Business Process Management Suites
Vorwort
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Thema „Business Process Management Suites“ als Softwarelösungen für das Geschäftsprozessmanagement. Nach einer kurzen Einleitung in das Thema, die die Schwerpunkte der Arbeit sowie Arbeitsdefinitionen vorstellt, befasst sich der zweite Teil dieser Seminararbeit unter anderem mit der Thematik des Geschäftsprozessmanagements an sich. Hierbei werden Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen, Anforderungen und Ziele vorgestellt. Ebenso werden Anwendungsbereiche und schwerpunktmäßige Technologien für eine Überleitung zu den im weiteren Teil der Arbeit im Mittelpunkt stehenden Business Process Management Suites angeführt. Im dritten Teil der Arbeit wird der Markt dieser Softwarelösungen näher untersucht und anhand von bisherigen Entwicklungen, dem derzeitigen Stand sowie den zu erwartenden Änderungen charakterisiert. Nachfolgend wird eine Auswahl an Produkten näher betrachtet, wobei vor allem auf Technologie, Funktionalität und Interoperabilität eingegangen wird. Abschließend werden zukünftige Entwicklungen bezüglich des Enterprise-Modelling und der Interoperabilität als auch der Business Process Management Notation vorgestellt.
Im Abschluss werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit nochmals kurz zusammengefasst.
Business Process Management Suites i
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis ii ii
Abbildungsverzeichnis iii
Abkürzungsverzeichnis iv
1 Einleitung 1
1.1 Inhaltlicher Schwerpunkt der Seminararbeit 2
1.2 Begriffe und Definitionen 2
2 Geschäftsprozessmanagement und IT-Lösungen 3
2.1 Erfolgsfaktor Geschäftsprozessmanagement 4
2.2 Ziele und Anforderungen an BP-MSoftwarelösungen 6
2.2.1 Die BPM Challenges Matrix 7
2.3 Vorteile von BP-MSuites 9
2.4 Technologien der BP-MSuites 10
3 Marktanalyse 11
3.1 Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Marktes 11
3.2 Bisherige Entwicklung 12
3.3 Status Quo 14
3.3.1 Anbieter 14
3.3.2 Nachfrager 16
3.4 Trends 19
3.5 Initiativen und Organisationen 20
3.5.1 Object Management Group TM (OMG) 20
3.5.2 Business Modelling Integration Domain Task Force (BMIDTF) 21
3.5.3 BP-MAllianz 22
4 Produktanalyse 22
4.1 Ausgewählte Produkte 23
4.1.1 COSA BPM 23
4.1.2 Ultimus BPM Suite 7 0 25
4.1.3 Nautilus 4 5 27
4.1.4 FileNet BusinessProcess Manager 3 0 27
4.1.5 IBM Business WebSphere Business Integrator 28
4.2 Anwendungsbereiche von BP-MSuites 29
5 Zukünftige Entwicklungen und Trends 31
6 Zusammenfassung 32
Appendix 34
Literaturverzeichnis 35
Business Process Management Suites ii
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: BPM Challenges Matrix...................................................................................8
Business Process Management Suites iii
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Vorteile GPM 2004 5
Abbildung 2: Vorteile GPM 2005 (nur Deutschland) 6
Abbildung 3: BPM Softwareschichten 11
Abbildung 4: Ursprungsmärkte des BP-MMarktes 12
Abbildung 5: IT-Anwendungen mit Einfluss auf Gestaltung von Abläufen 16
Abbildung 6: Unternehmensbranche 17
Abbildung 7: Unternehmensgröße 18
Abbildung 8: Ultimus BPM Suite Hauptkomponente 26
Abbildung 9: Ultimus Überwachung und Analyse 26
Abbildung 10: FileNet P8 Plattform Hauptkomponente 27
Abbildung 11: IBM WebSphere Integrationsplattform 29
Abbildung 12: BPMN Prozessmodell 31
Business Process Management Suites iv
Abkürzungsverzeichnis
BCF Boston Corporate Finance
BPEL Business Process Executive Language
BMIDTF Business Modelling & Integration Domain Taskforce
BPM Business Process Management
BPMI Business Process Management Initiative
BPMN Business Process Management Notation
BPMS Business Process Management Suite
CEO Chief Executive Officer (Geschäftsführer)
CIO Chief Information Officer (Leiter EDV-Abteilung eines Unternehmens)
CWM Common Warehouse Metamodel
EM Enterprise Modelling
GPM Geschäftsprozessmanagement
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie(n)
IT Informationstechnologie
M&A Mergers & Acquisitions
MOF OMG Meta-Object Facility
OLAP Online Analytical Processing
Business Process Management Suites v
OMG
ROI Return on Investment
SME Small and Medium-sized Enterprise
UML Unified Modelling Language
XMI XML Meta Interchange
XML Extensible Mark-up Language
Business Process Management Suites 1
1 Einleitung
„If the object of the 19th-century robber barons was to build vertical monopolies and
control entire industries, and the 20th century spawned diversified horizontal
conglomerates, then the start of the 21st century is the age of the scattered cooperation.“ 1
Die Transformation der Unternehmen und das Ende unternehmerischer Autarkie sind kein schleichender Prozess. Die sich immer wieder selbst beschleunigende Weiterentwicklung neuer Technologien hat nicht nur den menschlichen Alltag im Privaten, sondern vor allem den unternehmerischen Arbeitstag verwandelt. Heutige Unternehmen sind keine sich selbst versorgenden Inseln, die von eigenen Rohstoffen über die Produktion bis zum Vertrieb jeden Prozess im Alleingang oder mit Hilfe exklusiver Zulieferer und Abnehmer vollziehen. Gegenwärtige Unternehmen finden sich in einer globalisierten Welt wieder, deren Anforderungen eine unbedingte und zeitlich sowie örtlich extrem flexible Anpassung zwingend erforderlich macht. Die meisten, und darunter vor allem die großen Unternehmen, exerzieren diese neue Geschäftstätigkeit bereits par excellence - flexible Strukturen, weltweite Standorte und eine globale Logistik: Unternehmen, die sich an jede Marktanforderungen schnellstens anpassen und dies meist rastloser als es den jeweiligen an ihren Standort gebundenen Staaten lieb ist. Die neue Informations- und Kommunikationstechnologie, die diese Entwicklung erst möglich gemacht hat, lässt natürlich mit Lösungen für die nun viel komplexeren Geschäftsprozesse und somit neu entstehenden Ansprüche nicht auf sich warten. Business Process Management- oder Geschäftsprozessmanagementlösungen versprechen „Unternehmen auf dem Weg zum flexiblem Echtzeitunternehmen einen Schritt weiter zu bringen“ 2 . Sie versichern den Übergang von Autarkie zu Globalität zu unterstützen, um dem Unternehmen so zu ermöglichen, auf neue Informationen schneller zu reagieren sowie die Prozesse flexibler an geänderte Erfordernisse anzupassen. Der Markt der Softwarelösungen in diesem Bereich ist ebenso lebhaft wie die neuartige unternehmerische Anpassung an globale Gegebenheiten: jung, dynamisch aber auch unübersichtlich da kaum etabliert und sich ständig weiter entwickelnd.
1 Sterling Commerce (2005): Business Process Management.
2 Müller, Dietmar (2004): Business Process Management (BPM) auf dem Vormarsch
Business Process Management Suites 2
1.1 Inhaltlicher Schwerpunkt der Seminararbeit
Diese Seminararbeit versucht demzufolge jenen neuen Markt näher zu erforschen. Dabei werden mehrere Perspektiven in Betracht gezogen. Neben der unternehmerischen Grundlage des Geschäftsprozessmanagements werden die Business Process Management Suites darauf folgend sowohl von wirtschaftlich-ökonomischer Seite, als auch von einer eher technisch- angewandten Seite her betrachtet. Zu Beginn wird der Bereich des Geschäftsprozessmanagements folglich näher berührt. Dabei wird vor allem auf die Erfolgsfaktoren und die daraus entstehenden Anforderungen und Ziele an das Geschäftsprozessmanagement eingegangen. Anwendungsbereiche als auch schwerpunktmäßige Technologien für die Modellierung von Geschäftsprozessen werden nachstehend vorgestellt, um ein erstes Verständnis für die inhaltliche Bedeutung, die in dem Geschäftsprozessmanagement liegt, zu erlangen, als auch um in die Thematik der Business Process Management Suites einzuleiten. Des Weiteren wird die Seminararbeit den Markt der angebotenen Softwarelösungen in diesem Bereich vorstellen. Hierbei wird kurz auf bisherige Entwicklungen eingegangen, wobei der Schwerpunkt jedoch auf dem derzeitigen Stand sowie der weiterhin zu erwarteten Entwicklung liegt. Während der Vorstellung einiger selektierter Produkte liegt das Hauptaugenmerk dabei vor allem auf dem derzeitigen technologischen Stand sowie eventuellen Problematiken und deren Lösungsvorschlägen mit Hilfe erster Standardisierungsvorhaben. Ein Ausblick in die weitere Entwicklung und die Trends in diesem Bereich beendet die Seminararbeit, deren Anliegen es ist, einen ersten Ein- und Überblick in diesen Markt aus sowohl wirtschaftlicher als auch technologischer Sicht zu bereiten.
1.2 Begriffe und Definitionen
Im Rahmen dieser Arbeit werden die Begriffe Geschäftsprozessmanagement oder dessen englische Entsprechung „Business Process Management“ synonym verwandt. Dabei werden verschiedene Abkürzungen wie „BP-Management“ oder „BPM“ bzw. „BP-Management Suites“, „BPM-Suites“ sowie „BPMS“ wechselnd verwendet werden, sich jedoch stets auf das Geschäftsprozessmanagement sowie die betreffende Softwarelösung einer Suite beziehen.
Business Process Management Suites 3
Aufgrund der derzeit noch fehlenden allgemeingültigen Definitionen werden hier kurz die wichtigsten Begriffe innerhalb des Rahmens dieser Arbeit definiert:
Unter Geschäftsprozessmanagement wird eine „Methode zur ganzheitlichen Ablaufoptimierung von Prozessen“ 3 , die sich an der allgemeinen Geschäftsstrategie des Unternehmens orientiert, verstanden. Dies beinhaltet den Prozessentwurf, die Prozessimplementierung und Prozesskontrolle sowie die Optimierung von Prozessen.
