Social Software &
Enterprise 2.0
Sebastian Görg
Universität Trier - Wirtschaftsinformatik
Wintersemester 2008/2009
Seminar Praxis Informationsmanagement
Abstract
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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Seit einigen Jahren unterliegt das Internet einem Wandel zum Massenmedium. Im Zuge dieser
Entwicklung wurden Web Applikationen geschaffen, die sowohl Kommunikation als auch Kollabo-
ration der Menschen unterstützen. Diese Kategorie von Anwendungen werden gemeinhin als
c^}]o^}(ÁÌ]ZvXhvv]îXìwird ]]}vÀ}vc^}]o^}(Á in ein
geschäftliches Umfeld verstanden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie erstrebenswert es für ein Unternehmen ist den
t
vo Z]v ̵u cv] îXì^ ̵ À}ooÌ]ZvX ] Á] v} µ( ] ^ZÁ]]Pl]vU o
auch auf die dauerhaften Vorteile eingegangen. Um den praktischen Nutzen dieser Arbeit zu vali-
]vUÁv]v]P]]oµhvvZuvPvvvU]lµooc^}]o^}(Á^]vt-
zen und damit sich und ihre Produkte/Dienstleistungen verbessern. Es wurden bewusst Unter-
nehmen gewählt, die in ganz unterschiedlichen Branchen tätig sind, um den universellen Charak-
]v cv] îXì^ <µoµ ZµÌµoovX Zur einfacheren Beurteilung der Problematik
wurde eine gründliche SWOT-Analyse durchgeführt, die schnell einen Überblick über die Thema-
tik ermöglicht.
Da sich dieser Prozess häufig auch auf die Organisationsstrukturen von Unternehmen auswirkt,
ist er schwer oder gar nicht reversibel. Aus diesem Grunde ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit
eine kritische Reflexion º dZu cv] îXì^ µv sµZ ]v W}Pv} º
zukünftige Entwicklungen abzugeben.
Inhaltsverzeichnis
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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1 Social Software
4
1.1 Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0
4
1.2 Gängige Ausprägungen des Web 2.0
5
1.2.1 Blogs
5
1.2.2 Social Bookmarking
5
1.2.3 Internetforen
5
1.2.4 Wikis
5
1.2.5 Social Networks
5
1.2.6 Podcasts
6
1.3 Evolution oder Revolution
6
1.4 Was ist Social Software?
6
1.5 Gefahren von Social Software
7
2 Der Weg zum Enterprise 2.0
8
2.1 Entstehung und Bedeutung
8
2.2 Vorraussetzungen
8
2.3 Kosten
9
2.4 Prozessualer Nutzen
9
2.4.1 Offene Schnittstellen in vor- und nachgelagerten Prozessen
9
2.4.2 Fallbeispiel 7-Principles
10
2.4.3 Open Innovation
11
2.4.3.1 Fallbeispiel Nubert
11
2.4.3.2 Fallbeispiel Kite Surfing Community
11
2.4.3.3 Fallbeispiel Lego
12
2.4.4 Höhere Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber
12
2.4.5 Beispiele für Social Software im Business-Alltag
12
2.5 Auswirkungen auf die Organisationsstruktur
13
2.5.1 Selbstorganisation
13
2.5.2 Flache Hierachien
14
2.6 Eine SWOT Analyse für Social Software im Unternehmenseinsatz
15
3 Beurteilung
17
3.1 Fazit
17
3.2 Ausblick
19
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1
Social Software
1.1
Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0
cWeb 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space, and I think Web 2.0
is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means. If Web 2.0 for you is blogs and
wikis, then that is people to people. But that was what the Web was supposed to be all along^
[3]. So lautete die Antwort von Sir Timothy Berners-Lee, dem Vater des Internets, auf die Frage,
Á(º]Zv tîXì µXP]((vuuo}µPZÇÀ}vcK[Z]ooÇD]^
µv]P>]vÀ}vcD]>]À^U] îììðµ(^µZvZ]vuvn Namen für eine
Konferenz waren, in der es um den Umgang der Menschen mit dem Medium Internet gehen soll-
XW}µoÁµP]((ctîXì^µZd]uK[Z]ooÇUu]]vuµZctZ]t
îXì^ÀµZvP](((̵uZvX/utvo]ZvÀZKZZ]ooǵvt îXì
den Wandel des Internets hin zu einer Plattform und der Notwendigkeit sich diese Plattform
nutzbar zu machen.
