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Gliederung
Seitenzahl
1. Einleitung 3
2. Befragung - eine kurze Darstellung 4
2.1 Definition: Befragung 4
2.2 Auswahl der Befragten 5
2.2.1. Willkürliche Auswahl 6
2.2.2. Bewusste Auswahl 6
3. Die Online-Befragung 8
3.1. Charakteristika 8
3.2. Vorteile und Nachteile 11
3.2.1 Vorteile 11
3.2.2. Nachteile 13
3.3. Teilnehmergewinnung 15
3.4. Darstellung der grundsätzlichen Probleme/Einsatz- 17
m öglichkeiten
4. Das Telefoninterview 20
4.1. Charakteristika 20
4.2. Vorteile und Nachteile 22
4.2.1 Vorteile 22
4.2.2. Nachteile 23
4.3. Teilnehmergewinnung 25
4.4. Darstellung der grundsätzlichen Probleme/Einsatz- 26
m öglichkeiten
5. Vergleich der beiden Erhebungsarten 27
6. Abschluß 29
Anlagen :
1. Literaturverzeichnis
2. Erklärung
3. Internetausdrucke
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Im Rahmen des Methodenseminars in Bassum vom 23.02.2003-28.02.2003 bei Herrn Dr. Heiland und Herrn Hohlfeld besprachen wir unter anderem einige Methoden der Datenerhebung in der empirischen Sozialforschung.
In der heutigen modernen Gesellschaft werden für Problemstellungen im Zusammenleben der Menschen viele verschiedene Daten benötigt. Dabei ist es gleich, ob es sich um soziale Probleme, Konsumverhalten oder Meinungsumfragen handelt - es ist notwendig, schnell und effektiv entsprechende Daten zu erheben. Dazu werden seit geraumer Zeit immer intensiver Telefoninterviews und, seit Einzug des Internet, auch zunehmend Online-Befragungen durchgeführt.
Im Folgenden möchte ich mich nun etwas genauer mit der Darstellung und dem Vergleich dieser beiden Befragungsmethoden auseinandersetzen.
Es soll zunächst einmal kurz die Befragung als Erhebungsmethode beschrieben werden, was dabei zu beachten ist, welche verschiedenen Arten es gibt und wie sich eine Auswahl der Befragten (Stichprobe) darstellen kann.
Anschließend werden die beiden verschiedenen Interviewarten unabhängig voneinander vorgestellt. Näher eingehen werde ich auf die Art bzw. Charakteristika der jeweiligen Befragung, Vorteile und Nachteile und die Teilnehmergewinnung.
Zum Schluß wird ein Vergleich der beiden Methoden der Datenerhebung gezogen werden.
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In der empirischen Sozialforschung gibt es drei Möglichkeiten Daten zu erheben. • Befragung • Beobachtung • Inhaltsanalyse
Ich möchte mich hier nur auf die Befragung konzentrieren.
Die Befragung ist in der empirischen Sozialforschung das am häufigsten eingesetzte Mittel zur Datenerhebung. Gegenstand des Interesses kann dabei sein:
• Eigenschaften der Befragten (soziodemographische Fragen, Faktenfragen) • Wissensbestände • Einstellungen, Meinungen, Überzeugungen • Einschätzungen • Bewertungen • Verhaltensweisen
„Befragung bedeutet Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen.“ (Atteslander, 1991, S. 129)
Hinsichtlich Form der Durchführung der Befragung unterscheidet man zwischen „mündlicher Befragung“ (Interview), „schriftlicher Befragung“, „Telefoninterview“ (Schnell et. al, 1999, Seite 299) und mit Hilfe der modernen Technik seit neuestem auch die Online-Befragung. Bei einer Befragung steht immer die Datenerhebung zu einem bestimmten Thema im Vordergrund. Während der Vorbereitung auf das Interview
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entscheidet der Forscher, welche Art der Befragung er wählen sollte, also welche Art der Datenerhebung sinnvoll für das zu untersuchende Objekt ist. Bei jeder Datenerhebung trägt die Form der Befragung einen wichtigen Teil zum Gelingen des Unternehmens bei. Beispielsweise kann man unterscheiden zwischen einem standardisierten Fragebogen oder einem freien Interview. Wichtig ist allerdings, dass bei jedem Interview eine soziale Situation entsteht und beide Seiten der Interaktionsteilnehmer -Interviewer und Interviewter - eine wichtige Rolle zur korrekten Datenerhebung spielen. Dabei ist bedeutsam, dass die Fragebögen leicht verständlich sind. Dies ist vor allem bei der schriftlichen Befragung zu beachten, denn dabei sind Erläuterungen nicht möglich und die jeweilige Person ist beim Ausfüllen auf sich selbst gestellt. Bei mündlichen Interviews gilt zu beachten, dass zwischen den beiden Personen eine Beziehung entsteht, die sich auf jeden Fall auf die Beantwortung der Fragen auswirken kann. Dies könnte bei starker Beeinflussung bis zur Verfälschung des Ergebnisses führen.
Bei jeder Befragung muß am Anfang das Interesse des zu Befragenden geweckt werden. Das bedeutet, dass schon die erste Frage die entsprechende Person animieren muß, auch dem Rest der Befragung interessiert zu folgen.
Um eine Befragung durchführen zu können, muß der Personenkreis, den es zu befragen gilt, ermittelt werden. Es ist nicht oder nur sehr selten möglich, alle betroffenen Menschen (Grundgesamtheit) zu einem Themengebiet zu befragen (Gesamterhebung). Deshalb ist es oft notwendig, eine Stichprobe aus der Grundgesamtheit zu ermitteln.
