gesamtheit aller täglich anfallenden praktischen Tätigkeiten (Voß, 1995, S. 30). Ziel des Konzepts der Alltäglichen Lebensführung ist weniger die Beschreibung der zeitlichen Abfolge von Aktivitäten, vielmehr steht die Synchronie des Lebens, d.h. die strukturelle Beschaffenheit und Form des Alltags in seiner Breite im Fokus der Betrachtung (vgl. Sahle, 2002, S. 46). Mit einer ganzheitlichen Sichtweise wird der Versuch unternommen zu analysieren, auf welche Art und Weise Personen tagein tagaus in den für sie bedeutsamen sozialen Bereichen, zum Beispiel Arbeitsleben, Familie, Nachbarschaft oder Freundeskreis tätig sind. Dabei kann beispielsweise nach zeitlichen, räumlichen, sozialen oder auch emotionalen Gesichtspunkten unterschieden werden. Abstrakter formuliert handelt es sich bei der Lebensführung um die Art und Weise, wie Individuen auf ihre persönliche Umwelt Bezug nehmen und wie sie diese regulieren und arrangieren, so dass ein alltägliches Handlungssystem entsteht.
2. Alltägliche Lebensführung als aktive Konstruktion des
Individuums
Das individuelle Handlungssystem ist nichts passiv Übernommenes, sozial Vorgegebenes und auch keine bloße Reaktion auf bestimmte Lebensbedingungen (vgl. Sahle, 2002, S. 46). Das Leben muss aktiv gelebt werden. Jeder Mensch hat seinen eigenen Handlungsmodus und
4
gestaltet sein Leben selbst, in dem er sich aktiv mit seinen Lebensbedingungen auseinandersetzt, sich anpasst oder Dinge im Rahmen seiner Möglichkeiten verändert. Lebensführung ist demnach kein feststehendes starres Gebilde sondern ist gekennzeichnet durch eine gewisse Dynamik und Flexibilität des alltäglichen Arrangierprozesses (vgl. Voß, 1995, S. 35). Lebensführung bezeichnet die Art und Weise des aktiven Vorgehens der Person, ob bewusst oder unbewusst. Die soziale Welt gibt einen bestimmten Rahmen vor und es liegt in der Verantwortlichkeit des Individuums Abläufe und Routinen zu entwickeln, um den Alltag zu bewältigen. Das Konzept der Alltäglichen Lebensführung untersucht hierbei die sachlichen, zeitlichen, räumlichen, sozialen, sinnhaften, medialen und emotionalen Methoden und Ressourcen des Individuums, d. h. wann eine Person was tut, an welchem Ort, in welchen sozialen Zusammenhängen, mit welchen Befindlichkeiten, mit welchen Normen und Werten, die sie beeinflussen und mit welchen Ressourcen, die sie typischerweise für diese alltäglichen Tätigkeiten nutzt (Voß, 1995, S. 32). Soziale Bedingungen bestimmen indirekt das Tun des Individuums, in dem sie es veranlassen, tätig zu werden (Sahle, 2002, S. 45). Der Mensch reagiert auf vorgegebene Bedingungen mit bestimmten Verarbeitungsmustern und versucht so, mit Konflikten und Disharmonien zwischen einzelnen Bereichen zurechtzukommen oder Chancen zu nutzen (vgl. Voß, 1995, S. 37). Kann die betreffende Person diese Bedingungen nicht erfüllen, kann Exklusion die Folge sein. Der Mensch ist aber nie nur Opfer der Verhältnisse, da das Ergebnis von ihm selbst und den Rahmenbedingungen abhängig ist und alltägliche Lebensführung somit eine aktive Konstruktion der Person bleibt.
3. Personale, soziale und strukturale Eigenlogik der Alltäglichen
Lebensführung
3.1 Personale Eigenlogik und Verselbständigung des Alltags
Obwohl der Mensch seinen Alltag aktiv konstruiert, ist er dabei nur bedingt autonom, und ein gelingender Alltag ist nicht von ihm allein abhängig (vgl. Voß, 1995, S. 35). Der Mensch ist ein Gewohnheitsstier und durch das tägliche Tun und Machen entwickelt sich allmählich ein gewisser Alltagstrott, welcher sich meist völlig unbewusst einschleift. Viele Abläufe geschehen automatisch, ohne dass sich das Individuum diese noch einmal völlig bewusst macht. Und plötzlich wird festgestellt, dass sich diese Art und Weise der Lebensführung gar nicht so leicht ändern lässt. Nicht wenige Menschen befinden sich tagtäglich in einem Hamsterrad, arbeiten viel und übernehmen eine Aufgabe nach der anderen. Erst mit einem
5
Arbeit zitieren:
Virginia Koch, 2008, Theorie der Alltäglichen Lebensführung nach G.G.Voss, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Virginia Koch hat den Text Theorie der Alltäglichen Lebensführung nach G.G.Voss veröffentlicht
Virginia Koch hat einen neuen Text hochgeladen
Studyguide for America's New Democracy by Fiorina & Peterson & Voss, I...
&. Peterson Fiorina &. Peterson &. Voss, Cram101 Textbook Reviews
Outlines & Highlights for New American Democracy by Morris P. Fiorina,...
Cram101 Textbook Reviews
tag für tag. Alltag als Problem - Lebensführung als Lösung?
Neue Beiträge zur Soziologie A...
Margit Weihrich, G Günter Voss
0 Kommentare