Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die zu behandelnden Texte. 4
2.1 Der Fuchs und der Rabe im Reinhart Fuchs 4
2.2 Vom Raben und Fuchs von Martin Luther 6
2.3 Der Rabe und der Fuchs von Gotthold Ephraim Lessing 6
3. Inhalt der Texte und ihre Unterschiede 7
4. Charaktere von Fuchs und Rabe 8
4.1 Darstellung im Physiologus 8
4.2 Darstellung in den Texten 9
5. Die implizit und explizit formulierten Lehren 10
6. Verwendete Sprache in den Texten 11
7. Stil und stilistische Mittel 11
8. Form und formelle Besonderheiten 13
9. Fazit 13
10. Literatur- und Abbildungsverzeichnis 15
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1. Einleitung
In der Hausarbeit soll eine Gegenüberstellung verschiedener Geschichten von Fuchs und Rabe Gegenstand sein. Der Ausgangspunkt ist eine Episode aus dem mittelhochdeutschen Gedicht Reinhart Fuchs von Heinrich der Glichezare. Dem gegenübergestellt werden Der Rabe und der Fuchs von Gotthold Ephraim Lessing und Vom Raben und Fuchs von Martin Luther. Der aufgeführte Text von Martin Luther ist allerdings nicht die Originalfassung, sondern eine modernisierte.
Zunächst wird der Inhalt der Texte analysiert. Dazu gehören die Inhalte, welche auch Unterschiede aufweisen- und dadurch die ganze Aussage verändern können, sowie die Figuren und deren Charakter in den Erzählungen. Außerdem wird auf die Beschreibung des Fuchses im Physiologus eingegangen. Im Punkt 3, Inhalte der Texte und ihre Unterschiede, werden keine Zitate verwendet, da die Unterschiede in den Texten aus Punkt 2 nachzuvollziehen sind und Zitate verwirrend wären. Des Weiteren werden im Punkt 4.1 Darstellung im Physiologus ebenfalls keine Zitate verwendet, sondern die Quellenangabe an den Anfang gesetzt, da der gesamte Punkt auf dieser Quelle fußt.
In jedem der Texte ist mindestens eine Lehre implizit oder explizit formuliert, dieser Punkt wird ebenfalls eine Rolle spielen.
An die Inhaltsanalyse knüpft eine Formanalyse an. Hier werden formelle Besonderheiten dargestellt, sowie die Sprache und der Stil der Texte erläutert. Unser Ziel ist, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Texte aufzuzeigen. Das Fazit am Ende soll eine Zusammenfassung in Text- und Tabellenform geben.
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2. Die zu behandelnden Texte
2.1 Der Fuchs und der Rabe im Reinhart Fuchs
do sach er vil ho stan ern solde inbizin san ze stvnt. einen raben, der hiez Dizelin, der kese viel im vur den mvnt. der hatte mit den listen sin Nu horet, wie Reinhart, einen neuwen kese gewunnen. der vngetrewe hovart, des begond er im vbel gvnnen, warb vmb sines neven tot. daz er in solde pizin an in. daz tet er doch ane not. do kart er allen sinen sin, Er sprach: ‘lose, Dizelin, daz ern im abe betrvge hilf mir, trvt neve min! mit einer kvndiclichen lvge. dir ist leider miner not niht kvnt: Reinhart vnder den bovm saz, ich wart hvete vru wunt; da der rabe den kese vf gaz. der kese liet mir ze nahen bi. er sprach: ‘bist dv diz, Dizelin? Er smecket sere, ich vurcht, er si nv frewet sich der neve din, Mir zv der wunden schedelich. daz ich dich bi mir han gesehen, trvt neve, nv bedenke mich! mir en mochte liber niht geschehen Dines vater trewe waren gut, an deheiner slachte dinge. ouch hore ich sagen, daz sippeblvt ich hortegerne singen, von wazzere niht vertirbet. ob ez were dines vater wise, din neve alsvst erstirbet. der klafte wol ze prise.’ daz macht dv erwenden hartr wol. do sprach Dizelin: vom stanke ich grozen kvmmer dol.’ ‘ichn schelte nicht den vater min. Der rabe zehant hinnider vlovc, vur war sag ich dir daz: dar in Reinhart betrovc. izn gesanc nie dehein min vordern baz, er wolde im helfen von der not den ich tvn, des bin ich vor.’ dvrch trewe, daz was nach sin tot. lvte began er singen do, Reinhart heschen began. daz der walt von der stimme erdoz. der rabe wolde nehmen dan Reinhartes bete wart aber groz, den kese, er wandes haben danc. daz er erhorte sine wise. Reinhart balde vf spranc, do vergaz er vf dem rise gelich als er niht were wunt. des keses, do er erhvb daz liet. do tet er sinem neven kvnt done wande Reinhart niht,
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sin trewe, ern weste niht, was er an im rach: vil er im do vz brach der vedern, daz er im entran mit not, der neve was Reinharte ze rot.
Übersetzung: Da sah er ganz hoch Da begann er laut zu singen, einen Raben sitzen, der Diezelin hieß, dass der Wald von seiner Stimme bebte. der hatte mit seinen Listen Reinharts Bitte war abermals groß, ein Stück neuen Käse ergattert. dass er seine Weise hörend wahrnahm. Er begann es ihm boshaft zu vergönnen, Da vergaß er auf dem Ast dass er ohne ihn speisen wollte. Den Käse, als er das Lied anstimmte. Da wendete er ganz und gar sein Da wendete sich Reinhart nicht ab, Bewusstsein (darauf), er wollte gleich in der Stunde darauf hinein dass er ihn abermals betrüge beißen. mit einer listigen Lüge. Der Käse fiel ihm vor den Mund. Reinhart saß unter dem Baum, Nun hört, wie Reinhart, wo der Rabe den Käse aß. der untreue Kerl, Er sprach: „Bist du das, Diezelin? um den Tod seines Vetters bemühte. Nun freut sich dein Vetter, Das tat er doch ohne Not. dass ich dich bei mir gesehen hab, Er sprach: „Hör zu, Diezelin, mir konnte nichts lieber geschehen hilf mir, mein treuer Vetter! an der Art und Weise irgendeiner Dir ist meine Not leider nicht bekannt. Zuversicht. Ich wurde heute früh verwundet; Ich höre gerne dein Singen, der Käse liegt zu nah bei mir. ob es deines Vaters Weise ist, Er stinkt sehr, ich fürchte, er ist der sang so herrlich.“ für meine Wunde schädlich. Da sprach Diezelin: Treuer Vetter nun bedenke mich! „Ich schelte nicht meinen Vater. Die Treue deines Vaters war gut, Ich sage dir fürwahr: auch höre ich sagen, dass Sippenblut der Gesang meiner Vorfahren war nie von Wasser nicht verdirbt. besser als der meinige, Dein Vetter stirbt also. dessen bin ich froh.“ Das machst du gewiss schwer rückgängig.
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Arbeit zitieren:
Marjana Schäftlein, 2007, Vergleich der Episode Fuchs und Rabe aus Reinhart Fuchs mit den gleichnamigen Fabeln von Martin Luther und Gotthold Ephraim Lessing, München, GRIN Verlag GmbH
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