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Inhaltsverzeichnis Seite
AbbildungsvInharzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1 Psychische Krankheiten und Burnout auf dem Vormarsch 6
2 Der Burnout-Begriff 7
2.1 Burnout - schwer zu fassen 8
2.2 Verbale (qualitative) Definitionsansätze für Burnout 8
2.2.1 Burnout als Zustand 9
2.2.2 Burnout als Prozess 9
2.2.3 Synopse 10
2.3 Quantitative Definitionsansätze 10
2.3.1 Maslach-Burnout-Inventory und Tedium-Measure 10
2.3.2 Fragebogen und Selbsttests 11
3 Symptomatologie des Burnout-Syndroms 11
4 Wo liegen die Ursachen für Burnout? - Ätiologie 13
5 Von „100 auf 0“ in nur vier Jahren - Der Praxisfall 14
5.1 Unternehmen 14
5.2 Geschäftsleitung 15
5.3 Mitarbeiter 15
5.4 Chronologie der Ereignisse 16
6 Warum kam es zum Burnout? - Ursachen 19
6.1 Das Klischee vom Brennen vor dem Ausbrennen 19
6.2 Die Qualität von Zielen 20
6.3 Feedback 22
6.4 Autonomie 23
6.5 Rollenkonflikte und Überbelastung 24
6.6 Mangel an Belohnung 25
6.7 Stress und Burnout 26
7 Ausblick 27
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Abbildungsverzeichnis Seite
Abb.1 AU Tage nach Ursache in v.Hdt.. 6
Quelle: Eig. Darst. in Anlehnung an DAK 2008: 27.
Abb.2 Zwiebelschalenmodell. 13
Quelle: Carroll, White 1982: 47.
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Abkürzungsverzeichnis
[sic!] „wirklich so“
Abb. Abbildung
AU Arbeitsunfähigkeit
B1 Geschäftsführer 1
B2 Geschäftsführer 2
bzw. beziehungsweise
BDP Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
C Firma im Praxisfall
DAK Deutsche Angestellten Krankenkasse
EDV Elektronische Datenverarbeitung
Eig. Darst. Eigene Darstellung
et al. et alii / und andere
etc. et cetera / und so weiter
Ex Exosystem
f. und folgende Seite
ff. und folgende Seiten
G Der betroffene Mitarbeiter
Herv. d. Verf. Hervorhebung durch Verfasser
Ma Macrosystem
MBI Maslach-Burnout-Inventory
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MBI-GS Maslach-Burnout-Inventory für alle Berufsgruppen
Me Mesosystem
Mi Microsystem
o.J. ohne Jahr
P Person
s. siehe
T€ Tausend Euro
TM Tedium-Measure
URL Uniform Resource Locator
v.Hdt. vom Hundert
vgl. vergleiche
www World-Wide-Web
z.B. zum Beispiel
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1 Psychische Krankheiten und Burnout auf dem Vormarsch
In den Medien wird der Burnout-Begriff inzwischen inflationär verwendet. Gibt man den Begriff „Burnout“ in die Suchmaschine „Google“ ein, so erhält man
derzeit zugestanden wird. Die Zusammenhänge, in denen der Begriff verwendet wird, sind sehr unterschiedlich. So spricht man schnell einmal vom Burnout und meint eigentlich nur eine vorübergehende Arbeitsüberlastung oder, dass es derzeit auf der Arbeit einfach „stressig“ ist. Dies wird dem wahren Gehalt des Themas jedoch bei Weitem nicht gerecht, wie der Verfasser im Folgenden darstellen wird. Die Bedeutung psychischer Erkrankungen insgesamt im Arbeitsumfeld unterstreicht nicht zuletzt auch der aktuelle DAK-Gesundheitsbericht aus dem Jahr 2008. Hierin wird festgestellt, dass insgesamt 10,2 v.Hdt. der krankheitsbedingten Fehltage auf psychische Krankheiten zurückzuführen sind (s. Abb.1). Damit stehen psychische Erkrankungen an Platz vier der Statistik (vgl. DAK 2008). Wahrscheinlich ist zudem, dass die vielfältigen Symptome des Burnout-Syndroms (z.B. Störungen des Verdauungstrakts, Ulzera im Magen etc.) teilweise unter anderen Gesundheitsstörungen subsumiert werden und diese somit in der Statistik nicht unter den psychischen Störungen eingeordnet sind. Der Grund hierfür dürfte der im Folgenden noch zu diskutierende begriffliche „Morast“ im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom sein. Es gibt bis heute
