Inhalt
1 Einleitung. 3
2 Begriffsklärungen. 4
2.1 Soziale Ungleichheit 4
2.2 Soziale Schicht 4
2.3 Soziales Milieu und Lebensstil. 4
3 Analyse sozialer Ungleichheit. 6
3.1 Schichtforschung 6
3.1.1 Geiger 7
3.1.2 Dahrendorf. 8
3.1.3 Gegenwärtige Ungleichheitsanalyse 9
3.1.4 Erklärungspotential 11
3.2 Milieu- und Lebensstilforschung 14
3.2.1 Milieu- und Lebensstilkonzepte 15
3.2.2 Pierre Bourdieu. 15
3.2.3 In der Marktforschung. 16
3.2.4 In der Sozialforschung 19
3.2.5 Erklärungspotential 24
4 Vergleich und Bewertung 27
5 Fazit und Ausblick 30
6 Literaturverzeichnis 32
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1 Einleitung
Für Theodor Geiger (1891-1952) war eine Rekonzeptualisierung bestehender Schichtungsmodelle schon im Jahr 1962 unumgänglich. Jedoch erst seit den 80er Jahren und im Zuge gesellschaftlicher Modernisierung wurde dieser Einwand Geigers zu einer wissenschaftlichen Kontroverse erhoben und Zweifel an die rein hierarchisch und meritokratisch orientierten Schichtmodelle herangetragen (Beck 1986; Berger/ Hradil 1990; Hradil u. a. 1987; Kreckel u. a. 1992).
Seit dieser Zeit stellt sich die deutsche Sozialstrukturanalyse in einem wirren Licht dar. Obgleich des Konsenses, dass soziale Ungleichheit nicht nur weiterhin existiert, sondern auch Bedarf besteht, diese Ungleichheiten darzustellen und zu erklären, herrscht weitaus weniger Einigkeit hinsichtlich der Struktur sozialer Ungleichheit sowie darüber, wie diese methodologische umgesetzt werden soll. Dass die moderne Sozialstruktur differenzierter, komplexer und insgesamt unübersichtlicher geworden ist, wird kaum jemand leugnen. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob traditionelle Ungleichheitsstrukturen durch den sich fortlaufend vollziehenden sozialen Wandel und den anhaltenden Individualisierungstrend obsolet ge-worden sind, und „alte“ Ungleichheiten von „neuen“ Ungleichheiten verdrängt wurden, sodass klassische Sozialstrukturmodelle an Gültigkeit eingebüßt haben (vgl.: Hradil 1987; Noll 2001:419; Beck 1983; 1986). Oder anders gefragt: Wird es Zeit, die traditionellen Sozialstrukturmodelle, i. S. v. Schichtmodellen zugunsten neuer Milieu- und Lebensstilmodelle aufzugeben?
Es sei hier darauf verwiesen, dass sich diese Arbeit lediglich auf die deutsche Gesellschaft bezieht. Der Grund dafür liegt in der hier vertretenen These, dass die Diskussion um „neue“ Konzepte zur Analyse sozialer Ungleichheit nicht - oder wenn, lediglich in anderen Forschungskontexten - über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinweg stattfindet. Die folgenden Teile dieser Arbeit werden der Frage nachgehen, ob traditionelle Modelle der Analyse sozialer Ungleichheiten, wie z.B. Schichtmodelle allmählich historisch und soziale Ungleichheit in der deutschen Gesellschaft besser durch neue Konzepte, hier: Milieu- und Lebensstilkonzepte, zu beschreiben sind.
Zu Erörterung dessen werden zuvor zentrale sozialstrukturrelevante Begriffe erläutert (Kapitel 2). Daran anschließend werden in Kapitel 3 zunächst bekannte, gängige Schichtmodelle, danach Milieu- und Lebensstilmodelle skizziert und das jeweilige Erklärungspotential erörtert. Kapitel 4 diskutiert und bewertet die Potentiale beider Ansätze, um mit Kapitel 5 ein Fazit zu schließen und einen Ausblick auf künftiges Forschungspotential zu geben.
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2 Begriffsklärungen
In diesem Kapitel sollen zentrale, sozialstrukturrelevante Begriffe definiert und gegeneinander abgegrenzt werden. Dies ist in sofern von Nöten, als dass unter den folgenden Termini, vor allem was Milieu- und Lebensstilforschung betrifft, Differenzen und Inkonsistenzen bestehen.
2.1 Soziale Ungleichheit
Der Begriff soziale Ungleichheit bezeichnet ein gesellschaftliches Phänomen, in dem Zugangschancen zu wichtigen Sozialbereichen ((Aus-)Bildung, Beruf, etc.) für einzelne Personen oder Gruppen erschwert sind (vgl. Schäfers 2003:401). Soziale Ungleichheit ist an Ungleichheitsmerkmale gebunden, die Personen im Sinne von höher oder tiefer, bevorzugt oder benachteiligt unterscheiden (vgl. Hradil 1977:10).
