Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Begriffserklärung. 2
2.1. Internationalisierung 2
2.2. Internationale Unternehmen. 3
2.3. Internationales Controlling. 4
3. Analyse der Einflussfaktoren 4
3.1. Externe Einflüsse 5
3.1.1. Wechselkursänderungen 6
3.1.2. Unterschiedliche ökonomische Rahmenbedingungen 7
3.1.3. Unterschiedliche Länderrisiken. 7
3.2. Interne Einflüsse. 8
3.2.1. Konzerninterne leistungswirtschaftliche Verflechtungen. 8
3.2.2. Kulturelle Distanz. 10
3.2.3. Komplexität der Strukturen und Rollenverständnis 12
4. Allgemeine Lösungsansätze 13
4.1. Vermeidung von Währungsverzerrungen. 13
4.2. Veränderungen im Rollenverständnis 14
4.3. Verminderung kultureller Distanzen 15
5. Fazit 15
Literaturverzeichnis II
Oliver Müller Störfaktoren des internationalen Controllings
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Gewichtung der Störfaktoren ............................................... 5 Abbildung 2 : Aktuelle Rahmenbedingungen des internationalen
Controllings .......................................................................... 6 Abbildung 3 : Beispiel für Wechselkursschwankungen.............................. 6 Abbildung 4 : Wirtschaftliche Verknüpfungen ............................................ 9 Abbildung 5 : Komplexität des Controllings.............................................. 12 Abbildung 6 : Kurskombinationen ............................................................ 13
I
Oliver Müller Störfaktoren des internationalen Controllings
1. Einleitung
Im Zuge der zunehmenden Globalisierung wird den Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und Innovationsbereitschaft abgefordert, um konkurrenzfähig zu bleiben. Traditionsunternehmen, die bisher in ihren Heimatmärkten eine stabile Marktposition hatten, sehen sich plötzlich mit neuen ebenbürtigen Konkurrenten konfrontiert. Ein aktuelles Beispiel, an welchem dieser Veränderungsprozess sehr gut nachvollziehbar ist, ist die deutsche Versorgungsindustrie. Nach der Liberalisierung 1998 stieg die Dynamik innerhalb der Märkte in kürzester Zeit, sowohl innerhalb Deutsch-lands als auch in ganz Europa. Ausländische Investoren drängten auf die Märkte, um Marktanteile zu gewinnen. Schmidtberger schrieb dazu: „Die Rahmenbedingungen der deutschen Versorgungswirtschaft unterliegen seit einigen Jahren einem dramatischen Veränderungsprozess. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Anforderungen an die Controlling-Systeme.“ 1
Die Unternehmen müssen in der gegenwärtigen Zeit über die Grenzen ihrer bisherigen Stammmärkte hinaus agieren und ihre Unternehmensteile steuern. Diese Steuerungs- und Koordinationsaufgaben nimmt das Controlling wahr, welches sich entsprechend der geänderten Rahmenbedingungen neu aufstellen musste.
Die vorliegende Arbeit behandelt die wesentlichen Faktoren, die das Controlling im Zuge der Internationalisierung behindern können. Speziell wird eine Studie beleuchtet, die bereits 1997 diese Thematik erörtert hat. Es stellt sich die Frage, ob sich heutzutage diese Faktoren als schwerwiegend hervorheben lassen oder sich bereits Lösungen oder aktuellere Problemstellungen ergeben haben.
1 J.B. Schmidtberger (2001) S. 69
1
Oliver Müller Störfaktoren des internationalen Controllings
2. Begriffserklärung
2.1. Internationalisierung
Die Begriffe „Internationalisierung“ und „Globalisierung“ gewinnen im Zuge politischer und wirtschaftlicher Diskussionen immer mehr an Bedeutung. Eine eindeutige Zuordnung des Begriffes „Internationalisierung“ auf bestimmte Prozesse oder Merkmale ist laut einschlägiger Literatur nicht möglich. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten. In weitreichendem Sinne soll „Internationalisierung“ mit nachhaltiger und für die Unternehmen gleichsam bedeutender Auslandstätigkeit gleichgesetzt werden. Im Zuge der Internationalisierung vernetzen sich die unterschiedlichsten Wirtschaftseinheiten. 2 Dies kann als Prozess der Internationalisierung bezeichnet werden. Weitere Prozesse sind vorhanden, sollen in dieser Arbeit aber nicht erläutert werden.