Analog wird unter einer BPM-Suite im Rahmen dieser Arbeit eine Softwarelösung für das Geschäftsprozessmanagement verstanden, die der folgenden Definition entspricht:
2 Geschäftsprozessmanagement und IT-Lösungen
Geschäftsprozessmanagement ist ein Begriff, der heutzutage regelrecht zum Modebegriff avanciert. Benutzt man z.B. die Online Suchmaschine „Google“
4
, so erhält man für den Suchbegriff
Vor allem in Deutschland findet in regelmäßigen Abständen eine immer wieder teilweise mehr oder weniger fachlich basierte sowie emotional kontrollierte Diskussion bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich statt. Insbesondere
3 Siehe http://www.tiscon.com/Was_ist_BPM.15.0.html (Stand: Februar 2006)
4 http://www.google.de (alle Sucherergebnisse mit Stand: 02. März 2006)
Business Process Management Suites 4
zu hohe Arbeitskosten werden hier als für den Wettbewerb nachteilig angesehen. Dabei wird aber häufig ein weiterer wichtiger Faktor übersehen – die Produktivität eines Unternehmens. Laut einer Analyse von Gartner entfallen „30 – 40 % der Arbeitszeit in deutschen Büros […] auf manuelle Dokumentenverwaltung […]. Diese ließe sich mit elektronischen Dokumenten um 70% reduzieren – ein Potenzial von umgerechnet 55 Milliarden Euro für die Steigerung der Produktivität in Deutschland.“ 5 Ziel ist es folglich, die Funktionsorientierte Struktur der Unternehmen in eine Prozessorientierte Struktur umzuwandeln. Das dazugehörige Geschäftsprozessmanagement definiert sich hierbei „über das Bewusstsein, Geschäftsprozesse abteilungsübergreifend [sic] planen, steuern und kontrollieren zu müssen sowie der Umsetzung dieser Erkenntnis mithilfe der vorgestellten und ggf. weiterer Methoden.“ 6 Abstrahiert kann man GPM folglich als die Prozessorientierte Betrachtung der unternehmerischen Tätigkeiten eines Unternehmens ansehen, dessen Optimierung zur Steigerung von Effizienz und Effektivität führt. Dabei bedient sich das Management von Geschäftsprozessen verschiedener Methoden, die aus unterschiedlichen Bereichen entnommen werden, so zum Beispiel des Real-time Business Managements, des Business Process Re-engineerings und der Prozesskostenrechnung. Hinzu kommen Methoden des Wissensmanagements, des Total Quality Managements, der Business Intelligence, dem Customer Relationship Management und des Change Managements. Primäres Ziel ist jedoch die Optimierung von Geschäftsprozessen, welches einen permanenten Handlungsbedarf darstellt und nicht durch eine Einmaligkeit der Handlung charakterisiert werden kann.
2.1 Erfolgsfaktor Geschäftsprozessmanagement
Geschäftsprozessmanagement soll folglich die Effizienz und Effektivität von Unternehmen durch die Modellierung, Kontrolle und vor allem durch die Optimierung von Geschäftsprozessen steigern. Hierbei soll letztendlich die Produktivität gesteigert werden, die sich nicht zuletzt in den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen für unternehmerischen Erfolg niederschlägt: vor allem in Umsatzzahlen und einen gesteigertem ROI. Die Zugrundelegenden Erfolgsfaktoren für ein überzeugendes Ergebnis des GPM sind hierbei laut Berlecon Research 7
5 Weige, Franz (2005): Geschäftsprozesse optimieren: Warum eigentlich nicht?
6 Freund, Jakob (2004): Was ist eigentlich Prozessmanagement?
7 Berlecon Research GmbH (2005): BPM in der Praxis.
Business Process Management Suites 5
die Einbindung der Fachabteilungen, ein durchgängiges BPM-Konzept, kurze Projektlaufzeiten, vordefinierte Prozesse und Serviceorientierte Architekturen. Die ROI-Berechnung – als Erfolgsmesser des GPM – ist neben der fachlichen Ausrichtung und der Festlegung der Prozesskennzahlen somit die Herausforderung, der sich das Geschäftsprozessmanagement stellen muss. Dennoch kann BPM bereits Erfolge aufweisen. Die vom „Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement“ 8 in Auftrag gegebene Umfrage bezüglich des Status Quo im Geschäftsprozessmanagement für den deutschsprachigen Raum ergab für das Jahr 2004/05 folgendes Ergebnis bezüglich der Vorteile, die eine nachhaltige Steuerung mit Geschäftsprozessen dem befragten Unternehmen bisher gebracht hat:
Abbildung 1: Vorteile GPM 2004
Quelle:
http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf
Ein ähnliches Ergebnis lässt sich aus der für das Jahr 2005 durchgeführten Wiederholung der Studie erkennen, welche zurzeit nur für Deutschland vorliegt:
8 Siehe: http://www.bpm-expo.com.
Business Process Management Suites 6
Quelle:
http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/GPM_2005_Ergebnisse_Deutschland.pdf
Aus Obenstehenden Umfrageergebnissen, die jeweils unter ca. 200 in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässigen Unternehmen durchgeführt wurden, lassen sich somit vor allem die finanziellen Vorteile des Geschäftsprozessmanagements erkennen: Senkung von Prozesskosten bei verbesserten Durchlaufzeiten und gesteigerter Qualität, die zudem eine erhöhte Kundenzufriedenheit mit sich bringt. Dass dies Umsatzsteigerungen zu Folge hatte, überrascht folglich wenig.
2.2 Ziele und Anforderungen an BPM-Softwarelösungen
Die hohen Erwartungen an das Geschäftsprozessmanagement übertragen sich natürlich auch auf die potenzielle in Einsatz kommende Softwarelösung. BPM-Suites sollen die für das BPM wichtigen Tätigkeiten nicht nur unterstützen, sondern vor allem vereinfachen. Ziel ist es folglich, die durch das Geschäftsprozessmanagement entstehenden Effizienzvorteile durch ein an sich ebenfalls effizientes BPM erneut zu erhöhen. Prozesse zu modellieren, zu kontrollieren, zu optimieren und zu analysieren soll folglich durch IT-Unterstützung effektiver, schneller und kostengünstiger vonstatten gehen. Da BPM-Suites, wie bereits erwähnt, jegliche Stufen des Geschäftsprozessmanagements von der Modellierung der Prozesse bis hin zur Optimierung dieser ausführen können müssen, können die Anforderungen entsprechend auf die jeweiligen
Business Process Management Suites 7
Abschnitte unterteilt werden. Somit werden sowohl an die Modellierung, als auch an die Implementierung, die Integration und die Optimierung spezifische Anforderungen gestellt. Neben den selbstverständlichen Erwartungen, die an jede Software gerichtet werden (wie z.B. Handhabung, Verlässlichkeit und syntaktische Fehlerfreiheit), existieren auch spezifischere Anforderungen. Diese können jedoch sehr detailliert und auf den jeweiligen Wirtschaftssektor, die Unternehmensaktivität, die Unternehmensstruktur bzw. auch auf das Profil des jeweiligen Entscheiders bezogen und somit sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Ein allgemeingültigerer Ansatz wurde durch das Athena Projekt 9 formuliert. Hierbei wird beansprucht, dass BPM Softwarelösungen geringe Ressourcen beanspruchen, Wissen transferieren, einfach verständliche und kundenspezifische Modellierungen ermöglichen sowie in der Handhabung leicht adaptierbar sind. Eben diese Anforderungen unterstreichen erneut das Ziel des erfolgreichen Geschäftsprozessmanagements: Effizienz und Effektivität. Dazu gehört natürlich auch, neben der verlässlichen Unterstützung, dass eine derartige Software keine zusätzlichen Hemmnisse durch unhandliche oder zu komplexe Handhabung verursacht und wenig Personaleinsatz fordert. Zusätzlich soll der Wissenstransfer zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen, aber auch über die strukturellen und lokalen Grenzen des Unternehmens hinaus, unterstützt bzw. vereinfacht werden. Eine weitere allgemeine Beschreibung der Anforderungen an BPM-Suites wird in nachfolgender „BPM Challenges Matrix“ dargestellt.
2.2.1 Die „BPM Challenges Matrix“
Das Athena Project 10 hat ebenfalls bezüglich der innerhalb des Enterprise Modelling (EM) resultierenden Problematiken eine gute Ausarbeitung für die im Rahmen des EM gestellten Anforderungen formuliert, welche hier durch die für das BPM erweiterten Anwendungen angepasst dargestellt werden.
9 Garcia Diez, Ana Belén (2004): First Version of State of the Art in Enterprise Modelling Techniques and Technologies to
Support Enterprise Interoperability.
10 Garcia Diez, Ana Belén (2004): First Version of State of the Art in Enterprise Modelling Techniques and Technologies to
Support Enterprise Interoperability.
Business Process Management Suites 8
Die in der Obenstehenden „BPM Challenges Matrix“ angeführten Anforderungen beschreiben die Problemfelder innerhalb des Geschäftsprozessmanagements, welche durch BPM-Suites beantwortet werden sollten. Bezüglich der Funktionalität von BPM-Suites können folglich drei Kernanforderungen formuliert werden: Heterogenität, Komplexität und Flexibilität. Während die Heterogenität der Geschäftsprozesse jeweilige Vielfalt von Informationen und Basiskenntnissen, sowie der Software- und Systemkapazitäten und die Arbeitspraxen zwischen verschiedenen Prozessen berücksichtigen muss, bezieht sich die Komplexität auf korrelierende Aktivitäten, Ressourcen, Fähigkeiten und Services zwischen den zwar unterschiedlichen, jedoch zueinander in einer Wechselbeziehung stehenden Prozessen. Die Bedingung der Flexibilität muss zudem der kontinuierlichen Innovation, dem Wechsel oder dem Einbezug von neuen
Business Process Management Suites 9
Prozessen gerecht werden. Diese Anforderungen sollen innerhalb des Unternehmens auf verschiedene Ebenen differenziert werden, welche sich wiederum durch den Bezug zu den jeweiligen Prozessen unterscheiden. Innerhalb der Matrix wird hierbei zwischen Prozess, Wissen und Infrastruktur unterschieden. Hierbei bezieht sich Prozess wiederum auf die Modellierung, Koordinierung und Optimierung von Aktivitäten und Ressourcen. Wissen wird als die Herleitung und Bewertung von Herangehensweisen, Methoden und Fähigkeiten beschrieben, die für das GPM von Bedeutung sind. Die Infrastruktur beinhaltet schlussendlich die unternehmensinterne und -externe Interoperabilität zwischen anderen Softwarelösungen.
