Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Biographisches zum Autor: 3
3. Geschichtliche und ideengeschichtliche Einordnung 4
3.1. Vor dem Ersten Weltkrieg 5
3.2. Der Erste Weltkrieg 6
3.3. Zwischenkriegszeit 6
3.4. Der Zweite Welzkrieg 8
3.5. Nach dem Krieg 8
4. Die Theorien von Basil Hart und ihre Entwicklung 8
4.1. Die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg 9
4.2. Die Vorbereitungen auf den Zweiten Weltkrieg 10
5. Aufbau des Buches 10
6. Inhalt des Buches 11
6.1. Anknüpfungspunkte 12
6.2. Die zentralen Inhalte 12
6.3. Leitsätze 15
6.4. Begriffsklärungen 16
6.5. Zusammenschau 18
7. Relevanz der Theorien von Hart 19
8. Kritik zu Buch und strategischem Ansatz 20
9. Resümee Schlussfolgerungen 21
10. Quellen: 23
11. Anhang 24
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1. Einleitung „Strategie“ ist ein Begriff aus dem Griechischen und setzt sich als „strategos“ zusammen aus den Worten „stratos“ (zu Deutsch: Heer) und „agein“ (zu Deutsch: führen) (vgl. Farwick 2004, S. 71). Er bezeichnete ursprünglich die Feldherrenkunst, die Kunst der Führung von Streitkräften im Krieg (vgl. www.wissen.de 2005). Ein Stratege ist somit ein Feldherr, also jemand, der die Kriegskunst beherrscht. Obwohl der Begriff Strategie heute in vielen Bereichen der Gesellschaft für planvolles, zielgerichtetes Vorgehen mit seinen unterschiedlichsten Facetten verwendet wird, trägt das Buch „Strategie“ von Basil Liddell Hart, das dieser Arbeit zugrunde liegt, seinen Titel in einem ganz ursprünglichen Sinn. Und der Autor, selber im Kriegsdienst erprobt und als militärischer Planer und Berater tätig, ist ein Stratege im engsten Sinne des Wortes.
Im antiken Griechenland bildeten Militär und Politik eine feste Einheit. Feldherren trugen somit zumeist auch staats- bzw. stadtpolitische Verantwortung. In einer Zeit, als Politik bereits weit mehr als Kriegsführung beinhaltete, definierte Basil Hart Strategie als „die Kunst, militärische Mittel so zuzuteilen und anzuwenden, dass sie die politischen Ziele erfüllen.“ Die vorliegende Arbeit soll die Theorie von Basil Henry Liddell Hart anhand seines viel zitierten Werkes „Strategie“ in ihren Grundzügen darstellen, die Hintergründe ihrer Entwicklung aufzeigen und all das einer kritischen Würdigung auch in Hinblick auf die Relevanz der Theorie für die (politische) Praxis unterziehen. Ein geschichtlicher Abriss, biographische Daten des Autors und ein kompakter Anhang mit Definitionen militärischer Begriffe ergänzen die Arbeit, um ihre Verständlichkeit zu erhöhen und die Einordnung in die Ideengeschichte zu erleichtern.
2. Biographisches zum Autor:
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3. Geschichtliche und ideengeschichtliche Einordnung
Hart wird in der Zeit der „Dritten Republik“ in Frankreich geboren. Im Jahr nach deren Proklamierung (1875) erringen die großbürgerlichen Opportunisten einen Wahlerfolg gegen die kleinbürgerlichen Radikalen unter Clemenceau. In Harts Geburtsjahr 1895 spaltet die Dreyfus-Affäre die Nation. Es bildet sich gegen die
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militärgerichtliche Verurteilung des jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus aufgrund gefälschter Dokumente der Bloc Républicain.
In der Zeit des Imperialismus sieht sich die „grande nation“ – seit der Aufklärung und der Französischen Revolution – als Vorkämpferin europäischer Kultur und Zivilisation. Man bemüht sich um die Assimilierung der farbigen Elite in den verbliebenen kolonialen Besitzungen. Getroffen von der außenpolitischen Niederlage im deutsch-französischen Krieg im Jahr 1871 und von den innenpolitischen Schwierigkeiten (Aufstand der „Pariser Kommune“) verfolgen die französische Regierung und die Generalität eine imperiale Politik, um die französische Geltung in der Welt abzusichern. Mittels einer neuen, zentralen kolonialen Bürokratie strebt man eine kulturelle Angleichung und zugleich militärische Rekrutierung aller „farbigen Franzosen an“. Außenpolitisch befindet man sich in einer Allianz mit Russland (gegen das Deutsche Reich), die zu Beginn des Ersten Weltkrieges öffentlich bekräftigt wird.