Eine geläufige Unterteilung sozialer Ungleichheiten, ist die in vertikale und horizontale Ungleichheiten (vgl.: Geißler 1987:13ff; Hradil 1989:20f). Unter vertikalen Ungleichheiten werden solche Ungleichheitsmerkmale subsumiert, welche Menschen einer Gesellschaft in ein soziales Ranking ordnen. Dazu gehören Berufsprestige, Bildung, Einkommen, Macht und Vermögen (vgl.: Hradil 1987:79f; Rössel 2005:24; Wallner et al.1980:15). Horizontale Ungleichheiten hingegen beziehen sich auf Faktoren wie Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit, infrastrukturelle Anbindung, etc. (vgl.: Hölscher 1998:85; Hradil 1987:29f).
2.2 Soziale Schicht
Der Schichtbegriff lässt sich in einem weiteren und einem engeren Sinne fassen. Im weiteren Sinn ist er als Hyperonym für sämtliche Formen sozialer Ungleichheit zu verstehen, im engeren Sinne als Versuch, moderne Gesellschaften zu beschreiben (vgl.: Endruweit 2000:4; Hradil 1987:73; Hölscher 1998:90).
Soziale Schichten sind vertikal angeordnete soziale Großgruppen, deren Mitglieder gleiche oder ähnliche Statusmerkmale besitzen und von den Mitgliedern höherer oder niedrigerer Schichten durch bestimme Grenzen getrennt sind (vgl.: Hradil 1977:13, 2002:211; Schäfers 2003:295f). Gemeinsame Merkmale innerhalb einer Schicht beziehen sich insbesondere auf eine ähnliche sozioökonomische Lage (Stellung im Berufsleben, Einkommens- und Vermögenssituation), Lebenschancen und soziale Anerkennung (Sozialprestige) (vgl. Hillmann 2007:771).
2.3 Soziales Milieu und Lebensstil
Eine einschlägige Definition der Begriffe Milieu und Lebensstil lässt sich in der Literatur nicht finden. Häufig werden beide synonym verwendet, obgleich eine Unterscheidung und ein Weg hinaus aus der begrifflichen Inkonsistenz notwendig, sinnvoll und auch durchaus mög-
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lich ist. Auch wenn beide Begriffe auf soziale Gruppen angewendet werden, besteht ein Unterschied hinsichtlich des sozialen Handelns.
Blickt man zurück, so lässt sich ein dem Lebensstil ähnlicher Begriff schon bei Max Weber (1976) finden. Er gebraucht die Begriffe „Lebensweise“ und „Lebensführung“ jedoch stets mit Blick auf eine ständische Gesellschaftsordnung (vgl. Konietzka 1995:18). Allgemein wird unter Lebensstil ein Muster routinisierten, alltagstypischen, individuellen Handelns verstanden (vgl. Zerger 2000:79). Während Lebensstile auf der Mikroebene anzusiedeln sind, befindet man sich mit dem Milieubegriff auf der Meso- bzw. Makroebene (vgl. Otte 1997:306). Ausgehend von dieser kurzen Einordnung ist es möglich, eine Definition vorzunehmen.
Milieu
In der Soziologie wurde der Begriff Milieu von Auguste Comte, Hippolyte Taine, Emile Durkheim und Marcel Mauss geprägt und steht für die den Einzelnen „unmittelbar, umgebene gesellschaftliche Umwelt“ (Hradil 1987:165). Soziale Milieus werden über psychische Dispositionen definiert und können als Gruppen Gleichgesinnter mit ähnlicher sozialer Lage, ähnlichen Werthaltungen, Prinzipien der Lebensgestaltung und Mentalitäten verstanden werden (vgl.: Hradil 2001:426; Hradil 2006:4f).
Das gesellschaftliche Gefüge sozialer Milieus ist zum Teil abhängig von der sozialen Schichtung. Die Einstellungen und Werte die ein Mensch vertritt, hängen somit auch von seiner Bildung, beruflichen Position und der Höhe des Einkommens ab (vgl. Hradil 2006:5, 2001:426). Milieus beziehen sich somit auf soziale, kulturelle und auch ökonomische „Le- bensbedingungen, dievermittelt über subjektive Wahrnehmungen und Bewertungen individuelles Denken und Handeln prägen“ (Zerger 2000: 79f; Hervorh. im Orig.). Auch wenn es einen Zusammenhang zwischen der Schicht- und der Milieuzugehörigkeit gibt, entspricht nicht jeder Schicht genau ein Milieu. Milieus existieren vielmehr nebeneinander, sind schichtübergreifend und überlappen sich aufgrund fließender Grenzen.
