Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis. 4
1. Einleitung. 5
2. Theoretische Grundlagen 6
2.1 Marktsegmentierung 6
2.2 Segmentierungskriterien. 6
3. Ausländer 7
3.1 Menschen mit Migrationshintergrund. 8
3.2 Migrationsgeschichte in der BRD 8
3.3 Migrationsgeschichte in der DDR 9
3.4 Heutige Gesellschaft. 10
4. Ethno- Marketing 11
4.1 Kultur und Konsumentenverhalten 12
4.2 Türken als Zielgruppe 14
4.3 Russischstämmige als Zielgruppe 15
4.4 Sonstige Zielgruppen. 16
5. Konsequenzen für das Marketing 16
5.1 Produktpolitik 16
5.1.1 Beispiel: Singstar Turkish 17
5.1.2 Beispiel: Trolli 18
5.1.3 Beispiel: Deutsche Bank „Think Tank“ 18
5.2 Preis- und Konditionspolitik 18
5.2.1 Beispiel Ay Yildiz 19
5.3 Distributionspolitik. 20
5.3.1 Beispiel: Mercedes 20
5.3.2 Beispiel: Detusche Bank- Bankamiz 21
5.3.3 Beispiel: Vaybee.de 21
2
5.4.Kommunikationspolitik ................................................................................... 22 5.4.1 Beispiel: VW .......................................................................................... 23 5.4.2 Beispiel: Otelo........................................................................................ 24 5.4.3 Beispiel: Immowelt................................................................................. 24 5.4.4 Beispiel: Yello Strom.............................................................................. 25
6. Fazit...................................................................................................................... 26
Literaturverzeichnis .................................................................................................. 27 Anhang ..................................................................................................................... 31 Textverzeichnis......................................................................................................... 41
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Der millionste Gastarbeiter in der BRD
Abb. 2: Ausländer in der DDR 1989 nach Nationalitäten in Zahlen Abb. 3: Migrationshintergrund in der Bevölkerung 2005 Abb. 4: Anzahl der Ausländer in Deutschland nach Herkunftsland Abb. 5: Mercedes- Benz Werbekampagne Abb. 6: Generationsvergleich der Deutschtürken Abb. 7: Kulturgebundenheit von Produkten Abb. 8: Play Station Singstar Cover Abb. 9: Trolli- Helal- Fruchtgummi Abb. 10: Ay- Yildiz
Abb. 11: Mercedes Homepage- Türkische Verkäufer Abb. 12: Deutsche Bank Homepage Abb. 13: Vaybee- Homepage Abb. 14: Metropol- FM Abb. 15: VW- Werbekampagne Abb. 16: Werbespot- Ausschnitt Abb. 17: O.tel.o- Werbekampagne Abb. 18: Immowelt- Werbekampagne
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Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
BRD Bundes Republik Deutschland Bzw. Beziehungsweise Ca. Circa
DDR Deutsche Demokratische Republik Etc. et cetera Lat. lateinisch Mio. Million PR Public Relation u.a. unter anderem
UDSSR Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken USA United States of America u.s.w und so weiter u.v.m. und viele mehr VW Vokswagen z.B. zum Beipiel
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1. Einleitung
Ein Blick auf die gesellschaftliche Struktur der Bundesrepublik Deutschland zeigt, dass sich diese in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat. Die Gastarbeiter, die in den Boomjahren vor mehr als 50 Jahren nach Deutschland kamen 1 , sind im Land geblieben. Seit dem entwickelt sich die BRD immer mehr zu einer multikulturellen Gesellschaft. Es erscheint heute ganz selbstverständlich „Deutsch“, was früheren Generationen noch fremd war. Deutschland ist heute multikulturell und multilingual. Diese Erkenntnis ist nicht nur aus gesellschaftlicher, sondern auch wirtschaftlicher Sicht von hoher Bedeutung. Vom KFZ- über den Konsumgütermarkt bis zu den Telekommunikations-, Kapitalanlagen-, Immobilien- und Versicherungsmärkten. Immer mehr Unternehmen in Deutschland erkennen das immense Potential der Ausländergruppe und berücksichtigen ihre spezifischen Kundenbedürfnisse und Anforderungen und richten ihre Marketingstrategien auf Menschen mit ausländischen Wurzeln aus. 2 Ein Ansatz für ausländerspezifisches Marketing ist „Ethno-Marketing“. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, bereits bekannte Erkenntnisse und Beispiele über das Thema „Ausländer- Marketing“ bzw. „Ethno- Marekting“ in Deutschland aufzuzeigen. Dabei soll der Schwerpunkt auf die größte ethnische Minderheit, Türken bzw. Deutschtürken, gelegt werden.
