Inhaltsverzeichnis
Fragestellung 2
A. Die Kriegsziele und der Kriegseintritt. 3
B. Die Bedeutung der britischen Teilstreitkräfte im I. Weltkrieg 4
1. Die britische Marine 4
1.1 Das deutsche Flottengesetz und die Reaktion Großbritanniens. 4
1.2 Technische Neuerungen und die Fernblockade 5
1.3 Der Kriegsausbruch und die Kriegsführung 6
1.4 Der deutsche U-Bootkrieg und die Folgen 7
1.5 Die Rolle der britischen Marine im Gesamtkrieg 8
2. Das britische Heer 8
2.1 Die Kriegsvorbereitungen 8
2.2 Der Kriegsbeginn für das britische Expeditionsheer 9
2.3 Die Bedeutung des britischen Expeditionsheeres für die deutsche Niederlage 10
3. Die britische Luftwaffe. 11
3.1 Die Kriegsvorbereitungen 11
3.2 Die britische Luftwaffe im Krieg und ihr Beitrag zur deutschen Niederlage. 12
C. Die Bedeutung der britischen Streitkräfte für die deutsche Niederlage 13
D. Literaturverzeichnis: 15
1
Fragestellung
Welchen Beitrag haben die britischen Streitkräfte
und die der Dominions zur Niederlage des
deutschen Reiches im I. Weltkrieg geleistet?
2
A. Die Kriegsziele und der Kriegseintritt
Die Durchführung des Schlieffen- Plans auf deutscher Seite und der Beginn der ersten deutschen Offensive im Westen beinhalteten die Invasion des neutralen Belgiens. Dieses Land stand zu diesem Zeitpunkt unter dem Schutz Großbritanniens, weil Belgien als eine Art „Puffer“ fungieren sollte. Damit sollte verhindert werden, dass die deutschen Truppen einen Zugang zum Ärmelkanal bekommen und dadurch die Gefahr für die britischen Inseln weitaus größer geworden wäre und die Kontrolle der erstarkten deutschen Flotte weitaus schwieriger geworden wäre, als durch die Kontrolle und Blockade der deutschen Meereszugänge über die Nord- und Ostsee.
Nach dem Einmarsch in Belgien erklärte Großbritannien am 4. August 1914 dem deutschen Reich den Krieg und begann sofort mit der Mobilmachung. 1
Somit war also Großbritannien und der Rest des Britischen Empires in diesen I. Weltkrieg involviert.
Für die britischen Kriegsziele spielten eine Reihe verschiedener Faktoren eine Rolle. So standen die kolonialen Interessen, neben der Wiederherstellung Belgiens, die innerhalb des Entente- Bündnisses sehr stark von Großbritannien verfolgt wurden, zu Beginn im Mittelpunkt britischer Ziele. Durch Eroberung deutscher Gebiete in Afrika, in China und im pazifischen Raum, sollten auf der einen Seite den deutschen Schlachtschiffen ihre Stützpunkte entzogen werden, auf der anderen Seite aber auch der Machtanspruch des Empires gegenüber anderen Nationen, die in diesen Gebieten eine Rolle spielten, unterstrichen werden. 2 Aber auch wirtschaftliche Interessen wurden verfolgt. Noch im Jahre 1880 stand Großbritannien an fast allen wirtschaftlichen Sektoren an der Spitze. Die USA kam zwar direkt dahinter, aber europäische Konkurrenz war relativ weit abgeschlagen und keine Gefahr für Großbritannien. Um die Jahrhundertwende hatte die USA Großbritannien in einigen Bereichen überholt und das deutsche Reich hatte stark aufgeholt. Kurz vor Kriegsausbruch im Jahre 1913 wurde der weltwirtschaftliche Führungsanspruch Großbritanniens noch einmal verschärfter in Frage gestellt, da die USA, das für die Rüstung wichtige Stahl in vierfacher Menge von Großbritannien produzierten und das deutsche Reich in diesem Jahr fast 10 Tonnen mehr produzieren konnte als Großbritannien. Das deutsche Reich konnte also in
1 Vgl. French, David: Allies, Rivals and Enemies: British Strategy and War Aims during the First World War; in:
Turner, John(Hg.): Britain and the First World War, S.23.
2 Vgl. Förster, Stig: Vom europäischen Krieg zum Weltkrieg; in: Hirschfeld, Gerhard, u.a.(Hg.): Enzyklopädie
Erster Weltkrieg, S.244.
3
machen Sektoren Großbritannien überholen und stellte somit auch auf internationaler, politischer Ebene immer größere Ansprüche. 3
So sollte also im Laufe des Krieges und vor allem auch danach die deutsche Wirtschaftsmacht eingeschränkt werden.
Neben den oben genannten Zielen, hatte Großbritannien, wie alle anderen alliierten Mächte, noch eine Reihe weiterer Ziele, auf die hier aber nicht weiter eingegangen werden kann. Um diese Ziele zu erreichen, musste sich Großbritannien vor allem militärisch beteiligen. Deshalb stellt sich die Frage: Welchen Beitrag haben die britischen Streitkräfte und die der Dominions zur Niederlage des deutschen Reiches im I. Weltkrieg geleistet? Im Folgenden sollen also keine bestimmten Operationen einzelner Einheiten im Vordergrund stehen, sondern es soll ein Überblick über die Bedeutung aller drei britischer Teilstreitkräfte, also Marine, Heer und Luftwaffe, im I. Weltkrieg gegeben werden.
B. Die Bedeutung der britischen Teilstreitkräfte im I. Weltkrieg
1. Die britische Marine
1.1 Das deutsche Flottengesetz und die Reaktion Großbritanniens
Die Royal Navy war schon immer eine der wichtigsten Teilstreitkräfte Großbritanniens, da sie für die imperialen und kolonialen Ansprüchen schon immer eine schlagkräftige und große Marine benötigten. Der Glaube daran, dass eine große Schlachtflotte für das Durchsetzen von imperialen und kolonialen Interessen unverzichtbar ist, war in Großbritannien, den USA und dem Deutschen Reich gleich vorherrschend.
1898 wurde im Deutschen Reich das sog. 1. Flottengesetz verabschiedet. Dieses Gesetz war die rechtliche Grundlage zum Bau der deutschen Hochseeflotte. Wie oben erwähnt, sollte durch eine große Schlachtflotte den wachsenden deutschen Ambitionen im Welthandel und kolonialen Wettrennen mehr Nachdruck verliehen werden und die deutsche Stellung als künftige Weltmacht, durch Überlegenheit auf dem Meer, vor allem gegenüber der damaligen dominierenden Seemacht Großbritannien, ausgebaut werden. 4
Auf Grund dieses Gesetzes und der daraus resultierenden Aufrüstung war Großbritannien gezwungen zu reagieren, um ihre herausragende Stellung im maritimen Bereich nicht zu verlieren.
3 Vgl. Düffler, Jost: Der Weg in den Krieg; in: Hirschfeld, Gerhard, u.a.(Hg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg,
S.234-235.
4 Vgl. Rahn, Werner: Strategische Probleme der deutschen Seekriegsführung 1914-1918; in: Michalke,
Wolfgang: Der Erste Weltkrieg; Wirkung, Wahrnehmung, Analyse,S.341-342.
4
Arbeit zitieren:
Florian Semler, 2009, Die Streitkräfte Großbritanniens und der Dominions im Ersten Weltkrieg, München, GRIN Verlag GmbH
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