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Staatsverschuldung in Deutschland

Lastenverschiebung auf zukünftige Generationen?

Titel: Staatsverschuldung in Deutschland

Seminararbeit , 2005 , 22 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Dipl. Betriebswirt (Univ.) Thomas Martin Fojcik (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der Frage, inwiefern kreditfinanzierte öffentliche Ausgaben und die damit einhergehende Staatsverschuldung in die Zukunft bzw. auf künftige Generationen verschoben werden kann. Zur Beantwortung dieser Ausgangsfrage werden theoretische Ansätze dargestellt und auf ihren Erklärungsgehalt hin kritisch untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansätze zur Erläuterung intertemporaler Verteilungseffekte

2.1. Unterschiedliche Begriffe zur Last der Staatsverschuldung

2.2. Darstellung der Ansätze

2.2.1. New Orthodoxy Approach

2.2.2. Utility Approach

2.2.3. Aggregate Investment Approach

2.3. Vergleich und kritische Beurteilung der Ansätze

2.3.1. Utility Approach und Aggregate Investment Approach

2.3.2. New Orthodoxy Approach und Aggregate Investment Approach

3. Interpersonelle Verteilungseffekte – der Transferansatz

3.1. Theoretische Grundlagen des Transferansatzes

3.2. Kritische Überprüfung des Transferansatzes

4. Abschließende Bemerkungen zur Lastenverschiebungsdebatte

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die finanzwissenschaftliche Fragestellung, ob kreditfinanzierte öffentliche Ausgaben und die daraus resultierende Staatsverschuldung zwangsläufig eine finanzielle Last auf zukünftige Generationen übertragen. Dabei wird kritisch analysiert, inwieweit theoretische Modelle diesen Lastentransfer belegen können oder ob es sich bei Zins- und Tilgungszahlungen lediglich um verteilungsneutrale Transfervorgänge handelt.

  • Analyse theoretischer Ansätze zur intertemporalen Lastenverschiebung
  • Kritische Gegenüberstellung von New Orthodoxy, Utility und Aggregate Investment Approach
  • Untersuchung der interpersonellen Verteilungseffekte mittels des Transferansatzes
  • Differenzierung zwischen Ressourcenentzug und fiskalischen Transferzahlungen
  • Bewertung der Lastenverschiebungsdebatte unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Realität

Auszug aus dem Buch

New Orthodoxy Approach

Der makroökonomische Ansatz des „New Orthodoxy Approach“ konstatiert im ersten Fall eine vollbeschäftigte und geschlossene Volkswirtschaft, in der die Staatsausgaben in der Ausgangsperiode nach Art und Umfang gegeben sind. Für die Wirtschaftspolitik der Volkswirtschaft besteht lediglich die Alternative, zwischen Steuer- oder Kreditfinanzierung eines Teils der Staatsausgaben zu entscheiden, wobei im Falle einer Kreditfinanzierung zusätzlich angenommen wird, dass sich der Staat nur bei Privaten verschulden kann, folglich keine Kredite der Notenbank eingeräumt bekommt und damit nur die güterwirtschaftlichen Wirkungen betrachtet werden.

Aus den beschriebenen Modellannahmen bedeutet dies, dass der Staat in Höhe seiner Staatsausgaben über einen Teil des gegebenen Sozialprodukts – Güter und Dienstleistungen – in einer Periode verfügen kann. Dieser Teil des Sozialprodukts kann aber durch die Verdrängungseffekte der staatlichen Maßnahmen nicht durch den privaten Sektor genutzt werden, da ihnen die Ressourcen entzogen werden. Mit diesem Ressourcenentzug wird die Last des privaten Sektors im „New Orthodoxy Approach“ charakterisiert, wobei dieser Entzug unabhängig von der Finanzierungsart der Staatsausgaben in der Ausgangsperiode (t0) eintritt. Da dem Ansatz nach die Last der öffentlichen Ausgaben in t0 entsteht, wird nur die gegenwärtige Generation, nicht aber die zukünftige Generation diese Belastungen tragen, denn streng güterwirtschaftlich betrachtet, können nur die Güter und Dienstleistungen verwendet werden, die in der Ausgangsphase gegeben sind. Die güterwirtschaftliche Verwendung des Sozialprodukts zukünftiger Perioden und damit künftiger Generationen ist nicht möglich. Th. Thormählen formulierte diese Erkenntnisse treffend: „Kein Vater kann die Kartoffeln essen, die sein ungeborener Sohn einmal anbaut.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Debatte der Staatsverschuldung ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Lastenverschiebung auf zukünftige Generationen.

