Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Anforderungsprofil 3
3. Überblick über Aufbau und zeitliche Struktur des langfristigen Trainingsprozesses. 5
4. Der langfristige Trainingsprozess 7
4.1 Förderstufe 1: Grundausbildung (8-10 Jahre) 7
4.1.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung 7
4.1.1.1 Koordination 9
4.1.1.2 Kondition 10
4.2 Förderstufe 2: Grundlagentraining (10-12 Jahre) 11
4.2.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung 11
4.2.1.1 Koordination 14
4.2.1.2 Kondition 14
4.3 Förderstufe 3: Aufbautraining 1 (12-14 Jahre) 15
4.3.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung 15
4.3.1.1 Koordination 18
4.3.1.2 Kondition 19
4.4 Förderstufe 4: Aufbautraining 2 (14-16 Jahre) 21
4.4.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung 21
4.4.1.1 Koordination 24
4.4.1.2 Kondition 24
4.5 Förderstufe 5: Leistungstraining (16-18 Jahre) 26
4.5.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung 26
4.5.1.1 Koordination 29
4.5.1.2 Kondition 29
Literaturverzeichnis 31
Seite 2
1. Einleitung:
Die hier von mir vorgelegte Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines langfristigen Trainingsplans für Volleyball. Sie orientiert sich an dem An-forderungsprofil des Volleyballspiels nach Voigt und Richter. Im Folgenden möchte ich grundlegende Anforderungen an die Spielfähigkeit beschreiben sowie detaillierte Angaben zu Trainingsanforderungen entsprechend der motorischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen machen. Die Bezüge zur Literatur ergänze ich durch Erfahrungen aus meiner eigenen aktiven Volleyballzeit.
2. Anforderungsprofil:
Volleyball ist ein Mannschafts-Rückschlagspiel für 12 Spieler auf einer Aktionsfläche von 162 m 2 .
Die Bewegungen, die die Spieler machen, gehen selten über eine Distanz von mehr als sechs Metern hinaus, sind aber dafür immer sehr schnell auszuführen. Durch den häufigen Wechsel zwischen Angriffs- und Verteidigungssituation ändern sich die Aktionsrichtung und der Bewegungscharakter ständig. Typische Bewegungsmuster sind Lauf-Sprung (Angriff), Sprung-Lauf-Sprung (Block-Ball folgen-Block) und Richtungswechsel (Blocksicherung-Abwehr-Hechtbagger). Alle diese Bewegungen stellen eine hohe Anforderung an die Reaktions- und Bewegungsschnelligkeit dar. 1
Dies bedingt eine besondere Dynamik im Bereich Technik und Taktik. Die Spielstruktur lässt sich in zwei verschiedene Bereiche aufteilen. Zum einen die so genannte K1, bestehend aus Annahme-Zuspiel-Angriff und die sogenannte K2, Abwehr-Zuspiel-Angriff. Dieses einfach erscheinende Spielprinzip erfordert jedoch schon im unteren Spielbereich ein hohes
1 Vgl. Papageorgiou & Spitzley, 1983, S. 15
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Maß an Präzision im technischen Bereich. Mit zunehmender Spielklasse gewinnen kognitive Fähigkeiten, Schnellkraft, aerobe Ausdauer, Beweglichkeit sowie Spielausdauer und ein hohes Maß an Motivation und Selbststeuerung an Bedeutung.
Ein Volleyballspiel kann über mehrere Stunden und in einem hohen Tempo gespielt (siehe Olympische Spiele, 1996, Finale: Holland vs. Italien) werden, wobei 95% aller Ballwechsel zwischen 3 und 17 Sekunden dauern. Diese Belastung wird durch eine im Schnitt zwölfsekündige Pause unterbrochen, in der eine weitestgehende Regeneration der Energiespeicher möglich ist.
Somit ist Volleyball ein Sportspiel mit zeitlich kurzen Intervallbelastungen mit primär anaerob-alaktazider und aerober Energiebereitstellung. 2 In der folgenden Tabelle sind die Merkmale in ihrer unterschiedlichen Bedeutung für das Spiel dargestellt. 3
2 Vgl. Herzog, Voigt, & Westphal, 1985, S. 14
3 Vgl. Voigt & Richter, 1991, S. 97 Seite | 4
3. Überblick über Aufbau und zeitliche Struktur des langfristigen Trainingsprozesses
In der Literatur, die sich in den letzten Jahren mit dem Thema Volleyballtraining befasst hat, wird der Aufbau des jahrelangen Trainings in verschiedene Entwicklungsstufen unterteilt. Dies hat den Vorteil, dass der Unterricht einer gewissen Methodik folgt und dem Trainer eine klare Orientierungshilfe für den Leistungsstand seiner Spieler zur Verfügung steht.
