II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. II
Eidesstattliche Erklärung. III
Abkürzungs- und Tabellenverzeichnis. IV
Abbildungsverzeichnis. V
1.0 Prolog - 1 -
1.1 Einführung in die Thematik - 2 -
2.0 Biografie - 8 -
2.1 Mozart - Das Wunderkind (1756-1766) - 8 -
2.2 Konzertmeister in Salzburg (1772-1777) - 11 -
2.3 Auf Arbeitssuche und erneut Salzburg (1777-1781) - 13 -
2.4 Freischaffender Komponist in Wien (1781-1791) - 15 -
2.5 Letzte Werke und früher Tod. - 18 -
2.6 Hinterlassenschaft. - 20 -
3.0 Wirkung und Einfluss der Musik Mozarts. - 21 -
3.1 Der Mozart-Effekt und seine Popularität - 22 -
3.2 Der Mozart-Effekt und seine wissenschaftliche Diskussion.- 24 -
3.4 Die Erweiterung des Mozart-Effektes. - 36 -
3.5 Der Mozart-Effekt und neue Perspektiven - 41 -
3.6 Der Mozart-Effekt und die Musiktherapie - 44 -
3.7 Der Mozart Effekt und seine Beliebtheit - 45 -
4.0 Literaturquellen.......................................................................- 49 -
Hiermit versichere ich an Eides Statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen angefertigt habe. Kiel, den 25.01.2007
___________________________
Henrik Welp
Abbildung 1: Geburtshaus in Salzburg
(http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mozart.birth.500pix.jpg
&filetimestamp=20050611180306)...................................................... - 8 -
Abbildung2: W. A. Mozart 1763 in Hofkleidung. Vater Mozart in einem
Brief am 19. Oktober 1762: „…Wollen Sie wissen wie des Woferl Kleid
aussieht? - Es ist solches vom feinsten Tuch liloa=Farb....Es war für
den Prinz Maximilian
gemacht …“ (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wolfgang-
amadeus-mozart_2.jpg&filetimestamp=20080103022301)............... - 9 -
Abbildung3: Tanzmeisterhaus, Wohnhaus der Familie Mozart ab 1773
(http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Tanzmeisterhaus.jpg&f
................................................ - 11 - iletimestamp=20060311101957)
Abbildung 4: W. A. Mozart im Alter von 21 mit dem Orden vom Goldenen
Sporn
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Martini_bologna_mozar
t_1777.jpg&filetimestamp=20051207214157).................................. - 12 -
Abbildung5: Eintragung Mozarts im Gästebuch der Mannheimer
Sternwarte
(http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mozart_Unterschrift.jp
g&filetimestamp=20040426153354).................................................. - 13 -
Abbildung6: Titelblatt des Librettos von Le Nozze di Figaro Prag 1786
(http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mozart_libretto_figaro_
.............................. - 15 - 1786.jpg&filetimestamp=20060126084741)
VI
Abbildung 7: Die Abbildung 7 zeigt eine mögliche zu lösende Aufgabe des
Papierfalt- und Schnitttestes, entlehnt aus Schellenberg (in press). In
der ersten Reihe wird den Versuchspersonen eine geringe Anzahl von
Papierblättern dargeboten, die von links nach rechts gelesen, auf
bestimmte Art gefaltet bzw. geschnitten werden sollten. Dabei geben
die Pfeile die Faltrichtung an. In der zweiten Reihe erhalten die
Versuchspersonen fünf mögliche Schnittmusterergebnisse. Sie sollen
nun das richtige Schnittmuster, welches sich aus dem Falten und
Schneiden ergibt, auswählen (in Anlehnung an Petra Jansen-Osmann
in: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, 17 (1), 1-10, Hogrefe Verlag
Göttingen 2006)................................................................................... - 22 -
Abbildung8: Abbildung 8 zeigt die Mittelwerte der Verbesserung in % nach
dem Hören der Mozart-Musik im Vergleich zu der signifikant
geringeren Verbesserung nach dem Hören der Philipp Glass-Musik
und dem Verweilen in Stille. Diese Verbesserung ist für die
Versuchspersonen dargestellt, die im Vortest eine schlechte Leistung
hatten, und sie bezieht sich nur auf den Papierfalt- und Schnitttest, der
nach der ersten Sitzung durchgeführt wurde (siehe Rauscher, Ky &
Shaw, 1995)......................................................................................... - 25 -
Abbildung9: Dargestellt ist das Trion-Modell. Ein Trion ist eine
Minimaleinheit von Neuronen. Diese Neuronen können eine
unterschiedliche Feuerungsrate besitzen, die gemessen zu einem
bestimmten Zeitpunkt zu einem spezifischen Aktivitätsmuster führt.