2. Ansätze zur Erläuterung intertemporaler Verteilungseffekte: Das Kapitel stellt verschiedene theoretische Modelle vor, die Lasten der Staatsverschuldung unterschiedlich definieren und auf deren intertemporale Wirkungsweise hin analysieren.

3. Interpersonelle Verteilungseffekte – der Transferansatz: Dieser Abschnitt behandelt die Frage, ob die Umverteilung von Steuerzahlern zu Gläubigern innerhalb einer Generation soziale Ungerechtigkeiten erzeugt und wie diese These kritisch zu hinterfragen ist.

4. Abschließende Bemerkungen zur Lastenverschiebungsdebatte: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die pauschale Annahme einer Lastenverschiebung auf künftige Generationen durch den Aggregate Investment Approach widerlegt werden kann.

Schlüsselwörter

Staatsverschuldung, Lastenverschiebungsdebatte, Intertemporale Verteilungseffekte, Intergenerative Verteilung, New Orthodoxy Approach, Utility Approach, Aggregate Investment Approach, Transferansatz, Finanzwissenschaft, Ressourcenentzug, Zins- und Tilgungszahlungen, Öffentliche Ausgaben, Fiskalpolitik, Wachstumseinbuße, Verteilungswirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die finanzwissenschaftliche Diskussion darüber, ob durch die Aufnahme von Staatsschulden eine finanzielle Last auf zukünftige Generationen verschoben wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen theoretischen Ansätze der Lastdefinition, die makroökonomischen Auswirkungen von Staatsverschuldung auf Investitionen und Konsum sowie die interpersonelle Umverteilung durch Zinszahlungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Lastenverschiebung durch Kreditfinanzierung öffentlicher Ausgaben in die Zukunft möglich ist oder ob dies wirtschaftswissenschaftlich anders zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der finanzwissenschaftlichen Literatur und eine kritische Gegenüberstellung etablierter Modelle und Thesen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung und den Vergleich des New Orthodoxy, Utility und Aggregate Investment Approach sowie eine detaillierte Prüfung des Transferansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben der zentralen Staatsverschuldung und Lastenverschiebung sind Begriffe wie intertemporale Verteilungseffekte, Transferansatz und die verschiedenen genannten Ansätze (z.B. Aggregate Investment Approach) prägend.

Warum wird der "New Orthodoxy Approach" trotz Kritik nicht ignoriert?

Der Autor betont, dass der Ansatz weiterhin relevant ist, da er die Bedingungen externer Verschuldung aufzeigt und den Charakter von Zinszahlungen als Transferzahlungen innerhalb einer Generation korrekt thematisiert.

Welches Fazit zieht der Autor zur Lastenverschiebung?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass eine intertemporale Lastenverschiebung auf künftige Generationen nach dem bevorzugten Modell (Aggregate Investment Approach) zu verneinen ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Staatsverschuldung in Deutschland
Untertitel
Lastenverschiebung auf zukünftige Generationen?
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Finanzwissenschaft
Note
1,00
Autor
Dipl. Betriebswirt (Univ.) Thomas Martin Fojcik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V124269
ISBN (eBook)
9783640292745
ISBN (Buch)
9783640292905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Staatsverschuldung Deutschland Lasterverschiebung Generationen Aggregate Investment Approach Interpersonelle Verteilungseffekte Intertemporale Verteilungseffekte Lastenverschiebungsdebatte New Orthodoxy Approach Transferansatz Utility Approach
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Betriebswirt (Univ.) Thomas Martin Fojcik (Autor:in), 2005, Staatsverschuldung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124269
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Leseprobe aus  22  Seiten
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