Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Grundlagen der mittelalterlichen Medizin 4
3. Der Astronomisch- medizinische Kalender 6
4. Die Entwicklung der Medizin im Mittelalter des Abendlandes 7
5. Die ersten Hospitäler in Chemnitz 10
6. Fazit 11
7. Quellenverzeichnis 12
8. Erklärung 13
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1. Einleitung
Die Hygiene sowie die medizinische Betreuung und Pflege im Mittelalter ist natürlich mit heutigen vorherrschenden Mitteln in keiner Weise zu vergleichen. In Europa wurden medizinische Tätigkeiten meist noch von religiösen Ordensgemeinschaften ausgeführt. Die Heilmethoden der Mönche basierten zum einen auf die Verwendung von natürlichen Heilmitteln wie Kräutern und zum anderen auf die Austreibung der Dämonen, als Verursacher 2 Heutzutage klingen solche Methoden eher bizarr und banal, übernatürlicher Krankheiten.
sowie einige Überlieferungen aus dem abendländischen Mittelalter. Doch auf welchen Kenntnissen die Weiterentwicklung der Medizin sowie der Hygiene im Mittelalter beruht und welche medizinischen Einrichtungen es zu jener Zeit gab wissen die wenigsten.
Ich werde versuchen mit dieser Seminararbeit versuchen dem Leser näher zu bringen wie im Mittelalter mit der Krankheitsbestimmung sowie mit der Heilung verfahren wurde und wie sie letztendlich eingesetzt wurde. Welche Mittel dazu verwendet wurden und welche Ausbildung der Mediziner in seinem Leben und Wirken durchschritten ist. Angefangen von einer Zusammenfassung und einem Resümee der Mönchsmedizin bis hin zur Medizin ab dem elften Jahrhundert, welche allgemein als die Zeit der scholastischen Medizin bezeichnet wird. Als Ende dieser Hausarbeit wird ein kleiner Exkurs in die Heilanstalten des mittelalterlichen Chemnitz dienen.
Aufgrund des eingeschränkten Rahmens dieser Arbeit kann ich natürlich nicht gesamte Bandbreite dieses Themas beleuchten sondern werde einzelne Teilthemen sowie Beispiele zur Verdeutlichung des Gesamtaspektes herausnehmen.
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1 Heinrich Schnipperges, Der Garten der Gesundheit- Medizin im Mittelalter,
München 1985, S. 7
2 Vgl. Charles Lichtenthaeler, Geschichte der Medizin- Die Reihenfolge ihrer Epochen-
Bilder und die treibenden Kräfte ihrer Entwicklung- Band I Vorgeschichte, Antike, Mittelalter, Köln 1987, S. 289 ff.
3
2. Grundlagen der mittelalterlichen Medizin
Eine der wichtigsten Grundlagen der mittelalterlichen Medizin bildete das Wissen aus der Medizin der Antike.
So zum Beispiel die Lehre und Theorie des Hippokrates von Kos, er war ein reisender 3
griechischer Arzt im Altertum.
Er brachte seine Theorien in die koische Ärzteschule ein, welche davon ausging, welche versuchte die Krankheiten nicht mehr wie bisher übernatürlichen Kräften zu zuordnen sondern sie auf der Grundlage naturphilosophischer Gedanken und Kräfte zu bekämpfen. Die wichtigste Theorie dabei ist des Gleichgewichts der vier Körpersäfte. Die vier Körpersäfte setzen sich zusammen aus Blut, Schleim, gelbe Galle und der schwarzen Galle. Diese Körpersäfte waren laut der Medizin verantwortlich für das Gleichgewicht im menschlichen Körper und regelten Faktoren wie zum Beispiel Wärme und Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit und den sich aus allen Faktoren ergebenden Gemützustand des Menschen. Des Weiteren sollen die für den Stoffwechsel zuständig sein.
Menschliche Eigenschaftstypen wie der Phlegmatiker, bei einem Überschuss des Schleims, der Choleriker, bei einem Überschuss des Galle oder der melancholische Typ, welcher auftreten sollte, wenn man einen Überschuss an schwarzer Galle vorzuweisen hatte. Oft waren die Ursachen der Krankheiten in einer fehlerhaften Lebensführung zu suchen. Erst wenn die Körpersäfte sich wieder im Gleichgewicht befinden, war eine Heilung möglich. Auch die ersten Anatomieuntersuchungen stammen aus dieser Zeit. Galenos von Pergamon, ein weiterer griechischer Arzt und Gelehrter, er war als Wund- und Gladiatorenarzt tätig und konnte so an den verwundeten und getöteten Gladiatoren spezielle Wundarten sowie ihre Heilung untersuchen. In mehreren Werken schrieb er seine Kenntnisse nieder so auch in seinem Hauptwerk „Methodi Medendi“ wo auch er von der Lehre der vier 4 Körpersäfte berichtet.
Portrait von Galenos von Pergamon
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3 Vgl. Charles Lichtenthaeler, Geschichte der Medizin- Die Reihenfolge ihrer Epochen-
Bilder und die treibenden Kräfte ihrer Entwicklung- Band I Vorgeschichte, Antike, Mittelalter, Köln 1987, S. 135 ff. 4 Vgl. ebd., S. 196 ff.
5 http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Galen.jpg (zuletzt aufgerufen am 21.02.2008)
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Arbeit zitieren:
Andreas Lilienthal, 2008, Medizinischer Wissenstransfer im mittelalterlichen Europa, München, GRIN Verlag GmbH
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