Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse. 3
1.1 Angaben zur Schule 3
1.2 Räumlich-materielle Bedingungen 3
1.3 Zusammensetzung der Klasse 4a. 5
2. Sachanalyse 7
2.1 Der Autor Peter Härtling. 7
2.2 Kinderroman „Ben liebt Anna“ 7
2.3 Szenisches Spielen. 8
2.4 Steckbrief 8
3. Didaktische Analyse. 9
3.1 Exemplarische Bedeutung 9
3.2 Gegenwartsbedeutung. 9
3.3 Zukunftsbedeutung 10
3.4 Stellung der Unterrichtsstunde innerhalb der Unterrichtseinheit 11
4. Ziele in den Kompetenzbereichen. 12
5. Methodische Analyse 14
6. Verlaufsplanung 17
7. Literaturverzeichnis. 19
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1. Bedingungsanalyse
1.1 Angaben zur Schule
Die Grundschule „XXX“ (…) hat einen sehr naturverbundenen Standort. Der Stadtteil XXX wurde in den vergangenen Jahren durch die Neubaugebiete XXX und XXX erweitert, in denen überwiegend junge Familien Eigenheime errichteten. Daraus ergab sich in den vergangenen Jahren eine stetig wachsende Schülerzahl, die derzeit bei ca. 250 Schülern liegt. In der Grundschule lernen zurzeit elf Klassen der Klassenstufen 1 bis 4. Unsere Schule besuchen jedoch auch Schüler aus der XXX Innenstadt, XXX, XXX, XXX und aus dem zum Landkreis XXX gehörenden Orten XXX, XXX, XXX, XXX und XXX.
Die überwiegende Mehrheit der Eltern unserer Schüler ist berufstätig, so dass eine ganztägige Betreuung der Kinder an unserem Standort unabdingbar ist. Gemeinsam mit dem Hort des Institutes „Leben und Lernen“ wird die Betreuung der Schüler von 6:00Uhr bis 18:00Uhr in unserem Haus gewährleistet. Seit Beginn des Schuljahres 2003/04 ist die Grundschule „XXX“ eine Volle Halbtagsschule. So steht den Schülern ein umfassendes Angebot zur Verfügung. Neben der Hausaufgabenbetreuung und der Mittagversorgung können die Schüler vielfältige Beschäftigungen für die VH-Zeiten nutzen, wie z.B. Keramik, Schülerzeitung, Fußball und Geschichte (um nur einige Beispiele zu nennen). An der Grundschule „XXX“ arbeiten zurzeit 13 Lehrkräfte, eine Referendarin, eine Schulsekretärin und ein Hausmeister. Regelmäßig absolvieren Lehramtsstudenten der Universität XXX ihr Praktikum an unserer Schule.
1.2 Räumlich-materielle Bedingungen
Die Schüler der Klassen 4a, 4b und 4c haben ihren Klassenraum im Haus 2 des Schulkomplexes. In diesem Gebäude befindet sich neben dem Werk- und Kunstraum auch der PC-Raum auf der oberen Etage (gegenüber vom Klassenraum der 4a). Außerdem nutzt der Hort des Institutes "Leben und Lernen" die Räumlichkeiten. Besonders günstig sind der außerordentlich große Klassenraum und zusätzlich der Hortvorbereitungsraum nebenan. Im vorderen Bereich des Klassenraums ist genügend Platz, um z.B. einen Sitzkreis zu gestalten oder kleine „Theateraufführungen“ durchzuführen. Der
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große Teppich kann je nach Belieben ausgerollt werden. Weiterhin bietet der Klassenraum die Möglichkeit, Gruppentische nach Belieben aufzuzustellen. Auf den Gruppentischen sind die Klassenregeln angebracht „Wir in der Klasse…!“ Sie sind dadurch für jeden Schüler sichtbar und der Lehrer kann kurz darauf verweisen.
An der Tafel befindet sich das Wochensmiley-Blatt. Wenn die Schüler an einem Tisch 1 z.B. besonders fleißig, außerordentlich ruhig oder sich gegenseitig unterstützt haben, dürfen sie sich einen Smiley-Punkt ausmalen. Am Ende der Woche wird dann der Tisch mit den meisten Punkten Wochensieger und darf in die „Schatzkiste“ greifen. Dieses System mit positiver Verstärkung gelingt in dieser Klasse sehr gut.
Weiterhin sind an der Tafel Karten mit folgenden Wortlauten versehen: - grüne Karte: „Ihr seid super leise“ - gelbe Karte 1: „Bitte etwas leiser!“ - gelbe Karte 2: „Achtung: Ihr werdet langsam zu laut!“ - rote Karte: „Ihr seid zu laut. So kann man nicht arbeiten!“ Auch dieses System hat sich in der Klasse bewährt.
Neben der Tafel befinden sich jeweils links und rechts Tische, die unter anderem für Tages-, Wochenplan- und Freiarbeit genutzt werden. In dieser Unterrichtseinheit steht ein Tisch als „Ausstellungstisch“ zur Verfügung. Dort werden von den Schülern angefertigte Speisekarten oder Rezepte aus Polen und Deutschland ausgestellt. Als Schreibanlass dient Kapitel 10 des Kinderromans „Ben liebt Anna“. Auf dem anderen Tisch stehen die Leserollen, die innerhalb der Unterrichtseinheit nach und nach angefertigt werden. Außerdem werden im Klassenraum und auch im Hausflur sowohl Plakate als auch andere kreative Texte aus der Unterrichtseinheit präsentiert.