Während der Suche nach Quellen für meine Arbeit ist mir aufgefallen, dass es kaum deutsche Literatur unter dem Begriff Ausländer- Marketing bzw. Ethno- Marketing gibt. Es gibt noch Bedarf nach umfassenderen und aktuellen Informationen rund um dieses Zukunftsthema.
1 Vgl.: Schöneberg U., (1993/S.15)
2 Vgl.: Bayraktar B.,(2001/ S.18)
5
2. Theoretische Grundlagen
Das Aktionsfeld des Marketings ist der Gesamtmarkt, der sich aus einer Vielzahl von potentiellen und aktuellen Konsumenten zusammensetzt. Doch nur die allerwenigsten Unternehmen können sich mit dem gesamten Markt befassen. Die Käufer müssen hinsichtlich relevanter Variablen differenziert werden, um dann die Marketingaktivitäten auf einzelne Gruppen konzentrieren zu können.
2.1 Marktsegmentierung
Es gibt eine Vielzahl von Formulierung für den Begriff „Marktsegmentierung“. So beschreibt beispielsweise Loudon den Grundgedanken der Marktsegmentierung wie folgt: „Today´s marketplace is characterized as the “age of diversity” in which consumers demand and get tremendous variety in the products and services they buy […] Marketsegmentation is the process of partitioning the heterogenous market into segments […] The goal is to facilitate development of unique marketing programs that will be most effective for these specific segments“ 3 Der Begriff der Marktsegmentierung beinhaltet dabei zwei Dimensionen. Im Rahmen der Markterfassung, die die erste Dimension der Marktsegementierung bildet 4 , werden die Segmente bzw. Zielgruppen festgelegt. Der heterogene Gesamtmarkt wird, anhand geeigneter Segmentierungskriterien, in intern homogene Teilmärkte (Marktsegmente) unterteilt 5 . Die Marktbearbeitung, als zweite Dimension, spiegelt die Aktionsseite des Segmentierungsprozesses wieder. Hier erfolgt nun für die zuvor gebildeten Segmente bzw. Zielgruppen „eine differenzierte Bearbeitung mit Hilfe des Marketing- Mix (Produkt,- Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik“. 6
2.2 Segmentierungskriterien
Es lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Segmentierungskriterien identifizieren. Häufige Segmentierungskriterien sind demografische, geografische, soziodemografische, ökonomische oder psychologische Merkmale 7 . Diese Merkmale sind aktive Variablen für die Aufteilung des Marktes und liefern zudem eine tatsächliche
3 Loudon D/ Della Bita A., (1993/S.27)
4 Vgl.: Kielmann (2004/S.11)
5 Freter, (1983/ S.13)
6 Bea, F- X./ Dichtl E.,(2002/S.232)
7 Vgl.: Sander M, (2004/S. 238)
6
Erklärung für das Verbraucherverhalten. 8 Mögliche Faktoren sind u. a. das Alter, Einkommen, soziale, wirtschaftliche oder kulturelle Umfeld. 9 Grundsätzlich sollten folgende Voraussetzungen erfüllt werden, um die Segmente effektiv mit den Marketing- Instrumenten bearbeiten zu können. Käuferverhaltensrelevanz: Es müssen die Eigenschaften und Verhaltensweisen von Konsumenten erfasst werden, die Voraussetzungen für den Kauf eines Produktes darstellen. Messbarkeit: Die Segmente müssen über die Marktforschung bzw. mit den Mitteln der empirischen Sozialforschung messtechnisch erfassbar und nachweisbar sein. Zeitliche Stabilität: Es müssen Marktsegmente geschaffen werden, die über längere Zeit konstant sind. Wirtschaftlichkeit: Die ausgewählten Kriterien müssen zu Marktsegmenten führen, die ihre besondere Bearbeitung durch ihre Marketingstrategien rechtfertigen, d.h. die Segmente müssen ein ausreichend großes Absatz- und Umsatzpotenzial mitbringen. Zugänglichkeit: Die Segmente müssen mit den Mitteln des Marketings zugänglich sein um sie effektiv erreichen und bedienen zu können. 10
3. Ausländer
