1 Einleitung. 3
2 Definitionen und Klassifikationen. 3
3 Didaktischer Hintergrund 5
4 Positive Effekte von Experimenten im Erdkundeunterricht 6
5 Experimente in der Unterrichtspraxis. 8
6 Fazit. 10
Literaturverzeichnis 11
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1 Einleitung
Experimente werden im Erdkundeunterricht nicht häufig oder gar nicht eingesetzt, dabei ist der Einsatz von Experimenten als Lernmethode in anderen Fächern mit naturwissenschaftlichen Inhalten wie Biologie oder Physik eine gängige Methode. Es stellt sich die Frage warum dies so ist und ob Experimente im Erdkundeunterricht einsetzbar sind. Zuerst wird der Begriff Experiment definiert und klassifiziert werden, um die Fachterminologie zu klären. Des Weiteren werden die Bedingungen für ein Experiment festgelegt und beschrieben in welchen Phasen es idealerweise ablaufen sollte. Da die Schüler beim Experimentieren durch Handeln, Beobachten und Entdecken die Lösung eines Problems oder den Ablauf von Prozessen lernen, wird diese Form des Lernens kurz erläutert werden, um einen didaktischen Hintergrund zu schaffen. Des Weiteren wird geklärt, ob und in welcher Form Experimente im Erdkundeunterricht einsetzbar sind. Hierzu werden die positiven Effekte von Experimenten im Unterricht beschrieben und auf welche Weise diese im Unterricht durchgeführt werden sollten, damit der gewünschte Lernerfolg erzielt wird. Auch Probleme und die Schwierigkeiten, die in der tatsächlichen Unterrichtssituation auftreten können werden beschrieben und mögliche Lösungsansätze präsentiert.
2 Definitionen und Klassifikationen
OTTO (2003: 3) definiert ein Experiment als „eine planmäßige, grundsätzlich wiederholbare Beobachtung von natürlichen und auch gesellschaftlichen Vorgängen unter künstlich hergestellten, möglichst veränderbaren Bedingungen“. Das Ziel eines Experiments ist es Regelmäßigkeiten und allgemeine Gesetzmäßigkeiten eines Phänomens oder Objekts abzuleiten indem man einzelne Faktoren und Bedingungen des Experiments isoliert, variiert und unterschiedlich miteinander kombiniert und so kontrollierbare Beobachtungen gewinnt. Ein Experiment ist wiederholbar und aufgrund der Erkenntnis durch die eigene
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Sinneswahrnehmung, der Beobachtung, der empirischen Erkenntnisgewinnung zuzuordnen. (OTTO 2003: 3)
Ein Experiment wird durch eine theoretische Vorannahme geleitet; durch die hypothetisch-deduktive Auffassung werden nur die Aspekte der Wirklichkeit erfasst, die wir aufgrund unserer eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit überhaupt beachten. Die Vorannahmen bestimmen unsere potentiellen Erfahrungen (ESCHENHAGEN et al. 2001: 56). Nach ESCHENHAGEN et al. (2001) lassen sich Experimente in acht Unterkategorien untergliedern: 1. Das Unterrichtsexperiment hält eine Mittelstellung zwischen dem
Forschungsexperiment und dem Tüfteln und Erproben.
2. Die Auswertung kann entweder unter qualitativen und quantitativen Aspekten vorgenommen werden.
3. Inhaltlich wird in der Geographie in die Bereiche Geologie, Geomorphologie, Klimageographie, Bodengeographie, Hydrogeographie, Umwelt/Geoökologie etc. unterschieden.
4. Wenn mehrere Experimente zeitgleich ablaufen bezeichnet man diese als Parallelexperimente.
5. Freihandexperimente werden mit Alltagsgegenständen ohne aufwändige Versuchsvorbereitungen.
6. Kurzzeitexperimente erstrecken sind weniger als eine Unterrichtsstunde. Langzeitexperimente über mehrer Stunden, Tage oder Wochen. 7. Außerdem wird zwischen Freiland- und Laborexperimenten unterschieden. 8. Das Gedankenexperiment ist eine mentale Durchführung ohne tatsächliche Realisierung.
Diese Klassifikationen lassen sich zu den drei folgenden Experimenten zuordnen. Das Einführende Experiment wird zur Einführung eines neuen Themas eingesetzt und wird in der Anfangsphase einer Unterrichtsreihe oder Stunde vom Lehrer oder den Schülern selbst durchgeführt. Schüler werden zum Nachdenken angeregt, Neugierde soll geweckt werden und es wird auf gewisse Phänomene aufmerksam gemacht, um eigene Hypothesen aufzustellen. Es kann als Einstieg für ein Entdeckendes Experiment benutzt werden. Dieses folgt idealerweise den Einzelschritten eines Forschungsexperimentes (siehe unten) wobei die Lehrperson bei einzelnen Schritten Hilfeleistungen geben kann, da vor allem vorbereitende Arbeiten im Unterricht nicht immer von den Schülern allein zu bewältigen sind. Das entdeckende Experiment ist der zentrale Bestandteil der Erarbeitungsphase eines
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Arbeit zitieren:
Saskia Lührig, 2006, Entdeckendes Lernen - Experimente im Geographieunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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