Dabei unterscheidet man nach Schnell zwischen „willkürlicher Auswahl“ und „bewußter Auswahl“ (Schnell et al, 1999, Seite 277)
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„Willkürliche Auswahlen - auch „Auswahlen aufs Geratewohl“ genanntsind Auswahlen, die bei der Entscheidung über die Aufnahme eines Elementes der Grundgesamtheit in die Stichprobe unkontrolliert durch einen Auswahlplan nur im Ermessen des Auswählenden liegt.“ (Schnell et al, 1999, Seite 277)
Solche Auswahlen werden oft bei Bürgerbefragungen auf der Strasse oder Konsumentenbefragung in einem Geschäft verwendet. Dabei wird versucht, jeden zu interviewen, der vorüber geht oder der den Raum betritt. Solche Auswahlverfahren haben allerdings für wissenschaftliche Projekte keine große Verwendung, da weder die Grundgesamtheit - wie zum Beispiel alle vorbeigehenden Bürger - noch die Zufallsstichprobe - alle angesprochenen Menschen - sinnvoll definiert sind. Diese Auswahl macht nur für Befragungen zur momentanen Situation eines Forschungsinteresses Sinn.
„Bewußte Auswahlen (Auswahlen nach Gutdünken) erfolgen zwar nach einem Auswahlplan, die diesem Plan zugrunde liegenden Kriterien sind sogar meist angebbar und überprüfbar, dennoch sind inferenzstatische Techniken nicht anwendbar.“ (Schnell et al, 1999, Seite 278) Hier wiederum differenziert man verschiedene Auswahltypen:
• Auswahl extremer Fälle
Dabei wird die Grundgesamtheit implizit umdefiniert. Das heißt, daß nicht alle Einheiten einer Gesamtheit in die Grundgesamtheit einbezogen werden, sondern nur die Fälle, die an der Spitze stehen. Ein Beispiel: Es soll das Durchschnittsgehalt von Spitzenverdienern ermittelt werden. Dabei nimmt man allerdings nur die Spitzenverdiener großer Unternehmen. Sehr gut verdienende Manager von größeren
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mittelständischen Unternehmen würden dann gar nicht erst in die Grundgesamtheit einbezogen werden und somit auch nicht berücksichtigt werden.
• Auswahl typischer Fälle
Bei dieser Auswahl geht es darum, Fälle zu berücksichtigen, die besonders typisch für die entsprechende Grundgesamtheit sind. Dabei besteht das Problem, daß die Stichprobe aus der Grundgesamtheit in jeder Hinsicht allen anderen Fällen gleichen müssen.
• Auswahl nach Konzentrationsprinzip
Hier wird eine Stichprobe gezogen, bei denen ein interessierendes Merkmal sehr stark ausgeprägt ist, so daß diese Fälle nahezu die gesamte Verteilung der Grundgesamtheit bestimmen.
• Schneeball-Verfahren
Bei diesem Verfahren wird eine Person befragt, welche am Ende des Interviews weitere Namen von anderen Personen benennt - meist Freunde oder Verwandte -, die dann als nächstes interviewt werden.
• Quota-Verfahren
Diese Art der Auswahl „basiert auf der Auswahl von Personen in der Art, daß bestimmte Merkmale in der Stichprobe exakt in derselben Häufigkeit vorkommen wie in der Grundgesamtheit.“ (Schnell, S. 280) Die endgültige Auswahl der dann tatsächlich zu Befragenden bleibt dem Interviewer überlassen.
Diese Verfahren sind alle nur grob dargestellt, um einen Überblick zu erhalten. Eine Wertung, ob die Auswahl für eine Erhebung sinnvoll ist oder nicht wurde nicht vorgenommen.
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In den „Richtlinien für Online-Befragungen“ - herausgegeben vom Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. (ADM), von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI), vom Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. (BVM) und von der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (D.G.O.F.)sind die ethischen und rechtlichen Grundlagen der Markt- und Sozialforschung aufgeführt:
• Wissenschaftlichkeit der Vorgehensweise
• Freiwilligkeit der Teilnahme • Anonymisierung der erhobenen Daten
• Strikte Trennung von Forschung und forschungsfremden Tätigkeiten
Diese Grundlagen sind bei der Online-Befragung noch intensiver zu befolgen, da das Medium des Internet nicht so vertrauenswürdig ist, wie eine persönliche Befragung, in der man genau weiß oder zu wissen glaubt, wem man seine Antworten gibt. Es ist eine Person da, die man eventuell verantwortlich machen könnte, wenn man erfährt, daß persönliche Daten weitergegeben wurden. Bei der Befragung über das Internet steht keine konkrete Person, sondern nur eine anonyme Institution dahinter. „Als Online-Befragung werden Erhebungen verstanden, bei denen die Teilnehmer den auf dem Server abgelegten Fragebogen im Internet online ausfüllen, Fragebogen von einem Server herunterladen und per E-Mail zurücksenden, Fragebogen per E-Mail zugeschickt bekommen und zurücksenden.(ADM et al. 2001)“ (ZUMA-Nachrichten, 2001, Seite 7) Es handelt sich also nicht prinzipiell um eine komplett neue Art der Datenerhebung, sondern nur um eine neue Form der Fragebogenverteilung an potentielle Teilnehmer. Man könnte die Online-Befragung auch ein
Arbeit zitieren:
Grit Noack, 2003, Online-Befragung und Telefoninterview, München, GRIN Verlag GmbH
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