Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Entstehungsgeschichte des Werkes 4
3 Das Dinggedicht 5
4 Analyse. 5
4.1 Thematik des Werkes 5
4.2 Die Symbolik des Panthers 6
4.3 Aufbau des Gedichts 6
4.4 Gedichtanalyse 7
4.5 Zeit und Raum 9
5 Interpretation 10
6 Schluss. 14
7 Literaturverzeichnis. 15
2
1 Einleitung
Der Hauptgegenstand dieser Hausarbeit soll der berühmte “Panther” aus dem Pariser Jardin des Plantes darstellen. Dieses absolute Meisterstück der dichterischen Einfühlung ist in den Neuen Gedichten von Rainer Maria Rilke vorzufinden. Rilke löst in den Neuen Gedichten “in einer sehr eigenen Weise das Problem des Verhältnisses zwischen Innen und Außen” 1 und übt damit eine unglaubliche Faszination aus.
Das Werk passt in den zeitlichen Rahmen der Wiener Moderne um 1900 und schließlich ist auch Erich Maria Rilke ein bekannter Autor der Klassischen Moderne. Da das Werk zur Gattung der Dinggedichte zählt, wird diese Form der Dichtung, neben dem Verhältnis Rilkes zu Auguste Rodin hier ein wenig näher erläutert. Weiterhin findet natürlich eine umfangreiche Analyse und Interpretation des lyrischen Werkes statt. Angesichts der Verständnisschwierigkeiten, die R.M.Rilke als moderner Autor liefert, soll hier auch die sprachliche Form und deren Bedeutung, anhand dieses Werkes näher untersucht werden.
1 Wolfgang Müller: Rainer Maria Rilkes “Neue Gedichte”. Vielfältigkeit eines Gedichttypus.
Meisenheim am Glan: Hain 1971. S. 13.
3
2 Entstehungsgeschichte des Werkes
Es besteht die Annahme das “Der Panther” am 5./6. 11.1902 in Paris entstand. Er zählt zum Gedichtzyklus der Neuen Gedichte, welche von 1903 bis 1907 in Paris und Meudon verfasst wurden und stellt dort das früheste Werk der 37 Gedichte dar. Mitte Dezember 1907 ließ R.M.R. im Insel-Verlag den Lyrikband erscheinen, doch der Titel des Buches rührt nicht von Rilke selbst, sondern von seinem Verleger Anton Kippenberg. Laut Briefäußerungen hat Rilke die Zusammenstellung seiner Gedichte selbst vorgenommen, somit stellt dieser Lyrikband ein Werk mit innerer Ordnung dar. “Zwar war diese Lyrik ursprünglich als eine Reihe einzelner und völlig selbstständiger Gedichte entstanden, doch hat sich durch die vom Dichter unternommene Zusammenstellung ein zusammenhängendes Gefüge gebildet, das dem Band einen in sich geschlossenen Charakter verleiht.” 2
1902/03 hielt sich Rilke in Paris auf, um eine Monographie über Auguste Rodin zu verfassen, später fungierte er auch als sein Sekretär. Er wurde zu einem großen Bewunderer Rodins und seiner Arbeit, dieser nahm eine lehrende Vorbildfunktion für ihn ein. Der Kontakt zu ihm bewirkte, dass “Rilke eine entscheidende Distanz zu sich selbst gewann und sein Schaffen in völlig neuem Licht sah. [...] Des öfteren betonte Rilke, Rodin habe ihn ‘sehen’, das heißt auf andere, objektivere Weise wahrnehmen gelehrt.” 3
“Der Panther” zählt neben dem “Abendmahl” sogar zu Rilkes Lieblingsgedichten 4 , er stellt das Ergebnis einer strengen und guten Schulung dar. Es sei keineswegs eine spontane Schöpfung gewesen, wie sie ihm bisher eigen war, sondern “Arbeit”, gleich der eines Malers oder Bildhauers, “unerbittlich begreifend und nachbildend.” 5
“Kurz nachdem Rodin den jungen Rilke kenngelernt hatte, gab er ihm den Rat, in den Pariser Zoo zu gehen, um erst einmal richtig sehen zu lernen.” Folglich verbrachte der tierliebe Dichter in den nächsten Jahren viel Zeit im Jardin des Plantes. “Eines der ersten Resultate dieses Anschauungsunterrichts ist ein Gedicht, das im September 1903 in der Prager kulturellen Monatsschrift Deutsche Arbeit gedruckt wird: Der Panther.” 6
2 Brigitte L. Bradley: R. M. Rilkes Neue Gedichte. Ihr zyklisches Gefüge. Bern und München:
Francke 1967. S. 5.
