Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Thema der Arbeit 3
Methode und Literatur/Quellen 3
Forschungsstand 4
1 Der deutsche Buchhandel Mitte des 19. Jahrhunderts. 5
2 Der Verlagsbuchhandel Mitte des 19. Jahrhunderts 6
2.1 Entwicklungen 6
2.2 Probleme zwischen Verlegern 8
3 Das Geschäftsverhältnis zwischen Verlags- und Sortimentshandel (und
Kommission är) 8
3.1 Bestellung und Versendung 9
3.2 Abrechnung und Zahlung 9
4 Brancheninterne Auseinandersetzungen mit dem Verlag. 10
4.1 Zwischen Kommissionsbuchhandel und Verlag. 10
4.2 Zwischen Sortimentsbuchhandel und Verlag 11
5 Maßnahmen und Forderungen 14
6 Schlussbemerkung. 16
2
Einleitung
Thema der Arbeit
Die vorstehende Arbeit hat die Interessenkonflikte zwischen den Wirtschaftsstufen im deutschen Buchhandel Mitte des 19. Jahrhunderts und konkret die Auseinandersetzungen der anderen Branchenteilnehmer mit dem Verlagsbuchhandel zum Thema. Als „Mitte des 19. Jahrhunderts“ soll der Zeitraum von 1831 bis 1867 gewählt werden - 1831 als Untergrenze, da in jenem Jahr zu Kantate eine Revision der Statuten des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels angenommen wurde 1 , und 1867 als Obergrenze, da zum einen die zugrunde liegende Literatur oftmals bis zu diesem Jahr reicht und da zum anderen im November des Jahres 1867 die urheber- und verlagsrechtliche Schutzfrist für sämtliche Autoren, die mehr als 30 Jahre zuvor verstorben waren, auslief 2 .
Zunächst sollen in knapper Form die wichtigsten Entwicklungen im deutschen Buchhandel in der Mitte des 19. Jahrhunderts allgemein beschrieben werden, um dann in Form eines kurzen Überblicks speziell auf die Situation des Verlagsbuchhandels und dessen Geschäftsbeziehungen zu den anderen Branchenteilnehmern, insbesondere zum Sortiment, einzugehen, so dass die Auseinandersetzungen jener mit dem Verlag, die schließlich als Schwerpunkt zu behandeln sind, in diesen Zusammenhang gestellt besser verständlich werden mögen. In der Hauptsache soll bei den Auseinandersetzungen die Sicht der Verlage maßgeblich sein.
Methode und Literatur/Quellen
Die anfänglich unstrukturierte Recherche anhand sinnvoll erscheinender Schlagworte auf www.b2i.de ergab keine dienlichen Hinweise zu den zu betrachtenden Auseinandersetzungen. Erst die systematische Durcharbeitung einschlägiger Werke zur Buchhandelsgeschichte und solcher als Literatur für das Seminar angegebenen zeitigte direkt zu verwertende Ergebnisse und/oder Hinweise auf Literatur, die für das Thema relevant war. Die Sichtung von Quellen im Rahmen dieser Arbeit erfolgte lediglich ausgehend von den in der verwendeten Literatur zahlreich gegebenen Hinweisen.
1 GOLDFRIEDRICH, JOHANN: Geschichte des Deutschen Buchhandels. Bd. 4. Leipzig 1913, S. 186.
2 WITTMANN, REINHARD: Geschichte des deutschen Buchhandels. Durchges. u. erw. Aufl. München 1999, S. 268.
3
Forschungsstand
Allgemein ist eingangs festzustellen, dass keines der als Literatur für die vorstehende Arbeit herangezogenen Werke die brancheninternen Konfliktbereiche mit dem Verlagsbuchhandel in umfassender Weise behandelt. Es ist vielmehr oftmals so, dass einzelne relevante Werke, sofern sie keinen allgemein buchhandelsgeschichtlichen Charakter haben,
Auseinandersetzungen solcher Art hauptsächlich im Rahmen des jeweils behandelten Themas ansprechen. Insgesamt ist der Forschungsstand zu dem vorstehenden Thema jedoch als gut zu bezeichnen. Für den allgemeinen Teil der Arbeit waren naturgemäß vor allem Werke, die „Buchhandelsgeschichte“ oder ähnlich tituliert sind, von Bedeutung. Die für diese Arbeit wichtigsten Werke werden im Folgenden hinsichtlich der Art ihrer Relevanz kurz dargestellt. Als sehr ergiebig hat sich der vierte Band der Geschichte des Deutschen Buchhandels von (Friedrich Kapp und) Johann Goldfriedrich 3 erwiesen. Zum einen finden sich darin die Entwicklungen im deutschen Buchhandel, auch mit statistischem Material unterlegt, im für die Arbeit maßgeblichen Zeitraum ausgiebig behandelt, zum anderen werden einige Ursachen und Anlässe für Auseinandersetzungen mit dem Verlag dargestellt. Kaum auf Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen buchhändlerischen Wirtschaftsstufen geht Reinhard Wittmann in seiner Geschichte des deutschen Buchhandels 4 ein. Hingegen bietet dieses Werk einen guten Überblick über den Buchhandel allgemein und auch über die Lage des Verlagsbuchhandels Mitte des 19. Jahrhunderts. Volker Titel geht in seinem Artikel Geschäft und Gemeinschaft. Buchhändlerische Vereine im 19. Jahrhundert 5 vor allem auf eine der Konsequenzen für unter anderem brancheninterne Auseinandersetzungen ein, nämlich die Bildung von allgemeinen und speziellen buchhändlerischen Vereinen. Dabei unterbleiben eine Anführung der Gründe sowie darüber hinaus eine Beschreibung von Sachverhalten mehr allgemeiner Art selbstverständlich nicht. August Schürmanns Die Usancen des deutschen Buchhandels und der ihm verwandten Geschäftszweige 6 stellt das Geschäftsverhältnis und die Usancen insbesondere zwischen Verlag und Sortiment umfassend dar. Gleichermaßen vor allem hinsichtlich der
