Inhaltsverzeichnis ____
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung. 1
2. Annahmen ökonomischer Theorien und kritische Würdigung. 4
2.1. Annahmen. 4
2.2. Kritische Würdigung der Annahmen. 5
3. Sozial-psychologische Erkenntnisse zur Managervergütung 8
3.1. Reziprozität. 7
3.2. Soziale Ähnlichkeit. 9
3.3. Empirische Studien. 11
3.3.1 Studie von Westphal und Zajac 11
3.3.2 Studie von Fiss. 12
4. Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abs. = Absatz bspw. = beispielsweise bzw. = beziehungsweise CEO = Chief Executive Officer DAX = Deutscher Aktienindex DCGK = Deutsche Corporate Governance Kodex d.h. = das heißt DSW = Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ebd. = ebenda f. = folgende ff. = fortfolgende Hrsg. = Herausgeber o. J. = ohne Jahr o.V. = ohne Verfasser S. = Seite Sp. = Spalte USA = United States of America usw. = und so weiter Vgl. = Vergleich z.B. = zum Beispiel
Annahmen ökonomischer Theorien und kritische Würdigung ___________
1. Einleitung
Ineffizientes Management und Unternehmenspleiten einerseits, die Globalisierung der Wirtschaft sowie die Liberalisierung der Kapitalmärkte andererseits, waren Beweggründe für die Entwicklung einer Corporate Governance. Dabei kann der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) als ein Ordnungsrahmen für eine verantwortungsbewusste Führung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften verstanden werden. 1 Neben Ausführungen wie z.B. zum effizienten Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufgaben, finden sich im Kodex auch Regelungen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. In Bezug auf die Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist es die Aufgabe des Aufsichtsrats, die Vergütung in angemessener Höhe auf Basis einer Leistungsbeurteilung festzulegen. „Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds“. 2 Allerdings treten immer wieder heftige Diskussionen auf, die die Kontrollorgane sowie die Höhe der Vergütung (insbesondere bei den Top-Managern) kritisieren. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) errechnete in ihrer Studie zur Vorstandsvergütung, dass die Gehälter der Mitglieder des DAX-Vorstandes im Jahre 2007 um 7,75 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. 3 Seit kurzem stößt wohl auch deshalb die Debatte über exzessiv steigende Vorstandsgehälter bei der deutschen Bundesregierung auf Beachtung. Diese diskutiert insbesondere über gesetzliche Beschränkungen von Managergehältern.
Doch was sind die Determinanten (unabhängigen Variablen), die die Höhe der Vergütung (abhängige Variable) positiv bzw. negativ beeinflussen können? Ökonomische Theorien wie z.B. die >Agentur-Theorie< betonen unter anderem den Unternehmenserfolg, die Unternehmensgröße oder aber die Eigentümerstruktur als
1 Vgl. Werder, A. (2004), Sp. 160; einen Überblick über weitere Corporate Governance-Definitionen
finden sich in Grothe (2006), S. 14ff.
2 Deutsche Corporate Governance Kodex (in der Fassung vom 14. Juni 2007), Ziffer 4.2.2.
3 Vgl. o.V. (2008).
1
Annahmen ökonomischer Theorien und kritische Würdigung ___________
Bestimmungsfaktoren der Vergütung. Die sozial-psychologische Determinanten werden in den ökonomischen Ansätzen nicht berücksichtigt. Allerdings sind es auch diese, die Einfluss auf die Vergütungshöhe haben können. Folglich ist das Ziel dieser Arbeit die Wirkungen sozial-psychologischer Mechanismen zu untersuchen. Dabei stehen folgende Fragen, die im Verlauf der Arbeit beantwortet werden, im Vordergrund:
• Beeinflusst der Vorstand den Aufsichtsrat, um eine höhere Vergütung zu erzielen? Welche Mittel setzt er dafür ein?
• Welchen Einfluss haben soziale Ähnlichkeiten, die zwischen dem Vorstand und Aufsichtsrat bestehen können, auf die Auswahl neuer Manager und auf die Vergütung?
Im Anschluss an die Einführung erfolgt im zweiten Kapitel zunächst eine kritische Auseinandersetzung mit den Annahmen der ökonomischen Theorie (hier: insbesondere der Agenturtheorie). Dabei werden unter anderem die Annahmen er-läutert (rationale Akteure, Unabhängigkeit der Board- bzw. Aufsichtsratsmit-glieder), welche für das weitere Verständnis in Bezug auf sozial-psychologische Einflussmechanismen hilfreich sein werden (Abschnitt 2.1.). Diese Annahmen er-halten im Anschluss eine kritische Beurteilung (Abschnitt 2.2). Die Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie zur Managervergütung werden im dritten Kapitel diskutiert. Hier wird insbesondere davon ausgegangen, dass sozialer Einfluss die Beziehungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vergütung beeinflussen kann. Mechanismen, die diesen Einfluss verstärken können und auf die im Rahmen der Arbeit näher eingegangen werden soll, sind die Reziprozität (Abschnitt 3.1.) und die soziale Ähnlichkeit (Abschnitt 3.2.). Nach einer theoretischen Einführung in die Mechanismen des sozialen Einflusses folgen einige empirische Studien (Abschnitt 3.3.). Da sich die Studien einerseits auf den deutschen als auch auf den amerikanischen Raum beziehen, muss folglich auch zwischen zwei Corporate Governance-Systeme unterschieden werden:
• das Aufsichtsrat-Modell (dieses dualistische System findet man unter anderem in Deutschland)), bei dem eine Trennung zwischen den Funktionen Füh-
2
Annahmen ökonomischer Theorien und kritische Würdigung ___________
rung (durch den Vorstand) und Überwachung (durch den Aufsichtsrat) herrscht, und
• das Board-Modell (monistisches System aus der USA), bei dem die Führungs- und Kontrollfunktion in einem einzigen Gremium vereint sind und wo der Chief Executive Officer (CEO) direkter Vorgesetzter der Inside Directors (Führungsaufgabe) und Outside Directors (Überwachungsaufgabe) ist (der CEO kann dabei mit dem deutschen Vorstandsvorsitzenden gleichgesetzt werden und die Directors mit den deutschen Aufsichtsrats-mitgliedern). 4 Abschließend erfolgt im vierten Kapitel eine Zusammenfassung der vorliegenden Arbeit.
4 Vgl. Salzberger, W. (2004), Sp. 100.
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Arbeit zitieren:
Doreen Dettmann, 2008, Vergütung von Top-Managern: Reziprozität und soziale Ähnlichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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