Es bedarf einiger Voraussetzungen, damit dieses Netz von Wirtschaftseinheiten entstehen kann. Damit ein Unternehmen sich mit dem Thema „Erweiterung der Kernmärkte“ befasst, muss dieses vorerst eine Motivation dafür entwickeln. Diese kann vielerlei Ursachen haben. Beispielsweise sind ein bereits gesättigter Stammmarkt oder zu starke Konkurrenz Ursachen dafür, dass nach Alternativen gesucht wird. Das Motiv der Gewinnmaximierung, Sicherheit vor Übernahmen durch größere Konkurrenten oder Marktstreuung, um Krisen zu überstehen, sind weitere Gründe, nach Möglichkeiten zu suchen, das Geschäft auszuweiten. Ein weiterer Faktor, der für eine Internationalisierung gegeben sein muss, ist die Offenheit der Märkte für neue Produkte oder weitere Anbieter. Dies wird zusätzlich durch den Staat gesteuert, der durch Zölle und Steuern, sowie Gesetze zur Unternehmensgründung nachhaltig die Unternehmertätigkeit beeinflussen kann. Eine weitere grundlegende Voraussetzung für Internationalisierung sind die sozialen Motive und Präferenzen der Marktteilnehmer. 3 Der Begriff der Globalisierung ist die weitreichendste Begriffsform von Internationalisierung. Das bedeutet, dass der Umfang bezüglich des Akti- 2 K.Küting / M. Heiden (2002) S. 288 f.
3 U. Krystek, E. Zur (2002) S. 5
2
Oliver Müller Störfaktoren des internationalen Controllings
onsraumes der Unternehmen am größten ist. Es wird nicht nur ein nationales Gebiet oder das eines Staatenverbundes betrachtet, sondern die tatsächliche globale Marktentwicklung sowie die Entfaltung der Unternehmer auf den unterschiedlichen Märkten.
2.2. Internationale Unternehmen
Die Aussage, dass ein Unternehmen, welches in mindestens zwei unterschiedlichen Staaten Geschäftsstellen betreibt, als internationales Unternehmen gilt, trifft nur unzureichend den Kern einer komplexeren Diskussion dieser Begrifflichkeit. Eine Seite vertritt die Ansicht, dass keine eindeutige Begriffsabgrenzung möglich ist. 4 Während auf der anderen Seite, in einschlägiger Literatur, sogar Internationalisierungsgrade in Unternehmungen herausgearbeitet wurden. Abhängig von der angestrebten Intensität können internationale, globale, transnationale und multinationale Erscheinungsformen voneinander abgegrenzt werden. 5 Folglich sieht sich das Management mit steigendem Internationalisierungsgrad vor zunehmend komplexere Aufgaben gestellt. Mit steigendem Internationalisierungsgrad und steigender Komplexität der Aufgabenstellung steigt für das Management der Bedarf an Controllingorganen innerhalb des Unternehmens.
Nach Pausenberger und Roth kennzeichnet internationale Unternehmungen eine Verteilung ihrer Produktionspotenziale auf mehrere Länder, die wiederum meist rechtlich verselbständigt sind. 6 Eilenberger definiert diesen Sachverhalt wie folgt: Charakteristisch für internationale Unternehmen ist „die Existenz von Unternehmenseinheiten in mindestens zwei Ländern und eines (einheitlichen) Entscheidungszentrums […], das eine auf Zusammenhalt des Verbunds gerichtete (=kohärente) Geschäftspolitik sowie die Verfolgung einer einheitlichen Unternehmensstrategie durch die Zentrale erlaubt.“ 7
4 D. Reis (1999) S. 41 f.
5 K. Küting / M. Heiden (2000) o.S.
6 E. Pausenberger / A. Roth (1997) S. 581
7 G. Eilenberger (1987) S. 3
3
Arbeit zitieren:
Oliver Müller, 2009, Störfaktoren des internationalen Controllings, München, GRIN Verlag GmbH
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