Lebensstil
Während sich der Milieubegriff vor allem auf psychische, tief verankerte Dispositionen bezieht, setzt der Begriff Lebensstil bei „äußerlich beobachtbaren Verhaltensroutinen“ (Hradil 2006:5) von Menschen an. Er beinhaltet organisatorische und expressiv-gestalterische Elemente (vgl. Müller 1989:66) und wird im Laufe des Lebens entwickelt. Im Lebensstil finden sich sowohl bewusste als auch unbewusste Verhaltensweisen, Einstellungen und Vorstellungen. Der Lebensstil wird durch verschiedene Faktoren, wie Sozialisationshintergrund 1 , Alter, Bildungsgrad, Geschlecht, Lebensform, Milieu, etc. beeinflusst (vgl. Schäfers 2003:206).
1 Den Sozialisationsaspekt betrachtet vor allem Hölscher (1998).
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Lebensstile sind ein ambivalentes, soziales Ordnungsprinzip: sie signalisieren einerseits Zugehörigkeit zu und Distinktion von sozialen Gruppen und kreieren und gewährleisten andererseits individuelle und kollektive Identität (vgl.: Hölscher 1998:81; Hörning et al. 1996:37). Die Funktionen von Lebensstil lassen sich an dem folgenden Zitat von Müller (1992) herausstellen. Er schreibt: „erstens symbolisiert er Identität und signalisiert Zugehörigkeit; zweitens markiert er eine klare Abgrenzung zu anderen Lebensführungsweisen; drittens wird der Lebensstil häufig als Mittel und Strategie zur Schließung sozialer Beziehungen, und zur monopolistischen Appropriation von Lebenschancen einer Statusgruppe benutzt“ (ebd.:372).
In der Betrachtung des Verhältnisses von Milieu und Lebensstil, müssen ein struktureller, nahezu persistenter und ein dynamischer, ephemerer Aspekt auseinander gehalten werden. Milieus sind aufgrund ihrer tiefen Verankerung in der menschlichen Psyche relativ beständige Strukturen und schwer änderbar (vgl. Hradil 2001:432). Lebensstile hingegen weisentrotz routinisierter und typischer Verhaltensweisen - einen eher ephemeren Charakter auf und können aktiv gestaltet, erneuert oder modifiziert werden.
3 Analyse sozialer Ungleichheit
Ihre Anfänge nahm die Analyse der Struktur sozialer Ungleichheit bei Karl Marx (1818-1883) und Max Weber (1864-1920) und den von ihnen erhobenen Klassenkonzepten. Der Schichtbegriff hingegen wurde erst Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts und in Abgrenzung zum Marxschen Klassenbegriff von Theodor J. Geiger geprägt.
Im Gegensatz zur Schichtforschung gehört die Milieu- und Lebensstilforschung zu den neueren Teilbereichen der Sozialstrukturanalyse. In den 80er Jahren wurde Milieu- und Lebens-stilforschung von dem Heidelberger Institut Sinus Sociovision für kommerzielle Zwecke der Markt- und Wahlforschung entwickelt und später in die Sozialwissenschaften transportiert. In diesem Kapitel werden verschiedene Ansätze aus der Schichtforschung und der Milieu-und Lebensstilforschung dargestellt und die jeweiligen Erklärungspotentiale erörtert.
3.1 Schichtforschung
Mit Schichtmodellen ist der Schichtforschung ein Instrument an die Hand gegeben, die Komplexität sozialer Ungleichheit zu ordnen. Da die komplexe Wirklichkeit nicht fassbar ist, wird sie anhand von Modellen auf ihre wesentlichen Strukturen reduziert. Modelle sind lediglich ein wissenschaftliches, artifizielles Konstrukt um die Strukturen der Wirklichkeit erkennbar zu machen und dürfen nicht reifiziert werden (vgl. Geißler 1992/2002:116). Die Operationalisierung des Schichtbegriffs und letztlich die Untergliederung der Gesamtbevölkerung in verschiedene Schichten geschieht anhand objektiver Kriterien bzw. Attribute
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sozialer und ökonomischer Teilbereiche wie Soziallage, Bildungsstand, Einkommenshöhe o. ä.. Diese hierarchisierenden, sozioökonomischen Kriterien dienen der Darstellung und Zusammenfassung aber auch Abgrenzung von Bevölkerungsgruppen, wodurch gruppentypische Vermögens-, Einkommens- und Bildungsdifferenzen ableitbar sind (vgl. Hölscher 1998:87). Entsprechend wird soziale Ungleichheit in der Schichtforschung stets als vertikale Ungleichheit, als Ungleichheit bzgl. der Verteilung knapper Güter verstanden. Im Folgenden sollen sowohl klassische Schichtmodelle von Geiger (Kap. 3.1.1) und Dahren-dorf (Kap. 3.1.2) wie auch in der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung und Sozialberichterstattung - hier: ALLBUS, Wohlfahrtssurvey und Bundes-Gesundheitssurvey - genutzte Operationalisierungsvarianten dargestellt werden.
