Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1 Einleitung 3
2 Migrationsbegriff 3
2.1 Definition Migration 3
2.2 Migration als volkskundliches Forschungsthema 4
3 Die Auswanderung aus Deutschland. 5
3.1 Die Auswanderungswellen im 19. und frühen 20. Jahrhundert 5
3.2 Die Auswanderungspolitik. 7
4 Die Mentalität der Auswanderer 9
5 Schlussbemerkung. 10
6 Literaturverzeichnis. 11
Anhang 12
2
1 Einleitung
In dieser Hausarbeit werde ich mich mit dem Thema der Auswanderung aus Deutschland unter der Betrachtung des gesellschaftlichen Wandels im 19. Jahrhundert befassen. Eingangs werde ich dabei anhand eines Aufsatzes von Max Matter 1 einige Begiffsdefinitionen sowie das volkskundliche Interesse aufzeigen. Im Hauptteil wird es dann in vergleichender Weise um die Phasen der Auswanderung mit den dazugehörigen sozioökonomischen, religiösen und politischen Motiven gehen, wozu ich einen geschichtlichen Überblick von Klaus Jochen Bade 2 verwendet habe. Nach diesen eher soziologisch orientierten Blickwinkeln, werde ich mich im Schlussteil den Auswanderern selbst mit ihren Hoffnungen, Befürchtungen und Erlebnissen anhand von Liedtexten zuwenden, um einen Einblick auf die damalige Mentalität zu ermöglichen. Dies kann man anhand einer Zusammenschau von Lutz Röhrich 3 nachvollziehen.
2 Migrationsbegriff
2.1 Definition Migration
Der wissenschaftliche Begriff für jegliche Wanderungsgeschehnisse wird mit Migration beziehungsweise Migrationsprozess bezeichnet. Jedoch ist eine Eingrenzung des Begriffs nur schwer vorzunehmen, da
„ ... jede längerfristige räumliche Verlagerung des Lebensschwerpunkts über eine größere Distanz, die ein Verlassen des bisherigen Aktionsraums zur Folge hat“ 4 , Migration bedeuten kann.
Zudem unterscheidet Matter zwei Ausprägungen von Migration, nämlich die freiwillige und die unfreiwillige, wobei er mit erstgenannter die selbstbestimmte und zweitgenannter die fremdbestimmte Wanderung meint, die ihre menschlichen Auswirkungen als „Flüchtling“ oder „Vertriebener“ im Sprachgebrauch gefunden hat. Laut Genfer Konvention vom 28. Juli 1951 fallen unter den Flüchtlings- oder Vertriebenenbegriff jedoch keine Natur- und ökonomischen Katastrophen und auch keine Verfolgungen durch nichtstaatliche Kräfte sowie geschlechtsspezifische Verfolgungen.
1 Vgl. Matter 2005.
2 Vgl. Bade (Hg.) 2004.
3 Vgl. Röhrich 1985.
4 Matter 2005, S. 17.
3
Übergeordnetes Ziel aller Auswanderer ist jedoch stets die Verbesserung ihrer Lebenssituation. Deshalb ist eine Abgrenzung der freiwilligen von der unfreiwilligen Auswanderung nicht immer eindeutig möglich. 5 Auch der Begriff des Migranten ist kritisch zu sehen, da viele nicht im Zuge einer Kollektivbewegung gesehen werden wollen, sondern als Einzelschicksale. Von daher spricht man eher von einer „Person mit Migrationshintergrund“ 6 . Dies soll gleichfalls andeuten, dass Migrationsprozesse über den Zeitraum von Generationen gefasst werden müssen.
Hierbei werden drei Hauptprozesse unterschieden: erstens der „Entschluss zu emigrieren“ 7 , zweitens der „tatsächliche Transfer“ 8 und drittens „die Eingliederung, vielleicht besser: das Sich-Einrichten in der Zuzugsgesellschaft“ 9 .
2.2 Migration als volkskundliches Forschungsthema
Bei näherer Betrachtung der Prozesse kann man sich verschiedene Fragen stellen. Zum Beispiel: „Wer bestimmt, welche Wanderungen als Migrationsprozesse und welche als Was-auch-immer untersucht werden dürfen?“ 10 oder „Wird Migrationsforschung dadurch volkskundlich, dass sie von einer Volkskundlerin oder einem Volkskundler durchgeführt wird, und was müsste volkskundliche Ansätze auszeichnen?“ 11 .
Lange Zeit stand die Volkskunde der thematischen Auseinandersetzung widersprüchlich gegenüber, hatte man sogar große Bedenken vor einer allzu starken Soziologisierung des Faches. 12 Doch gerade hier sollte sich die Volkskunde meines Erachtens stärker am Diskurs beteiligen, da den Zuwendungen zum Thema aus menschlicher Sicht bisher zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Dies genau sollte die Schlüsselrolle der Volkskunde im interdisziplinären Austausch sein, um das Gesamtbild zu vervollständigen, indem man es um die wirklichkeitsnahe Dimension am Menschen erweitert. 13
5 Vgl. Matter 2005, S. 17.
6 Matter 2005, S. 20.
7 Matter 2005, S. 20.
8 Matter 2005, S. 20.
9 Matter 2005, S. 20.
10 Matter 2005, S. 18.
11 Matter 2005, S. 21.
12 Vgl. Matter 2005, S. 23.
13 Vgl. Matter 2005, S. 27.
4
Arbeit zitieren:
Karen Breiholz, 2008, Die Auswanderung aus Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Hermann Bausinger - Die Tübinger Schulgründung
Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe
Hausarbeit, 24 Seiten
Interdisziplinäre Untersuchung...
Diplomarbeit, 187 Seiten
Schüler- und Bildungsberater - Qualifizierung und Aufgaben
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Seminararbeit, 26 Seiten
Berufsfindung als zentrale Aufgabe von Jugendlichen und jungen Erwachs...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Seminararbeit, 24 Seiten
Die phänomenologische Pädagogik
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Referat (Ausarbeitung), 17 Seiten
Vom Wandervogel zur Hitlerjugend. Vorläufer oder Wegbereiter?
Hausarbeit, 21 Seiten
Möglichkeiten der Evaluation von Veranstaltungen der Erwachsenenbildun...
Pädagogik - Erwachsenenbildung
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Berufsorientierung und Lebensplanung für Hauptschüler - Projekte und K...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Examensarbeit, 97 Seiten
Externe Personalgewinnung - Von den klassischen Suchwegen bis zum Onli...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 135 Seiten
Julius Schwietering. Eine Analyse der Schwieteringschen Auffassungen
Hausarbeit, 20 Seiten
Wie verstehen Kinder die Bibel?
Kindertheologie als bibeldidak...
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Hausarbeit, 21 Seiten
Die deutsche Rückwanderung aus Amerika im 19. Jahrhundert
Hausarbeit (Hauptseminar), 36 Seiten
Die Förderung der Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule
Eine vergleichende Untersuchun...
Examensarbeit, 148 Seiten
Ethnologie / Volkskunde: Die Auswanderung aus Deutschland ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Karen Breiholz hat den Text Die Auswanderung aus Deutschland veröffentlicht
Karen Breiholz hat einen neuen Text hochgeladen
Paul Auster, Thomas Überhoff, Joachim A. Frank, Werner Schmitz, Frieder Blickle
0 Kommentare