I
Inhaltsverzeichnis ............................................................................................. I
Abkürzungsverzeichnis II
1. Themendefinition 1
2. Grundlagen 2
2.1 Anleihe 2
2.1.1 Begriff 2
2.1.2 Einteilungsmöglichkeiten und Ausstattungsmerkmale 2
2.1.3 Besondere Formen 5
2.2 Optionsgeschäft (Option) 5
2.2.1 Begriff 5
2.2.2 Preisbildung, Handel und Ausübung 6
2.2.3 Optionsscheinvielfalt 9
3. Optionsanleihe 11
3.1 Definition 11
3.2 Ausübung und Handel 12
3.3 Rechtliche Voraussetzung und steuerliche Behandlung 14
3.3.1 Rechtliche Voraussetzungen 14
3.3.2 Steuerliche Behandlung 15
3.4 Sonderformen 16
3.5 Going-Public Optionsanleihe, eine neue Chance 16
4. Optionsanleihe als Anlageinnovation 17
4.1 Optionsanleihe als Geldanlage 17
4.2 Risiken und Chancen 17
4.3 Zielgruppe 18
5. Optionsanleihe Pongs Zahn 18
6. Resümee 19
Quellenverzeichnis III
II
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Abschnitt AG Aktiengesellschaft AktG Aktiengesetz BGB Bürgerliches Gesetzbuch bzw. beziehungsweise d.h. das heißt DM Deutsche Mark ebd. ebenda EStG Einkommensteuergesetz EUR Euro EURIBOR European Interbank Offered Rate LIBOR London Interbank Offered Rate Mio. Million Nr. Nummer S. Seite Vgl. Vergleiche WKN Wertpapierkennnummer z.B. zum Beispiel
1
1. Themendefinition
Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmender Globalisierung steigt die Nachfrage nach alternativen Finanzierungs- und Anlagemöglichkeiten. Traditionelle Finanzierungsformen, wie z.B. Bankkredite, behalten zwar ihren Stellenwert, werden aber mehr und mehr abgelöst. Die Optionsanleihe, ausgestattet mit Sonderrechten, ist eine der Finanzierungsformen, welche das Verlangen nach alternativen Anlageformen der Kunden berücksichtigt. Anleger kennzeichnet heute ein ausgeprägtes Renditebedürfnis - Risikoneigung nicht selten inklusive. Ertragssensitiven Kunden reicht die geringe Verzinsung wie etwa auf einem Sparbuch nicht mehr aus. Banken wurden somit gezwungen, sich den wandelnden Finanzierungsbedürfnissen der Kunden anzupassen, um stets ein adäquates Angebot gegenüberstellen zu können, um die Diversifikation von Vermögen zu ermöglichen. Die Chance-Risiko-Kombination muss auf jeden Kunden separat zugeschnitten werden. Die Optionsanleihe bietet eine solche Kombination, in der Verlust und Gewinn eng beieinander liegen. In der Folge sollen die Fragen der Anlageinnovation und der Finanzierungsmöglichkeit durch die Optionsanleihe erörtert werden. Den tiefergehenden Betrachtungen geht ein kurzer Exkurs über die Grundlagen von Optionen und Anleihen voraus.
