Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung..................................................................................................................... 3
2.DerLizenzzierungsprozess................................................................................................................... 4
3.DiedreiBesatzungszonenimVergleichzurAmerikanischen.............................................................. 7
3.1.DiebritischeBesatzungszone....................................................................................................... 7
3.2.DiefranzösischeBesatzungszone................................................................................................. 8
3.3.DiesowjetischeBesatzungszone.................................................................................................. 9
4.DieRheinHNeckarHZeitung 10
5.Fazit 12
6.QuellenHundLiteraturverzeichnis 14
6.1.Quellen: 14
6.2.Internet:...................................................................................................................... 14
6.3.Literaturhinweise: 14
2
1. Einleitung
„Die vier Besatzungsmächte sind mit von einander abweichenden Medienkonzeptionen in unser geschlagenes Land gekommen. Nur in einem waren sie sich, jedenfalls oberflächlich betrachtet,einig:mitderPraxisnichtnurdesDrittenReiches,sondernderganzendeutschen Pressegeschichte Schluß zu machen und alle ,die aktiv an der nationalsozialistischen Propagandabeteiligtwaren,vonjederBetätigungauszuschließen.“ 1
1 Koszyk,Kurt,PressepolitikfürDeutsche,S.10.
2 ImbesetztenDeutschlandsollteeineUmerziehungdernationalsozialistischenVergangenheitderMenschen geschehen,wasvorallemdurchdieMedienpassierte.Vgl.Ebd.,S.17.
3 Ebd.,S.22.
3
„Bevor PWD 4 in Deutschland direkt tätig werden konnte, produzierten sie Flugblätter
DieseFlugblätterwarendemnachdieersteindiePraxisumgesetzteMaßnahme,diedie AlliiertenzurInformationsverbreitunganwandten.WaresauchderAnfangderspäteren Lizenzzeitung? Die Antwort ist schlichtweg: ja. Wie oben bereits erwähnt, waren die ZeitungennichtvonheuteaufmorgengedrucktundandenManngebracht.Esdauerte eineganzeWeile,bisdieZeitungensichzusolchenentwickelnkonnten.
Die Lizenzierung wurde an drei aufeinanderfolgenden Phasen festgemacht. Diese lauteten wie folgt: „1. Totales Verbot auf dem Gebiet des InformationsH und Unterhaltungswesens, Schließung aller Zeitungsbetriebe, 2. Herausgabe von Militärzeitungen,3.HerausgabevondeutschenZeitungenunteralliierterKontrolle.“ 6
DerersteSchrittwareinGesetz,dasesdenAlliiertenbewilligte,Presseherauszugeben. Dieses Gesetz ließ die erste Phase der „amerikanischen Kulturpolitik“ 7 beginnen. Die Verabschiedung des Gesetztes Nummer 191 geschah bereits am 24. November 1944 durchGeneralEisenhower,dasspäternocheinmalerneuertwerdensollte 8 :
4 PsychologicalWarfareDivision.Vgl.Koszyk,Kurt,PressepolitikfürDeutsche,S.21.
5 Koszyk,Kurt,PressepolitikfürDeutsche,S.39.
6 Meyn,Hermann,MassenmedieninDeutschland,S.66.
7 Pape,Birgit,KulturellerNeubeginninHeidelbergundMannheim1945-1949,S.86.
8 Vgl.Ebd.,S.36.
4
„1. Vorbehaltlich anderer Anordnungen oder sonstiger Ermächtigung durch die Militärregierung wird folgendes verboten: Das Drucken, Erzeugen, Veröffentlichen, Vertreiben, Verkaufen und gewerbliche Verleihen von Zeitungen, Magazinen, Zeitschriften, Büchern, Broschüren, Plakaten, Musikalien und sonstigen gedruckten oder mechanisch vervielfältigtenVeröffentlichungen[...]“ 9 .
Durch das radikale Druckverbot entstand zunächst ein „‚Blackout‘“ 10 , welchen es zu überwinden galt. Wenn man bedenkt, dass es während der Zeit des Naziregimes nur zwei große Zeitungen für Deutschland gab, nämlich den Führer und den Stürmer und die, wie man an Hand ihrer Titel leicht erkennen kann, eher das Bild eines NaziH Deutschland vermitteln sollten, so ist die erste Maßnahme im Hinblick auf das Druckverbot bereits ein voller Erfolg für die Alliierten gewesen. Denn mit der Denazifizierung musste dort begonnen werden, wo sie schnell und offensichtlich Adressatengewann-beiderdeutschenZivilbevölkerung.
So lässt sich folglich aufzeigen, dass die Flugblätter und -zeitungen den Beginn einer neuenPrintärainDeutschlandfestlegten.DiesezeigtendenMenschenschließlich,dass es neben den vom NSHRegime gedruckten Informationen, noch andere, richtige und nichtnationalsozialistischHgefärbteNachrichtengab.
Die erste der drei Phasen war mit den Flugblättern eingeleitet worden. Was darauf folgen sollte, war ein weiterer Schritt hin zur Lizenzzeitung - die sogenannten HeeresgruppenblätteroderauchMitteilungsblätter. 11
InderzweitenPhasedesLizenzzierungsprozesseswurdenZeitungenherausgegeben,die vom Militär gedruckt wurden. Die Militärzeitungen wurden in deutscher Sprache verfasstundeinmalproWocheherausgegeben. 12 Siewarenvorallemein„AnordnungsH und Informationsmedium der Besatzungsmacht und hatte(n) als solches keinen Zeitungscharakter.“ 13 In Heidelberg erschien im April 1945 Die Mitteilungen als erstes Mitteilungsblatt. 14
Eswarvonvornhereinklar,dassdieMitteilungsblätternichtaufDauerbestehenbleiben sollten. Sie dienten vielmehr der zeitlichen Überbrückung zwischen dem Blackout und
9 http://www.filmportal.de/df/37/Artikel,,,,,,,,EE6FD9F3182D944BE03053D50B371838,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html.
10 Koszyk,Kurt,PressepolitikfürDeutsche,S.36.
11 Vgl.Pape,Birgit,KulturellerNeubeginninHeidelbergundMannheim1945-1949,S.88.
12 Vgl.Ebd.,S.88.
13 Ebd.,S.89.
14 Vgl.Ebd.,S.90.
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Arbeit zitieren:
Joachim Golly, 2008, Lizenzzeitungen am Beispiel der Rhein-Neckar-Zeitung, München, GRIN Verlag GmbH
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