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keine konsensfähige Begriffsdefinition. Aus einer Veröffentlichung des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen geht hervor, dass der Anteil psychischer Störungen an allen Arbeitsunfähigkeitstagen in den letzten Jahren immer weiter gestiegen ist. Der Verband rechnet sogar damit, dass die depressiven Verstimmungen im Jahr 2020 an Platz zwei der Arbeitsunfähigkeitsstatistik stehen werden (vgl. BDP 2008). Man kann deshalb wohl für die Zukunft von einer Intensivierung der Thematik ausgehen. Im Folgenden wird der Verfasser zunächst die Entwicklung des Begriffs „Burnout“ skizzieren, um im Anschluss daran ausgewählte Definitionen des Burnout-Syndroms darzustellen. Der Vollständigkeit halber wird auch eine quantitative Analysemethode kurz dargestellt. Um das Syndrom etwas greifbarer zu machen, wird der Verfasser die Burnout-Symptomatologie nach Burisch vorstellen. Hierbei wird auch deutlich, wie gefährlich Burnout für alle Beteiligten sein kann. Anhand des Zwiebelschalenmodells wird diskutiert, in welchen Lebens- und Arbeitsbereichen Ursachen für Burnout zu finden sind. Nachdem die theoretischen Grundlagen gelegt sind, wird der Praxisfall aus dem Arbeitsumfeld des Verfassers beschrieben. Unter Bezugnahme auf die konsensfähige organisationsbezogene Ätiologie verschiedener Autoren, wird offensichtlich, welche Faktoren im konkreten Fall dem Burnout Vorschub geleistet haben könnten. Analog werden Ansatzpunkte aufgezeigt, wie aus organisationaler Sicht die Burnout-Risiken minimiert werden können. Es wird aber auch begründet, warum es einen hundertprozentigen Schutz vor Burnout nicht geben kann.
2 Der Burnout-Begriff
Der Burnout-Begriff wurde erstmals von Freudenberger (1974) in den psychologischen Diskurs eingebracht. Zuvor wurde der Begriff eher im physikalischen und technischen Kontext in Verbindung mit Raketentriebwerken verwendet. Der Begriff war damals im psychologischen Bereich also neu. Herbert J. Freudenberger und ab 1976 Christina Maslach sowie Ayala Pines in Kalifornien, haben das Phänomen zunächst bei Sozialberufen beschrieben; schließlich gerieten auch ganz andere Berufsgruppen und schließlich der private Lebensbereich ins Blickfeld der Betrachtungen (vgl. Burisch 2006: 6).
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2.1 Burnout - schwer zu fassen
Eine der Schwierigkeiten bei der Erforschung des Burnout-Syndroms und der Arbeit mit ihm, ist die Tatsache, dass eine allgemeingültige verbale Definition des Begriffs bislang nicht gelungen ist.
„Alle einschlägigen Versuche [eine handhabbare verbale Definition zu
finden] sind bis heute entweder zu umfassend oder zu spezifisch…“ (Burisch 2006: 14).
Man versuchte, nicht zuletzt um diese Problematik zu umgehen, das Burnout-Syndrom durch Messinstrumente zu fassen. Verwendung fanden vor Allem das Maslach-Burnout-Inventory (MBI) und das Tedium-Measure (TM) von Ayala Pines. Die Instrumente waren im Wesentlichen Fragebögen. Über ein Punktesystem sollte dann gemessen werden, wie „ausgebrannt“ der Befragte war. Bis heute existieren beide Zugänge, also zum einen derjenige über eine verbale, an Fällen orientierte Definition des Burnout-Syndroms und der eher quantitative Zugang über Messinstrumente, nebeneinander. Beide haben ihre Schwächen, die vor Allem in den sogenannten randunscharfen Bereichen der Menge aller (Burnout) Fälle gesehen werden. Auf das Burnout-Syndrom übertragen, gibt es demnach typische und atypische Fälle. Also solche, bei denen sich die Experten über den Befund „Burnout-Syndrom“ einig wären und andere, bei denen die Abgrenzung zur normalen Depression oder etwa zur Überarbeitung schwierig ist (vgl. Burisch 2006: 15f.).
2.2 Verbale (qualitative) Definitionsansätze für Burnout
Die Vielzahl kursierender Burnout-Definitionen macht es erforderlich, hier nur eine Auswahl der gängigsten aufzuführen. Um einen ersten Einblick zu erhalten, was Burnout eigentlich ist, werden eine prozess- und zwei zustandsorientierte Definitionen dargestellt. Da der Verfasser sich vorliegend mit einem Fall aus dem „Nicht-Helfenden“ Bereich befasst, muss insofern eine Einschränkung vorgenommen werden, denn insbesondere die älteren Definitionen aus der Zeit der Burnout-Pioniere, nehmen starken Bezug auf die helfenden oder beratenden Berufe und werden deshalb im Folgenden nicht dargestellt.
Arbeit zitieren:
Jan Buhrow, 2009, Das Burnout-Syndrom als latente Gefahr für Mitarbeiter und Organisation, München, GRIN Verlag GmbH
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