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Optimierung der Eigenkapitalquote

Title: Optimierung der Eigenkapitalquote

Diploma Thesis , 2006 , 204 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Kaufmann Alexander Hauenstein (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Eine der zentralen Diskussionen im Bereich Corporate Finance stellt die Frage nach der Existenz einer optimalen Eigenkapitalquote. Gibt es eine Möglichkeit das zur Verfügung gestellte Kapital derart in Eigen- und Fremdkapital aufzuteilen, dass der Gesamtnutzen maximiert wird? Bedeutende Finanzierungstheoretiker haben sich seit Jahrzehnten immer wieder mit möglichen Lösungsansätzen auseinandergesetzt. Die Behandlung der Fragestellung gilt trotz ihrer enormen Bedeutung als schwach strukturiert, bedingt durch die Komplexität der Gesamtthematik. Letztendlich gibt es immer noch keine akzeptierte, allumfassende Theorie zur Kapitalstruktur, es drängt sich die Frage auf, ob nicht eine Unmenge an Faktoren für das eine Unternehmen durchaus bedeutend sein können, während sie für ein anderes keinerlei Bedeutung haben.
Die Wahl der Kapitalstruktur ist jedoch von enormer Wichtigkeit für das Finanzmanagement von Unternehmen. In der aktuellen Diskussion spielt die vermeintlich „optimale Kapitalstruktur“ eine herausragende Rolle. Viele wirtschaftliche Pressemitteilungen und (Fach)Artikel beschäftigen sich mit Aussagen über die Kapitalstruktur. Dabei fällt auf, dass sich die Diskussion aus zwei Richtungen annähert. Zum einen werden die für Banken gesetzlich vorgeschriebenen Eigenkapitalunterlegungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung behandelt, zum anderen wird auf Unternehmensseite seit Jahren die Problematik zu niedriger Eigenkapitalquoten (v. a. des Mittelstandes sowie im internationalen Vergleich)und deren operative Konsequenzen bzw. Lösungsmöglichkeiten mit zunehmender Aufmerksamkeit diskutiert. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit zunächst die Kapitalstrukturproblematik von verschiedenen Gesichtspunkten beleutet und die wechselseitigen Beziehungen aufgezeigt werden. Die unterschiedlichen Themengebiete aus Finanzierung und Controlling sind auf Eigenkapitalrelevanz hin zu untersuchen. Des Weiteren wird die Zielsetzung verfolgt, die wichtigsten Ansätze zur Kapitalstruktur zu erläutern und deren Implikationen darzustellen. Dies dient unter anderem dazu, das theoretische Hintergrundwissen zu erarbeiten, um in einer abschließenden empirischen Untersuchung zwei der Theorien auf ihre Relevanz zu testen. Dabei soll die grundlegende Frage nach einer (möglichen) Optimierung der Eigenkapitalquote, deren Ausgestaltung sowie theoriekonforme Handlungen innerhalb der gewählten Branche analysiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Gang der Untersuchung

2. Das Problem der optimalen Eigenkapitalquote

2.1 Definitionen

2.1.1 Begriff der Kapitalstruktur

2.1.2 Begriff des Optimums

2.2 Einordnung der Kapitalstrukturproblematik in Finanzierung und Controlling

2.2.1 Einflussfaktoren der Kapitalstruktur

2.2.1.1 Zusammenspiel von Jahresabschlusskomponenten und Eigenkapital

2.2.1.1.1 Bilanz

2.2.1.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2.2.1.1.3 Kapitalflussrechnung