2.3 Vorteile von BPM-Suites
Die Funktionen jedes Unternehmens sind auf mehreren Geschäftsprozessen basiert. Diese Prozesse definieren verschieden Aufgaben, Regeln und Ressourcen, deren Ziel wiederum die Lieferung von Produkten, Dienstleistungen oder Informationen zum internen und externen Kunden darstellen. Während die Geschäftsprozessmanagementprinzipien auf jegliche Art der Abläufe anwendbar sind, sind einige Prozessmerkmale hierbei relevant um das Verbesserungspotential zu beurteilen. Diese Merkmale können durch den Einsatz von BPM- Suites systematisch bearbeitet und visualisiert werden:
1. Zusätzliches Verbesserungspotential: Häufig durchgeführte Prozesse generieren hohe
anfallende Kosten für das Unternehmen. Mit der Anwendung von BPM-Prinzipien können Verbesserungen erfolgen, die höhere Werte für das Unternehmen liefern.
2. Optimierung der Prozessschritte: Je mehr Ressourcen und Aktionen in einem Prozess
beteiligt sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ablaufverzögerungen eintreten. Die Automatisierung von derartigen Prozessen führt zur Reduzierung von Verzögerungen und zu verbesserter Koordination der jeweiligen Ressourcen.
3. Automatisierungsmöglichkeiten: Die Einsatzmöglichkeiten der Automatisierung
spezifischer Abläufe sind mit Hilfe von BPM gut erkennbar. Allerdings bedeutet dies nicht, dass manuelle Aufgaben komplett ersetzt werden können.
4. Vermeidung von Fehlern: Viele Geschäftsprozesse sind mit Fehlern belastet.
Versehentliche Fehler und inkonsistente Prozessanwendungen können mit Hilfe von BPM-Suites identifiziert und korrigiert werden.
Business Process Management Suites 10
2.4 Technologien der BPM-Suites
Auf dem Markt werden derzeit viele verschiedene Arten von Softwarelösungen unter dem Namen „BPM-Suites“ angeboten. Auf der Basis der unter dieser Bezeichnung offerierten BPM- Suites können die folgenden Kategorien definiert werden 11 :
1. BPM-Softwarelösungen mit vordefinierten Lösungsvorlagen, Notationen, Metamodellen und Modellen von Geschäftsprozessen.
2. BPM-Softwarelösungen mit Tools und Plattformen für modifizierbare Modellvorlagen,
Metamodellen und Sprachen.
3. BPM-Softwarelösungen mit Modellierungsplattformen, Modellierungssprachen und
Modellverwaltung.
4. BPM-Softwarelösungen wie in Kategorie 3, die jedoch auch Verbindungen zu anderen
Modellierungsplattformen und BPM-Softwarelösungen beinhalten.
5. BPM-Softwarelösungen, in denen Knowledge-Management-Systeme integriert sind.
Hierbei werden hauptsächlich die in den Kategorien drei und vier genannten Softwarelösungen in der Industrie angewandt. Die Verbindung zwischen den verschieden Softwarelösungen und Herangehensweisen können anhand mehrerer aufeinander aufbauender Schichten graphisch werden 12 .
dargestellt Entwicklungsplattformen basiert, wie z. B. auf J2EE, Eclipse, XML oder BPEL. Zusammen mit verschieden BPM-Tools, Utilities und BPM Server Engines, sind die Modellierungssprachen in einer BPM-Suite vereinigt. Zusätzlich wird das Knowledge-Framework in die BPM-Suite und Applikation eingefügt. 13
Innerhalb dieser Schichten sind klare Abgrenzungen verschiedener Technologien und deren Hierarchie angezeigt. Jede Schicht basiert auf der darunter liegenden Ebene und verwendet die Technologien, welche in dieser Ebene definiert sind. Jede BPM-Suite ist somit auf der Verwendung von verschiedenen Technologien basiert.
11 Garcia Diez, Ana Belén (2004): First Version of State of the Art in Enterprise Modelling Techniques and Technologies to Support Enterprise Interoperability.
12 Siehe Abbildung 3.
13 Meyers D., und P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
Business Process Management Suites 11
Quelle: Meyers D. and P. Harmon; The 2005 BPM Report.
3 Marktanalyse
Dieser Teil der Seminararbeit beleuchtet den wirtschaftlichen Aspekt eines Überblickes über den Markt der derzeitigen Anbieter von Geschäftsprozessmanagement-Softwarelösungen. Hierbei wird kurz auf die vergangene Entwicklung im Zeitrahmen von circa zwei Jahren eingegangen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch bei der näheren Erläuterung der derzeitigen Anbieter und Nachfrager von Business Process Management Suites. Anhand von kürzlich durchgeführten Studien werden außerdem Trends für eine weitere Entwicklung des Marktes bezüglich Wachstum und Struktur abgeleitet.
3.1 Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Marktes
Marktübersichten müssen mehreren Anforderungen genügen, so auch der Vollständigkeit. Natürlich ist Vollständigkeit eine Maxime, welche schwer zu erreichen ist und auch im Rahmen
Business Process Management Suites 12
dieser Arbeit nicht erreicht wird. Jedoch wurde der zu untersuchende Markt mit der Vorgabe, diesem Anspruch zumindest in einem gewissen Maße gerecht zu werden, räumlich eingegrenzt. Die Marktübersicht bezieht sich daher ausschließlich auf den deutschsprachigen Markt, wobei die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz einbezogen werden. Folglich werden alle Unternehmen, die (auch) deutschsprachige Lösungen anbieten, in die Analyse mit einbezogen. Entscheidend für die Auswahl der Produkte ist somit nicht das Ursprungsland, sondern das Zielland. Dementsprechend ist die Analyse der Nachfrager strikt auf die soeben genannten Länder reduziert. Zeitlich ist der Markt in einem Zeitfenster von ca. 4 Jahren zu sehen. Die bisherige Entwicklung verlässt den Zeitraum von vor zwei Jahren nicht. Auch die Trends sind als kurzfristige Prognosen anzusehen. Die Analyse der Anzahl der Anbieter auf dem deutschen Markt, ist auf den Monat Februar 2006 datiert.
3.2 Bisherige Entwicklung
Der BPM-Markt ist ein sehr junger Markt, der seit circa zwei Jahren ein überdimensionales Wachstum verzeichnet. Diese rasante Entwicklung lässt sich auch zum Teil dadurch erklären, dass der BPM-Markt sich nicht aus einem Vakuum heraus generierte, sondern aus elf Teilmärkten entsprang, welche in nachfolgender Grafik dargestellt sind.
Während man anhand der Vielzahl an Ursprungsmärkten gut erkennen kann, welcher Funktionsumfang eine komplette BPM-Softwarelösung ausmachen sollte, führte dies jedoch auch zu einem gewissen Mangel an Transparenz und somit zu Verunsicherung für potenzielle Kunden. Unter dem Begriff „Business Process Management“ wurden und werden die unterschiedlichsten Technologien und Lösungen angeboten.
Abbildung 4: Ursprungsmärkte des BPM-Marktes
Business Process Management Suites 13
Quelle: http://www.prozessmanagement-news.de/html/bpm_vendor_beratung.html
Trotz der schnellen Expansion des Marktes, der innerhalb kürzester Zeit um die 100 Anbieter von BPM-Softwarelösungen im allein auf dem deutschen Markt verzeichnete, fiel das Wachstum somit leicht geringer aus als erwartet 14 . Dies lasse sich hauptsächlich in einer latenten Zurückhaltung der Kunden begründen. Im internationalen Vergleich hinkt vor allem der deutsche Markt leicht hinterher, obwohl deutsche Unternehmen konsequent ihre Effizienz zu steigern versuchen. Die Gründe hierfür liegen laut Jon Pyke, dem Vorsitzenden der Workflow Management Coalition in einer falschen Fokussierung deutscher Unternehmen: „Der Fokus liegt noch zu sehr auf den technischen Möglichkeiten der Prozessmodellierung als auf der Implementierung von Lösungen.“ 15 Der Vorsitzende des Fachbeirats BMPcircle, Thomas J. Olbrich, sieht die Ursachen hingegen eher in dem funktionalen Aufbau deutscher Unternehmen und der fehlenden Bereitschaft diese Strukturen zu ändern, weil dies mit der „Änderung von Machtverhältnissen“ zu tun habe. 16
14 Boston Corporate Finance, Inc. (2004): Enterprise Integration Software.
15 In Petrik, Claudia E. (2005): BPM kann funktionieren – auch in Deutschland.
16 In Petrik, Claudia E. (2005): BPM kann funktionieren – auch in Deutschland.
Business Process Management Suites 14
3.3 Status Quo
“Der Markt für BPM-Lösungen ist derzeit so undurchsichtig wie noch nie.”
(Marc S. Tenbieg, BRAICONN Deutschland)
Mit obigem Zitat kann der derzeitige Zustand auf dem Markt für Business Process Management Softwarelösungen bereits vollständig beschrieben werden. Die Ursachen liegen in dem bereits erwähnten Entstehungsprozess des BPM-Marktes. BPM als effektive Lösungsvariante für eine effizientere Unternehmensführung hat natürlich per se eine Berechtigung für Marktwachstum. Dieses Wachstum hat jedoch konsequenterweise zu einem regelrechten „Hype“ geführt, da Anbieter von Business Software Solutions einen Teil des hier entstehenden Umsatzes in ihre Unternehmenskassen lenken und somit auch für sich Gewinne abschöpfen möchten. Ein gewisser Prozentsatz des daraus resultieren und als „überdimensional“ eingestuften Wachstums ist daher inhaltlich nicht eindeutig auf BPM-Suites im eigentlichen Sinne zurück zu führen. Dennoch ist BPM derzeitig das vorherrschende Thema in der IT-Welt, neben dem stets relevanten und Aufmerksamkeit erhaltenden Kommunikationsbereich. Dieser Trend lässt sich auch an der Zusammensetzung der diesjährigen CeBIT in Hannover erkennen. 6 ½ der 24 Hallen sind dem Thema „Business Process“ gewidmet, was nur noch durch die Endverbraucher-freundlicheren Themen „Communications“ (7 Hallen) und „Digital Equipment & Systems“ (7 ½ Hallen) übertroffen wird 17 .