Es ist ausgesprochen schwierig diesen Begriff adäquat zu definieren. Entsprechend dem Aufenthaltsgesetz §2 (1) ist der Ausländer derjenige, der nicht Deutscher im Sinne von Artikel 116 I des Grundgesetzes ist. 11 Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird ein Wirtschaftssubjekt dann als Ausländer angesehen, wenn es seinen festen Wohnsitz und seine wirtschaftliche Aktivität außerhalb der betrachteten Volkswirtschaft hat. Der Gegenbegriff dazu ist der Inländer. 12 Demnach spielt die Staatsangehörigkeit bei ökonomischer Betrachtungen keine Rolle. Die rechtliche und ökonomische Darstellung der Ausländer reichen allerdings nicht aus, um die Ausländer angemessen zu beschreiben. Unsere Gesellschaft formuliert mehr oder weniger explizit Kriterien, nach denen Individuen einen bestimmten Platz in der Hierarchie der Gesellschaft zugewiesen bekommen. Die Alltagserfahrung zeigt, dass als Ausländer derjenige definiert wird, der ethnisch eine „ausserdeutsche“ Zugehörigkeit hat. Diese Einordnung besteht unabhängig von der gesetzlichen od. ökonomischen Zugehörigkeit. Dabei werden Merkmale wie Hautfarbe,
8 Vgl.: Unger F., (2002/ S.5)
9 Vgl.: Matys E (2004/ S.28)
10 Vgl.: Bruhn M, (2004/S.59/60)
11 Vgl.: Siehe Textverzeichnis: Text 1 und Text 2
12 Heine M./ Herr H., (2003/S. 604)
7
Erscheinungsbild, Sprache, soziales Verhalten, Kultur 13 oder Religion berücksichtigt. 14 Beispielsweise werden in Deutschland ethnische Türken häufig als Ausländer bezeichnet, auch wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Ethnisch Deutsche, wie z.B. Osteuropäer, ohne deutsche Staatsangehörigkeit, werden in Deutschland meist nicht als Ausländer angesehen.
3.1 Menschen mit Migrationshintergrund
Um die Zielgruppe der Ausländer für das Marketing präzisieren zu können, müssen auch „Menschen mit Migrationshintergrund“ in Betracht gezogen werden. Die Bezeichnung „Menschen mit Migrationshintergrund“ ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Begriff Ausländer. Als Menschen mit Migrationshintergrund definiert werden „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“ 15 . Zur Bevölkerungsgruppe der Personen mit Migrationshintergrund zählt das Statistische Bundesamt somit neben zugewanderten und in Deutschland geborenen Ausländern, auch Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, deutschstämmige Spätaussiedler und deren Kinder, Eingebürgerte mit persönlicher Migrationserfahrung und deren Kinder, die selbst keine unmittelbare Migrationserfahrung aufweisen. Die Statischen Landesämter und das Statistische Bundesamt erforschen seit dem Mikrozensus 16 2005 indirekt Daten zum Migrationshintergrund.
3.2 Migrationsgeschichte in der BRD
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der BRD, nach dem zweiten Weltkrieg stieg aufgrund von Arbeitskräfteengpässen die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auf dem inländischen Arbeitsmarkt nicht mehr zu finden waren, aus dem Ausland an. Die Bundesrepublik trat den Weg in eine multiethische, aber auch multikulturelle Zukunft an und schloss am 20. Dezember 1955 das erste Anwerberabkommen mit Italien ab.
13 von lat. Cultura: Landbau und Pflege
14 Vgl.: Sander M., (2004/ S.44)
15 Siehe Anlage: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit S. 7
16 Mirkozensus (laut dem Statistischen Bundesamt): Der Mikrozensus ist die amtliche
Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland.
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Arbeit zitieren:
Fatma Tanis, 2009, Ausländer als Marketing-Zielgruppe, München, GRIN Verlag GmbH
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