Inhaltsverzeichnis
1 VORWORT. 3
2 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN. 3
2.1 IONIER ( 750- 550 V. CHR.) 3
2.2 ACHÄMENIDEN ( 590- 530 V. CHR.) 4
2.3 TYRANNIS ALS HERRSCHAFTSFORM IN DER ANTIKE. 4
3 PERSERHERRSCHAFT IN IONIEN. 5
4 DER IONISCHE AUFSTAND 6
4.1 GRÜNDE FÜR DIE ERHEBUNG DES VOLKES 6
4.1.1 Der Niedergang des Handels 6
4.1.2 Die Tyrannenherrschaft. 7
4.1.3 Die Leidenschaft zur Demokratie 7
4.2 UNTERSTÜTZUNG AUS DEM MUTTERLAND 8
4.3 VERLAUF DES IONISCHEN AUFSTANDS 9
4.4 FOLGEN DER ERHEBUNG. 10
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1 Vorwort
Nach mehreren Zeitphasen der Recherchetätigkeit an den Universitätsbibliotheken, in der die Ionische Tyrannis im Hinblick auf das Achämenidische Perserreich herausgearbeitet werden sollte, setzte ich meinen Arbeitsschwerpunkt etwas vorschnell auf die Ereignisse des Ionischen Aufstands.
Im Zuge meiner Arbeit, und Angesichts der späteren Eruierung von immer detailreicherem Datenmaterial bei einer anfangs vermuteten Informations-Wüste musste ich aber dann doch feststellen das ich mit meiner Schwerpunktsetzung den Bogen etwa überspannt hatte und es schwierig werden würde diese Thematik im Rahmen von fünf Seiten allgemeinverständlich abzuhandeln. Mit dem heutigen Wissensstand, würde ich nur die Vorgänge um die scheinbar „milesische Expedition“ gegen Naxos in das Zentrum des Interesses stellen.
2 Begriffserklärungen
2.1 Ionier ( ~750- 550 v. Chr.)
Die Hellen, als ursprüngliche Griechen, zerfielen allmählich in vier verschiedene Hauptstämme. Die Ionier bildeten neben den Äoliern, Dorern und den Achaiern eine Hauptgruppe mit eigenem Gebiet, Sprache und Tradition. Der Name leitet sich höchstwahrscheinlich von Ion, der Sohn des Apollon, ab der als Stammvater der Ionier gilt. Gegen Ende des zweiten Jahrtausends v. Chr. gerieten die Völker an der Ostküste des Mutterlands in eine langandauernde Bewegung, die sie über Attika im Zuge der so genannten ionischen Wanderungen auf die Inseln Samos und Chios sowie bis an die kleinasiatische Küste führte. Das von ihnen besiedelte Gebiet war uns fortan als Ionien bekannt. Bedeutende Kolonien der Ionier wurden zudem auf Naxos, Katane, Zankle und Leontinoi errichtet. Als Mutterstadt und - land blieben sie auch später noch mit Athen und Attika verbunden.
In der griechischen Kolonisation sieht der dtv-Weltatlas die Grundlage für das Aufkommen eines gesamtgriechischen Gefühls und gibt die Initialgründe für die Kolonisationsbewegung mit dem Aufschwung des Handwerks, der Ausweitung des Seehandels, den sozialen Gegensätzen und einer Überpopulation in bestimmten Gebieten an 1 . Deren geographische Lage entlang wichtiger Seehandelsrouten prädestinierte sie geradezu für den Handel. Infolgedessen entwickelten sie sich zu einer bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Macht deren Lebensinteresse in erste Linie dem Handel galt.
1 Vgl. Hermann, K., Hilgemann, A., Hergt M., dtv-Atlas Weltgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 2006, 51.
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Als politisches und kulturelles Zentrum kristallisiert sich allmählich die Stadt Milet heraus. In den einzelnen Städten scheint zunächst überall das erbliche Königtum geherrscht zu haben. Ab der Mitte des 7. Jahrhundert war der Ionische Handel weltumspannend geworden, und gestaltete sich umso gewinnbringender je mehr die Quote des Eigenhandels durch die produzierende Tätigkeit der Städte gesteigert werden konnte. Als Begleiterscheinung verschoben sich allmählich die politischen Verhältnisse, an die Stelle des grundbesitzenden Adels trat die Plutokratie der Großhandelsfamilien. Innere Kämpfe verdrängten den Status des Geburtsadel im Verlauf sozialer und politischer Unruhen - das Aufkommen der Tyrannis kündigte sich an. Die erste Adelsherrschaft wurde in Milet gestürzt, wo bereits 630 Thrasybulos als Tyrann erwähnt wird. Der wachsende Einfluss des Volkes unter der Führung von Tyrannen führte zum Sturz der Oligarchie der Basiliden in Eretria trotz guter Regierung. Dasselbe Schicksal ereilte Chios und kurz nach 600 auch Samos.
2.2 Achämeniden (~590- 530 v. Chr.)
Die Achämeniden, im weiteren Sinn auch als Perser bezeichnet, waren die Gründer des persischen Großreichs, das sich im Verlauf der klassischen Antike über beinahe ganz Vorderasien erstreckte. Der Name leitet sich von der altpersischen Dynastie der Achämeniden ab.
Der bedeutendste ihrer frühen Herrscher war Kyros II, der ab 558v. Chr. erstmals als Achämenide den Thron bestieg und fortan gegen die Oberhoheit der Meder ankämpfte, die der Perser im 7. und 6. Jahrhundert unterstanden. Das medische Reich erstreckte sich von einer fließenden Grenze im Osten bis an die Grenzen Mesopotamiens, wo eine offizielle Grenze zu dem Reich der Lyder bestand. In einer Schlacht bei Pasargadai wurden die Meder von den Persern geschlagen, woraufhin Kyros 550 v. Chr. die medische Hauptstadt Ekbatana einnahm.
Der lydische König Kroisos, dem auch die ionischen Griechen tributpflichtig waren, betrachtet das neue Perserreich als Bedrohung und vernichtete nach der missgedeuteten Weissagung des Orakels von Delphi mit dem Angriff auf die Perser 546 v. Chr. sein eigenes. Kyros beschloss 540v. Chr. gegen das faktisch bereits in Auflösung befindliche Babylonien zu Felde zu ziehen, indem er ein Jahr später bereits als Befreier gefeiert wurde.
2.3 Tyrannis als Herrschaftsform in der Antike
Der Begriff Tyrannis umschreibt eine Staatsform der antiken Griechen, die ihren Höhepunkt im Zeitraum vom 6. zum 3. Jahrhundert v. Chr. erlebt. Früh gesellt sich dann ein negativer Beigeschmack bei, der den Tyrannen als skrupellosen Machthaber schildert. In Gedichtsammlungen der Antike wird der Tyrann als Wortführer im Kampf gegen den Adel beschrieben, der das Elend des Volkes für sich auszunutzen versucht und sich durch Aufruhr
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Arbeit zitieren:
Andreas Kern, 2007, Das achämenidische Perserreich und die ionische Tyrannis, München, GRIN Verlag GmbH
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