Die Autoren (Rauscher, Ky & Shaw, 1995) spekulieren, dass dieses
Aktivitätsmuster entweder analytisch oder kreativ sein kann und
behaupten, dass sowohl das Lösen räumlicher Aufgaben als auch das
Hören von Musik ein analytisches Aktivitätsmuster aktiviert (in
Anlehnung an Petra Jansen-Osmann in: Musik-, Tanz- und
Kunsttherapie, 17 (1), 1-10, Hogrefe Verlag Göttingen 2006). ...... - 26 -
Abbildung10: Dargestellt ist ein T-Labyrinth. Die Ratten erhalten die
Aufgabe, den Weg zu dem Ziel zu erlernen. Die schwarze Box
markiert das Ziel (nach Rauscher, Robinson & Jens, 1998). Ein
beeindruckendes Ergebnis, wäre nicht zu bedenken, dass Ratten bis
11 Tage nach der Geburt taub sind und sie darüber hinaus viel höhere
Frequenzen als Menschen hören. Analysiert man unter diesem
Gesichtspunkt die in der besagten Mozart-Sonate erklingenden Noten,
wird deutlich, dass die Ratten nur die Noten hören konnten, die höher
sind als das C in der 5. Oktave, was insgesamt nur 31 % der Noten
ausmachte (Steele, 2001). ................................................................. - 27 -
VII
Abbildung 11: Gezeigt ist die Anzahl der korrekten Lösungen (Mittelwerte)
in dem Papierfalt- und Schnitttest in Abhängigkeit von der Lernphase
und für den Vor- und Nachtest. Es wird deutlich, dass die Leistung
vom Vor zum Nachtest gesteigert werden konnte, diese Verbesserung
jedoch unabhängig von der Art der Lernphase war (nach Steele, Bass
& Crook, 1999)..................................................................................... - 28 -
Abbildung12: Gezeigt ist die Anzahl der korrekten Lösungen (Mittelwerte
und Standardabweichung) in dem Papierfalt- und Schnitttest in
Abhängigkeit von der Art der gehörten Musik für den Vor- und
Nachtest. Es zeigte sich kein Unterschied zwischen den Leistungen im
Vor- und Nachtest, sowohl für die Versuchspersonen, die Mozart
hörten als auch für die andere Versuchspersonengruppe (nach
McKelvie & Low, 2002). ...................................................................... - 29 -
Abbildung13: Gezeigt ist die Anzahl der korrekten Lösungen (Mittelwerte
und Standardabweichung) in dem Papierfalt- und Schnitttest in
Abhängigkeit von der Art der gehörten Musik und der
Kontrollbedingung. Auch hier zeigte sich kein Unterschied sowohl
zwischen der Leistung der „Mozartgruppe“ und der „Aquagruppe“ als
auch im Vergleich zur Kontrollbedingung (in Anlehnung an Petra
Jansen-Osmann in: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, 17 (1), 1-10,
Hogrefe Verlag Göttingen 2006) ........................................................ - 30 -
Abbildung14: Diese Abbildung stellt den Präferenzeffekt dar. Die Leistung
beim Lösen des Papierfalt- und Schnitttestes ist nur dann größer,
wenn die Versuchspersonen auch lieber der Mozartmusik als der
Geschichte lauschten. Wiederum sind Mittelwerte und
Standardabweichungen dargestellt (nach Nantais & Schellenberg,
1999)..................................................................................................... - 32 -
Abbildung15: Die Abbildung zeigt die Mittelwerte der Anzahl der korrekten
Lösungen in dem Papierfalt- und Schnitttest in Abhängigkeit von der
Art der zu lernenden Musik und der Kontrollgruppe. Deutlich wird,
dass die Leistung nach dem Hören der Musik nur dann besser ist,
wenn die Versuchspersonen die Musik von Mozart, nicht aber die
Albinoni Musik hörten (nach Thompson, Schellenberg & Husain, 2001).