3.1. Vor dem Ersten Weltkrieg
Zu dieser Zeit ist Hart bereits zum Studium nach Großbritannien, zu jener Zeit ein blühendes Land, gegangen. Das „British Empire“ kann bis 1914 trotz zunehmender Konkurrenz aus den USA, Deutschland und Japan und seinem Festhalten am Freihandel seinen Außenhandel verdoppeln, bei passiver Handels-, aber aktiver Zahlungsbilanz, die auf internationale Bank- und Versicherungsgeschäfte zurückzuführen sind. Die kolonialen Bestrebungen der Briten sind geprägt von einem Sendungsbewusstsein, das wirtschaftliche und machtpolitische Interessen mit einer vom Puritanismus beeinflussten Überzeugung verbindet, die Fortschritt und Zivilisation in die Welt fördern will. Innenpolitisch prägen Krisen die politische Landschaft. Nach fast 20jähriger Herrschaft der Konservativen sind Strukturwandlungen überfällig. Die liberale Partei zerfällt, die liberalen Unionisten verbünden sich mit den Konservativen, es entsteht aus der Arbeiterbewegung die Independent Labour Party. Die Auseinandersetzung über eine neue Verfassung führt zu Konflikten innerhalb der Parteien und zwischen England und Irland. Nur der Ausbruch des Weltkrieges kann die Bürgerkriegsgefahr überdecken und abwenden.
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3.2. Der Erste Weltkrieg
Hart erlebt dann den Ersten Weltkrieg im wahrsten Sinne des Wortes an vorderster Front mit. Als Leutnant der britischen Armee dient er an der Westfront und ist mit dabei, als im Zuge der Schlacht an der Somme 1916 etwa 60.000 britische Soldaten sterben. Er selber wird schwer verwundet und kehrt nach seiner Genesung nicht mehr an die Front zurück.
Der deutsche Kriegsplan in diesem Weltkrieg geht zurück auf die Denkschrift des ehemaligen Generalstabschefs Alfred von Schlieffen über die Führung eines Zweifrontenkriegs, des sogenannten „Schlieffen-Plans“. Dieser sieht eine defensive Kriegsführung im Osten und eine gleichzeitig rasche Entscheidung im Westen durch Umfassung des französischen Heeres mit einem starken „rechten Flügel“ vor. In Erwartung französischer Vorstöße nach Elsaß-Lothringen wird dieser Plan durch den jüngeren Helmuth von Moltke abgeändert, was eine Schwächung des rechten Flügels zur Folge hat. Durch den Kriegseintritt von Belgien und England stehen plötzlich den
80 deutschen Divisionen ganze 104 Divisionen der Alliierten gegenüber. Als Ende
1914 englisch-französische Umfassungsversuche am Yserkanal und vor Ypern misslingen, bleibt der Angriff stecken. Der ursprüngliche Bewegungskrieg wird zum Stellungskrieg. In diese Zeit fällt auch die Schlacht an der Somme, die ganze fünf Monate dauert. Nach Rückeroberungen der Franzosen ziehen sich Anfang 1917 die Deutschen in die vorbereitete „Siegfriedstellung“ zurück. An der Ostfront sind die deutsch-österreichischen Truppen gegen die Russen erfolgreicher, können 1917 fast ganz Galizien zurückgewinnen und erobern sogar Riga. Neben diesen beiden Hauptfronten findet sowohl in der Nord- und Ostssee als auch in Übersee (Falklandinseln) eine See- und U-Boot-Krieg statt. Der Luftkrieg, in dem seit 1916 und der Schlacht an der Somme Frankreich und Großbritannien weite überlegen sind, bleibt ohne große Bedeutung für den weiteren Kriegsverlauf. 1917 treten die USA durch eine Kriegserklärung an Deutschland in den Krieg ein.
3.3. Zwischenkriegszeit
Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ist geprägt von Friedensschlüssen, Konferenzen zur Klärung der Reparationsfrage, Gründung und späterem Versagen des Völkerbundes. Weitere, nicht-kriegerisch ausgetragene zwischenstaatliche Auseinandersetzungen über die Neuordnung Europas, die offene Frage der „besten“
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Mag. Bettina Rausch, 2005, Basil Henry Liddell Hart: STRATEGIE, Munich, GRIN Publishing GmbH
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