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Interkulturelles Lernen

Title: Interkulturelles Lernen

Term Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Achim Zeidler (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Durch den Wandel des christlich-religiösen Lebensvollzugs, des veränderten sozialen Umfelds und der verschobenen theologischen Voraussetzungen der Menschen, erwächst eine neue didaktische Struktur, die der Methodik des herkömmlichen und traditionellen Religionsunterricht innovativ zur Seite steht bzw. stehen kann.
Die Bedeutung von Erziehung und Bildung in unserer multireligiösen Gesellschaft, kann durch den pluralistischen Dialog interkulturell und interreligiös entstehen, um zu einer Wissenserweiterung und einer bewussten Identitätsbildung heranzuführen. Um eine Verständniskompetenz in Bezug auf tolerantes Verhalten gegenüber Andersgläubigen zu vermitteln, ist es notwendig die traditionellen festen didaktischen Methoden zu lösen um sie zu erweitern und zu erneuern. Dadurch können verschiedenen Lebensgrundlagen und Lebenseinstellungen - in der vom Sinnvakuum geprägten Weltordnung, die vielen Menschen anonym, kalt und angsteinflössend erscheint -, die Möglichkeit erteilt werden, ihre elementaren Bedürfnisse, ihre Einstellungen und Besonderheiten „familiär“ darzustellen.
Dem Einzelnen sollte ein Ganzes vorgestellt werden. Doch wie soll das vor sich gehen? Welcher Weg ist zu wählen, um das Ziel zu erreichen?
Wie erlangt der Mensch das interkulturelle Verständnis und wie, wann und vor allem warum kann ein Interreligiöses Lernen für alle Menschen möglich sein?
Im folgenden werden diese Fragen versucht weitestgehend beantwortet zu werden und die Wichtigkeit einer interreligiösen Verständigung und einer friedlichen und reflektierenden Auseinandersetzung dargestellt werden. Dazu müssen die eigenen Werte und Glaubensdimensionen mit denen fremder und geheimnisvoll erscheinenden Kulturen und Religionen in Vergleich und in Annäherung gebracht werden. Hilfestellung zu dieser Ausführung, die ihre Hauptpunkte auf Definition, Methodik, Problematik und Aussagegehalt des Interreligiösen Lernens legt, werden die Auswertungen und wissenschaftlich fundierten Kenntnisse und Beobachtungen dreier Pädagogen geben (Helgard Jamal, Stephan Leimgruber und Folkert Rickers), die sich in ihren Publikationen sehr genau mit dem pluralistischen Weltsystem, der tradierten Religion und der übergreifenden, interreligiösen Methodik des didaktisch-strukturierten Religionsunterrichts befasst haben...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

2.1 Interreligiöses Lernen – was meint das?

2. Relevanz Interreligiösen/ interkulturellen Lernens für eines meiner Unterrichtsfächer/ für mich als zukünftigen Lehrer

III. Kurze Zusammenfassung

IV. Kurze Stellungnahme bzgl. des eigen Zugewinns/ Nichtzugewinns im Seminar

IV.Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept des interreligiösen Lernens theoretisch zu fundieren, seine didaktische Relevanz für den schulischen Unterricht zu beleuchten und Möglichkeiten für eine praktische Umsetzung im Kontext einer multireligiösen Gesellschaft aufzuzeigen.

  • Definition und theoretische Grundlagen des interreligiösen Lernens
  • Didaktische Konzepte für einen pluralistischen Religionsunterricht
  • Interdisziplinäre Bedeutung interkultureller Erziehung in Schule und Bildung
  • Herausforderungen, Grenzen und Potenziale interreligiöser Begegnung
  • Reflexion schülerorientierter Lernprozesse und Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

2.1 Interreligiöses Lernen – was meint das?

„Interreligiöses Lernen nutzt die Möglichkeit eines schülerorientierten Lernens, das in der Religionspädagogik mit den Aufbruch zum problemorientierten Religionsunterricht seit mehr als 30 Jahren diskutiert wird.“ Mit diesem Satz leitet Folkert Rickers seine Abhandlung über das Interreligiöse Lernen ein und verweist dabei gleichsam auf zwei Haupttopoi: Zum einen benennt er die Zielgruppe des Interreligiösen Lernens: Die Schüler. Bei diesen muss der interkulturelle und interreligiöse Gedanke gefördert und auch gefordert werden. Ihre „wachsende Mündigkeit“ ist das Ziel einer interreligiösen Verständigung, die zu einer Wissenserweiterung auf toleranter und akzeptierender Basis führt, und durch ein schülerorientiertes Lernen erreicht werden kann.

