Inhaltsverzeichnis Seite
2
1. Einleitung
2. Natürliche Landschaftszonen Europas 2
2.1 Tundra 6
2.2 Borealer Nadelwald - Taiga 7
2.3 Mischwaldzone 8
2.4 Laubwaldzone 9
2.5 Kontinentale Steppen und trockenes Grasland 11
2.6 Hartlaubgewächse 12
2.7 Hochgebirgslandschaften 14
2.8 Küstenlandschaft 15
3. Anthropogene Nutzungspotentiale 16
Quellenverzeichnis 21
1
1. Einleitung
Weite Ebenen, schroffe Berge, tiefe Täler, eisiger Boden, riesige Wälder, offene Wiesen, steile Küsten, flache Inseln und unzählige Tiere und Pflanzen - so stellt man sich die Landschaft Europas in kurzen knappen Stichpunkten vor. Eine Vielfalt an Vegetation, Tieren, Böden, morphologischen und klimatischen Unterschieden. Doch ist das wirklich „Landschaft“, oder nicht viel eher der Gedanke einer ursprünglichen Natur, bevor der Mensch alles an sich riss und veränderte? Was ist dann aber eine Landschaft?
„Teil der Erdoberfläche, der durch Faktoren wie Relief, Boden, Klima, Wasserhaushalt, Vegetation, Tierwelt und menschlichen Einfluss in einheitlicher und charakteristischer Weise geprägt ist. Man unterscheidet eine Naturlandschaft, die durch natürliche Faktoren bestimmt wird, und eine naturnahe L., die nur wenig vom Menschen modifiziert ist, von einer durch den Menschen in unterschiedlichem Maße umgestalteten - Kulturlandschaft, die sich aus der Agrarlandschaft, der Siedlungslandschaft und der Industrielandschaft zusammensetzt“ (Schaefer, M. 2003. Wörterbuch der Ökologie. S.180).
Würden wir also dieser Definition folgen, so ist ganz Europa letztlich eine Kulturlandschaft geworden, seit dem der Mensch seine Finger im Spiel der Natur hat. Wir müssten also ganz Europa, bis auf wenige Ausnahmen im äußersten Norden des Kontinents, in Agrarlandschaft, Siedlungslandschaft und Industrielandschaft einteilen und nach der ursprünglichen Naturlandschaft nur in kleinen Flächen der Naturschutzgebiete suchen. Mit dem Thema „Landschaftszonen Europas und deren Nutzungsmöglichkeiten“ soll genau dieses Problem des menschlichen Eingriffs deutlich werden. Zunächst werden die natürlichen, ursprünglichen Landschaften Europas vorgestellt, wie sie vor dem Eingriff des Menschen vorzufinden waren. Anschließend wird das heutige Landschaftsbild Europas näher beleuchtet.
2. Natürliche Landschaftszonen Europas
In diesem Kapitel soll es um die natürlichen Landschaften Europas, vor dem Eingriff des Menschen gehen. Es wird deutlich wie sich die Natur in Europa in bestimmte Zonen einteilen lässt, die durch Faktoren wie Relief, Boden, aber besonders Klima und Vegetation geprägt sind. Natürlich gab es vor ein paar hunderttausend Jahren bereits affenartige und doch menschenähnliche Wesen, die so genannten „Hominiden“, die allerdings in Einklang mit der
2
Natur lebten und sie nicht nachhaltig veränderten. In vielen tausenden Jahren schritt die Evolution voran, bis zum Beispiel der „Neandertaler“, der zu Beginn der letzten Eiszeit lebte, dem Menschen immer ähnlicher wurde und sich schließlich der „Homo sapiens“ bereits während der letzten Eiszeit entwickelte. Dieser „nackte Affe“ ist nun zu dem intelligentesten und anpassungsfähigsten Tier der Erde geworden und konnte sich damit relativ unabhängig von klimatischen Bedingungen, Flora und Fauna auf der ganzen Welt ausbreiten. Wiederum tausende Jahre später, in denen der Mensch lediglich als Sammler und Jäger, mit Hilfe entwickelter Werkzeuge und Waffen sein Dasein fristete und sich schier endlose Wälder über den ganzen Kontinent erstreckten, begann der Mensch sesshaft zu werden. Diese Wandlung von Jägern zu Ackerbauern vollzog sich im Nahen Osten, in den Gebirgen des Vorderen Orients. Von hier breitete sich seit etwa 6500 v. Chr. die neolithische Kultur bis nach ganz Europa aus und war bis etwa 3000 v. Chr. bis nach Skandinavien vorgedrungen. Diese Entwicklung des Menschen zum Viehzüchter und Ackerbauern veränderte die Naturlandschaft Europas nachhaltig zur Kulturlandschaft, der sich die Natur bis heute nicht entledigen konnte (Küster.1996. S. 49 ff). Zu dieser europäischen Kulturlandschaft gibt es im 3. Kapitel nähere Ausführungen und soll diesem Abschnitt als magische Grenze der Beschreibung dienen.