3 GOLDFRIEDRICH 1913.
4 WITTMANN 1999.
5 TITEL, VOLKER: Geschäft und Gemeinschaft. Buchhändlerische Vereine im 19. Jahrhundert. (AGB 52) Frankfurt/M. 1999. S. 1-227.
6 SCHÜRMANN, AUGUST: Die Usancen des deutschen Buchhandels und der ihm verwandten Geschäftszweige. Leipzig 1867.
4
Gepflogenheiten im Buchhandel ist Schürmanns Die Entwickelung des Deutschen Buchhandels zum Stande der Gegenwart 7 von Bedeutung. Einige Gründe für Auseinandersetzungen zwischen Verlagen und anderen Branchenteilnehmern nennt Thomas Keiderling in Die Modernisierung des Leipziger Kommissionsbuchhandels von 1830 bis 1888 8 . Dabei behandelt er dankenswerterweise nicht nur Probleme zwischen Kommissionären und Verlagen, sondern auch solche zwischen dem Sortiment und dem Verlag.
1 Der deutsche Buchhandel Mitte des 19. Jahrhunderts
Als erste wichtige Entwicklung im deutschen Buchhandel Mitte des 19. Jahrhunderts ist zu nennen, dass die im 19. Jahrhundert lange vorherrschende Verkehrsform des Konditions-handels die weitere Trennung der Buchhändler in Verlags- und Sortimentsbuchhändler sowie Kommissions- oder Kolportagebuchhändler begünstigte. 9 Vor allem das Beispiel Leipzigs wirft ein Schlaglicht auf die vor sich gehende Zentralisierung jener Zeit. Dort war „der Zwischenbuchhandel konzentriert, war der Stapel-und Umschlagplatz fast aller in Deutschland überregional gehandelten Bücher“ und dort hatten „buchgewerbliche Großbetriebe für die Herstellung“ 10 ihren Sitz. Und natürlich war Leipzig damals der Hauptmessort. 11 Daraus folgte: „Das erste und unumgängliche Erfordernis für den Buchhändler ist eine Vertretung […] in Leipzig.“ 12 Der Zentralisierung förderlich war die mit der Gründung des Börsenvereins 1825 begonnene Institutionalisierung, bei der wiederum Leipzig die tragende Rolle spielte. So wurde u. a. das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel - seit 1834 13 - dort herausgegeben, 1836 dort das Börsenhaus eröffnet und 1842 die Leipziger Bestellanstalt gegründet. 14 Darüber hinaus folgte dem Börsenverein die Gründung von lokalen und regionalen buchhändlerischen Vereinen sowie die Entstehung von Spezialvereinen. 15
7 SCHÜRMANN, AUGUST: Die Entwickelung des Deutschen Buchhandels zum Stande der Gegenwart. Halle/S. 1880.
8 KEIDERLING, THOMAS: Die Modernisierung des Leipziger Kommissionsbuchhandels von 1830 bis 1888 (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Bd. 58). Berlin 2000.
9 Vgl. TITEL 1999, S. 117.
10 WITTMANN 1999, S. 232-233.
11 Vgl. TITEL 1999, S. 56.
12 PRAGER, ROBERT L.: Der deutsche Buchhandel. Seine Geschichte und seine Organisation. Berlin 1907, S. 87.
13 Vgl. RAUTENBERG, URSULA (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Buches. 2., verb. Aufl. 2003, S. 78.
14 Vgl. TITEL 1999, S. 46.
15 Vgl. ebd., S. 116-117.
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Arbeit zitieren:
Magister Artium Björn Kohlhepp, 2008, Strategien des Verlagsbuchhandels: Brancheninterne Auseinandersetzungen mit dem Verlag Mitte des 19. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag GmbH
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