2.2.1.1.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.2.1.1.5 Anhang

2.2.1.2 Leverage Effekt

2.2.1.3 Shareholder Value und Unternehmensbewertung

2.2.1.3.1 Shareholder Value

2.2.1.3.2 Unternehmensbewertung

2.2.1.4 Kreditvergabe, Basel II und Rating

2.2.1.4.1 Traditionelle Kreditvergabepolitik

2.2.1.4.2 Basel II und Rating

2.2.1.5 Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe

2.2.1.6 Steuern

2.2.2 Konsequenzen

3. Theoretische Modelle zur Existenz optimaler Kapitalstrukturen

3.1 Irrelevanzthese von Modigliani / Miller

3.1.1 M/M-These ohne Steuern

3.1.2 M/M-These mit Steuern

3.2 Trade-Off Theorie - Steuern, Bankruptcy und Financial Distress Costs

3.3 Agency-Theorie und asymmetrische Informationen

3.3.1 Asymmetrische Informationsverteilung vor Vertragsabschluss

3.3.2 Informationsasymmetrie nach Vertragsabschluss

3.3.3 Agency-Theorie und optimaler Verschuldungsgrad

3.3.4 Informationskosten und Signalwirkung von Kapitalstrukturen

3.3.4.1 Signalhypothese der Kapitalstruktur

3.3.4.2 Pecking-Order Theorie

3.4 Market Timing Theorie

3.5 Weitere Ansätze und Praktikerregeln

3.6 Zwischenfazit

4. Entscheidungsfindung zur optimalen Kapitalstruktur in der Praxis

4.1 Empirische Untersuchung einer Branche

4.1.1 Praktische Möglichkeiten zur Umsetzung theoretischer Modelle

4.1.2 Theorie-, Modellauswahl und Vorgehensweise

4.1.3 Modellaufbau

4.1.3.1 Die Regression

4.1.3.2 Static Trade-Off Theorie

4.1.3.3 Pecking-Order Theorie

4.1.3.4 Beschreibung der Variablen

4.1.4 Generierung der Datensätze

4.2 Durchführung verschiedender Regressionsanalysen

4.2.1 Häufigkeitsverteilungen und deskriptive Statistiken

4.2.1.1 Static Trade-Off Theorie

4.2.1.2 Pecking-Order Theorie

4.2.2 Darstellung linearer Zusammenhänge

4.2.2.1 Static Trade-Off Theorie

4.2.2.2 Pecking-Order Theorie

4.2.3 Schätzung und Prüfung der Regressionsfunktionen und -koeffizienten

4.2.3.1 Static Trade-Off Theorie

4.2.3.2 Pecking-Order Theorie

4.2.3.3 Interpretation der Regressionsergebnisse

4.2.4 Prüfung der Modellprämissen

4.3 Beurteilung der Untersuchung und Ausblick

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Problem der optimalen Eigenkapitalquote in der Finanzierungstheorie und -praxis. Ziel ist es, die Auswirkungen der Kapitalstruktur zu analysieren und empirisch zu prüfen, ob Unternehmen in der "Prime Industrial"-Branche ihre Kapitalstruktur nach den theoretischen Ansätzen der Static Trade-Off Theorie oder der Pecking-Order Theorie ausrichten.

  • Existenz und Bestimmung einer optimalen Kapitalstruktur
  • Einflussfaktoren aus Finanzierung und Controlling (z. B. Steuern, Rating, Basel II)
  • Vergleich theoretischer Modelle (Modigliani/Miller, Trade-Off, Agency-Theorie)
  • Empirische Untersuchung anhand von Regressionsanalysen
  • Analyse der Bedeutung von Dividendenpolitik und Aktienrückkäufen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

„How does a practitioner use the theory to determine optimal capital structure? The answer to this question is the Holy Grail of corporate finance. There is no completely satisfactory answer, and the author of a sound, empirically validated theory will deserve the Nobel Prize in economics.”

Eine der zentralen und am häufigsten geführten Diskussionen im Bereich Corporate Finance stellt die Frage nach der Existenz einer optimalen Eigenkapitalquote, welche noch immer ein ungelöstes Problem der Finanzierungstheorie und -praxis darstellt. Um genau zu sein: Gibt es eine Möglichkeit das zur Verfügung gestellte Kapital derart in Eigen- und Fremdkapital aufzuteilen, dass der Gesamtnutzen maximiert wird?