1 durchnummeriert von eins bis sechs siehe Sitzplan
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1.3 Zusammensetzung der Klasse 4a
In der Klasse 4a der Grundschule „XXX“ lernen 14 Jungen und 12 Mädchen. Besonders auffällig war bereits bei meiner ersten Hospitation die hohe Motivation und Anstrengungsbereitschaft der Schüler. Betrachtet man die Klasse als Ganzes, so kann man von einem guten bis sehr gutem Mittelfeld sprechen. Nach mehreren Unterrichtsstunden und Gesprächen mit der Klassenlehrerin (unterrichtet seit der 1.Klasse sowohl Mathematik als auch Deutsch) konnte ich Besonderheiten einzelner Schüler erfahren.
Zur Leistungsspitze im Deutschunterricht zählen Daniela, Nadine, Tim, Philipp, Lena, Arne und Thore.
Thore ist sehr leistungsstark im schriftlichen Bereich, kann sich aber in der mündlichen Mitarbeit noch steigern.
Daniela ist sehr talentiert in Kunst und Gestaltung sowie im Geschichten schreiben. Sie muss lediglich aufpassen, dass die Gedanken geordnet bleiben. Nadine ist sehr gut im sprachlichen Bereich und hat sehr viele Ideen. Zuhause schreibt sie sogar ihr eigenes Buch.
Tim hat ebenso viele tolle Ideen, die er auch sehr gut präsentieren kann. Er hat ein sehr gutes Sprachvermögen.
Arne kann im Fach Deutsch sehr gute Leistungen erzielen. Dagegen werden diese oft durch sein auffälliges Verhalten negativ beeinträchtigt. Im Gespräch mit meiner Mentorin erfuhr ich, dass bei mehreren seiner Familienmitglieder ADHS diagnostiziert wurde und seine Mutter das Syndrom auch bei ihm befürchtet, was bis jetzt jedoch nicht bewiesen werden konnte.
Ebenso verhaltensauffällig ist Ulli. Er ist deutlich kleiner als die anderen und weist außerordentliche Bewegungsfreude auf. Er wurde sehr früh (mit 5 Jahren) eingeschult und hat demnach zu den meisten Schülern einen Altersabstand von fast zwei Jahren. Dennoch ist er gut in die Klasse integriert und kann durchaus sehr gute Leistungen bringen. Bei sinkender Konzentration schleichen sich jedoch Flüchtigkeitsfehler ein.
Gute Leistungen erzielen Julian, Jan-Philipp, Fiete, Hannes, Adrian, Ben, Patrick, Marie, Anika, Maria, Antonia, Annalena, Linda und Victoria.
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Linda kann sich sprachlich gut ausdrücken, ist im schriftlichen Bereich aber noch nicht gründlich genug.
Julian konnte im sprachlichen Bereich im dritten Schuljahr eine deutliche Steigerung erreichen und ist bemüht, diese zu erhalten. Zu den leistungsschwächeren Schülern zählen Melina, Romy, Max, Ben und Simon.
Melina (Zwillingsschwester von Maria) hat teilweise Schwierigkeiten in Mathematik und im Deutschunterricht. Des Öfteren wurde ein LRS-Test durchgeführt und jedes Mal wurde die Vermutung nicht bestätigt. Sie ist aber sehr bemüht, sich zu verbessern.
Bei Romy (ebenso bei Jan-Philipp) sollte die Sitzordnung eingehalten werden, da sie Linkshänderin ist und genügend Platz zum Schreiben benötigt. Romy kann einfache Aufgaben gut lösen, hat aber bei komplexen Aufgaben Schwierigkeiten. Sie zeigt jedoch eine große Lernbereitschaft und übt zuhause fleißig. Max ist sehr freundlich, hilfsbereit und fast immer gut gelaunt (gilt als „Sonnenschein“ der Klasse). Er braucht viel Zuwendung, besonders von Bezugspersonen wie z.B. der Klassenlehrerin. Leider erledigt er häufig nur das Nötigste. Er braucht viele Impulse im Unterricht zum Arbeiten. Dennoch versucht er, sich im mündlichen Sprachbereich sowie beim Freien Schreiben und auch beim Angeleiteten Schreiben zu verbessern.
Simon kann sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich durchaus gute Leistungen erzielen. Er ist jedoch sehr verträumt und benötigt oft Hilfe zum zügigen und konzentrierten Arbeiten.
Die Schüler der Klasse 4a sind es gewohnt, bei Einzelarbeit leise zu arbeiten. Bei Partnerarbeiten sind sie durch ihr hohes Engagement etwas lauter. Dies trifft auch für die Gruppenarbeit zu.
Als besonders positiv sind die Selbst- und Fremdeinschätzungen der Schüler zu nennen. Sie können Leistungen qualitativ nach vorgegebenen Kriterien beurteilen. Die Schüler sind damit vertraut, in offenen Unterrichtsformen zu arbeiten. Stationsarbeit, Lerntheke, Werkstattarbeit, Tages- und Wochenpläne in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit werden regelmäßig durchgeführt.
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Arbeit zitieren:
Kristina Jansen, 2008, Unterrichtsstunde: Erarbeitung eines Steckbriefes aus dem Kinderroman "Ben liebt Anna" von Peter Härtling, München, GRIN Verlag GmbH
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