Inhaltsverzeichnis:
Vorwort 3
1. Die Ludendorff Brücke 5
1.1 Der alliierte Vormarsch auf das deutsche Reich
1.2 Remagen und die Ludendorff Brücke
2. Kampf um die Brücke 8
2.1 Die Amerikaner nehmen die Brücke ein
2.2 Deutsche Gegenangriffe
2.3 Einsturz der Brücke
3. Konsequenzen aus der Eroberung 12
Quellenverzeichnis 14
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Vorwort
Am 7. März 1945 konnten amerikanische Streitkräfte die Brücke von Remagen ohne größere Schwierigkeiten einnehmen und erleichterten somit den Vormarsch der Westalliierten Truppen über den Rhein in das deutsche Reich hinein ungemein. Diese Brücke, benannt nach dem deutschen General des 1. Weltkrieges Erich von Ludendorff, war neben der Eisenbahnbrücke in Wesel die letzte intakte Brücke über den großen Wassergraben der Deutschlands Herz beschützte. Ursprünglich sollte sie dazu dienen, schnelle Truppenverlegungen per Eisenbahn zu ermöglichen. Mehr oder weniger durch Zufall und durch glückliche Fügungen gelang es einem relativ kleinen US-Stoßtrupp unter der Führung des deutschstämmigen Karl H. Timmermann die Ludendorffbrücke zu erobern. Dies ersparte den alliierten Generälen eine Menge Kopfschmerzen; die Überquerung des Rheins war schon Monate im Voraus geplant und vorbereitet wurden. Auf amerikanischer Seite spricht man auch vom „Wunder von Remagen“. Die schnelle Einnahme hat vermutlich tausenden Soldaten das Leben gerettet und zu einem schnelleren Kriegsende geführt. Monate im Voraus geplant und organisiert, rechnete man mit einem schweren, verlustreichen Kampf.
In den deutschen Stäben war man fassungslos über diese Niederlage. Es war in der Vereidigungskonzept nicht vorgesehen, dass der Rheinübergang auf diese Weise gelingen könnte und verpasste dem militärischen Selbstverständnis deutscher Generalität einen schweren Dämpfer. Auch in der amerikanischen Kriegsliteratur wird der deutsche Soldat als Perfektionist beschrieben: The German soldier is a precide individual. He glories in his ability to engineer all things well in war, to build and plan beyond possible intervention by chance, and to look good even in defeat. Remagen dispelled the legend even for those who are readiest to proclaim it. 1 Die Begebenheiten um diese Brücke wurden auch literarisch und filmisch verarbeitet, wie in John Gulliermins Film „Die Brücke von Remagen“ mit Robert Vaughn und George Segal, der sich an den realen geschichtlichen Hintergrund hält, den tatsächlichen Ereignissen jedoch Handlungsfreiraum einräumte.
1 Hechler, Ken: The Bridge at Remagen.
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Im vorliegenden Text werden wir uns damit beschäftigen, wie die westalliierten Truppen den Vormarsch nach Deutschland planten und bewältigten und inwieweit der Rhein eine Schlüsselrolle für das Kriegsende in Europa sein sollte. Ein schnelles Kriegsende schien nur mit einer raschen Überquerung dieses Stromes möglich zu sein.
Der kurze Kampf um die Brücke und ebenso die verzweifelten deutschen Gegenangriffe, bei denen auch so genannte „Wunderwaffen“ eingesetzt wurden, wird behandelt werden. Abschließend eine Betrachtung der Konsequenzen, die sich aus diesem Abschnitt des Zweiten Weltkrieges ergaben.
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1. Die Ludendorff-Brücke
1.1 Der alliierte Vormarsch auf das deutsche Reich
Nach der geglückten Landung der Alliierten in der Normandie und der Befreiung von Paris schien der Optimismus keine Grenzen zu kennen, zumal der weitere Durchmarsch durch Frankreich auf verhältnismäßig schwachen deutschen Widerstand stieß. Doch allmählich zeigten sich die Probleme dieses schnellen Vormarsches. Es kam zu einem Mangel an Treibstoff für das alliierte Kriegsgerät, da alles von Großbritannien aus über See herangeschafft werden musste und brauchbare Häfen nun weit hinter der Front lagen. Tankwagen vom Hafen von Cherbourg brauchten mehrere Tage, um die Panzer zu erreichen und sie zu betanken. Daher und aus anderen Gründen legte der britische Field Marshal Montgomery, Befehlshaber der 21. alliierten Armeegruppe, den Plan auf den Tisch, mit der Masse der Streitkräfte durch Holland vorzudringen und dann durch die norddeutsche Tiefebene direkt auf Berlin vorzustoßen. Dabei würde der Hafen von Antwerpen befreit und zur Nachschubgewinung genützt und das Ruhrgebiet erobert werden, welches den Schwerpunkt der deutschen Rüstungsindustrie darstellte. General Omar Bradley, Befehlshaber der 12. Armeegruppe, sprach sich beim alliierten Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower hingegen dafür aus, das Saargebiet anzugreifen, um den Deutschen ein wertvolles Kohlegebiet zu entreißen und in die Mitte des deutschen Reiches vorzustoßen. Eisenhower gab Montgomerys Plan den Vorzug und so sollte der Vormarsch hauptsächlich an der Kanalküste entlang führen, und der Rhein nördlich des Ruhrgebietes überquert werden. Gleichzeitig jedoch sollte sich Bradley mit seinen Truppen von Süden her dem Rhein nähern, von einem Übersetzen über den Strom bzw. von dem Städtchen Remagen und seiner Brücke war allerdings noch nicht die Rede. Um den Vormarsch seiner Truppen zu beschleunigen startete Montgomery im September 1944 die Operation „Market Garden“. Tausende amerikanische, britische und polnische Fallschirmjäger landeten hinter den deutschen Linien in Holland und sollten die strategisch wichtigen Rheinbrücken bei Arnheim und Nimwegen besetzen. Landstreitkräfte sollten zur gleichen Zeit die deutsche Front durchbrechen und dann die abgesetzten Luftlandetruppen entsetzen. Heftige deutsche Gegenangriffe hielten
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Arbeit zitieren:
M.A. Markus Glatzel, 2007, Die Brücke von Remagen, München, GRIN Verlag GmbH
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