3.3.1 Anbieter
Derzeit kann man von mehr als 120 Anbietern auf dem deutschsprachigen Markt ausgehen. Hierbei ist es jedoch sehr schwer festzustellen, inwiefern diese Anbieter auch den Ansprüchen an eine BPMS in allen Punkten gerecht werden. Eine gute Auflistung einiger Anbieter, die in
BPM Engine Anbieter und BPM Design Anbieter unterteilt ist, führt jedoch allein für den
deutschen Markt bereits 96 Anbieter auf 18 . Der BPM-Anbietermarkt ist einer rasanten Veränderungsdynamik bezüglich Strategiewechsel, Methodik und Technologieentwicklung ausgesetzt. Der daraus resultierende verstärkte Wettbewerb, der bereits erste M&A Trends aufweist, zwingt die Anbieter bereits zur Spezialisierung, welche entweder horizontal oder
17 Siehe: http://www.cebit.de/7301?x=1.
18 Siehe: http://www.bpm-uebersicht.de
Business Process Management Suites 15
vertikal erfolgt. Dabei können die Anbieter von BPM-Softwarelösungen jedoch noch weiter differenziert werden. Die Boston Corporate Finance 19 unterteilte derzeitige BPMS-Anbieter in „platform players“, „template players“ und „packaged application vendors“. Plattform-Anbieter, wie z.B. Ultimus, offerieren Entwicklungsplattformen, die typischerweise zur Automatisierung von unternehmensweiten oder Unternehmensübergreifenden Prozessen verwendet werden. Zusätzlich liefern diese Anbieter Entwicklungstools, die die Programmierung von Anwendungen auf der Plattform ermöglichen. Laut BCF sind die meisten Plattform-Anbieter ebenfalls „template players“. Diese Anbieter nutzen vorgefertigte Templates, die spezifische Geschäftsprozesse automatisieren. Diese Art der BPM-Softwarelösungen liefern in der Regel 70-90% aller notwendigen Funktionalitäten auf einem wesentlich niedrigeren Preisniveau als es kundenspezifische Entwicklungen zulassen würden, wobei sie zudem flexibler als die dritte Gruppe der von den „packaged players“ angebotenen Lösungen sind. Letztere offerieren punktgenaue Lösungen für sehr spezifische, weitestgehend homogene unternehmerische, die zudem auf Best-Practice Modellen basieren. Laut BCF waren vor allem Anbieter der letzten Gruppe im Verkauf von BPM-Solutions weniger erfolgreich, woraufhin sich vor allem diese Unternehmen auf Nischenprodukte spezialisieren. BPM-Templates- und BPM-Plattform- Anbieter gehören zu den erfolgreicheren Anbietern. Insgesamt ist der deutschsprachige Markt vor allem durch kleinere und mittlere Unternehmen geprägt. Noch halten sich die großen Anbieter wie IBM, Microsoft, SAP und Oracle zurück. Die bereits beginnende Marktkonsolidierung, die durch Aufkäufe und Zusammenschlüsse von Firmen geprägt ist, kann den Trend der immer noch weiter steigenden Anzahl an Anbieter noch nicht ausgleichen. Diese steigende Zahl wird zurzeit zum einem durch in ausländischen Märkten bereits etablierte Anbieter hervorgerufen, die nun auch in den deutschsprachigen Markt eintreten, als auch von neuen Anbietern innerhalb des deutschsprachigen Marktes. Es ist schwer, wenn nicht sogar unmöglich einen Marktführer ausfindig zu machen. Ultimus und Tibco-Staffware sind zumindest bereits sehr gut etablierte Anbieter, die von Adobe, Verity und Fujitsu in ihrer Position herausgefordert werden können. Des Weiteren sind auch Gründungen von übergeordneten Organisationen oder deren Zusammenschlüsse derzeit für den Markt charakterisierend 20 .
19 Boston Corporate Finance, Inc. (2004): Enterprise Integration Software.
20 Siehe Teil 3.5. dieser Seminararbeit.
Business Process Management Suites 16
3.3.2 Nachfrager
Nachfrager sind jegliche Unternehmen des deutschsprachigen Raumes, die ihr Geschäftsprozessmanagement durch IT-Lösungen unterstützen möchten. Hierbei ist die Definition oder die Festlegung der Nachfrager per se weniger von Bedeutung, als ihre Wahrnehmung für die Bedeutung von Geschäftsprozessmanagement als auch ihre Bereitschaft bezüglich der Implementierung von diesbezüglicher Software. Dabei werden eine durch die Firma Vitria im Juli 2005 durchgeführte, sowie die durch das Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement in Auftrag gegebene Umfrage zugrunde gelegt. Die durch die Firma durchgeführte Umfrage 21 unter 82 IT-Entscheidern in deutschen Unternehmen mit jeweils mehr als 1000 Mitarbeitern, ergab, dass 76% der Befragten der Optimierung von bestehenden Geschäftsprozessen den Vorrang vor dem Einsatz der jeweils neuesten IT- Technologie geben. Somit ist die IT für eine aktive Gestaltung der Geschäftsprozesse und zieht dies sogar dem optimierten Technologieeinsatz vor. Das oft herrschende Kommunikationsproblem zwischen CEO und CIO scheint zumindest in Bezug auf das Geschäftsprozessmanagement nicht mehr von Relevanz zu sein, die IT erkennt somit die für das Unternehmen wichtige Prozessoptimierung als vorrangig und unterstützenswert an. Die durch das Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement im Jahr 2004 in Auftrag gegebene Umfrage 22 unter 800 Unternehmen, die mit 191 auswertbaren Antworten dennoch als repräsentativ gelten kann, kann vor allem im Bereich der Wahrnehmung und Adaptionsbereitschaft gute Ergebnisse präsentieren. So ergab die Umfrage, dass für 94% aller Befragten das GPM von aktuellem Interesse ist, wobei 64% sogar eine zunehmende Bedeutung für die Zukunft angaben. Lediglich 2% hielten GPM für unwichtig oder fanden keinen thematischen Bezug. Nachfolgende Grafik stellt die IT-Anwendungen dar, die derzeit die Gestaltung der unternehmerischen Abläufe in den befragten Unternehmen beeinflusst.
Abbildung 5: IT-Anwendungen mit Einfluss auf Gestaltung von Abläufen
21 Siehe: http://www.globalewirtschaft.de/pm/index.php?w=det&ID=16212.
22 Siehe http://www.bpm-
expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf
Business Process Management Suites 17
Quelle: http://www.bpm-
expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf
In Anbetracht der in der obigen Abbildung dargestellten Ergebnisse, ist vor allem die nachfolgende Frage bezüglich der aktuellen Situation hinsichtlich des Einsatzes einer integrierten IT-Anwendung für das Prozessmanagement von Bedeutung. Dabei gaben 24% an, dies bereits realisiert zu haben. Weitere 18% erklärten, dass eine Umsetzung in Konzeption sei, während 5% den Status als „fest geplant“ und weitere 32% als „vorgesehen“ angaben. Lediglich 21% der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen sahen eine BPM-Softwarelösung für „nicht sinnvoll“ an. Somit ist eine breite Nachfrage nach BPM-Suites per se gegeben. Für eine bessere demoskopische Einschätzung der Ergebnisse, seien jedoch noch die Ergebnisse bezüglich der Branche und der Unternehmensgröße dargestellt.
Abbildung 6: Unternehmensbranche
Business Process Management Suites 18
Quelle: http://www.bpm-
expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf
Abbildung 7: Unternehmensgröße
Quelle: http://www.bpm-
expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf
Business Process Management Suites 19
Dabei ist zu erkennen, dass die Nachfrage sowohl hinsichtlich der Branchen als auch der Unternehmensgröße weitestgehend gegeben ist. Da jede Unternehmensgröße und alle Sektoren in der Umfrage vertreten sind, so ist zumindest davon auszugehen, dass in jedem wirtschaftlichen Bereich über alle Unternehmensgrößen hinweg der Begriff Geschäftsprozessmanagement bereits bekannt ist.
3.4 Trends
Bezüglich der Wahrnehmung von BPM ist eine weitere Verbreitung und steigende Bedeutung zu erwarten. Dieses Ergebnis liefert auch die erneut im Jahr 2005 stattgefundene Umfrage des Kompetenzzentrums für Geschäftsprozessmanagement, wobei bisher jedoch nur die Ergebnisse für Deutschland vorliegen 23 . Dabei konnte festgestellt werden, dass im Vergleich zum Vorjahr das generelle Interesse an GPM noch weiter zugenommen hat. Insgesamt 96% stuften GPM mindestens als wichtiges aktuelles Thema ein, was eine Steigerung um 3 % für Deutschland bedeutet. Ebenso stieg die eingeschätzte steigende zukünftige Bedeutung um 12% auf 77% aller Unternehmen, die diese Aussage bestätigen, an. Des Weiteren nimmt der geplante Einsatz von
BPMS ebenfalls mit insgesamt 18% deutlich im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Eine
stärkere Adaptionsbereitschaft von BPMS ist auch durch die deutlich geringer vertretene Einstellung, dass Einsatzes einer integrierten IT-Anwendung für das Prozessmanagement als „nicht sinnvoll“ angesehen wird, zu erkennen. Als exakten Trend für das Jahr 2006 gaben des Weiteren 73% der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen an, dass ein konkretes Projekt zur Verbesserung der Geschäftsprozesse geplant ist. All diese Informationen lassen auf ein weiteres starkes Wachstum im Bereich der Nachfrage schließen – die Wahrnehmung für die Bedeutung des GPM wächst, während zudem die Adaptionsbereitschaft für BPM-Suites zunimmt.
