1. Einführung…………………………………………………….…………..3
2. Prähistorie des dritten punischen Krieges verknüpft mit Gründen für den Ausbruch des Krieges
2.1 Die karthagische Auseinandersetzung mit den Numidiern………………..4 2.2 Der essenzielle Besuch des römischen Senators Cato in Karthago.….……6 2.3 Die römischen Motive für die Kriegserklärung an Karthago verbunden mit zeitgenössischer Darstellung ………………..…………….……………….7
3. Der dritte punische Krieg
3.1 Die fatalen Forderungen der Römer und Beginn des Krieges………..……..8 3.2 Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzung……………………………..9 3.3 Ausgang des Krieges……………………………………………………….10
4. Fazit………………………………………………………………………...12
5. Literaturverzeichnis
5.1 Primärquellen……………………………………………………………….13 5.2 Sekundärquellen…………………………………………………………….13
2
1. Einführung
„Im übrigen bin ich dafür, dass Karthago zerstört werden soll.“ Dieser legendäre Ausspruch von einem der ältesten römischen Senatoren, der damaligen Zeit - Marcius Porcius Cato Censorius - stellt einen guten Bezugsrahmen dar, der den Inhalt der Arbeit betrifft. Die Arbeit fokussiert vor allem die Vorgeschichte und den Verlauf, aber auch die römischen Motive für den dritten punischen Krieg, der 149 v. Chr. begann und 146 v. Chr. endete. Die Ausgangslage kann als sehr schwierig bezeichnet werden. Die jahrhundertlange Vorgeschichte des Konflikts zwischen dem römischen und karthagischen Volk ist dabei von erheblicher Bedeutung. In diesem Kontext ist der Friedensvertrag von 201 v. Chr. sehr wichtig, da dieser das karthagische Volk in militärischen, kriegerischen und vor allem territorialen Gesichtspunkten unter die Befehlsgewalt des römischen Senats stellte. Der karthagische Konflikt mit dem Stamm der Numidier war dann aber letztendlich ausschlaggebend für den Eintritt der Römer ins Kriegsgeschehen und kann somit als Aufhänger für den Ausbruch des dritten punischen Krieges gewertet werden. Die zwanghaft herbeigeführten Auflagen und Regelwidrigkeiten gegenüber den Puniern, die einen Krieg um jeden Preis verhindern wollten waren Ursache und Grund, für das tatsächliche Stattfinden des letzten kriegerischen Konfliktes zwischen dem römischen und karthagischen Volk. Weiterhin werden in der Arbeit zeitgenössische Darstellungen miteinfließen, die durch die Überlieferungen des römischen Geschichtsschreibers Polybius und Livius möglich sind. Durch den Einbau eines eigenen Gliederungspunktes sollen die Motive der Römer zum Kriegseintritt veranschaulicht werden. Durch das vorhandene Quellenmaterial der römischen Historiker kann man sich besser in die Denkweisen und in die Lage der damaligen römischen Politiker hineinversetzten. Natürlich gilt es zu bedenken, dass die Aussagen und Schriften von Livius und vor allem von Polybius auch kritisch zu betrachten sind, da er enge Verbindungen zum römischen Senat pflegte und somit die Vermutung nahe liegt, dass er pro-römisch schrieb und der Situation nicht neutral gegenüberstand.
Die Schlussbemerkung enthält dann eine kurze Zusammenfassung, die mit einer persönlichen Stellungsnahme verknüpft sein wird.
3
2. Prähistorie des dritten punischen Krieges verknüpft mit Gründen für den Ausbruch des Krieges
2.1 Karthagische Auseinandersetzung mit den Numidiern
Als Anfangspunkt der Vorgeschichte für den letzten punischen Krieg ist gewiss der Friedensvertrag von 201 v. Chr. zu nennen. Aus diesem resultierten harte Konsequenzen für die Punier. Zum einen verloren sie ihre politische und wirtschaftliche Stärke und die für sie sehr wichtigen „überseeischen Besitzungen“ 1 , - was ihr Ansehen bei anderen Völkern , insbesondere bei den Römern erheblich verringerte -, zum anderen stand ihnen die numidiesche Großmacht gegenüber, die in ihrem Tun von den Römern vollste Unterstützung erwarten konnten.
Die Karthager standen jetzt vor der schwierigen Aufgabe - wie Bagnall schreibt - „ (…) drei miteinander verknüpfte Problemkomplexe zu bewältigen.“ 2 Die erste Hürde, die die Punier zu überwinden hatten, war die eben schon erwähntedurch den Krieg verursachte - wirtschaftliche Flaute. Die zweite Aufgabe, die es zu bewältigen galt, war die Zufriedenstellung der Römer, was bspw. die rechtzeitige Begleichung von Kriegsschulden (Reparationszahlungen) und die militärische Unterstützung bei römischen Kriegen betraf. Die dritte Krux stellte sich als äußerst bedeutsam heraus. Denn es war wichtig, den Numidierfürst Massinissas und sein Expansionsbestreben, das sich vornehmlich auf karthagische Ländereien bezog, in Schach zu halten „ (…) ohne Rom dabei irgendwie zu brüskieren.“ 3 Bedeutsame Vorboten, die später zum Ausbruch des Krieges führen sollte, sind gewisse territoriale Bestrebungen des Numidierfürsten Massinissa anzuführen, dessen maßgebliches Ziel es war, „(…) Numidien zu einem einzigen, starken Königreich zusammenzuschweißen.“ 4 Massinissa dachte, er könne dies erreichen durch lebensverändernde Maßnahmen, nämlich der Abkehr des nomadischen Lebensstils, erreichen. Dazu war es erforderlich, neues fruchtbares Land zu gewinnen. Aus diesem Grund zeigte er so starkes Interesse an den karthagischen Ländereien, weswegen es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Kämpfen kam. Den Karthagern blieb nichts anderes übrig, als dies - ohne sich dagegen zu wehren - zuzulassen, da die Römer
1 Bagnall, Nigel: Rom und Karthago. Der Kampf ums Mittelmeer. S. 378
2 Ebd. S. 378
3 Ebd. S. 381
4 Ebd. S. 381
4
Arbeit zitieren:
Verena Liebl, 2007, Vorgeschichte und Verlauf des 3. punischen Krieges (149-146 v. Chr.), München, GRIN Verlag GmbH
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