Der Bezug und die Intention sollte dabei „in kritischer Absetzung zu einem Unterricht, in dem der Hauptschwerpunkt nur in der Vermittlung von bestimmten Unterrichtsstoffen liegt“ gesetzt werden. Den Kindern und Jugendlichen soll also nicht nur ein bestimmtes Fachwissen beigebracht werden, sondern auch der Bezug zur Umwelt. Der persönlich-subjektive Erfahrungshorizont im Umgang mit den verschiedenen konfessionellen Ausrichtungen sollte weitestgehend in die Erziehung der Schüler einfließen, um ihnen in Koexistenz mit dem Fachwissen ihre religiöse Identität aufzuzeigen, die sie „als Ausgangspunkt bzw. Bezugspunkt von Lernprozessen zu verstehen [haben] und zu beachten [haben], dass sie sowohl Objekt, aber vielmehr noch Subjekt des angestrebten Lernprozesses sind.“

Somit zeigt Rickers die Dimensionen auf, die Kinder und Jugendliche wahrzunehmen haben: Der Lernprozess soll kreative, ganzheitliche, emotionale und kognitive Fertig- und Fähigkeiten ansprechen und hervorbringen, um das subjektive Verständnis der Schüler auszuprägen und ihnen zu ihrer eigenen religiösen Tradition weitere Traditionen und Religionen auf persönlicher, schöpferischer Art und Weise näher zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik einer multireligiösen Gesellschaft ein und begründet die Notwendigkeit einer neuen didaktischen Struktur, um interreligiöses Verständnis und Identitätsbildung zu fördern.

II. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Definitionen des interreligiösen Lernens und diskutiert dessen hohe Relevanz für den Schulalltag sowie für eine sinnvolle Identitätsentwicklung der Schüler.

III. Kurze Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Argumente zur Bedeutung des interreligiösen Lernens als universale Kraft für Toleranz und ein friedliches Miteinander.

IV. Kurze Stellungnahme bzgl. des eigen Zugewinns/ Nichtzugewinns im Seminar: Diese Reflexion bewertet den methodischen Aufbau und die persönlichen Erfahrungen innerhalb des besuchten Universitätsseminars zum Thema.

IV.Literaturangaben: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Publikationen.

Schlüsselwörter

Interreligiöses Lernen, Religionspädagogik, Schülerorientierung, Multireligiöse Gesellschaft, Identitätsbildung, Interkultureller Dialog, Didaktik, Wertepluralität, Sinnsuche, Toleranz, Religionsunterricht, Sozialisation, Globales Lernen, Verständigung, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und der praktischen Bedeutung von interreligiösem Lernen in der heutigen, multireligiösen Schullandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition interreligiösen Lernens, seiner didaktischen Notwendigkeit, der Förderung von Toleranz gegenüber anderen Religionen und der Bedeutung für die Identitätsentwicklung von Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Mehrwert interreligiöser Verständigung aufzuzeigen und zu begründen, warum dieses Lernfeld für angehende Lehrkräfte in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter religionspädagogischer Fachpublikationen und didaktischer Modelle führender Pädagogen wie Helgard Jamal, Stephan Leimgruber und Folkert Rickers.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze zum interreligiösen Lernen als auch die praktische Relevanz für fachübergreifenden Unterricht sowie die Bedeutung des persönlichen Austauschs thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind interreligiöses Lernen, Toleranz, Identitätsbildung, interkultureller Dialog und schülerorientierte Pädagogik.

Welchen Stellenwert nimmt die Pubertät im Lernprozess ein?

Laut Helgard Jamal ist die Pubertät eine entscheidende Lebensphase für Sinnfragen, in der Jugendliche offen für ein vertieftes Verständnis von Religionen und Wertesystemen sind.

Wie bewertet der Autor den praktischen Nutzen des besuchten Seminars?

Der Autor schätzt das Seminar als sehr gewinnbringend ein, da es durch interaktive Methoden und den Austausch mit verschiedenen Religionsgemeinschaften die eigene didaktische Kompetenz für den zukünftigen Lehrberuf gestärkt hat.

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Details

Title
Interkulturelles Lernen
College
University of Bamberg
Course
PS: Interkulturelles Lernen
Grade
2,00
Author
Achim Zeidler (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V124089
ISBN (eBook)
9783640287277
ISBN (Book)
9783640287420
Language
German
Tags
Interkulturelles Lernen Interkulturelles Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Achim Zeidler (Author), 2003, Interkulturelles Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124089
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