Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. HistorieundGrundgedanken 4
2.1 VersucheinerDefinition 4
2.2 WurzelnderErlebnispädagogik 6
2.3 ErlebnispädagogischeGrundlagen 6
3. PädagogikundErlebnis 7
3.1 LernenundErlebnis 7
3.2 ErziehungundErlebnis
9
3.3 BildungundErlebnis 10
4. KritikundZukunft12
4.1 KritikanderErlebnispädagogik 12
4.2 AktualitätderErlebnispädagogik 13
4.3 ZukunftderErlebnispädagogik
14
5. Schlussbemerkungen 15
Literaturverzeichnis 17
3
1. Einleitung
Wir leben in einer modernen Erlebnisindustrie. Unsere Welt ist laut, hektisch und überflutet von Reizen. Nichts soll langweilig sein, alles wird zum Erlebnis, selbst das Benutzen eines bestimmten Reinigungsmittels (zumindest wenn man der Werbung Glauben schenkt). Anbieter kommerzieller Erlebnisprodukte jeglicher Art machen enormenUmsatz(siehez.B.www.mydays.de).JedersuchtdasErlebnis.Dochtrotzdem odergeradedeshalbsindimmermehrMenschengelangweilt,frustriertundeinsam.Die Möglichkeiten der eigenständigen und eigenverantwortlichen Lebensweltgestaltung schrumpfenunddasführtunteranderemdazu,dassder„Kick“immerintensiver,besser, imposanter sein muss. Nicht selten endet dieses Bedürfnis im Drogenrausch oder Autocrash(vgl.Herrmann2001).
WelchenBeitragkannhierdieErlebnispädagogikleisten?KönnendieErfahrungenunddie Erkenntnisse,diemanwährendderTeilnahmeaneinerErlebnispädagogikübersichselbst gewonnenhat,auchindenAlltagübertragenbzw.umgesetztwerdenoderistesnureine Pädagogik auf Zeit? Und wie sieht das Verhältnis zwischen Erlebnis und pädagogischen Nutzenaus?DieseundähnlicheFragenmöchteichinmeinerHausarbeitklären.Einleitend werde ich mit Hilfe von Literatur den Versuch einer Definition von Erlebnispädagogik wagen,umdannimnächstenSchrittaufdieGrundgedankenundkurzaufgeschichtliche Fakteneinzugehen.DarüberhinauswerdeichdieMöglichkeitenundGrenzensowiedie Zukunft der Erlebnispädagogik darlegen und kurz diskutieren. Der Fokus meiner Arbeit liegtaufdemVerhältnisvonErlebnisundErziehungbzw.dempädagogischenNutzender Erlebnispädagogik.
2. HistorieundGrundgedanken
2.1 VersucheinerDefinition
IchhabediesesKapitel„VersucheinerDefinition“genannt,daesbisheuteimmernoch keine einheitliche wissenschaftliche Definition für den Begriff Erlebnispädagogik gibt. Erlebnispädagogik soll laut Günther verstanden werden „als Methode, mit pädagogischen Mitteln nachhaltige Änderungen des Verhaltens und des Erlebens zu erwirken, die sich besonders dadurch kennzeichnen, dass Prozesse durch unmittelbares
4
Erleben bewusst ausgelöst werden.“ (Günther 2008, S. 35). Zu diesem Zweck werden bestimmteMittel,wiez.B.dasGleitschirmfliegen,angewandt. Erlebnispädagogik,Abenteuerpädagogik,Aktionspädagogik,Erfahrungslernen-alldiese BegriffehabenetwasmitErlebnisundErziehungzutun.Dochwasstecktgenaudahinter? Beim Erfahrungslernen erhält das Kind Erkenntnisse indem es sich aktiv und selbstbestimmt mit seiner Umwelt auseinandersetzt. Das hat schon sehr viel mit Erlebnispädagogik gemein. Aktionspädagogik hingegen ist ein relativ oberflächlicher Begriff. In der Erlebnispädagogik geht es nur scheinbar vordergründig um „action“, vielmehrstehendieAnstrengung,dieÜberwindung,diePersönlichkeitunddieStärkung desSelbstwertgefühlsimFokusdesGeschehens.Daslässterkennen,dassdieAktionnur dasHilfsmittelzurErreichungdespädagogischenZielsist.Ähnlichverhältessichmitdem BegriffAbenteuer.EinAbenteueristpädagogischnichtplanbarundkannauchnichtals einEreignismitoffenemAusgangeingesetztwerden.UndPädagogensolltenimmermit berechenæ und voraussehbaren Aktionen arbeiten. Alles andere wäre zu gefährlich (vgl. Heckmair/Michl2004,S.99f).
