UniversitätErfurt
Veranstaltungstyp: BAHStudiumFundamentale Seminar: „RhetorikinderPraxis“ Semester: Wintersemester2008/09
TitelderHausarbeit: „PhilosophieversusSophistik- WahrheitsfindungcontraRhetorik unddieBedeutungdesDialoges“ Abgabe: 30.01.09
Verfasserin: JuliaKulewatz
Studiengang: Kulturwissenschaften: Literaturwissenschaft Haupt: Philosophie Neben: Semesterzahl: 5
Inhaltsverzeichnis
Prolog 4
VomMythoszumLogos :
1. ÜberdiePhilosophie(des4.Und5.JahrhundertsvorChristus) 5
1.1 SprachlicheVoraussetzungenfürPhilosophieundRhetorik
5
1.2 BedeutungderRhetorikfürdiePhilosophie 6
1.3 DieDialogform
7
1.3.1 DersokratischeDialog 7
1.3.2 DerplatonischeDialog 9
2. ÜberdieSophistik 10
2.1 WechselwirkungenzwischenPhilosophieundSophistik
11
2.2 DieBedeutungderRhetorikfürdieSophistik
12
3. VergleichendeBetrachtungen 14
Quellenverzeichnis 17
Literaturverzeichnis 17
Internetverzeichnis 18
3
Prolog
DiekunstreicheRedeistunteranderemVermächtnisderAttischenDemokratie.Setztman dieheutigeDemokratieinBezugzurRhetorik,sostelltamunweigerlichfest,dassdieseeine Renaissanceerlebtundwiedermodernwird.DemokratieundebensoDiktaturenhabeneine ganzeigeneRhetorikhervorgebracht,derenUrsprüngesiederAntikeverdanken.Dennoch: DieheutigeRhetorikistwederapodiktischnochüberredendsondernemotional.Sieistdazu angelegt im Menschen die vom Rhetor gewünschten Emotionen zu wecken, eine sophistiH scheRhetorik.DochwozuRhetorik?SindesnichtdiejenigenRhetorenmitdenbesserenArH gumenten, der moralischeren Sichtweise, die uns als Auditorium überzeugen? Ganz sicher nicht.DieÜberzeugungdesAuditoriumsliegtalleinbeidembesserenRhetor,demmitder ausgefeilterenrhetorischen„technae“,demderEmotionenhervorrufenkann.EinsophistiH scherRednermachtsichdamalswieheutediemenschlicheEmotionsbereitschaftzunutzte. Was erneut die Frage aufwirft: Ist die Rhetorik Fähigkeit, Kunst, Wissenschaft oder üble Wortfechterei ohne moralische Grenzen? Fragen mit denen sich bereits die Antike auseiH nandersetzte. Natürlich ist die Rhetorik heute wichtiges Instrumentarium der Philosophie, dochwaswarsiezuZeitenihrerEntstehungundwemhatsieMachtverliehen?GründewarH umsichmeineAusarbeitungenmitderSophistikundihremVerhältniszurRhetorikundder Philosophiebefassensollen.
InderfolgendenHausarbeitwirdesmirumdieAnnährungunddievergleichendeBetrachH tungvonSophistikundPhilosophiegehen,dafürwirddieantikeRhetorikvonprioritärerBeH deutungsein,siestehtimZentrummeinerAusführungen.
VomMythoszumLogos:
1. ÜberdiePhilosophie(des4.und5.JahrhundertsvorChristus)
DieantikegriechischePhilosophie 1 istwederwasihrenGegenstandsbereich,nochwasihre Methodik angeht als Lehre oder Theorie eindeutig zu definieren. Der Versuch die PhilosoH phiebegrifflichzufassenwürdeunausweichlichimSelbstbezugenden.Dennwieetwaszu fassenist(Methode)undwaseigentlichzufassenist(Gegenstand),sindselbstwiederphiloH sophischeFragen.VerschiedenstephilosophischeRichtungenbietenjeweilseigeneBestimH mungenundAnschauungenfürdas,wasdiePhilosophiezudieserZeitwarundwasdiesezu leisten hatte. Die Auseinandersetzung und Kritik von philosophischen Annahmen stand im Zentrum, jedoch ohne dass ein Wahrheitsanspruch erhoben werden konnte. Philosophie lässtsichalsoalseinemethodischausgearbeiteteWeltanschauungverstehendieursprüngH lichdazudientedieWeltzuerklären.DaswichtigsteOrganonderPhilosophieistbisheute dieLogikalsLehrevomrichtigenDenken,ArgumentierenundSchließen.
1.1 SprachlicheVoraussetzungenfürPhilosophieundRhetorik
WarumistdiePhilosophiemitallihrenUnterströmungenausgerechnetimantikenGriechenH landentstanden,welcheFaktorenhabendieseEntwicklungbegünstigtineinemMaßewelH cheseineebensovollendeteFormderRhetorikentstehenließ?SpezifischeVoraussetzungen innerhalbdergriechischenKulturgabendenAusschlag:dieSprache,SchriftundReligion(der Mythos) des antiken Griechenlands. 2 Die antikegriechischeSprachweltwar ein vollständig vonEinzeldingenlosgelöstesSystem.IndiesemSystemwareinefürdiePhilosophiesowichH tige, praktische Dialektik, bereits enthalten und somit überaus schöpferisch. Die außerorH dentliche Fähigkeit der antiken griechischen Sprache, Komposita, Nomina und Verben mit
Arbeit zitieren:
J. Kulewatz, 2009, Philosophie versus Sophistik, München, GRIN Verlag GmbH
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