Im Bereich der Anbieter wird sich daher der Wettbewerb weiter verstärken. In Bezug auf die unterschiedlichen Varianten der BPM-Softwarelösungen vermutet BCF einen anhaltenden Erfolg für die Variante, Templates auf bestehende Plattformen aufzubauen. Der deutsche Markt wird in Zukunft eine verstärkte Konsolidierung erfahren. Die optimistischen
23 Siehe: http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/
GPM_2005_Ergebnisse_Deutschland.pdf
Business Process Management Suites 20
Wachstumsprognosen sowie die damit verbundenen Umsatzgrößen locken die großen Anbieter wie SAP, Microsoft, Oracle und IBM auf den Plan, die bereits angekündigt haben, ihr Portfolio bezüglich BPM in den nächsten Jahren erheblich zu erweitern. Laut Berlecon Research wird besonders SAP den derzeitigen Anbietern von BPM-Suites zunehmend starke Konkurrenz machen. Dies wird auch die Spezialisierung von Anbietern weiter vorantreiben. Kurzfristig wird der deutschsprachige Markt sicherlich noch mit einer großen Anzahl an Anbietern bestehen bleiben. Mittel- und längerfristig werden sich entweder Marktführer oder spezialisierte Nischenanbieter behaupten können. Die bereits eingesetzte Konsolidierung führt in Kombination längerfristig zu einer kleineren Anzahl an Anbietern und somit einer besseren Transparenz und Übersichtlichkeit des Marktes.
3.5 Initiativen und Organisationen
Wie anhand der Marktanalyse zu erkennen ist, so fehlt es dem noch relativen jungen Markt der BPM-Softwarelösungen vor allem an Transparenz. Diese fehlt zum einen im Hinblick auf die allgemeine Beschaffenheit des Marktes hinsichtlich Anbieter und Nachfrager, zum anderen aber auch vor allem aufgrund von fehlenden Standards und einheitlichen Kriterien. Dass es hier jedoch noch an solchen Rahmenbedingungen fehlt, implementiert jedoch nicht, dass an diesen noch nicht etablierten oder umgesetzten einheitlichen Richtlinien bereits intensiv gearbeitet wird. Hierbei treten vor allem Initiativen und Organisationen in den Vordergrund, die sich aus auf dem Markt positionierten Anbietern zusammensetzen. Nachfolgend seien drei dieser Institutionen erwähnt, wobei zwei hiervon vor allem durch ihre Vorreiterrolle bezüglich der Einführung von Standards internationale Bedeutung genießen. Die dritte Organisation fokussiert hingegen speziell den deutschsprachigen Markt und sollte somit faktisch innerhalb dieses Marktes in Zukunft eine verstärkte Rolle spielen.
3.5.1 Object Management Group TM (OMG)
Die OMG ist ein bereits im Jahre 1989 gegründetes Konsortium, welches sich mit der Entwicklung von Standards für die Herstellerunabhängige und Systemübergreifende Objektorientierte Programmierung beschäftigt. Das nicht-kommerzielle Konsortium mit offener Mitgliedschaft produziert und erhält Spezifikationen der Computerindustrie zum Zwecke der
Business Process Management Suites 21
interoperatiblen Unternehmensapplikationen. Laut der OMG gehören beinahe alle großen Unternehmen, sowie hunderte SMEs der Computerindustrie dem Konsortium an. Das „Flagschiff“ 24 der bisherigen Spezifikationen ist die Multi-Plattform „Model Driven Architecture“ (MDA), die auf Modellierungssprachen wie MOF, UML, XML und CWM basiert und derzeit verabschiedet wird. Die OMG unterhält ebenfalls eine eigene Middleware Plattform, die unter CORBA bekannt ist und die Interface Definition Language OMG IDL beinhaltet. Neben den zahlreichen Spezifikationen der OMG, wie z.B. auch bezüglich von UML (um nur eine sehr bekannte zu nennen) ist die OMG zudem ein ISO PAS Submitter, womit sie in der Lage ist, die entwickelten Spezifikationen direkt in den schnellen Adoptionsprozess der
ISO zu übermitteln. So ist z.B. auch OMG IDL bereits ein ISO-Standard. Die OMG ist folglich
vor allem aufgrund ihrer regen Betriebsamkeit bezüglich der Entwicklung von Spezifikationen und Standards auf internationaler Ebene von großer Bedeutung und spielt daher auch für die Entwicklungen und Trends auf dem deutschen Markt eine entscheidende Rolle.
3.5.2 Business Modelling & Integration Domain Task Force (BMIDTF)
Im Juni 2005 veröffentlichte die Business Process Management Initiative (BPMI) und die OMG den Zusammenschluss ihrer Aktivitäten bezüglich des Business Process Managements um eine geistige Führungsrolle innerhalb und Industriestandards für den vitalen und wachsenden Markt der BPM-Software zu installieren. Die zusammengeschlossene Gruppe nannte sich folglich in die heute bestehende Business Modelling & Integration (BMI) Domain Task Force (DTF) um. Die BPMI war ebenfalls durch weit verbreitete Standards für das Modellieren von Unternehmen bekannt, hierzu gehört u.a. die Business Process Modelling Notation (BPMN) und das Business Motivation Model (BMM). 98% der ehemaligen BPMI-Mitglieder arbeiten nun auch innerhalb der OMG.
Die Mission der BMIDTF ist es, Spezifikationen von integrierten Modellen zu entwickeln, um das Management von Unternehmen zu unterstützen. Diese Spezifikationen sollen die Integration innerhalb eines Unternehmens, als auch zwischen Unternehmen unterstützen, sowie die Zusammenarbeit von Menschen, Systemen, Prozessen und Informationen unternehmensweit vereinfachen, wobei Partnerunternehmen und Kunden inbegriffen sind.
24 See http://www.omg.org/gettingstarted/gettingstartedindex.htm
Business Process Management Suites 22
Hauptaugenmerk liegt dabei u.a. auch auf dem Business Process Management, des Weiteren jedoch auch auf „Business Planning and Motivation Modelling“, „Business Rules“, „Business Modelling“, „Business Language and Vocabulary“ 25 . Hierbei wird die BMIDTF Vorschläge unterbreiten um diese in die OMG Spezifikationen aufzunehmen. Die BMIDTF ist folglich, als Einheit der OMG, analog auf internationaler Ebene von Bedeutung, wenn es um BPM- spezifische Weiterentwicklungen und Schaffung von Standards geht. Dies ist natürlich ebenso für den deutschsprachigen Markt von Bedeutung.
3.5.3 BPM-Allianz
Im Gegensatz zu den obigen in den USA ansässigen, jedoch aufgrund ihrer Internationalität auch auf dem deutschen Markt eine Rolle spielenden Organisationen, ist die BPM-Allianz eine auf den deutschsprachigen Markt begrenzte Initiative. Dieser erst im Dezember 2005 gegründete Verband der Unternehmen abaXX, Axway, GFT Solution, IQ-Work, Pallas Athena, Vitegris und WJ&P, „hat sich zum Ziel gesetzt, die Markttransparenz im Umfeld des Business Process Managements zu erhöhen und Unternehmen auf Ihrem Weg zum Prozessorientierten Unternehmen zu unterstützen.“ 26 Dabei soll der Einsatz von BPM-Systemen in der Wirtschaft gefördert werden. Die BPM-Allianz setzt folglich nicht im technischen Bereich der Entwicklung von Systemen oder Herleitung von Standards an, sondern will die Diskrepanzen aufgrund der fehlenden Transparenz des noch relativ jungen deutschen Marktes reduzieren, um für mehr Sicherheit auf Seiten der potenziellen Kunden zu sorgen. Dabei sollen natürlich auch Standards geschaffen werden, die hier aber mehr auf die Sicherung einheitlicher Kriterien der Hersteller fokussieren, denn „nicht überall wo BPM drauf steht, ist wirklich BPM drin” 27 .
4 Produktanalyse
Der bisherige theoretische sowie wirtschaftliche Teil der Seminararbeit wird nun mit einer Produktanalyse fortgesetzt. Dabei werden verschiedene Softwarelösungen von Anbietern anhand ihrer Technologie und Funktionalität näher untersucht. Des Weiteren werden die
25 Siehe: http://bmi.omg.org/ 26 Siehe http://www.bpm-allianz.de 27 Entnommen aus einer Pressemeldung auf den Seiten der BPM-Allianz. Siehe http://www.bpm-allianz.de
Business Process Management Suites 23
Anwendungsbereiche für BPM-Suites anhand der Produktdiversifizierung erläutert, sowie jeweils einige Beispiele angeführt.
4.1 Ausgewählte Produkte
Für die Produktanalyse wurden mehr als 30 so genannter „BPM-Suites“ näher betrachtet. Letztendlich wurden fünf Produkte ausgewählt, die nun detaillierter analysiert werden. Diese Auswahl soll einen groben Überblick über den Stand und die Herangehensweisen der Entwicklung von BPM-Suites geben. Die Selektion der analysierten Anbieter erfolgte unter Berücksichtigung der räumlichen Eingrenzung des Marktes 28 sowie anhand der für den Rahmen dieser Seminararbeit festgelegten Arbeitsdefinition einer Business Process Management Suite 29 , was vor allem nachfolgendem Zitat Rechnung trägt:
“Aktuell existieren so viele Definitionen wie es auch Lösungsanbieter gibt. Jeder versucht auf
sein Produkt passende BPM-Definitionen zu formulieren, um ein Stück vom Umsatzkuchen
abzubekommen.” (Marc S. Tenbieg, BRAICONN Deutschland)
Die somit in der Seminararbeit einbezogenen Produkte verfügen über die folgende Funktionsbausteine: Definition von Prozessen, Ausführung von Prozessen, Verwaltung von Prozessen, Optimierung von Prozessen, Integration von Anwendern, Prozessen und Anwendungen sowie Einbindung der Benutzer in Prozesse. Sämtliche Produktinformationen wurden hierbei entweder von den jeweiligen Internetpräsenzen der Anbieter direkt oder mit Hilfe von Sekundärliteratur 30 recherchiert.