Abb. 1: Klimazonen Europas. © http://www.cornelsen.de/sixcms/media.php/386/Themenseiten2.pdf
Stand: 23.09.08
3
Diese Abbildung zeigt die unterschiedlichen Klimazonen Europas in ihrer Ausdehnung und Bezeichnung. Das Klima ist natürlich ein bestimmender Faktor für die Einteilung der Zonen, weil es sowohl den Boden, die Vegetation und sogar die Morphologie beeinflusst. Zu den einzelnen Elementen des Klimas, also z.B. zu Temperaturen und Niederschlägen wird bei den einzelnen Landschaften eingegangen. An dieser Stelle soll nur deutlich werden, dass man allein an dieser Karte Europa schon in gewisse Zonen einteilen könnte, wobei die hier dargestellten harten Grenzen natürlicherweise weite Übergänge aufweisen und nicht so scharf gezogen werden können.
Auch die folgende Bodenkarte Europas lässt den Schluss auf bestimmte Zonen zu und zeigt die Verbreitung der Bodenarten. Wie man leicht vermuten kann ist auch der Faktor Boden entscheidend für bestimmte natürliche Pflanzenarten. Zum Beispiel findet man Kiefern besonders auf sandigen Böden, während auf den Braunerden die Buche gut gedeiht.
Abb. 2: Bodentypen in Europa. Westermann . 2002. Diercke Weltatlas. S.118.
Nimmt man jetzt die Vegetation, die abhängig von Klima und Boden gewisse Zonen ausbildet, so kann man Europa, wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist, in bestimmte Regionen einteilen, wie sie ursprünglich ganz Europa prägten.
4
Abb. 3: Landschaftszonen Europas. © http://www.rawitzer.de/ek/ek6/download/landschaftszonen.pdf
Stand: 22.09.08
In dieser Abbildung ist noch im äußersten Norden Europas die Tundra abgebildet (weiß) und zusätzlich werden noch die Küsten als eigenständige Landschaftszone beschrieben. Diese Arbeit soll also einen kurzen Überblick über die natürlichen Landschaftszonen Europas bieten, die unterschiedlichen Merkmale herausstellen und bestimmte Nutzungen durch den Menschen erläutern.
5
Arbeit zitieren:
Michael Wenzel, 2009, Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Erdöl - Entstehung-Gewinnung-Nutzung
Geowissenschaften / Geographie - Geographie als Schulfach
Facharbeit (Schule), 23 Seiten
Küstenformen mit Beispielen in Deutschland
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
Seminararbeit, 11 Seiten
Zur Technik des Brust- und des Schmetterlingsschwimmens
Sport - Sportarten: Theorie und Praxis
Hausarbeit (Hauptseminar), 15 Seiten
Unterrichtsentwurf im Fach Sport (Basketball, 10. Klasse)
3-2- Schnellangriff mit „Outle...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Unterrichtsentwurf, 10 Seiten
Die Landschaftszonen der Erde - eine Übersicht
Geowissenschaften / Geographie - Geographie als Schulfach
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Entwicklung und Debatte der Koedukation im Schulsport
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Michael Wenzel's Text Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michael Wenzel hat den Text Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten veröffentlicht
Michael Wenzel hat einen neuen Text hochgeladen
Metamagical Themas: Questing for the Essence of Mind and Pattern
Douglas R. Hofstadter, Hofstadter
MISCELLANEA - I LIBER DE CAUSI
A Pattin
0 Kommentare