Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 3
2 Definitionen 4
2.1 Was ist ein Rausch? 4
2.2 Was ist Risikoverhalten? 5
2.3 Was sind Mutproben? 6
3 Was sind Gründe für Risikoverhalten? 8
4 Wer ist für riskantes Verhalten anfällig? 11
5 Ursachen von Mutproben und riskanten Freizeitbeschäftigungen? 13
6 Fazit- Warum Risiko und Mutproben berauschen ? 16
7 Quellen- und Literaturverzeichnis 17
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1 Einleitung
Mutproben- Wer kennt sie nicht? Damals auf dem Spielplatz, später auf dem Schulhof und dann mit 14 oder 15 Jahren an den Bahngleisen. „Mit 14 oder 15 an den Bahngleisen“?- Nein, diese Mutproben werden wir nicht alle kennen. Im Laufe der Zeit hat sich genauso wie die Gesellschaft auch die Bedeutung von Mut und dessen Beweis verändert. Heutzutage reicht es nicht mehr aus eine dicke Spinne anzufassen, bei dem Deutschlehrer an der Tür zu klingeln und wegzulaufen. Immer mehr Menschen, vor allem junge männliche, suchen den Kick. Nervenkitzel! Das Verbotene und dieses unbeschreibliche Gefühl! Man vergisst alles um sich herum. Der Adrenalinspiegel steigt. Man fühlt sich wie im Rausch. In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, warum Jugendliche risikofreudig sind und Mutproben, wie beispielsweise S-Bahn-Surfen, zur Freizeitgestaltung werden.
Zunächst wird sich den Begriffen „Rausch“, „Risikoverhalten“ und „Mutproben“ definitorisch genährt um ein Grundverständnis zu erhalten. Anschließend soll dann herausgefunden werden warum sich besonders Jugendliche risikofreudig verhalten. Warum Mutproben begangen werden, wird abschließend erörtert. Zur Unterstützung der Ausführungen wurden Daten aus der repräsentativen „NRW-Kids 2001“Studie und dem DFG- Projekt „Mutproben im Jugendalter“ herangezogen.
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2 Definitionen
2.1 Was ist ein Rausch?
Räusche gibt es schon seit Menschen Gedenken. In verschiedenen Kulturen wird dieses Phänomen aber unterschiedlich bezeichnet. In nahezu allen Religionen werden Rauschzustände als Teil von speziellen Zeremonien integriert. Ein Rausch soll Gefühle intensivieren, Sehnsüchte stillen oder beispielsweise helfen eine Einheit mit dem Göttlichen zu werden. Häufig tauchen visuelle Darstellungen, wie z.B. die Web- und Stickmuster der Kuna-Indianer in Panama, die im Rausch gemacht wurden, auf.
Diese veränderten Wach- Bewusstseinszustände können als angenehm und unangenehm wahrgenommen werden sowie auf natürlichem und unnatürlichem Weg hervorgerufen werden. Räusche rufen Veränderung von Denkabläufen und des Zeiterlebens hervor. Berauschte Personen haben teilweise Angst vor Verlust der Selbstkontrolle und erleben „Himmel und Hölle zugleich“ aufgrund zum Teil stark schwankender intensiver Emotionen. Somit kann Glückseligkeit schnell in Panik übergehen. Ein weiteres typisches Phänomen des Rausches ist es, das er die Wahrnehmung beeinträchtigt oder verfälscht. Dies kann bis zu Halluzinationen führen. Einige Menschen versuchen durch Räusche, Zustände der tiefsten Entspannung beziehungsweise herabgesetzter Reizempfindung zu erlangen. Transzendenz sowie Empfindungslosigkeit werden hervorgerufen. Besonders künstlich erzeugte Räusche, beispielsweise durch chemische Drogen, können zu einer erhöhten Unfallgefahr, Bewusstseinsstörungen, Angstzuständen, Zuständen der Apathie und des Schocks, aber auch im schlimmsten Fall zu Komazuständen führen.
Die Bedeutung des Rauschbegriffs hat sich im Alltagsgebrauch vornehmlich auf Drogen- bzw. Alkoholräusche begrenzt. Räusche durch Sport, Sex, Körperübungen oder auch Meditation und Hypnose sind aber dennoch in unserer Gesellschaft aktuell.
Bei Jugendlichen spielt besonders der Nervenkitzel eine große Rolle. Sie wollen sich und ihren Freuden etwas beweisen und begeben sich dafür oft in Gefahr. Im Rausch
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der Geschwindigkeit und des Verbotenen genießen sie die Leichtigkeit des Seins. Dieses versuchen sie durch Risikoverhalten hervorzurufen.
2.2 Was ist Risikoverhalten?
„Risikoverhalten sind all jene Verhaltensweisen […], die ein Schädigungspotenzial gegenüber dem eigenen Leben oder der Umwelt bzw. den Lebensbedingungen besitzen" (Raithel, 2001, S.12).
Risiko wird nicht nur negativ betrachtet, denn dessen Folgen können zum Teil auch als Chance begriffen werden. Genauso falsch ist es Risiko nur physisch zu betrachten, da es auch im gesellschaftlichen Kontext anzutreffen ist. Somit sind Persönlichkeitsentwicklung und soziale Integration Faktoren, die ein Leben riskant (positiv und negativ) gestalten können. Besonders für Jugendliche ist die Entwicklungsphase durch Belastungen, beispielsweise auf intrapsychischer, interpersonaler und sozialstruktureller Ebene gekennzeichnet. Ein Negativbeispiel hierfür wäre ein massiver Lebenseinschnitt (z.B. Tot der Mutter) während der Entwicklung eines Jugendlichen, welcher Isolation vom sozialen Leben (z.B. Schule schwänzen, mit niemandem reden) zur Folge hat.
Risikoverhalt lässt sich nach Raithel in verschiedene Arten unterteilen.
Arbeit zitieren:
Ulrike Koschwitz, 2008, Im Rausch der Gefahr , München, GRIN Verlag GmbH
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