4.1.1 COSA BPM
Die COSA GmbH spezialisiert sich im Bereich der BPM- und Workflow Management Systeme und ist zudem Gründungsmitglied des Workflow Management Konsortiums. Ihr Produkt, die
COSA BPM Suite unterstützt die folgenden Funktionalitäten:
28 Siehe Teil 3.1. dieser Seminararbeit.
29 Siehe Teil 1.2. dieser Seminararbeit.
30 Meyers D., und P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report. Oktober 2005.
Business Process Management Suites 24
Die Darstellung von Geschäftsprozessen ist durch den „COSA Prozess Designer“ möglich, welcher auf der Basis des Business Prozess Diagrams und der Petri-Netze (für frühere Versionen der COSA BPM) arbeitet. Mit Hilfe von so genanten Proclets-Definitionen können Prozessbausteine modelliert werden, die für verschiedene Geschäftsmodelle wieder verwendbar sind. Zeitlich zu dirigierende Aktivitäten können im Wiedervorlage-Modus definiert werden. Die Prozesse können parallel in verschiedenen Prozessebenen modelliert werden, wobei zwischen synchronen und asynchronen Prozessen unterschieden wird. Der COSA Prozess Designer erlaubt die Modellierung von Anwenderhierarchien oder so genannten Organisationsmodellen. 31 Die Modelle können im XML-Format gespeichert werden, inklusive der Informationen bezüglich des Formates, der Definitionen und des Modellayouts. Die Prozesssimulation und -analyse wird von dem „COSA Simulator“ übernommen. Dabei können die Simulationsszenarios als komplette oder partielle Abläufe durchgeführt werden. 32
Die Workflowbearbeitung wird durch den „COSA Worklist-Handler“ unterstützt. Die Workflow-Aufgaben können hier definiert und mit Microsoft Office Programmen verknüpft werden.
Integration: Die Integrations-Plattform von COSA wird auch als Enterprise Application Integration und Internet Application Plattform eingesetzt. „Cosa ist ein offenes System, das verschiedenste Integrationsmöglichkeiten mit externen Funktionalitäten und Applikationen erlaubt.“ 33 Dabei werden verschiedene Programmschnittstellen zur Verfügung gestellt, welche Programmiersprachen wie C++, Java, Perl, VBA und Anwendungen wie Microsoft Office unterstützen.
Der „Business Activity Monitor“ von COSA basiert auf SQL-formulierten Anfragen, die relativ einfach individuell an die Informationsanforderungen anzupassen sind. Die Ergebnisse werden dann tabellarisch aufgelistet oder graphisch dargestellt.
31 Siehe http://www.cosa.de/geschaftsprozessmodellierung_mit_COSA_BPM
32 Siehe http://www.cosa.de/geschaftsprozessmodellierung_mit_COSA_BPM 33 Siehe http://www.cosa.de/Business_Process_Management_Integration.html
Business Process Management Suites 25
4.1.2 Ultimus BPM Suite 7.0
Die Funktionalitäten der von der Firma Ultimus, Inc. angebotenen Ultimus BPM Suite 7.0 beinhalten die Geschäftsprozessmodellierung, die Analyse und Simulation, die Integration sowie das Monitoring.
Die Geschäftsprozessmodellierung wird in zwei verschiedenen Umgebungen durchgeführt. Der „Ultimus Process Designer“ ist eine allein stehende graphische Prozess Design Anwendung, welche das einfache Modellieren, die Dokumentation und die Optimierung von Geschäftsprozessen ohne tiefgründige IT-Kenntnisse ermöglicht.
Das „Business Studio“ erlaubt die Integration der Modelle mit Datenbanken, Business Rules, und durch Prozessmodelle von anderen Anwendungen. Business Studio erlaubt zudem mehreren Prozessentwicklern auf verschiedenen Teilen des gleichen Prozesses gleichzeitig zuzugreifen. Mit Hilfe der Simulation wird die Wirksamkeit des entworfenen Prozesses überprüft.
Die Integration anderer Applikationen wird durch so genannte „Ultimus FloBots“ erzielt, die auf die Bearbeitung der Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Systemen trainiert sind. Diese FloBots sind für Programmanwendungen wie Word, Excel, Adobe, Web Services, XML, Datenbanken und .NET angepasst.
Ultimus stellte des Weiteren eine neue Funktion, die Adaptive Discovery TM , vor, um die Entwicklung und Anpassung der Geschäftsprozesse zu beschleunigen. Anstatt der Definition kompletter Prozesse benötigt die Adaptive Discovery TM nur die Bestimmung von Aufgaben sowie Informationen zur Integration und über Daten. Auf dieser Basis wird der gesamte Prozess fast automatisch modelliert und führt so zu einer höheren Anpassbarkeit des Prozesses. Die vollständige Architektur der Ultimus Hauptkomponente ist in der nachfolgenden Grafik abgebildet.
Business Process Management Suites 26
Quelle: Miers, D. and P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
Das Prozessmonitoring und die Prozessanalyse werden durch den „Ultimus Administrator“, den „Ultimus Client / Thin Client“, die FloPorts und „Ultimus Reports“ unterstützt (siehe Abbildung 9 ). Anfragen können mit dem „Ultimus Administrator“ durchgeführt, sowie die Ergebnisse bearbeitet werden.
Abbildung 9: Ultimus Überwachung und Analyse
Quelle: Miers, D. and P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
Ultimus Reports sind Web-Basierte Module zur Generierung von Berichten. Ein „Reports Wizzard“ soll zusätzlich die Erstellung von neuen bzw. die Modifizierung von bereits erstellen
Business Process Management Suites 27
Berichten erleichtern. Für die Ultimus BPM Suite existieren hingegen keine Modellvorlagen oder Frameworks.
4.1.3 Nautilus 4.5
Die von der Firma Gedilan Consulting GmbH angebotene BPM-Suite Nautilus 4.5 beinhaltet die nachfolgenden Funktionalitäten: Geschäftsprozessmodellierung, Analyse, Automatisierung und Dokumentation.
Die Prozessmodellierung ist bei Nautilus auf einer Ereignisgesteuerten Prozessketten-Notation basiert und wird durch Microsoft Visio unterstützt. Die graphisch dargestellten Prozessdiagramme werden durch Organigramme, automatische Layoutfunktionen und durch die Bewertung verschiedener Kennzahlen ergänzt. Die Integration mit anderen Systemen wird mittels XML und BPEL Schnittstellen gewährleistet. 34
4.1.4 FileNet Business Process Manager 3.0
Abbildung 10: FileNet P8 Plattform. Hauptkomponente
Quelle: Miers, D. and P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
34 Siehe http://www.bpm-guide.de
Business Process Management Suites 28
Der durch die Firma FileNet Corporation angebotene „FileNet Business Prozess Manager“ integriert in seiner Version 3.0 die Business- and Content-Management-Tools, welche auf der FileNet P8 Plattform-Architektur basieren. Die Funktionalitäten lassen sich in vier verschiedene Ebenen (Presentation Layer, Business Logic Layer, Service Layer and Data Layer) unterteilen, die wiederum weitere Softwarekomponenten beinhalten 35 .
Die Prozessmodelle werden als Reihenfolge von Aktionen definiert, wobei die Aktionen wiederum von Ressourcen unterstützt und durch Übergänge verbunden werden.
Zur Generierung der „Business Rules“ dient eine integrierte und unabhängige „Rules Engine“ (angeboten von einem anderem BPM-Suite Anbieter – iLOG). Die Prozessmodelle können mit so genannten „Checkpoints“ oder „Milestones“ detailliert und verfeinert werden.
Für eine weitere dynamische Prozessanalyse wird ein „Discrete Event Simulation Tool“ eingesetzt um verschiedene Szenarien abzubilden. Die „Process Engine“ dient für eine zeitnahe Entwicklung des Simulationsmodells. Weiterhin können die Simulationsszenarien mit dem „Simulation Designer“ bearbeitet werden und die Ergebnisse auf den verschiedenen Detaillierungsgrad der Prozesse analysiert werden.
Das „Case Handling“ Modul ermöglicht eine einfache Anpassung der Prozessmodelle, um auf entstehende Änderungen reagieren zu können. Das Monitoring wird mit der Business Management Console (BMC) realisiert und mit Hilfe von OLAP Anwendungen zur Report Generierung genutzt.
4.1.5 IBM Business WebSphere Business Integrator
Die BPM-Suite „IBM Business WebSphere Business Integrator“ von IBM ist eine Integrationsplattform für mehrere Softwarelösungen, die auch als allein stehende Anwendungen benutzt werden können. Prozessmodellierung, Prozessmanagement und Prozessmonitoring sind die Funktionalitäten dieser BPM-Suite, welche in der nachfolgenden Abbildung dargestellt ist.
35 Siehe Abbildung 10.
Business Process Management Suites 29
Quelle: Miers, D. and P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
Die Hauptkomponenten der IBM WebSphere Business Integration sind: Der „IBM WebSphere Business Integration Modeller“ (WBI Modeller), für die Prozessmodellierung, Simulation und Erstellung von Prozessberichten, unterstützt durch die BPM-Notation sowie der „IBM WebSphere Business Integration Server“ (WBI Server) zur Modellierung von Prozessen, die Anforderungen an Integration und Connectivity stellen. Der „IBM WebSphere Business Integration Monitor“ ermöglicht zudem die Darstellung von Prozesskennzahlen in Echtzeit. In Zusammenarbeit mit Microsoft hat IBM des Weiteren die Prozessmodellierungssprache BPEL4WS entwickelt, welche, basierend auf XML, als De-facto-Standard in der BPM- Umgebung auch mittlerweile von anderen Anbietern angenommen wird. 36
4.2 Anwendungsbereiche von BPM-Suites
Analog der Differenzierung des BPMS-Marktes durch Boston Corporate Finance 37 sowie der sich entweder horizontal ausrichtenden oder vertikal spezialisierenden Anbieter, sind die
36 Meyers D., and P. Harmon; The 2005 BPM Report. Seite 148-153 37 Siehe Teil 3.3.1 dieser Seminararbeit.
Business Process Management Suites 30
Anwendungsbereiche, welche durch BPM-Suites zur Verfügung gestellt werden in ihrer Art und Differenzierung weit gefächert. Je nach Ausrichtung des Anbieters werden so entweder vordefinierte Templates, die somit einen gewissen Grad der Generalisierung beinhalten, oder speziell auf die Anforderungen des Kunden gestaltete Softwarelösungen angeboten. BPM- Suites sind somit in jedem Sektor und für jeden Unternehmensbereich einsetzbar, so z.B. in der Supply Chain, in der Produktion, im Controlling und im Vertrieb.