3.1.1 Geiger
Einer der Soziologen, der den Begriff der sozialen Schicht zu einem soziologischen Grundbegriff und einer Grundkategorie der Sozialstrukturanalyse erhoben hat, ist Theodor J. Geiger. Mit seinem Ansatz stellt er den von Marx und Weber entworfenen Klassenmodellen ein Schichtmodell sozialer Ungleichheit entgegen.
Im soziologischen Gebrauch versteht er Schichten zunächst als Oberbegriff für sämtliche Strukturen sozialer Ungleichheit. Sein Verständnis von Schicht und Schichtung lässt sich mit dem folgenden Zitat darstellen:
„Jede Schicht besteht aus vielen Personen (Familien), die irgendein erkennbares Merk-mal gemein haben und als Träger dieses Merkmals einen gewissen Status in der Gesell-
schaft und im Verhältnis zu anderen Schichten einnehmen. Der Begriff des Status um-
fasst Lebensstandard, Chancen und Risiken, Glücksmöglichkeiten, aber auch Privilegien
und Diskriminationen, Rang und öffentliches Ansehen. […] Schichtung heißt also Gliede-
rung der Gesellschaft nach dem typischen Status (den Soziallagen) ihrer Mitglieder, ohne
nähre Bestimmung dieser Soziallagen oder der Merkmale, an die sie im geschichtlichen
Sonderfall geknüpft sind“ (Geiger 1962:186; Hervorh. im Orig.). Der zentrale Gedanke Geigers ist, dass soziale Schichten - neben gemeinsamen ökonomischen Faktoren - durch eine gemeinsame Mentalität geprägt sind, von denen jeweils ein bestimmtes politisches und wirtschaftliches Verhalten zu erwarten ist (vgl. Geiger 1932:77f). Dieser Gedanke ist Geigers größtes Verdienst, da er erstmalig eine sozialpsychologische Kategorie in die Schichtforschung integriert. Mentalität kann verstanden werden als „geistigseelische Disposition“ (ebd.:77), als „unmittelbare Prägung des Menschen durch seine soziale Lebenswelt“ (ebd.:77), die ihren Ausdruck u. a. in bestimmten Weisen des Konsums, der Lebens- und Freizeitgestaltung (vgl. ebd.:80), oder, um es mit einem anderen Begriff zu nennen: in einem Lebensstil findet.
Entlang der beiden Dimensionen, d.h. soziale Lage, als objektiver Faktor, und Mentalität, als Faktor innerer Befindlichkeit, identifiziert er drei Lagen und fünf Schichten (Abb. 1).
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Schichtdeterminanten, bestimmt, wie z.B. dem Verhältnis der Menschen zu den Produktionsmitteln, dem Alter, der Berufsposition, dem Bildungsniveau, etc. (vgl.: Geiger 1955:191f.; Geißler 1990:86). Entsprechend der Tatsache, dass mehrere Schichtdeterminanten existieren, postuliert er ein mehrdimensionales Schichtmodell, womit er den heutigen Milieu- und Lebensstilansätzen sehr nahe kommt.
3.1.2 Dahrendorf
Ralf Dahrendorf hat in den 60er Jahren in Anlehnung an Geigers Mentalitätsmodell sozialer Schichtung, ein Haus-Modell sozialer Schichtung entworfen 2 .
Dahrendorf unterscheidet entlang der Kriterien Einkommen, Bildung und Berufsprestige (vgl. Dahrendorf 1965:97f) sieben Klassen und Schichten, wobei fünf die Hauptschichten darstellen: Eliten, Dienstklasse, Mittelstand, Arbeiterelite, falscher Mittelstand, Arbeiterschicht und Unterschicht.
Die oberste Schicht bilden die Eliten, welchen führende Positionen in institutionellen Bereichen innehaben. Die zweite Schicht wird aus der Dienstklasse gebildet und besteht aus Beamten und Verwaltungsangestellten. Der Zugang zur Dienstklasse geschieht über mittlere Reife, Abitur oder akademischen Abschluss. Der Ursprung der Dienstklasse ist der „Prozess der Arbeitsteilung der Herrschaft“ (ebd.:106), so dass jedes Mitglied einen - wenn auch äußerst geringen - Anteil an Herrschaft besitzt.
2 Mit dem Haus-Modell sozialer Schichtung stellt ich Dahrendorf gegen das von Helmut Schelsky (1953) formulierte Konzept der „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“.
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Stella Fleischer, 2008, Schicht, Milieu oder Lebensstil? - Konzepte zur Analyse sozialer Ungleichheit, München, GRIN Verlag GmbH
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