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Besteuerung versus Verbote illegaler Drogen

Title: Besteuerung versus Verbote illegaler Drogen

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Volkswirt Benedikt Hüppe (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der staatliche Kampf gegen illegale Drogen wie Marihuana, Kokain oder Heroin scheint aussichtslos. Durch ein Verbot von Anbau, Herstellung und Handel sowie Besitz und Erwerb illegaler Substanzen (in der Bundesrepublik Deutschland z.B. geregelt in
§29 Betäubungsmittelgesetz) soll der Drogenhandel eingeschränkt, Verbrechen bekämpft und gesundheitliche Schäden durch den Konsum dieser Substanzen vermieden werden.

Die Vereinigten Staaten von Amerika geben jährlich ungefähr 26 Milliarden Dollar dafür aus,Drogenhändler und -konsumenten zu ergreifen und zu bestrafen. In den USA liegt im Jahr 1995 die Rate bei 149 aufgrund von Drogendelikten Inhaftierten auf 100.000 Einwohner und liegt damit deutlich über der Rate für die Gesamtheit der Inhaftierten in westeuropäischen Staaten.

Ein weiteres Indiz für die Wirkungslosigkeit der staatlichen Drogenbekämpfung ist das Beispiel des Marihuanakonsums in Australien. Von 15 Millionen Australiern geben 5,7 Millionen
der über 14-jährigen im Jahr 1999 an, trotz des Verbots dieser Droge, schon einmal in Kontakt mit Marihuana gekommen zu sein. Insbesondere für diese Droge wird eine Legalisierung und ggf. eine Einführung eines im Vergleich zu legalen Gütern erhöhten Steuersatzes diskutiert.

Im Folgenden sollen Verbot und Legalisierung mit einhergehender Besteuerung gegenübergestellt werden. Dabei wird in Kapitel zwei das Maßnahmen-Legitimationsschema als Analyseinstrument für wirtschafts- und finanzpolitische Maßnahmen eingeführt und kurz erläutert. Mittels dieses Schemas wird dann in Kapitel drei versucht das erklärte Ziel der zu ergreifenden Maßnahmen zu definieren und abzugrenzen.

Weiter dem Schema folgend werden im vierten Teil der Arbeit die Instrumente Verbot und Besteuerung und deren Wirkungsweise an Hand einfacher mikroökonomischer Überlegungen vorgestellt und hinsichtlich ihrer Effektivität bewertet.

Nachdem festgestellt wurde, ob die Instrumente geeignet sind das definierte Ziel zu erreichen, wird die Effizienz der beiden Maßnahmen untersucht. Hierfür werden im fünften Teil die entstehenden Kosten bei Durchführung der Maßnahmen gegenübergestellt und abgewogen, welche Maßnahme die kostengünstigste darstellt.

Im sechsten Teil soll schließlich die Verhältnismäßigkeit
des kostengünstigsten Instruments als kurze Kosten-Nutzen-Gegenüberstellung herausgestellt und ein bewertendendes Fazit gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Maßnahmen-Legitimationsschema als Analyseinstrument

3. Die wirtschaftspolitische Zielsetzung

4. Effektivität der Instrumente Verbot und Besteuerung

4.1 Verbot

4.2 Besteuerung

5. Effizienz der Instrumente Verbot und Besteuerung

5.1 Verbot

5.2 Besteuerung

6. Beurteilung der Verhältnismäßigkeit und Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht ökonomisch, ob eine Besteuerung illegaler Drogen im Vergleich zu einem strikten Verbot ein effizienteres und wohlfahrtssteigerndes Instrument zur Reduktion des Drogenkonsums darstellt.

  • Analyse des Drogenmarktes mittels eines Maßnahmen-Legitimationsschemas
  • Vergleich der Effektivität von Verbot und Besteuerung
  • Untersuchung der direkten Kosten und externen Nebenwirkungen
  • Bewertung der ökonomischen Verhältnismäßigkeit beider Ansätze
  • Diskussion von Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

4.1 Verbot

Angenommen sei im folgenden Modell eines Drogenmarktes bei vollständiger Konkurrenz eine Drogennachfrage, die abhängig von dem effektiven Preis der Droge ist (Pe). Dieser Preis beinhaltet den eigentlichen Transaktionspreis zuzüglich der Kosten, welche den Nutzern aufgrund der Gefahr durch die Strafverfolgung entstehen. Des Weiteren liegt eine fallende Nachfragefunktion D(Pe) vor. Die Anbieter produzieren mit konstanten Stückkosten C(x). X repräsentiert hierbei eine Variable für die Ausgaben des Staates um Drogenanbieter und -schmuggler zu verfolgen. Somit sind die Kosten abhängig von der Höhe dieser Ausgaben.

Durch die Aktivitäten des Staates entstehen den Anbietern zum einen Kosten durch Gefängnis- und Geldstrafen, darüber hinaus verursachen sämtliche Anstrengungen zur Vermeidung der Aufdeckung des illegalen Handels Kosten und schließlich steigen die Kosten für den Anbieter dadurch, dass bei Vertragsverhandlungen und Streitigkeiten zwischen Produzenten, Händlern und Konsumenten weder die Gesetzgebung noch Gerichte hinzugezogen werden können. Der Transaktionspreis wird also in diesem wettbewerblichen Markt den Stückkosten entsprechen. Falls der Staat keine Anstrengungen unternimmt Drogenschmuggler und -anbieter zu bestrafen und somit kein effektives Verbot vorherrscht (x = 0), kommt es zu einem freien Marktgleichgewicht, in Abbildung 1 als Punkt A dargestellt. Der effektive Preis liegt bei C(0) und es ergibt sich eine Menge in Höhe von Q1.