2
2. Grundlagen
2.1 Anleihe
2.1.1 Begriff
Anleihe ist die allgemeine Bezeichnung für verzinsliche Wertpapiere im weitesten Sinne. Im Sprachgebrauch wird auch der Begriff Renten, Obligationen, Bonds oder Schuldverschreibungen verwendet. Durch den Erwerb (Zeichnung) einer Anleihe erhält der Wertpapierkäufer gegen Bezahlung die Rechte eines Gläubigers gegenüber dem die Anleihe ausgebenden Emittenten (Person, Firma oder Institution). Soweit keine besonderen Vereinbarungen zwischen Schuldner und Gläubiger getroffen worden ist, gelten die Paragraphen 793-808a des BGB. Die Industrieanleihe ist ein in verbriefter Form langfristiges Darlehen. Eine Unternehmung kann den Kredit am in- oder ausländischen Kapitalmarkt aufnehmen. 1 Die Anleihe dient dem Ausgeber zur langfristigen Kapitalbeschaffung. Die Teilschuldverschreibungen (standardisierte Urkunden) verbriefen die aus dem Gesamtbetrag der benötigten Anleihe gestückelten Teilbeträge. Die fungiblen Teilbeträge ermöglichen es, einkommensschwache Anleger zu mobilisieren und somit die Chance des Emittenten zu steigern, seinen benötigten Kreditbedarf am Kapitalmarkt zu decken. 2
2.1.2 Einteilungsmöglichkeiten und Ausstattungsmerkmale
Einteilungsmöglichkeiten: 3
1 Vgl. Süchting, Joachim, Finanzmanagement. Theorie und Politik der Unternehmensfinanzierung,
6. Aufl., Wiesbaden 1995, S.150 (kurz: Süchting, Finanzmanagement)
2 Vgl. ebd.
3 Vgl. Grill, Wolfgang; Perczynski, Hans, Wirtschaftslehre des Kreditwesens, 33. Aufl., Bad Homburg v.d.H. 1999, S.211 (kurz: Grill; Perczynski, Wirtschaftslehre des Kreditwesens)
4
Die Nominalverzinsung ist von der Effektivverzinsung zu unterscheiden. Der Nominalzins charakterisiert die Festzinsanleihen, die in der Regel eine gleichbleibende feste Verzinsung haben. 6
Der Zinssatz kann sich aber während der Laufzeit nach oben oder unten ändern. Einen variablen Zinsertrag gewähren Anleihen mit veränderlichen Zinssätzen. Die Referenzzinssätze, EURIBOR und LIBOR, sind die Grundlage für die Festsetzung des Zinssatzes in der jeweiligen Zinsperiode. 7
Industrieobligationen unterliegen langen Laufzeiten, die zwischen zehn und 25 Jahren betragen können Die Industrieobligation ist eine Form der Tilgungsanleihe. Mögliche Konstruktionsformen der Tilgung sind: 8
- Die Tilgung erfolgt am Ende der Laufzeit in einem Betrag
- Der freihändige Rückkauf an der Börse
- Die ratenweise Tilgung erfolgt während der Laufzeit
In den Anleihebedingungen ist eine Kündigung durch den Gläubiger ausgeschlossen. Börsennotierte Schuldverschreibungen können aber jederzeit durch den Anleihegläubiger über die Börse verkauft werden.
Industrieobligationen der Wirtschaft werden im Gegensatz zu Anleihen der öffentlichen Hand durch Sicherheiten unterlegt. Sicherungsformen können je nach Vereinbarung Grundpfandrechte, Bürgschaften und Sicherungsklauseln sein. Die Besicherung an sich hängt entscheidend von der Bonität des Emittenten ab. Je schlechter die Bonität ist, um so höher ist das Risiko und somit der Zinssatz den der Emittent zahlen muss. Der vereinbarte Zinssatz und die Rückzahlungen sollen sichergestellt werden. 9
2.1.3 Besondere Formen
Gewinnschuldverschreibungen, Wandelanleihen und Optionsanleihen sind Industrieschuldverschreibungen, die bestimmte Sonderrechte verbriefen. Im Gegensatz zur Optionsanleihe erlischt bei der Wandelanleihe das Forderungsrecht, wenn die Schuldverschreibung in Aktien eingetauscht wird. Die
6 Vgl. Süchting, Finanzmanagement, S.151
7 Vgl. ebd. S.155f.
8 Vgl. ebd. S.152
9 Vgl. Grill; Perczynski, Wirtschaftslehre des Kreditwesens, S.215
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Mario Lohfing, 2001, Anlageinnovationen und Finanzierungsmöglichkeiten durch Optionsanleihen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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