Anbieter, die sich vertikal spezialisieren, bieten ihre Lösungen nur für bestimmte Sektoren an, wie z.B. die Tibco Software Inc., die sich auf den Versicherungs- und Telekommunikationssektor sowie staatliche Behörden konzentriert. Eine vertikale Spezialisierung bedeutet jedoch meist für die in diesem Sektor befindlichen Unternehmen eine Komplettlösung bezüglich aller in diesem Wirtschaftsbereich stattfindenden Prozesse. Im Gegensatz hierzu beschränkt sich die horizontale Spezialisierung auf bestimmte Teilprozesse, wie z.B. die Planung von Human-Ressourcen, die unter der Berücksichtigung von planbaren Abwesenheiten eingesetzt werden können, oder auf eine Anwendbarkeit im Rahmen des Projektmanagements. Die dritte Gruppe der von der BCF differenzierten Anbieter offeriert punktgenaue Lösungen, die sehr spezifische unternehmerische Prozesse optimieren und meist auf einem Best-Practice-Modell basieren. Anwendungsbereiche dieses Typs wären z.B. die Modellierung von Rechnungsprüfungsprozessen, wie die zentrale und dezentrale Prüfung von Eingangsrechnungen über mehrere Abteilungen und Instanzen hinweg, inklusive der Prüfung von Sammelrechnungen parallel durch mehrere Bearbeiter, oder auch das Prozessgesteuerte Reklamationsmanagement in Service- und Call-Centern. Des Weiteren gibt es BPMS- Anbieter, deren Softwarelösungen komplett auf kundenspezifische Prozesse angepasst werden. Hierbei sind sehr verschiedene Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Zu nennen wäre z.B. ein Workflow-gesteuerter Prozess zur Freischaltung von Mobilfunkverträgen:
von der Vertragsunterzeichnung über Bonitätsprüfung bis hin zur technischen Freischaltung der SIM-Karte, oder aber auch ein Schadens-Workflow zur Qualitätsgesicherten Vorgangsbearbeitung bei Unfallversicherungen.
Business Process Management Suites 31
5 Zukünftige Entwicklungen und Trends
Die Vielfalt der BPM-Suites ist auch ein Resultat der ständigen Entwicklungsaktivitäten, die durch erhöhte Anforderungen an die Flexibilität und Interoperabilität unterschiedlicher Prozessmodelle und Applikationen getrieben werden. Dies berücksichtigend, lassen sich folgende Entwicklungstendenzen bei BPM-Suiten erkennen:
Die Modellierung von „Collaborative Enterprises“, die zu effizienter Interoperabilität und Kompatibilität mit Modellen, die auf unterschiedliche Plattformen entworfen werden, führt.
Das „Enterprise-Modelling“ sowie die Entwicklung von BPM-Anwendungen, die auch Content Management oder Knowledge Management Systeme integrieren.
Des Weiteren ist auch die Entwicklung und Verbesserung von neuen Notationen, die als Standard angeboten werden können, zu nennen. Hier ist z.B. die Business Process Management Notation (BPMN) bereits existent, welche durch die BPMI Notation Working Group entwickelt wurde. BPMN definiert ein Business Process Diagram, welches einfach zu verstehen und bereits weitläufig bekannt ist. Die nachfolgende Abbildung stellt ein Beispiel der BPM- Notation dar.
Abbildung 12: BPMN Prozessmodell
Quelle: Miers, D. and P. Harmon (2005): The 2005 BPM Report.
Die Elemente des BPMN sind „Flow Objects”, „Connecting-Objects”, „Swim lanes” und „Artifacts”. Jedes dieser Elemente umfasst weitere Subelemente, mit deren Hilfe die Prozesse
Business Process Management Suites 32
genauer definiert werden können 38 . So können z.B. die Variable „Zeit“ wie auch andere Merkmale oder Steuerungsfunktionen als interne Prozessmarke in ein BPMN-Modell eingefügt werden.
BPM-Suites und Agenten Technologien:
“To manage the inherent complexity in enterprise or value-chain business processes, smart
companies will demand smart processes that go far beyond today’s typical business rules
engines. But ‘smart’ doesn’t mean some Orwellian thinking machine, it means agent
technology.” (Peter Fingar) 39
Intelligente Agenten sind Software-Programme, die über Eigenschaften wie Autonomie, Reaktion und Datenübertragung mit anderen Agenten oder anderen Anwendungen, wie z.B. modellierte Geschäftsmodelle, verfügen. Darüber hinaus besitzen sie Fähigkeiten wie das Planen, Lernen und Erzielen von „Beliefs“. Die Agenten sind als Anwendungen zur Problemlösung konzipiert. BPM-Suites können durch den Einsatz von Agenten im Rahmen der Entwicklung von adaptiven Modellen und so genannten Business Rules, der Interoperabilität mit Knowledge Systemen und der Kommunikation mit anderen BPM-Modellen profitieren 40 .
6 Zusammenfassung
Die Seminararbeit versuchte einen ersten groben Überblick über den sehr jungen Markt der Business Process Management Suites zu geben. Hierbei wurden sowohl theoretische Grundlagen kurz vorgestellt, als auch, aufgrund der noch fehlenden allgemeingültigen Standards, Definitionen bezüglich des Geschäftsprozessmanagements und BPM-Suites aufgestellt. Der Marktüberblick schloss eine wirtschaftliche Sicht, welche die Struktur und Entwicklung der derzeit auf dem Markt agierenden Anbieter als auch die in Frage kommenden Anbieter näher betrachtete. Dies wurde durch eine Produktanalyse vervollständigt, die sich auf den aktuellen technologischen Stand und die angebotenen Funktionalitäten konzentrierte. Schlussendlich wurde sowohl für die wirtschaftliche als auch technologische weitere Entwicklung ein Ausblick abstrahiert.
38 White, Stephen A (2004): Introduction to BPMN.
39 Fingar, Peter (2005): Business Process Management: The Next Generation.
40 Aus http://www.bpmg.org/downloads/Articles/Article-The_Next_Generation.pdf,
Business Process Management Suites 33
Dabei zeigte die Seminararbeit, dass es der Markt für Business Process Management Suites vor allem durch die existierende Dynamik und die hohe Anzahl an Anbietern derzeit hauptsächlich an Transparenz fehlen lässt. Die meisten Anbieter geben an, komplette Softwarelösungen bezüglich des BPM anzubieten, was somit der Betitelung einer BPM Suite entsprechen würde. Jedoch ist es noch oft der Fall, dass viele Produkte lediglich dem Prozessdesign zum Zwecke der IT-Implementierung (unterstützt mit Codegeneratoren) anstatt das Management der Geschäftsprozesse offerieren. Dies führt häufig zu Produkten, die für weniger Programmiererfahrene Benutzer schwer zu bedienen sind, was der Idee und dem Ziel von Software, welche das Geschäftsprozessmanagement unterstützen soll, widerspricht.
Im Rahmen der Seminararbeit konnten des Weiteren verschiedene Herangehensweisen an die Bereitstellung von BPM-Suites identifiziert werden. So gibt es BPM-Suites als allein stehende Anwendungen, welche die gesamten BPM-Funktionen beinhalten. Des Weiteren existieren Integrationsplattformen, die unabhängige Anwendungen von denselben oder unterschiedlichen Anbietern unterstützen. Als dritte Variante sei zudem die Kooperation zwischen zwei oder mehreren Anbietern verschiedener BPM-Softwarelösungen genannt.
In Zukunft wird der BPM-Markt weiterhin vor allem durch stetes Wachstum gekennzeichnet sein, welches zudem mit einem verstärkten Wettbewerb, dem Neueintritt von großen Anbietern bzw. deren Portfolio-Erweiterung einhergeht. Dies führt mittel- und langfristig, komplettiert durch die bereits beginnende Konsolidierung, zu einem Markt größerer Marktführender Anbieter sowie kleinerer spezialisierter Anbieter. Technologisch wird sich hierbei wahrscheinlich die Kombination aus Integrationsplattform und Templates durchsetzen. Dabei werden zudem die durch die Initiativen und Organisationen weiterentwickelten Spezifikationen und Standards für eine einheitlichere Struktur in der Technologie führen. Schlussendlich kann gesagt werden, dass die Entwicklung von BPM-Suites analog der allgemeinen IKT- Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen wird und eine führende Rolle im Bereich des e- Business übernehmen wird. So wie wahrscheinlich in Zukunft Business und e-Business synonym für die Art der Leitung eines Unternehmens stehen wird, so wird die Geschäftsprozessoptimierung mit Hilfe von Softwarelösungen wie BPM-Suites ein nicht mehr wegzudenkender Teil des unternehmerischen Alltags in effizienten Unternehmen werden.
Business Process Management Suites 34
Appendix
Erklärungen einzelner verwendeter Abkürzungen:
BPEL – Business Process Execution Language: wurde im Jahr 2003 von IBM, BEA und
Microsoft eingeführt. BPEL ist eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Webservices implementiert sind. Weiterhin kann mit BPEL ein Webservice beschrieben werden.
CWM - Common Warehouse Metamodel: eine Spezifizierung, die den Austausch von
Metadaten zwischen Datawarehousing, Business Intelligence, Knowledge Management und Portaltechnologien beschreibt.
MOF - OMG Meta-Object Facility: eine spezielle Metadaten-Architektur, spezifiziert durch
die Object Management Group. MOF überbrückt die Lücke zwischen unterschiedlichen Meta-Modellen, eine allgemeine Grundlage für Meta-Modelle schaffend.
UML - Unified Modelling Language: eine standardisierte Beschreibungssprache für
Strukturen und Abläufe in Objektorientierten Programmsystemen. Eine Spezifikation der OMG.
XMI - XML Meta Interchange: XML Meta Interchange (XMI) ist ein Standard der Object
Management Group (OMG) und wird zunehmend als Austauschformat zwischen Software- Entwicklungswerkzeugen verwendet.