3 Ebd., S.7-8.
4 Ralph Freedman: Rainer Maria Rilke. Der junge Dichter 1875 bis 1906. Frankfurt am Main und Leipzig:
Insel 2001. S. 329.
5 Horst Nalewski: Rainer Maria Rilke. Werke. Leipzig: Insel 1978. S. 31.
6 Wolfgang Leppmann: Rilke. Sein Leben, seine Welt, sein Werk. 2. Auflage. Bern und München:
Scherz 1993. S. 257.
4
Ein weiterer Entstehungsgrund dieses Werkes, war eine kleine antike Tigerfigur, von der Rodin einen Gipsabdruck besaß, an ihr fand Rilke den “Ausdruck des schleichenden Schreitens bis zum Höchsten gesteigert, das gewaltige Niederschlagen der breiten Tatzen und zugleich diese Vorsicht, in die alle Kraft eingehüllt ist.” 7
Dieses Werk zählt zu Rilkes mittlerer Schaffensperiode und “während alle übrigen Gedichte der Jahre 1902 und 1903 stilistisch noch der Phase vor dem Rodin-Erlebnis zuzuordnen sind, kann der Panther als Rilkes erster Versuch gelten, mit den Mitteln des Dichters ein ‘Ding’ zu ‘machen’.” 8
3 Das Dinggedicht
Rilke wurde von Auguste Rodin und seiner Kunst angeregt Dinggedichte zu schreiben, dies wären beispielsweise neben dem “Panther” - “Das Karusell”, “Der Ball”oder “Die Gazelle”. Rilkes Neue Gedichte, “bedeuten den Versuch uneingeschränkter voller Dingdichtung.” 9 Das Dinggedicht ist ein Gedichttyp, welcher seit Mitte des 19 Jahrhunderts bis in’s 20 Jahrhundert sehr ausgeprägt ist. Im Zentrum eines Dinggedichts steht ein Ding, ein Gegenstand, ein Objekt oder auch ein Lebewesen, sowie seine Wahrnehmung, Erfahrung, Deutung und Wertung, doch das beschriebene Subjekt wird distanziert oder objektiviert erfasst. Solche “Dinge” sind meist Gebrauchsgegenstände des Alltags oder Kunstwerke. “Insofern ist das Dinggedicht als Kunstwerk selbst ein Ding, das in einem komplexen Bezugsverhältnis zu dem Ding steht, das es darstellt.” 10 Es wird dabei vor allem das Innere und das Wesen des Gegenstandes zum Ausdruck gebracht, dass Ich des Gedichts tritt hierbei in den Hintergrund, während gleichzeitig versucht wird eine Sache symbolisch auszudeuten.
4 Analyse
4.1 Thematik des Werkes
“Der Panther” wird häufig als eine symbolische Darstellung menschlicher Existenz gelesen. Stellt er nun den Gefangenen oder das symbolhafte vitale Leben dar? Rilke führt hier nicht bloß eine Beschreibung des Tieres durch, sondern er bringt dessen Befindlichkeit als gefangenes Wesen zum Ausdruck. In diesem Werk manifestiert sich eine besondere Dimension des Sehens und das Motiv der Isolation. Das vorliegende Gedicht verschönt nicht
7 Manfred Engel, Ulrich Fülleborn: Rainer Maria Rilke. GEDICHTE 1895 bis 1910. Band 1. Frankfurt am
Main und Leipzig: Insel. 1996. S. 933-943.
8 Michael Kahl: Lebensphilosophie und Ästhetik. Zu Rilkes Werk 1902-1910. Freiburg im Breisgau: Rombach
1999. S. 93.
9 Klaus Weimar: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. 3. Auflage. Berlin [u.a.]: de Gruyter 1997.
S. 268.
10 Uwe Spörl: Basislexikon Literaturwissenschaft. 2. Auflage. Paderborn [u.a.]: Schöningh 2006. S. 179.
5
Arbeit zitieren:
Rebecca Tille, 2007, „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke - Eine Interpretation, München, GRIN Verlag GmbH
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Für eine Hausarbeit - besser: für eine Germanistik-Hausarbeit ZU viele Fehler, egal ob auf Kommasetzung, Ausdruck oder Rechschreibung bezogen!
Inhaltlich auch eher mau....ich persönlich finde, dass Geld war es leider nicht wert...sorry
am Tuesday, May 04, 2010-
Johanna Brockelt
"dass" ohne zweites s natürlich :-)
am Tuesday, May 04, 2010-