Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1.ZieleundAufgabenderAusw ärtigenKulturpolitik 4
2.DiehistorischendeutschHitalienischenBeziehungen 6
2.1WichtigeEtappenderdeutschHitalienischenKulturbeziehungen 7
2.1.1DieNachkriegsjahre :ItalienerzuGastinDeutschland 8
2.1.2DasdeutschHitalienischeKulturabkommenvon1957 9
3.KulturinstituteinDeutschlandundItalien 11
3.1DieGoetheHInstitute 11
3.2KulturinstitutedesitalienischenAu ßenministeriums 14
3.3Societ àDanteAlighieri 16
3.4DeutschHitalienischesZentrumVillaVigoni 16
3.5SonstigeZusammenarbeitinWissenschaftundBildung 17
4.Res ümeeundAusblick:DieZukunftderKulturinstitute 18
Bibliographie 20
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Einleitung
NirgendwoinderWeltunterhältDeutschlandsovielekulturelleInstitutionenwieinItalien, auch die Zahl italienischer Kultureinrichtungen in Deutschland ist enorm. 1 Dies spricht für dieintensivenKulturbeziehungenzwischenDeutschlandundFrankreich. NebenwirtschaftlichenundsicherheitspolitischenAspektengiltdieauswärtigeKulturpolitik als Dritte Säule 2 der Außenpolitik. Nicht nur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Sicherheitsfragen bestimmen das Bild eines Landes. Besonders seine kulturellen Besonderheiten können auf ausländische Partner interessant, erfreulich oder sogar bedrohlichwirken.DaheristesfüreinenStaatwichtig,einmöglichstrealesBildseinerselbst darzustellen. Diese Aufgabe kommt den Vermittlerorganisationen zu, die staatlich oder nichtstaatlichnachihrenMaximenKulturarbeitinfremdenLändernleisten. IndervorliegendenHausarbeitsollenimBesonderendieKulturinstituteimMittelpunktder Betrachtungenstehen,dieDeutschlandundItalienjeweilsimanderenLandbetreibenbzw. umkulturelleEinrichtungen,diesichderjeweiligenKulturvermittlungverschriebenhaben. Zunächst soll dazu die Auswärtige Kulturpolitik mit ihren Zielen und Aufgaben allgemein betrachtet werden. Bevor die Kulturinstitute an sich im Mittelpunkt stehen, werden einleitend darauf die historischen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreichaufgezeigt.
Anschließend sollen ausgewählte Kultureinrichtungen mit ihren Aufgaben und Besonderheitenumfassenderläutertwerden.
Im Resümee werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick in die Zukunft der KulturinstitutebeendetdievorliegendeAbhandlung.
1 Vgl. Hanke, 2002, S.175
2 Maaß, 2005, S.21
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1.ZieleundAufgabenderAuswärtigenKulturpolitik
InderGegenwartnähernsichsouveräneStaatenimZugederGlobalisierungzunehmendan und ähneln einander immer mehr in Politik, Wirtschaft und auch Gesellschaft. Nationale ZuständigkeitengeheninübernationaleOrganisationenwieEUundNATOüber,womitein Verlust von traditionellen Staatssymboliken und Zeichen der eigenen Souveränität wie Landesgrenzen oder nationale Währungen einher geht. Aufgrund der ansteigenden Kooperationen ist daher anzunehmen, dass kulturelle Angelegenheiten zukünftig an Bedeutung zunehmen. Bei der Zusammenarbeit in Handel und Politik wird der kulturelle AspektalsBestandteilnationalerIdentitätimmerwichtigerwerden. 3 Diesgiltnichtnurfür Kulturgüter und sinnstiftentende Künste, sondern insbesondere für Kultur nach der
Im politischen Sprachgebrauch wird die Auswärtige Kulturpolitik (AKP) oft auch als dritte Säule der deutschen Außenpolitik neben Sicherheitspolitik und Außenwirtschaftspolitik bezeichnet.
Die Aufgaben der Auswärtigen Kulturpolitik stellen sich folglich als komplex und höchst relevantfürdieinternationaleZusammenarbeitdar.
In der Konzeption 2000, die die damalige Regierung im Juli 2000 vorlegte, wurden die bewährtenZieleundGrundsätzederAuswärtigenKulturpolitikwiefolgtdargelegt,umderen GültigkeitvordemHintergrundgegenwärtigerundkünftigerEntwicklungenzuüberprüfen, weiterzuentwickelnund,wennnötig,neufestzulegen:
H AKP ist integraler Teil der Außenpolitik, mit denselben Interessen wie z.B. Friedenssicherung,Konfliktverhütung,VerwirklichungderMenschenrechte H Wertorientierte Kulturarbeit: eindeutiger Standpunkt der AKP in Fragen der Demokratieförderung,Armutsbekämpfung,SchutznatürlicherRessourcenetc. H AKP als Vermittler des deutschen Kulturstaats im Dialog mit der internationalen Gemeinschaft
H FörderungdesDialogs,AustauschsundZusammenarbeitzwischenKulturenimDienst
3 Vgl. Roeck/Liermann, 2002, S. 3
4 Vgl.Geertz, Clifford: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt a. M.:
Suhrkamp, 1987, S.99
5 Vgl. Auswärtiges Amt, Kulturabteilung: Auswärtige Kulturpolitik - Konzeption 2000. S.1
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Im Focus all dieser Grundsätze steht die Vermittlung eines bestimmten Deutschlandbildes. Besonders für eine Nation mit problematischer Vergangenheit wie die Deutschlands ist es von unüberschätzbarem Interesse, ein modernes, weltoffenes und demokratisches Selbstverständnis in der Welt zu präsentieren. Dazu gehören europäische Grundsätze der Demokratie und Völkerverständigung, als auch die Maxime der Glaubwürdigkeit und VerlässlichkeitalsBündnispartner.
