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Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 2
2. Die Deutsche Nordseeküste 2
2.1 Küstenformen im Gezeitenmeer 2
2.2 Barriereinseln und Platen 3
2.3 Wattenmeer 5
2.4 Marsch 5
2.5 Ästuare 6
3. Die Deutsche Ostseeküste 7
3.1 Typische Küstenformen des Binnenmeeres 8
3.2 Fördenküste 8
3.3 Buchtenküste 9
3.4 Ausgleichsküste 9
3.5 Boddenküste 10
4. Zusammenfassung 11
Quellenverzeichnis 12
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1. Einleitung
Die Deutsche Küstenlandschaft wird durch Wasser des Atlantischen Ozeans geprägt und in zwei unterschiedliche Küstenbereiche mit differenziertem Formenschatz unterteilt. Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantiks und wird besonders durch die Gezeiten, mit einem Tidenhub von bis zu 4 m, geformt. Somit spricht man von einer Gezeitenküste entlang der Nordsee. Die Ostsee hingegen gilt als intrakontinentales Mittelmeer mit nur einer schmalen Verbindung zur Nordsee. Die Gezeiten spielen in der Ostsee, mit einem Tidenhub von wenigen Dezimetern, so gut wie keine Rolle. Daher finden wir entlang der Ostseeküste einen eiszeitlich geprägten Formenschatz, der durch Küstenausgleichsprozesse bis heute und in Zukunft ständigen Veränderungen unterliegt.
Mit dem Thema „Die Deutsche Küste: Küstenformen und -prozesse“, sollen genau diese Unterschiede der beiden deutschen Küsten verdeutlicht werden. Während an der Nordseeküste die Friesischen Inseln, das Wattenmeer, Marsche und Ästuare die Form der Küste bestimmen, sind es an der Ostseeküste Förden, Buchten, Ausgleichsküsten und Bodden.
2. Die Deutsche Nordseeküste
Heute ist die Nordsee ein beliebtes Ausflugsziel, um zu erleben wie Mensch und Natur mit den Gezeiten in Einklang leben und wie der Kraft des Wassers bei Fluten getrotzt wird. Während der Eiszeit vor etwa 20000 Jahren, als die Weichseleiszeit ihren Höchststand erreicht hatte, war die Nordsee um mehr als 100 Meter gesunken. Gewaltige Wassermassen waren damals im Gletschereis gebunden und die eigentliche Küste verlief viel weiter nördlich als die Heutige. Nach der Eiszeit gewann die Nordsee ihr verlorenes Wasser zurück und stieg innerhalb von 10000 Jahren auf das heutige Niveau. Durch die Kraft des Gletschereises, durch den Wind und schließlich durch das vordringende Wasser sind die heutigen Formen der deutschen Nordseeküste entstanden (Liedtke, 2002, S. 325).
2.1 Küstenformen im Gezeitenmeer
Die Gezeiten, die auch als Tide bezeichnet werden, entstehen aufgrund der Anziehungskräfte (Gravitationskräfte) des Mondes und der Sonne. Dabei unterscheidet man in Springtiden, die
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entstehen wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie zu einander stehen (bei Vollmond und Neumond), und in Nipptiden, die bei einer rechtwinkligen Stellung vom Mond zur Sonne und Erde (bei einem Viertel-Mond) entstehen (Falk, 2002, S. 33). Wenn zu den Springtiden zusätzlich noch starke West- bis Nordwestwinde das Meer antreiben, entstehen hohe Sturmfluten, die mächtige Zerstörung anrichten können. Die Gezeitenströme gelangen vom Atlantik durch den Kanal von Dover und von Norden am Ostrand der Britischen Insel in die deutsche Küstenzone. Dabei gibt es einen unterschiedlichen Tidenhub entlang der Küste. Die Ostfriesischen Inseln müssen dabei mit einem Tidenhub von maximal 3 Metern leben, wobei er von Osten nach Westen hin abnimmt (Abb.2). Auch die Nordfriesischen Inseln haben ähnliche Hübe. In der innerdeutschen Bucht dagegen, bei Weser- und Elbemündung, wird ein Tidenhub von bis zu 4 Metern erreicht (Liedtke, 2002, S. 329). Die nachfolgende Abbildung zeigt ein geologisches Profil durch den Küstenraum und damit die grundsätzliche Gliederung von vorgelagerten Inseln, Wattenmeer, Marsch bis zur Geest, dem eigentlichen Festland.
Abb. 1: Geologisches Profil des Küstenraums. Rothe, 2005, S. 181.
2.2 Barriereinseln und Platen
Entlang der Deutschen Küste verlaufen die parallelen Strömungen von West nach Ost und biegen dann nach Norden entlang der Deutsch-Dänischen-Küste ab. Durch diese Strömungen werden gewaltige Sandmassen bewegt und verändern ständig die Gestalt der Friesischen Inseln. Vor etwa 7000 Jahren sind die Ostfriesischen Inseln und weitere unbewohnte Sandplaten entlang der Küste allein durch das Kräftespiel zwischen Strömung, Seegang und Wind entstanden. Sie bilden heute eine Art Barriere vor den Fluten und werden als Düneninseln bezeichnet. Infolge der Gezeitenströmungen gibt es zwischen den einzelnen Inseln Seegats, die das Wasser bei Ebbe und Flut passieren lassen (Abb. 2).
Arbeit zitieren:
Michael Wenzel, 2008, Die Deutsche Küstenlandschaft: Küstenformen und -prozesse, München, GRIN Verlag GmbH
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