Seminararbeit
Darstellung der Strukturmodelle des
Käuferverhaltens
von: Olga Kaiser
Studiengang Betriebswirtschaftslehre
10. Semester
Abstract
Die heutige Konsumentenforschung ist interdisziplinär
ausgelegt, d.h. sie bedient sich u.a. der Psychologie und der
Soziologie, um Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten des
Käuferverhaltens zu erkennen.
Die
Bemühungen
der
Konsumentenforschung
das
Käuferverhalten
mit
Hilfe
von
Erklärungs-
und
Entscheidungsmodellen zu erklären, dienen als Grundlage für
die Marketingplanung und für Prognosezwecke. Dieses
Verhalten, meist als sog. Stimulus-Organismus-Response-
Modelle (SOR-Modell) dargestellt, ist jedoch nur bedingt
erklärbar. Grundsätzlich können Totalmodelle, die alle
relevanten Determinanten des Konsumentenverhaltens in
einem Modell integrieren und Partialmodelle, die einzelne
Determinanten erklären, unterschieden werden. In dieser
Arbeit werden Strukturmodelle mit ihren Vor- und
Nachteilen beleuchtet, indem einige bekannte Totalmodelle
psychologisch begründeten Partialmodellen gegenübergestellt
werden.
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... II
Abkürzungsverzeichnis...III
1
Einleitung...1
2
Allgemeine Erklärungsansätze des Konsumentenverhaltens ...1
2.1
Vom Behaviorismus zum Neobehaviorismus... 1
2.2
Modelle des Konsumentenverhaltens... 2
2.3
Gliederung der Strukturmodelle... 4
3
Totalmodelle zur Erklärung des Konsumentenverhaltens auf Basis des
Strukturansatzes ...5
3.1
Modell von Blackwell/Miniard/Engel ... 5
3.2
Modell von Howard/Sheth ... 6
3.3
Weitere Totalansätze... 7
4
Partialmodelle zur Erklärung des Konsumentenverhaltens auf Basis des
Strukturansatzes ...8
4.1
Psychologisch orientierte Partialmodelle ... 8
4.1.1
Aktivierende Determinanten des Konsumentenverhaltens...8
4.1.2
Kognitive Determinanten des Konsumentenverhaltens...10
4.2
Soziologisch orientierte Partialmodelle ...11
5
Zusammenfassung... 13
Literaturverzeichnis ... IV
Anhang ...VII
II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.2: Kaufverhaltensmodelle ... VII
Abbildung 3.1: Modell von Blackwell, Miniard und Engel ... VIII
Abbildung 3.2: Modell von Howard und Sheth...IX
Abbildung 4.1: Psychologische Determinanten des Konsumentenverhaltens ... X
Abbildung 4.1.1: Bedürfnispyramide von Maslow... X
III
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
Anh.
Anhang
bspw.
beispielsweise
d. h.
das heißt
et Al.
und andere
etc.
et cetera
f.
folgende
ff.
fortfolgende
Hrsg.
Herausgeber
JoCR
Journal of Consumer Research
JoM
Journal of Marketing
JMR
Journal of Marketing Research
Kzs
Kurzzeitspeicher
Lzs
Langzeitspeicher
No.
Number
O
Organism
R
Response
s.
siehe
S
Stimulus
S.
Seite
Sis
Sensorischer Informationsspeicher
sog.
so genannte
SOR-Modell
Stimulus Organism Response Modell
Sp.
Spalte
SR- Modell
Stimulus Response Modell
v. a.
vor allem
Vol.
Volume
1
Abkürzungsverzeichnis
1
Einleitung
Das Ziel der Erforschung des Konsumentenverhaltens ist die Erklärung, Prognose und
die Beeinflussung der Kaufentscheidungen von privaten Haushalten (Pepels 2005, S.
31). Aus diesem Grund wird nach Erkenntnissen in Form von Entscheidungs- und
Erklärungsmodellen gesucht, um Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten als
Grundlage für die Marketingplanung aufzudecken.
Diese Arbeit widmet sich speziell den Strukturmodellen, die entweder als Total- oder
Partialmodelle das Konsumentenverhalten und dessen Einflussfaktoren untersuchen. Im
ersten Teil werden allgemeine Erklärungsansätze der Konsumverhaltensforschung
erläutert, um dann die Entwicklung in der Verhaltenswissenschaft vom Behaviorismus
zum Neobehaviorismus zu verdeutlichen. Auf der Basis des Neobehaviorismus und dem
dadurch implizierten S-O-R-Modell werden nachfolgend verschiedene Modelle zur
Erklärung des Käuferverhaltens vorgestellt, wobei die Strukturmodelle den
Schwerpunkt dieser Arbeit bilden. Auf dem Strukturansatz basierend beschäftigt sich
Kapitel 3 mit den in der Literatur weit verbreiteten Totalmodellen von
Blackwell/Miniard/Engel und Howard/Sheth. Im darauffolgenden Kapitel werden die
psychologisch und soziologisch orientierten Partialmodelle skizziert, die als Teil der
Strukturmodelle das Kauf- und Entscheidungsverhalten sowie die Wirkung von Reizen
auf Prozesse im Inneren des Konsumenten zu erklären versuchen. Das letzte Kapitel
schließlich fasst die Arbeit zusammen und gibt einen kurzen Forschungsausblick.
2
Allgemeine Erklärungsansätze des Konsumentenverhaltens
2.1
Vom Behaviorismus zum Neobehaviorismus
Seit Anfang der 70er Jahre dominieren verhaltenswissenschaftliche Ansätze, die den
Anspruch erheben sowohl psychologische, soziologische, als auch empirische
Erklärungen liefern zu können (Foscht 2007, S.21). Die Käuferverhaltensforschung im
deutschsprachigen Raum war anfangs durch eine empirisch-induktive Ausrichtung
geprägt, bei der irrationale und emotionale Faktoren im Vordergrund standen. Dagegen
wurde bei den theoretisch-deduktiven Ansätzen, unter dem Einfluss mikroökonomischer
Ansätze der Haushaltstheorie, der Mensch als ,,homo oeconomicus" angenommen, der
über vollständige Informationen verfügt und optimale Entscheidungen trifft. Generell
können
zwei
Wissenschaftsauffassungen
unterschieden
werden,
die
naturwissenschaftlich-empirischen und die mikroökonomischen Ansätze (Meffert 1992,
S. 23).
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