Bei einem Verbot und Strafverfolgung des Drogenhandels wäre x > 0. Dies führt zu einem höheren Preis und somit einer Reduktion der verkauften Menge. Es entsteht ein neues Gleichgewicht in Punkt B. ΔC gibt in diesem Fall den prozentualen Kostenanstieg an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problematik der Drogenkriminalität und die Zielsetzung der Arbeit vor, die verschiedenen ordnungspolitischen Ansätze zur Drogenbekämpfung zu vergleichen.

2. Das Maßnahmen-Legitimationsschema als Analyseinstrument: Führt das theoretische Grundgerüst zur Prüfung der ökonomischen und vertragstheoretischen Legitimation staatlicher Eingriffe ein.

3. Die wirtschaftspolitische Zielsetzung: Begründet die staatliche Intervention durch das Vorliegen demeritorischer Güter und negativer externer Effekte, die den Konsum minimieren sollen.

4. Effektivität der Instrumente Verbot und Besteuerung: Untersucht mikroökonomisch, wie beide Instrumente durch Preissteigerungen eine Reduktion der Drogennachfrage erreichen können.

5. Effizienz der Instrumente Verbot und Besteuerung: Analysiert die direkten Kosten und Nebenwirkungen des Verbots (z.B. Kriminalität, Korruption) gegenüber den administrativen Kosten der Besteuerung.

6. Beurteilung der Verhältnismäßigkeit und Fazit: Führt einen Kosten-Nutzen-Vergleich durch und kommt zu dem Schluss, dass eine Besteuerung wohlfahrtsökonomisch zu präferieren ist.

7. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.

Schlüsselwörter

Drogenpolitik, Verbot, Besteuerung, Legalisierung, Effizienz, Kosten-Nutzen-Analyse, Preiselastizität, Maßnahmen-Legitimationsschema, negative externe Effekte, Drogenmarkt, Kriminalität, Konsumentensouveränität, Sin Tax, Wohlfahrtsgewinn, Schwarzmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ökonomische Alternativen zur staatlichen Drogenbekämpfung, speziell den Vergleich zwischen einem restriktiven Verbot und einer Legalisierung durch Besteuerung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die mikroökonomische Modellierung von Drogenmärkten, die Effektivitätsbewertung staatlicher Instrumente und die fiskalische Beurteilung von Kosten und Einnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob eine Besteuerung im Vergleich zu einem Verbot ein effizienteres und gesellschaftlich wohlfahrtssteigerndes Instrument zur Drogenkonsumreduktion darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt das "Maßnahmen-Legitimationsschema" zur systematischen Prüfung sowie einfache mikroökonomische Modelle zur Darstellung von Preis- und Mengenänderungen auf Drogenmärkten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Es werden die Funktionsweisen von Verbot und Besteuerung erläutert, die direkten Kosten und Nebenwirkungen (wie Kriminalität) quantifiziert und deren Effizienz gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Typische Begriffe sind Drogenpolitik, Effizienz, Preiselastizität, Wohlfahrtsgewinn, externe Effekte und Sin Tax.

Warum wird das Verbot von Drogen als ineffizient eingestuft?

Das Verbot verursacht hohe Kosten durch Strafverfolgung und Inhaftierung, fördert gleichzeitig Schwarzmärkte, Korruption und Kriminalität, bei oft unzureichender Reduktion des Konsums.

Welche Rolle spielt die Preiselastizität der Nachfrage in der Untersuchung?

Die Preiselastizität bestimmt das Ausmaß der Konsumreduktion bei Preisänderungen; bei der hier angenommenen unelastischen Nachfrage ist der steuerliche Aspekt besonders ertragreich für den Staat.

Welche Herausforderungen sieht der Autor bei einer Legalisierung?

Der Autor nennt die praktische Umsetzung, die Akzeptanz in der Bevölkerung und bestehende informelle Institutionen als problematische Hürden, die einen plötzlichen Wechsel erschweren.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors?

Der Autor schlussfolgert, dass die Besteuerung von Drogen als "second-best-Lösung" durch die Steuereinnahmen und die Reduktion negativer Nebenwirkungen insgesamt ein höheres Wohlfahrtsniveau ermöglicht.

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Details

Title
Besteuerung versus Verbote illegaler Drogen
College
University of Münster  (Institut für Finanzwissenschaft)
Course
Seminar für Wirtschafts- und Finanzpolitik
Grade
2,0
Author
Diplom-Volkswirt Benedikt Hüppe (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V125833
ISBN (eBook)
9783640313570
ISBN (Book)
9783640317332
Language
German
Tags
Besteuerung Verbote Drogen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Volkswirt Benedikt Hüppe (Author), 2007, Besteuerung versus Verbote illegaler Drogen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125833
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