.......................................................................................................- 33 -
VIII
Abbildung 16: Gezeigt wird der Objekt-Gruppierungstest und der
geometrische design-Test. Bei dem Objekt-Gruppierungstest werden
die Kinder aufgefordert, aus den oberen vier Figuren eine Gesamtfigur
zu legen. Bei dem geometrischen design-Test sollen sie das in der
unteren Reihe dargebotene item aus den oberen vier wählen (nach
Rauscher, Shaw, Levine, Wright, Dennis & Newcomb, 1997). ......- 43 -
Tabelle 1: Kontrollbedingung: Stille (in Anlehnung an Petra Jansen-
Osmann in: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, 17 (1), 1-10, Hogrefe
Verlag Göttingen 2006)..................................................................- 36 -
Tabelle 2: Kontrollbedingung: Entspannungsmusik (in Anlehnung an Petra
Jansen-Osmann in: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, 17 (1), 1-10,
Hogrefe Verlag Göttingen 2006) ........................................................ - 36 -
- 1 - 1.0Prolog
"Wir haben eine gemeinsame innere Sprache der Neuronen, die uns angeboren ist, und wenn man letztere mit den richtigen Reizen stimuliert, kann man dem Gehirn helfen, vernünftig zu denken." Gordon Shaw
"Wir haben diese Tiere [Ratten] in utero und sechzig Tage nach ihrer Geburt verschiedenen Hörreizen ausgesetzt und sie dann ein räumliches Labyrinth durchlaufen lassen. Und in der Tat bewältigten jene Tiere, die Mozart gehört hatten, das Labyrinth schneller und mit nur wenigen Fehlern. Wir entfernen nun ihre Gehirne und schneiden sie in Scheiben, um genau erkennen zu können, was sich - neuroanatomisch gesehen - in Folge dieser Behandlung verändert hat. Es kann durchaus sein, dass die intensive Musikbehandlung eine Art Bereicherung darstellt, die Auswirkungen auf die räumlichen Regionen des Hippocampus hat." Frances Rauscher
"Geschichten die aussagen, dass frühe Kindheits- Erfahrungen letztendlich schulisches Können, zukünftige Karrieren, und die Fähigkeit, liebevolle Beziehungen einzugehen, bestimmen, haben keine soliden Fundamente in der Neurowissenschaft." John Bruer
- 2 - 1.1Einführung in die Thematik
Der Mozart-Effekt ist ein von Alfred A. Tomatis geprägter Begriff für die vermeintliche Steigerung der Gehirnentwicklung bei Kindern unter drei Jahren, wenn diese Kinder Musik von Wolfgang Amadeus Mozart hören. Die Idee, dass ein solches Phänomen existieren könnte, tauchte erstmals im Jahre 1993 auf - an der University of California in Irvine. Dort untersuchten der Physiker Gordon Shaw und Frances Rauscher, ein Spezialist auf dem Gebiet der kognitiven Entwicklung, bei ein paar Dutzend College- Studenten die Auswirkungen einer Hörprobe: der ersten 10 Minuten von Mozarts Klaviersonate für Vier Hände in D-dur (KV 448). Sie stellten eine vorübergehende Steigerung des räumlichen und zeitlichen Denkens fest - ein Ergebnis, das per Messung mit dem "Stanford-Binet IQ-Test" ermittelt wurde. Niemand sonst hat diese Resultate jemals wiederholen können. Ein Forscher mindestens (Steven Halpern) hat sogar ermittelt, dass es Leute dümmer machen kann, Mozart zu hören. Ein weiterer Wissenschaftler meinte: "Das allerbeste, was man aus ihrem Experiment schließen kann - wenn es denn völlig unbestritten wärebesteht darin, dass das Anhören von schlechter Musik Mozarts kurzfristig den IQ anhebt" (Michael Linton). Inzwischen untersucht Rauscher die Auswirkungen der Musik Mozarts auf Ratten. Und sowohl Shaw, als auch Rauscher ergingen sich in spekulativen Vermutungen darüber, dass die Musik Mozarts das räumliche Denken und das Gedächtnis beim Menschen anrege.