Die akademische Literatur bietet bisher für Praktiker wenig Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Frage. Bedeutende Finanzierungstheoretiker haben sich seit Jahrzehnten immer wieder mit möglichen Lösungsansätzen auseinandergesetzt. In einer unüberschaubaren Anzahl an Publikationen und nahezu unzähligen Untersuchungen zu dieser Thematik wurden die unterschiedlichsten Aspekte theoretisch beleuchtet und teils empirisch untermauert, mit verschiedenen, nicht selten widersprüchlichen Ergebnissen. Die Behandlung der Fragestellung gilt trotz ihrer enormen Bedeutung als schwach strukturiert, bedingt durch die Komplexität der Gesamtthematik. Letztendlich gibt es immer noch keine akzeptierte, allumfassende Theorie zur Kapitalstruktur, es drängt sich dem Beobachter die Frage auf, ob nicht eine Unmenge an Faktoren für das eine Unternehmen durchaus bedeutungsvoll sein können, während sie für ein anderes keinerlei Bedeutung haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Forschungsthemas, der Problematik der optimalen Eigenkapitalquote und des Untersuchungsgangs.

2. Das Problem der optimalen Eigenkapitalquote: Definition von Kapitalstruktur und Optimum sowie Einordnung in Finanzierung und Controlling, inklusive Einflussfaktoren.

3. Theoretische Modelle zur Existenz optimaler Kapitalstrukturen: Diskussion klassischer und neuerer Kapitalstrukturtheorien wie M/M-These, Trade-Off und Agency-Theorie.

4. Entscheidungsfindung zur optimalen Kapitalstruktur in der Praxis: Empirische Untersuchung von Unternehmen der "Prime Industrial"-Branche mittels Regressionsanalysen.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Resümee über die Erkenntnisse der theoretischen Diskussion und der empirischen Modellprüfung.

Schlüsselwörter

Eigenkapitalquote, Kapitalstruktur, Unternehmensfinanzierung, Optimierung, Finanzierungstheorie, Leverage Effekt, Unternehmensbewertung, Basel II, Agency-Theorie, Pecking-Order Theorie, Static Trade-Off Theorie, Regressionsanalyse, Eigenkapital, Fremdkapital, Prime Industrial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Eigenkapitalquote von Unternehmen und untersucht, ob es eine theoretisch fundierte und praktisch anwendbare optimale Kapitalstruktur gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Finanzierungstheorie, die Rolle von Kapitalstrukturmodellen, steuerliche Aspekte, Kreditwürdigkeitsprüfungen (Rating/Basel II) sowie die Analyse von Finanzierungsentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Kapitalstrukturproblematik zu beleuchten, theoretische Ansätze zu erläutern und in einer empirischen Untersuchung anhand der "Prime Industrial"-Branche zu testen, welche Theorie die Unternehmenspraxis am besten erklärt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden theoretische Modelle diskutiert und eine empirische Untersuchung durchgeführt, die multiple lineare Regressionsanalysen nutzt, um Zusammenhänge zwischen Variablen und dem Verschuldungsgrad zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Einflussfaktoren wie Jahresabschlusskomponenten, der Leverage Effekt, Shareholder Value, Kreditvergabepolitik sowie verschiedene Kapitalstrukturtheorien (Modigliani/Miller, Trade-Off, Agency-Theorie, Pecking-Order) im Detail erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eigenkapitalquote, Kapitalstruktur, Unternehmensfinanzierung, Agency-Theorie, Pecking-Order Theorie, Static Trade-Off Theorie und Regressionsanalyse charakterisiert.

Warum spielt die Branche "Prime Industrial" eine Rolle?

Diese Branche wurde aufgrund ihres traditionell hohen Kapitalbedarfs für anlagenintensive Produktionsprozesse als besonders geeignet für die Untersuchung von Optimierungskalkülen ausgewählt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der untersuchten Theorien?

Es konnte nachgewiesen werden, dass die Static Trade-Off Theorie einen erheblichen Erklärungsbeitrag liefert, während ein systematisches Handeln nach der Pecking-Order Theorie empirisch nicht eindeutig belegt werden konnte.

Excerpt out of 204 pages  - scroll top

Details

Title
Optimierung der Eigenkapitalquote
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensrechnung (Prof. Dr. Anton Burger))
Course
Diplomarbeit
Grade
1,0
Author
Dipl. Kaufmann Alexander Hauenstein (Author)
Publication Year
2006
Pages
204
Catalog Number
V125216
ISBN (eBook)
9783640308637
Language
German
Tags
Finance Controlling IFRS Kapitalstruktur Rechnungswesen Corporate Static Trade-off Pecking Order
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kaufmann Alexander Hauenstein (Author), 2006, Optimierung der Eigenkapitalquote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125216
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