Analyse der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken
nach dem 11. September 2001
Seminararbeit am Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und
Versicherungswirtschaft (INRIVER)
Ludwig-Maximilians-Universität München
zum Seminar
Versicherungsbetriebslehre
im Sommersemester 2003
Martin Krieger
BWL
8. Semester
02. April 2003
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 4
1 Einleitung 5
1.1 Terrorismus als neue Bedrohung 5
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 5
2 Terrorismus als Versicherungsrisiko 5
2.1 Definition Terrorismus 5
2.2 Versicherung von Terrorismusrisiken vor dem 11. September 2001 8
3 Versicherbarkeit 9
3.1 Kriterienkatalog der Versicherbarkeit 9
3.2 Analyse der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken 11
3.3 Ergebnis der Analyse 14
4 Lösungsansätze nach dem 11. September 2001 15
4.1 Reaktionen der Erstversicherer 15
4.2 Reaktionen der Rückversicherer 16
4.3 Rolle des Staates und der Spezialversicherer Extremus 18
5 Fazit und Ausblick 19
Literaturverzeichnis: 21
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Die Terroranschläge mit den größten Versicherungsschäden ... 8
Tab. 2: Kriterien der Versicherbarkeit nach KARTEN und Schweizer Rück ... 9
Abkürzungsverzeichnis
ATB ... Allgemeine Bedingungen für die Terrorversicherung
etc ... et cetera
FAZ ... Frankfurter Allgemeine Zeitung
IRA ... Irisch-Republikanische Armee
Mio ... Millionen
OECD ... Organisation for Economic Cooperation and Development
PML ... Probable oder Possible Maximum Loss
RMS ... Risk Management Solutions
UN ... United Nations
USA ... United States of America
USD ... US Dollar
vgl ... vergleiche
VP ... VersicherungsPraxis
VW ... Versicherungswirtschaft
WamS ... Welt am Sonntag
WTC ... World Trade Center
z.B ... zum Beispiel
ZfV ... Zeitschrift für Versicherungswesen
ZVersWiss ... Zeitschrift für die gesamte Versicherungswirtschaft
1 Einleitung
1.1 Terrorismus als neue Bedrohung
Die verheerenden Anschläge auf das Pentagon in Washington und das World Trade Center (WTC) in New York am 11.September 2001 konfrontierten die Assekuranz weltweit mit dem Problem des Terrorismus. Diese Attentate stellten eine völlig neue Dimension des internationalen Terrorismus dar und zeigten, dass Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß dieser Bedrohung kaum schätzbar sind.1
Die Versicherungswirtschaft musste einen enormen Verlust hinnehmen, dessen Ausmaß bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht genau beziffert werden kann. Erst- und Rückversicherer standen vor der Aufgabe ihre Zeichnungspolitik bezüglich der Gefahr des Terrorismus völlig neu zu überdenken.
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken nach dem 11.September 2001. Um den Unterschied zur heutigen Situation zu verdeutlichen, sollte - nach einem definitorischen Teil - zuerst der Umgang mit dem Terrorrisiko vor den Anschlägen auf das WTC und das Pentagon geschildert werden. Im Anschluss wird anhand einer ausführlichen Beschreibung der Kriterien der Versicherbarkeit das Grundgerüst für eine Analyse der Gefahrensituation nach dem 11.September 2001 festgelegt. Ziel dieser Arbeit ist anhand einer theoretischen Analyse herauszuarbeiten, ob Terrorismus versicherbar ist. Abschließend geben Lösungsansätze der Erst- und Rückversicherer und eine kurze Beschreibung der Rolle des Staates in der Terrorismusversicherung Antworten auf die Frage der Versicherbarkeit und zeigen den Umgang in der Praxis mit dem Terrorismusrisiko. Um dem begrenzten Umfang dieser Arbeit gerecht zu werden, findet bezüglich der Analyse keine Aufspaltung nach Versicherungssparten statt. Praxisbeispiele werden weitgehend im Rahmen der Sachversicherung besprochen.
2 Terrorismus als Versicherungsrisiko
2.1 Definition Terrorismus
Es ist ausgesprochen schwierig Terrorismus eindeutig zu definieren. Terrorismus wird im allgemeinen Sprachgebrauch für unterschiedlichste Ereignisse benutzt und unterliegt einem ständigen Bedeutungswandel. Auch fällt eine Abgrenzung von anderen Gewaltformen wie Krieg, Bürgerkrieg, Vandalismus oder Rebellion schwer. Die in Terrorismusdefinitionen am häufigsten verwendeten Elemente sind Politik, Gewalt sowie Furcht und Schrecken.2
Definitionen vor dem 11. September 2001 beschränkten sich meist auf länderspezifische Aspekte, wie z.B. die im Londoner Markt verwendete Terrorausschlussklausel, die maßgebend von IRA-Anschlägen ausging, was sich im Terminus ,,fire or explosion" als Folge von Bombenanschlägen widerspiegelt. Nach dem Anschlag auf das WTC und das Pentagon wurden die englischen ,,terrorism exclusion clauses" bezüglich chemischer, nuklearer und biologischer Attacken erweitert. Ging die Versicherungswirtschaft vor dem 11. September 2001 noch von ,,harmlosen" Bombenanschlägen aus, so wurde nach den Attentaten von New York und Washington nahezu jede Handlung, die einen Schaden verursachen kann, ausgeschlossen.3
[...]
1 Vgl. Schaad, 2002, S. 2.
2 Vgl. Schaad, 2002, S. 2 und Huber, 2002, S. 664.
3 Vgl. Huber, 2002, S. 664 - 666.
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Martin Krieger, 2003, Analyse der Versicherbarkeit von Terrorismusrisiken nach dem 11. September 2001, Munich, GRIN Publishing GmbH
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