Im Jahre 1997 gaben Rauscher und Shaw bekannt, sie hätten wissenschaftlich nachgewiesen, dass Klavier- und Gesangsunterricht das abstrakt-logische Denken bei Kindern besser fördere, als dies der
- 3 - Computer-Unterricht bewirke. "Das Experiment erfasste drei
Kindergartengruppen: die erste Gruppe erhielt privaten Klavier- oder Keyboard-Unterricht, sowie Gesangs-Unterricht; eine zweite Gruppe bekam privaten Computer-Unterricht; und eine dritte Gruppe erhielt gar kein Training. Anschließende Tests über die Fähigkeit zu räumlichzeitlichem Denken zeigten: Die Kinder im Klavier/Keyboard-Programm erbrachten eine 34% höhere Leistung als die anderen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Musik eindeutig jene höheren Gehirnfunktionen steigert, die für Mathematik, Schach, Wissenschaft und Technik erforderlich sind." Shaw und Rauscher haben einen ganzen Industriezweig ins Leben gerufen. Sie haben auch ein eigenes Institut gegründet: Das "Music Intelligence Neural Development"-Institut (M.I.N.D.). Derzeit wird soviel über die wundersamen Auswirkungen der Musik geforscht, dass eigens eine Website erschaffen wurde, damit sich die neuen Entwicklungen im Auge behalten lassen: "MüSICA", mit einer gänzlich dem Mozart-Effekt gewidmeten Abteilung.
Shaw und Rauscher behaupten, ihre Arbeit sei falsch dargestellt worden. Was sie gezeigt hätten sei, dass "es Muster gibt von Nervenzellen, die nacheinander zünden, und dass es im Gehirn anscheinend Stellen gibt, die auf bestimmte Frequenzen reagieren." Das sei eben nicht dasselbe, wie ein Beweis, dass das Anhören von Mozarts Musik zu höherer Intelligenz bei Kindern führt. Harte Fakten jedoch, wartet Shaw erst gar nicht ab. Vorläufig profitiert er selbst von den Wünschen der Eltern, die ihre Kinder intelligenter machen wollen. Kürzlich kam sein Buch/CD-Set "Keeping Mozart in Mind" auf den Markt. Es ist seit September 1999 über sein Institut zu beziehen. Shaw und seine Kollegen sind überzeugt davon, dass - weil räumlich-zeitliches Denken der Schlüssel zu vielen höheren kognitiven Aufgaben ist - eine Stimulierung des Hirnteils, der mit räumlich-
- 4 - zeitlichemDenken und räumlich-zeitlichen Aufgabenlösungen zu tun hat, die Begabung einer Person für Mathematik, Technik, Schach, und Wissenschaft verbessert. Sie bieten sogar ein Software-Paket an, das ohne Sprache auskommt und das räumlich-zeitliche Denkvermögen mit Hilfe eines animierten Pinguins anzukurbeln verspricht. Shaw und Rauscher haben mit ihren Ideen zwar einen neuen Industriezweig ins Leben gerufen - aufrechterhalten wird diese Branche jedoch von den Massenmedien und all den anderen, die daraus eine Art Alternativ-Wissenschaft gemacht haben. Übertriebene und irreführende Behauptungen über die Musik sind inzwischen so alltäglich, dass der Versuch, sie richtig zu stellen, an Zeitverschwendung grenzt. Jamal Munshi, ein Professor an der Sonoma State University, sammelt falsche Berichte und, wie er sie nennt, "Einfaltshäppchen". Er stellt sie im Internet unter der Rubrik "Weird but True" (verrückt aber wahr) zur Verfügung, und behauptet noch obendrein, dass Shaw und Rauscher bewiesen hätten, eine Klangprobe aus der Mozart-Sonate in D-Dur für zwei Klaviere habe "die SAT-Resultate der Studierenden um 51 Punkte erhöht." Tatsächlich führten Shaw und Rauscher an 36 Studenten einen Test im Papierfalten und -schneiden durch, und stellten bei der "Mozartgruppe" eine vorübergehende Steigerung um acht bis neun Punkte immer dann fest, wenn der Test entweder nach einer Schweigeperiode, oder nach dem Anhören einer Entspannungskassette absolviert wurde. Munshi behauptet auch, dass die Wissenschaft nicht erklären kann, warum eine Fliege fliegt. Die Wissenschaftler arbeiten seit längerem an diesem wesentlichen Problem, also sollten wir ihnen Gerechtigkeit widerfahren lassen. Don Campbell ist zugleich der Carlos Castaneda und der Roncalli des Mozart-Effekts: er bauscht die Arbeit von Shaw, Rauscher und anderen für seine eigenen Zwecke maßlos auf. Er hat sogar den Ausdruck "The Mozart
Arbeit zitieren:
Henrik Welp, 2007, Der Mozart-Effekt - eine Darstellung des Phänomens, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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