1
µ<}vl]]µvPvvvK[Z]ooÇ]vDluoU](º]Zv ct
îXì^µuZvXµvÁ]Z]PvÌählen
2
:
S cdZtWo(}u^WcDas Web stellt die zentrale Informations- und Kommunikations-
plattform dar, die das Erstellen von Anwendungen und Inhalten erlaubt, welche mittels of-
(v^vYo]]Pµv]vv]vP]- und miteinander vernetzbar sind.^
3
S c,v]vP}oo]À/voo]Pv^W]vl}ool]À/voo]PvÌZ]u&}lµvÁn-
µvPvX]Á]µZoct]}u}(}Á^Ì]ZvX
S c^}(Á}ÀZ>Ào}(^]vPoÀ]^WovPÁvv]ZvµWvPe-
hen, sondern auch eine neue mobile Generation von Geräten, wie z.B. Handys.
S cZ]ZhÆ]v^W]vµÌ}(oZvÁ]vvPo]Zv<}u(}Á]PvPi-
ge Desktop Applikationen auf.
Diese Merkmale sind eher eine notwendige als eine hinreichende BedingungUµuctîXì^
zu beschreiben. Ohne den Wandel des Menschen als Informationskonsument hin zum Informati-
onsproduzenten
4
UZvo]Z]vµµucµu(^tl̵PX Dieser Prozess soll haupt-
sächlich durch Interaktion und Kooperation der Menschen, also kollaborativ, geschehen.
1
Vgl. [4] Web 2.0 Compact Definition: Try Again
2
Vgl. [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 t S. 129
3
[5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 t S. 129
4
Vgl. [6] Web 2.0: Is it just hype?
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1.2
Gängige Ausprägungen des Web 2.0
1.2.1
Blogs
Bei Weblogs, kurz Blogs, handelt es sich um einfache Content Management Systeme. Sie werden
]vZPoÀ}vvµ]vW}v]vZoo]Zlµo]]Uu}Pvvvvco}PP^Xo}gs erhe-
ben meist den Anspruch eines Tagebuchs oder eines Journals, das sich mit einem spezifischen
Thema auseinandersetzt. Durch die Möglichkeit Beiträge des Bloggers zu kommentieren, entste-
hen öffentlich geführte Diskussionen. Die inhaltliche Qualität dieser Blogs ist stark schwankend,
da sie in aller Regel keiner Kontrolle unterliegt. Das Telemediengesetz
5
beinhaltet unter anderem,
dass Betreiber von Blogs für ihre Inhalte haften und Blogger denselben Status wie Journalisten
erhalten. Dennoch ist es fraglich, ob dadurch Blogs eine vergleichbare Qualität wie z.B. ein Zei-
tungsartikel erhalten. Die Gesamtheit aller Blogs wird als Blogosphäre bezeichnet.
1.2.2
Social Bookmarking
Social-Bookmarking-Systeme dienen der Kategorisierung und Erfassung von Bookmarks (Lesezei-
chen), die in einem Browser abgespeichert wurden. Die Bookmarks werden bewusst veröffent-
licht und das System versucht andere registrierte Benutzer zu finden, die die gleichen oder ähnli-
chen Interessen teilen. Dadurch können dem einzelnen Benutzer potentiell interessante neue
Links vorgeschlagen werden, die sich noch nicht in seinen Bookmarks befinden.
1.2.3
Internetforen
Bei (Internet-)Foren handelt es sich um virtuelle Treffpunkte, in denen sich häufig eine große An-
zahl von Benutzern trifft, um Erfahrungen, Meinungen und Gedanken auszutauschen. Am häu-
figsten werden Foren zu Supportzwecken eingesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Fo-
ren meist in mehrere Unterforen gegliedert. Ein registrierter Benutzer kann in einem Teilbereich
des Forums einen neuen Beitrag (Thread) schreiben, der dann von anderen Benutzern gelesen
und gegebenenfalls beantwortet wird.
1.2.4
Wikis
Wikis dienen zum Aufbau einer Wissensbasis. Der Inhalt eines Wikis kann nicht nur gelesen wer-
den, sondern auch beliebig von seinen Nutzern verändert werden. Das wohl bekannteste Wiki ist
Wikipedia, die schon häufig in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert wurde, da ihre Inhalte oft
fragwürdig waren oder absichtlich gefälscht wurden. In kleinerem Rahmen werden Wikis häufig
von einer Gruppe projektbezogen gepflegt, was zum einem der Protokollierung als auch der
schriftlichen Fixierung von Wissen dient. In solchen Fällen wird nicht anonym auf dem Wiki gear-
beitet, sodass die Inhalte selten einer inhaltlichen Kontrolle unterliegen müssen.
1.2.5
Social Networks
Social Networks sind Plattformen, die es erlauben virtuell Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.
Sie heben sich gegenüber der herkömmlichen E-Mail Kommunikation ab, da sie zum einem ge-
5
Trat am 26.02.2007 ist in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft.
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