sie ihren Kunden und auch uns als Konsumenten zu präsentieren. Hierbei ist es das Ziel bei potentiellen Käufern Emotionen auszulösen. Ergo soll sie in das Bewusstsein des Menschen eindringen und ihn nicht nur auf kommunikativer Ebene erreichen. Dazu ist nur die Kunst in der Lage.
Man könnte demnach behaupten, dass die Wirtschaft von der Kunst abhängig ist. Darüber hinaus ist die Kunst bzw. der Künstler von einer gewissen Abhängigkeit der Wirtschaft geprägt, sobald er sich der Gesellschaft präsentieren und erfolgreich sein will. Denn Kunst ist, wie in keiner andere Sparte der Gesellschaft, so vom Zufallsprinzip abhängig, dass der Künstler zunehmend zum Geschäftsmann werden muss, wenn er sein Schicksal auf eine erfolgreiche Art und Weise steuern will. Jedoch steht dies womöglich im Zwiespalt zu seiner eigenen Kreativität. Sobald er sich von der Masse abhängig macht verliert er seine Individualität als Künstler. Ein Zwist der in der heutigen Zeit immer mehr zum Tragen kommt. Diese mehr oder weniger gegebene Abhängigkeit ist für den Künstler leider meist
überlebensnotwendig. Jedoch gibt es auch Künstler, die sich nicht in die Abhängigkeit begeben wollen und zur finanziellen Absicherung Nebentätigkeiten verrichten, um ihren eigenen Stil und ihre Individualität zu wahren. Des Weiteren gibt es Künstler, die sich freiwillig in eine gewisse Abhängigkeit begeben. Speziell sei hier das Berufsfeld der Produktdesigner genannt. Diese müssen trotz künstlerischer Freiheit eine Kompromissbereitschaft zu ihren Arbeitgebern zeigen.
Ebenfalls werden aus der Kunstrichtung nicht nur die schon erwähnten Werte in die Wirtschaft übernommen, sondern auch die verschiedenen Dimensionen der Arbeitsteilung. Hierbei befinden sich diese in einem Abhängigkeitsverhältnis, das von Kooperation bis hin zur Konkurrenz reicht.
Es entstehen ständig neue Arbeitsgebiete, die zur Förderung der Künste beitragen. Als ein Beispiel für die organisierte und kreative Arbeitsteilung lässt sich die Filmindustrie nennen, in der das Werk bzw. die Idee eines Drehbuchautors ohne die Mitwirkung eines Regisseurs und Schauspielern nicht realisierbar wäre. Dabei zeigt sich die gegenseitige Abhängigkeit während der Projektdauer, die keine direkte hierarchische Ordnung festschreibt. Die Arbeitsteams können nach Ablauf des Projektes aufgelöst werden.
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Durch das Fehlen der Kontroll- und Überwachungsstrukturen sind diese Berufe sehr attraktiv geworden. Die in diesem Bereich zunehmende Spezialisierung und die damit verbundenen individuelle Wertschätzung führen zu einer erweiterten Identifikation des Einzelnen mit seinem Beruf. Ein Umstand, der für viele Wirtschaftsbereiche erstrebenswert erscheint.
Es sei jedoch bemerkt, dass das Prinzip des Hire & Fire für die Wirtschaft zwar eine ungeheuere Attraktivität ausstrahlt, dies aber auf gesellschaftlicher Ebene nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung führt.
Die neu gewonnene Flexibilität führt zu einer neuen Unsicherheit. Unsere Gesellschaftsstruktur ist auf diesen Wandlungsprozess noch nicht eingestellt, da diese nach den Systemen der Gleichheitskulturen funktioniert, was bedeutet, dass kollektive Sicherheitssysteme, wie Arbeitslosenversicherungen und andere Sozialleistungen sich mit den künstlerischen Werten widersprechen. Für den Einzelnen bedeutet dies eine ständige Ungewissheit seinen Lebensunterhalt zu sichern. Trotz der scheinbar gegensätzlichen Ideale findet sich in Wirtschaft und Wissenschaft eine Vielzahl an typischen Vertretern dieser Arbeitsteilung. Wie in der Kunst findet sich auch in der Wissenschaft Projektteams zusammen, die ebenso ein Ziel verfolgen und somit die Schaffung einer kreativen Innovation vorantreiben, was wiederum die Ähnlichkeit zwischen Kunst und Wissenschaft darstellt.
Das Kunstobjekt, welches darüber hinaus als Gebrauchsgegenstand für die Gesellschaft zur Anwendung kommen soll, benötigt den technologischen
Hintergrund der Wissenschaft, damit es von der Wirtschaft vermarktet werden kann. Am Anfang der Wissenschaft steht die Idee bzw. die Hypothese, die in ein erfassbares Werk umgewandelt werden soll.
Die eindeutige Analogie zur Kunst ist hier erkennbar, da auch der Künstler nach seinen Visionen ein handwerkliches Objekt zu formen versucht. Eine Trennung zwischen Kunst und Wissenschaft ist, ausgehend von ihrer Verankerung in der Gesellschaft, schwer möglich. So wie Kunst die Kultur formt, so ist eine Gesellschaft ohne Wissenschaft kulturlos.
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Arbeit zitieren:
Magister Anika Geldner, 2007, Dient Kunst als Innovationsfaktor in wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Produktionsbereichen und führt sie dadurch zu gesellschaftlichen Veränderungen?, München, GRIN Verlag GmbH
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Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Patientenorientierung als strategischer Erfolgsfaktor im Krankenhaus
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
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