Die Vermittlung und das Bekanntmachen eines realistischen Bildes deutscher Geschichte und Gegenwart, als auch der deutschen Kultur in der Welt, fernab von Vorurteilen und StereotypenistalsoHauptaufgabederAuslandskulturpolitik. Das Interesse am Bestehen eines wahrheitsgetreuen Deutschlandbildes in der Welt begründetsichvorallemausderNotwendigkeitanausländischenPartnernundNetzwerken, die eine fruchtbare Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ermöglichen.
ZielgruppenundMedienderAKPsinddementsprechendbreitgefächertundfindensichin der Öffentlichkeit, von Schulkindern bis zu Senioren, in Funktionseliten und EntscheidungsträgerninebendiesenBereichenderWirtschaft,KulturundPolitik. Je nach Adressat wird Präsenz in den breiten Massenmedien gezeigt, Ausstellungen, Vortragsreihen und Projektwochen organisiert oder Workshops, Plena und Kongresse abgehalten.
Die Umsetzung der AKP des Bundes obliegt vorwiegend den vom Auswärtigen Amt finanzierten Kulturmittlern, darunter die GoetheHInstitute, der AlexanderHvonHHumboldtH Stiftung,undderDeutscheAkademischeAustauschdienst,DAAD. 6 DanebenwirddieAuslandskulturpolitikvonverschiedenenprivatrechtlicheOrganisationen, Stiftungen und Institutionen gestaltet. Diese Mittlerorganisationen garantieren mit ihrer weitgehendfreienProgrammgestaltungnacheigenenZielsetzungenundSchwerpunktendie Kulturfreiheit,dieinderKonzeption2000betontwird.
In Deutschland gäbe es keine Staatskultur, Pluralismus und regierungsferne Organisation bürgtenfürdieVielfaltundUnabhängigkeitderKulturarbeitimAusland. 7
6 Hindrichs, 2002, S.53
7 Vgl. Auswärtiges Amt, Kulturabteilung: Auswärtige Kulturpolitik - Konzeption 2000., S.2
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Daher genießt die Arbeit der nichtHstaatlichen Mittlerorganisationen einen besonderen Status,derinspäterenKapitelndieserArbeitnocherläutertwerdensoll.
Bevor einige wichtige Stellvertreter dieser Mittlerorganisation zwischen Deutschland und Italien vorgestellt werden, möchte ich zuvor einleitend die langen und wechselvollen BeziehungenzwischendenbeideneuropäischenNachbarnbeleuchten.
2.DiedeutschHitalienischenBeziehungen
WeitzurückinvergangeneJahrhundertereichendiedeutschHitalienischenBeziehungen: Seitdem13.JahrhundertgiltdieitalienischeLiteraturalsvorbildhaft;Petrarcastößtauchin deutschenGebietendieDiskussionumeineeinheitlicheNationalsprachean. Als Land der Ästhetik und Künste wird Italien ab dem 16. Jahrhundert in Deutschland wahrgenommen: neben den Schriftstellern lassen sich auch Maler, Bildhauer und ArchitektenvonitalienischenVorbilderninspirieren.
Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich mit dem Klassizismus eine regelrechte „Italienbegeisterung“, man betrieb klassische Studien und langsam begann sich eine Art
Eine lange Tradition verbindet also beide Länder, seit jeher bereichern sie sich in den verschiedensten Künsten und Wissenschaften. Genannt seien hier etwa literarische Werke vonGoethe,HeineundHesse;italienischeMalerundMusikerinspiriertennebendeutschen auchKünstlervielerandererLänderundEpochen.
DerdeutscheNachbarwarvordemKriegdergrößteHandelspartnerItaliens,wirtschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten eine große Bedeutung und auch lange Tradition.
DochsinddiebilateralenBeziehungenzwischenDeutschlandundItaliennochdurchsoviel mehr geprägt und gezeichnet, vielmehr sind sie „das Resultat und quasi die Summe ihrer vielschichtigen,historischgewachsenenRealkontakteundwechselseitigenPerzeptionen.“ 9
8 Vgl. Baasner/Thiel, 2004, S. 43ff
9 Petersen, 1993, S.5
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Arbeit zitieren:
BA Carolin Behrens, 2008, Deutsch-italienische Kulturinstitute - Ziele und Aufgaben, München, GRIN Verlag GmbH
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