XML - Extensible Mark-up Language: Metasprache zur Erstellung von Dokumenten im
World Wide Web, ein Standard zur Erstellung maschinen- und menschenlesbarer Dokumente in Form einer Baumstruktur. XML definiert dabei die Regeln für den Aufbau.
Business Process Management Suites 35
Literaturverzeichnis
Berlecon Research GmbH (2005): Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von BPM. URL: http://www.berlecon.de/studien/charts/200511BPM/Herausforderungen_ Erfolgsfaktoren.pdf [pdf]
Boston Corporate Finance, Inc. (2004): Enterprise Integration Software. Industry Spotlight. Report Excerpt.
URL: http://www.ultimus.com/Patch/dld/products/bcf_fall_2004.pdf [pdf]
Fingar, Peter (2005): Business Process Management: The Next Generation. URL: http://www.bpmg.org/downloads/Articles/Article-The_Next_Generation.pdf [pdf]
Freund, Jakob (2004): Was ist eigentlich Prozessmanagement? URL: http://www.bpm-guide.de/articles/1 [html]
Garcia Diez, Ana Belén (2004): First Version of State of the Art in Enterprise Modelling Techniques and Technologies to Support Enterprise Interoperability. Work package – A1.1. Deliverable D.A1.1.1. Athena-Project Name: Enterprise Modelling in the Context of Collaborative Enterprises. Athena European Integrated Project.
URL: http://www.athena-ip.org/index.php?option=com_docman&task=docclick&Itemid= 46&bid=62&limitstart=0&limit=5 [pdf]
Harmon, Paul und C. Wolf (2005): The State of Business Process in 2006. Business Process Trends. Volume 1, Number 4.
URL: http://www.bptrends.com/resources_publications.cfm?publicationtypeID= DFC61D66-1031-D522-3EBDAB1F65A451AA [pdf]
Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement (2005): Umfrage Status Quo Geschäftsprozessmanagement 2004/05. – Deutschland. Zusammenfassung der Umfrageergebnisse.
URL: http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/ Umfrageergebnisse_2004_Gesamt.pdf [pdf]
Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement (2006): Studienergebnisse Status Quo Geschäftsprozessmanagement 2005 – Deutschland.
URL: http://www.bpm-expo.com/bpmexpo/export/sites/default/fachinfo/Trend_und_studien/ GPM_2005_Ergebnisse_Deutschland.pdf [pdf]
Miers, D. and P. Harmon (2005):The 2005 BPM Report. Version 1.1. October 2005. URL: http://www.bptrends.com/reports_toc_01.cfm [pdf]
Miserez, Pascal A. (2005): Was Anbieter in Sachen BPM zu bieten haben. BPM-Forum Zürich 2005-04-28. itheca Consulting.
URL: http://www.itheca.com/_itheca/Documents/KeyNoteSpeech%20--
Business Process Management Suites 36
%20Was%20Anbieter%20in%20Sachen%20BPM%20zu%20bieten%20haben%201-3- 1%207by0-ah00-cn00.pdf [pdf]
Müller, Dietmar (2004): Business Process Management (BPM) auf dem Vormarsch. URL: http://www.zdnet.de/itmanager/tech/0,39023442,39125776,00.htm [html]
Petrik, Claudia E. (2005): BPM kann funktionieren – auch in Deutschland. Silicon Beitrag. URL: http://www.silicon.de/cpo/hgr-busisoft/detail.php?nr=24588 [html]
Statistisches Bundesamt (2005): Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen. Qualitätsbericht. Stand: Oktober 2005. Wiesbaden.
URL: http://www.destatis.de/download/qualitaetsberichte/qualitaetsbericht_ikt.pdf [pdf]
Sterling Commerce (2005): Business Process Management. Special Advertising Section. Reprinted from the March 21, 2005 FORTUNE 500 issue.
URL: http://www.workpoint.com/Docs/fortune_March2005.pdf [pdf]
Tenbieg, Marc S. (2005): Business Process Managment: Potenziale zur Geschäftsprozessoptimierung und Kostensenkung freisetzten. BRAICONN Deutschland Competence Network.
URL: http://www.verity.com/pdf/international/de/Braiconn_BPM_Artikel_05_05.pdf [pdf]
Tibco Software, Inc. (2005): Warum Business Process Management? URL: http://bpmleader.tibco.com/de/docs/case_for_bpm.pdf [pdf]
Ultimus (2005a): A closer look at BPM. White Paper.
URL: http://www.ultimus.com/Patch/Go2PatchDownload.aspx?filename= products/BPMCloserlook.pdf [pdf]
Ultimus (2005b): BPM 2005. Market Milestone Report. A Delphi Group White Paper. URL: http://www.delphigroup.com/research/whitepaper_request_download.htm? grab=BPM-WP-JUN05 [pdf]
van der Reep, Frans und F. Bussemaker (2005): BPM in Europe. From „Schedule Push“ to „Reality Pull“. May 2005.
URL: http://www.bptrends.com/deliver_file.cfm?fileType=publication&fileName=05- 05%20COL%20Europe%20-%20Reality%20Pull%20-%20Frits.pdf [pdf]
Weige, Franz (2005): Geschäftsprozesse optimieren: Warum eigentlich nicht? URL: http://www.bpm-guide.de/articles/28 [html]
White, Stephen A. (2004): Introduction to BPMN. IBM Corporation. URL: http://www.bpmn.org/Documents/Introduction%20to%20to%20BPMN [pdf]
Business Process Management Suites 37
Weitere Online-Ressourcen
http://bmi.omg.org
http://bpmleader.tibco.com http://bpmtutorial.com http://developer.capeclear.com http://solutions.sun.de http://www.abaxx.de http://www.athena-ip.org http://www.berlecon.de/research/index.php http://www.bpm-allianz.de http://www.bpm-expo.com http://www.bpm-guide.de http://www.bpmi.org/ http://www.bptrends.com http://www.cosa.de http://www.delphigroup.com http://www.destatis.de/themen/d/thm_infogesell.php http://www.ffpress.net http://www.filenet.com/Deutsch/Produkte/Business_Process_Manager/ http://www.fsw.fujitsu.com/products/index.html http://www.globalewirtschaft.de http://www.hbi.de http://www.hyperwave.com/d/products/wfo.html http://www.ids-scheer.com http://www.igrafx.de/solutions/bpm/ http://www.ilog.de/solutions/business/bpm/ http://www.inubit.com http://www.omg.org http://www.pera.net http://www.promatis.de/cbusiness/index.htm http://www.prozessmanagement-news.de http://www.sap.com/germany/solutions/business-suite/index.epx http://www.saperion.com/de/ecm/produkte/index.html
Business Process Management Suites 38
http://www.ser.de
http://www.silicon.de http://www.s-node.com http://www.softguide.de http://www.softwareag.com/de/solutions/bpm/default.asp http://www.staffware.com http://www.sterlingcommerce.com/Solutions/BusinessProcessManagement/ http://www.synlogic.ch/ch/products/incomesuite.php http://www.tds.de http://www.tibco.com/international/germany/archive.jsp http://www.tiscon.com http://www.ultimus.com http://www.vitria.de http://www.w-jax.de http://www.zdnet.de
Quote paper:
Sonja Pajkovska Goceva, Nicole Petrick, 2006, Business Process Management Suites: Ein Überblick, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Innovation und Nachhaltigkeit - "Geothermie"
Business economics - Economic Policy
Elaboration, 15 Pages
Workflow-Management als Anwendung des Geschäftsprozessmanagements
Scholary Paper (Seminar), 24 Pages
Wasserkraftwerke
Geography / Earth Science - Physical Georgraphy, Geomorphology, Environmental Studies
Termpaper, 25 Pages
Bewertung von ARIS 5.0/ Web. Publisher als Consultingtool für den mitt...
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholary Paper (Seminar), 58 Pages
Vergleichende Analyse zu hybriden Antrieben weltweit agierender Automo...
Engineering - Industrial Engineering and Management
Diploma Thesis, 134 Pages
Dokumentenmanagementsysteme - Optimierung von Dokumenten und Workflows
Computer Science - Internet, New Technologies
Termpaper, 25 Pages
Design For Six Sigma im Dienstleistungsbereich
Unter besonderer Berücksichtig...
Engineering - Industrial Engineering and Management
Diploma Thesis, 130 Pages
Elektronische Rechnungseingangsbearbeitung: Outtasking und Financial S...
Computer Science - Commercial Information Technology
Diploma Thesis, 220 Pages
Analyse und Ausführung IT-gestützter Planungsprozesse
Diploma Thesis, 145 Pages
Entwicklung eines Workflow-Management-Systems basierend auf UML-Aktivi...
Computer Science - Programming
Diploma Thesis, 80 Pages
Balanced Scorecard - ein Feedbacksystem für Managementprozesse
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 14 Pages
Sind ERP Systeme noch zeitgemäß?
Computer Science - Commercial Information Technology
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Der Einsatz von Data-Mining-Methoden zur Optimierung von CRM-Systemen
Diploma Thesis, 53 Pages
Realisierung der papierlosen Kreditor-Rechnungsverwaltung und -bearbei...
Business economics - Accounting and Taxes
Diploma Thesis, 73 Pages
Analysis of the Marketing Environment for Microsoft Xbox
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 8 Pages
Sonja Pajkovska Goceva's text Business Process Management Suites: Ein Überblick is now available as a printed book
Sonja Pajkovska Goceva has published the text Business Process Management Suites: Ein Überblick
Sonja Pajkovska Goceva has uploaded a new text
Agility by ARIS Business Process Management
Yearbook Business Process Exce...
August-Wilhelm Scheer, Herbert Kindermann, Wolfram Jost, Helmut Kruppke
Models, Techniques, and Empiri...
Wil, van der Aalst, Jörg Desel, Andreas Oberweis
Second International Conferenc...
Barbara Pernici, Mathias Weske, Jörg Desel
3rd International Conference, ...
Wil M. P. van der Aalst, Francisco Curbera, Fabio Casati, Boualem Benatallah
Business Process Management Workshops
BPM 2009 International Worksho...
Stefanie Rinderle-Ma, Shazia Sadiq, Frank Leymann
5th International Conference, ...
Gustavo Alonso, Peter Dadam, Michael Rosemann
0 comments