Laut Heckmair und Michl wurde Erlebnispädagogik noch bis vor kurzem als handlungsorientierte Methode definiert, „in der die Elemente Natur, Erlebnis und Gemeinschaft pädagogisch zielgerichtet miteinander verbunden werden.“ (ebd., S. 101). Diese Begriffserklärung schließt natürlich die Weiterentwicklungen in der Erlebnispädagogik, wie z.B. Erleben in der Stadt, Hochseilgärten oder Sportpädagogik, aus. Daher verstehen wir heute unter Erlebnispädagogik „eine handlungsorientierte Methode, in der durch Gemeinschaft und Erlebnisse in naturnahen oder pädagogisch unerschlossenen Räumen neue Raumæ und Zeitperspektiven erschlossen werden, die einem pädagogischen Zweck dienen.“ (ebd., S. 102). Heckmair/Michl führen noch eine dritte Begriffsklärung an und fordern gleichzeitig Kritiker auf, diese Definition weiterzuentwickeln oder gar eine neue vorzulegen: „Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebensweltverantwortlichzugestalten.“(ebd.,S.102).
5
Arbeit zitieren:
Sarah Henkel, 2008, Erlebnispädagogik – Abenteuer vs. Erziehung?!, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ergebnisorientierung im Qualitätsmanagement der Sozialen Arbeit
Entwicklung und Anwendung von ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Seminararbeit, 26 Seiten
Möglichkeiten der Erlebnispädagogik – Entwicklung und heutiges Erschei...
Hausarbeit, 27 Seiten
Erlebnispädagogik - Die Methode der Zukunft oder blinder Aktionismus?
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Beziehungsarbeit als Grundlage einer erfolgreichen Heimerziehung unter...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 110 Seiten
Frauen und Arbeit - von bezahlter und unbezahlter Arbeit der Frauen
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hausarbeit, 14 Seiten
Medienkompetenz und Deutschunterricht
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Das Frauenbild in den Medien - weibliche Identitätsbildung durch den E...
Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Seminararbeit, 23 Seiten
Frauenspezifische Probleme auf dem Arbeitsmarkt
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Hausarbeit, 19 Seiten
Ein kleiner Einblick in die Erlebnispädagogik und die Welt der Interak...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 9 Seiten
Zur Implementierung des 360-Grad-Feedbacks in Unternehmen
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 17 Seiten
Identität im Zeitalter kultureller Pluralität und Hybridität
Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Hausarbeit, 26 Seiten
Sarah Wölke's Text Erlebnispädagogik – Abenteuer vs. Erziehung?! ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sarah Wölke hat den Text Erlebnispädagogik – Abenteuer vs. Erziehung?! veröffentlicht
Sarah Wölke hat einen neuen Text hochgeladen
Das Problem des Zinsnehmens in der Theologie und Wirtschaft. Geschicht...
Geschichte, Gegenwart und mögl...
Arno Schelle
Reformpädagogik in Geschichte und Gegenwart
Eine kritische Einführung
Ehrenhard Skiera, Arno Mohr
Quellentexte zur Theorie und Geschichte der Reformpädagogik 3.2
Staatliche Schulreform und ref...
Herwart Kemper
Theorie und Geschichte der Reformpädagogik 03/1
Staatliche Schulreform und ref...
Dietrich Benner, Herwart Kemper
Theorie und Geschichte der Reformpädagogik 01
Die pädagogische Bewegung von ...
Dietrich Benner, Herwart Kemper
Theorie und Geschichte der Reformpädagogik 02
Die Pädagogische Bewegung von ...
Dietrich Benner, Herwart Kemper
0 Kommentare