Die grundlegende Struktur teilt sich in 3 Stufen ein:
1. Grundlagenstufe ± Hinführung zum Minivolleyballer
2. Aufbaustufe ± Hinführung zum Universalisten 3. Leistungsstufe ± Hinführung zum Spezialisten 4
Hierbei sollen in der ersten Ebene, der ersten Grundlagenstufe, volleyballspezifische Verhaltensmuster wie Ball-, Raum-, Ziel-, Partner- und Gegnerverhalten spielerisch vermittelt werden.
In der zweiten Stufe, der Aufbaustufe, sollen die in der ersten Stufe gelehrten Fähigkeiten weiterentwickelt und gelenkt werden. Hierbei steht die Ausbildung zum Universalisten im Vordergrund und der Bereich der Individual-, Gruppen- und Mannschaftstaktik ist breit angelegt. In der dritten, der Leistungsstufe, werden die in der Aufbaustufe erworbenen Fähigkeiten erweitert und vertieft. Aufgrund dieser Basis und den bis hier gezeigten individuellen Leistungen erfolgt eine stufenweise Spezialisierung. Jeder Spieler erwirbt entsprechend seinen physischen und psy-
4Vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2002, S. 7
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chischen Fähigkeiten, die Technik, sowie die Individual-, Gruppen ± und Mannschaftstaktik, die er benötigt. 5
Um eine optimale Entwicklung des Leistungs- und Trainingsverlaufes zu gewährleisten, habe ich den 3-stufigen Trainingsprozess erweitert und in jeweils 2-jährige Abschnitte unterteilt. Die Grundlage, auf die ich die weitere Trainingsplanung beziehe, bildet jedoch weiterhin das 3-stufige Modell von Papageorgiou & Spitzley.
Tabelle 1 zeigt die Alterseinteilung sowie die jeweils anzustrebenden Trainingsumfänge. Diese Alterseinteilung habe ich gewählt, um so bei einer durchschnittlichen Entwicklung der Kinder/ Jugendlichen in den jeweiligen Stufen besonders günstige Voraussetzungen zum Erreichen von zunächst altersunabhängigen Teilzielen beim langfristigen Leistungsaufbau in der Sportart Volleyball zu erzielen.
5 Vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2002, S. 7
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4. Der langfristige Trainingsprozess
4.1 Förderstufe 1: Grundausbildung (8-10 Jahre)
Ausgehend davon, dass Kinder mit ca. 8 ± 10 Jahren mit der Grundausbildung im Volleyball beginnen, sind die Kinder entsprechend im frühen Schulkindalter. 6 In dieser Entwicklungsphase sind gute Voraussetzungen für die Entwicklung neuer motorischer Fähigkeiten gegeben. 7 Da eine breite und vielseitige motorische Grundausbildung die Basis für spätere Höchstleistungen sind, soll hier das Prinzip der allgemeinen Vielseitigkeit dominieren. 8
4.1.1 Trainingsziele, Trainingsinhalte und Trainingsgestaltung
Wie oben schon erläutert, steht in dieser Phase die Entwicklung allgemeiner koordinativer Fähigkeiten im Zusammenhang mit dem Erlernen elementarer Bewegungsabläufe im Vordergrund. Auf ihre Alltagsmotorik aufbauend, sammeln Kinder vielfältige Bewegungsmuster und erlernen die verschiedensten Bewegungsmuster, die den motorischen Lernprozess der volleyballspezifischen Techniken unterstützen. Im Rahmen einer spielerischen Annäherung an die volleyballspezifischen Bewegungsabläufe werden grundlegende (individual-) taktische Verhaltensweisen erlernt sowie erweitert. Konditionelle Fähigkeiten werden in dieser Phase nur durch die spielerischen Komponenten mit eingebracht. 9 Ein gezieltes Konditionstraining ist in diesem Alter noch nicht sinnvoll, da selbst bei ausreichender Trainingsintensität, keine
6 Vgl. Loosch, 1999, S. 253
7 Vgl. Barth, et al., 2003, S. 133 8 Vgl. Dietrich, Nicolaus, Ostrowski, & Rost, 1999, S. 184 9 Vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2002, S. 34 Seite | 7
Arbeit zitieren:
Manuel Wasserzier, 2008, Trainingsplan Volleyball - Vom Anfänger bis zum Profi, München, GRIN Verlag GmbH
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