Kunst in der Werkstatt integrativ
Elternbefragung im Rahmen des Projekts „Den eigenen Ausdruck finden“
Elternbefragung
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. KiWi- Kunst in der Werkstatt integrativ 3
2.1 Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg 3
2.2 „Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen
Tageseinrichtungen für Kinder“ 4
2.3 Ablauf und Intention des Projekts „ Den eigenen Ausdruck finden“ 5
2.4. Verhalten der Kinder in der KiWi 6
3. Die Elternbefragung im Rahmen des KiWi- Projekts 8
3.1. Das Anliegen der Künstlerin. 8
3.2. Der Fragebogen- Gütekriterien und mögliche Antworttendenzen. 9
3.3. Methode und Auswertung der Befragung. 10
4. Einige Ergebnisse 11
4.1. Die teilnehmenden Kinder 11
4.2. Informiertheit der Eltern über das KiWi-Projekt 13
4.3. Wahrgenommene Veränderungen beim Kind seit KiWi 14
4.4. Gemeinsame (gestalterische) Aktivitäten 16
4.5. Einschätzung des KiWi- Projekts seitens der Eltern. 19
5. Scyhlussbetrachtung 20
6. Literaturverzeichnis 22
Internetquellen: 22
Internetquellen: 22
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1. Einleitung
Im Rahmen des Förderprogramms „ Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen für Kinder“ besuchten im Projektjahr 2008 17 Kinder des Kinderhauses Metzingen regelmäßig das Mal- Atelier der KiWi: Kunst in der Werkstatt integrativ. Hier wurden sie, begleitet von einer Künstlerin und Kunsttherapeutin, dazu ermutigt, einfach drauflos zu malen. Laut Projekttitel sollten die Kinder in diesem Atelier „ Den eigenen Ausdruck finden“.
Für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms „ Musisch-ästhetische Modellprojekte…“ waren die Projektgruppe „ Kind und Kunst“ des pädagogischen Instituts der Universität Erlangen- Nürnberg zuständig. Im Rahmen dessen haben Studenten eines Seminars zur Quantitativen Forschung unter der Leitung von Dipl. -Psych. Frau Katharina Welsch die Evaluation des Projekts „ Den eigenen Ausdruck finden“ durchgenommen. Die Elternbefragung mit selbstkonstruierten Fragebögen fand im November 2008 statt.
Die folgende Arbeit erklärt, wie diese Evaluation organisiert und realisiert wurde. Kapitel 2 beschäftigt sich detaillierter mit dem KiWi- Projekt. Es wird erklärt, wie das Projekt „ Den eigenen Ausdruck finden“ zustande kommt, wie Organisation und Ablauf sind und was dieses Projekt eigentlich bezweckt. Das nächste Kapitel zur Elternbefragung selbst erklärt, was der inhaltliche Rahmen der Evaluation war, unter welchen Voraussetzungen und Kriterien der Fragebogen erstellt wurde und wie die Datenauswertung mit SPSS erfolgte. Schließlich werden noch in Kapitel 4 einige ausgewählte markante Ergebnisse der Evaluation des KiWi- Projekts vorgestellt.
2. KiWi Kunst in der Werkstatt integrativ
2.1 Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg
Am 20. Juli 2005 wurde seitens des Aufsichtsrates der Landesstiftung die Gründung der Stiftung Kinderland Baden- Württemberg beschlossen. Diese neue „ unselbständige Unterstiftung der Landesstiftung Baden-Württemberg“ (Pfitzenmaier 2005, Stand:
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03.04.2009) wurde mit einem Kapitalstock von 50 Mio. Euro ausgestattet und zusammen mit der ehemaligen baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Marianne Schultz-Hector ins Leben gerufen. Als Zeichen der bisherigen Förderpolitik der Landesstiftung hat auch die neue Stiftung Kinderland Baden-Württemberg den Ausbau von kinder- und familienfreundlichen Strukturen im Land als Ziel. Gemeinnützige Erziehungs- und Bildungsprojekte sollen Kindern und Familien optimale Lebens- und Entwicklungschancen bieten. Zum Program der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg gehören Modellvorhaben zugunsten von Familien und innovative Bildungsprojekte in Kindergärten, sowie der Schülerpreis Baden- Württemberg.
Die Förderpolitik der Stiftung Kinderland hat ein klares Profil: Nach einem Beschluss des Stiftungsrates werden grundsätzlich nur bestimmte Schwerpunktthemen und Förderlinien festgelegt, zu denen landesweite Ausschreibungen stattfinden. Einzelanträge jedoch können nicht zugelassen werden. Diese dienen ausschließlich dem Kuratorium, um sich eine Meinung über die Förderwünsche des Landes zu bilden und diese Ideen in die Diskussion mit einzubeziehen.
Die Stiftung Kinderland Baden- Württemberg erhält bei allen Ausschreibungen weit mehr Projektanträge, als sie fördern kann. Daher muss ein Expertengremium die Auswahl an eingereichten Projektvorschlägen treffen. Grundsätzlich gilt, dass die Stiftung durch ihre Förderung einen gemeinnützigen Zweck verfolgt und es dadurch zu „ keiner Entlastung von rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen des Landes“ kommen darf (Pfitzenmaier 2005, Stand: 03.04.2009).
2.2 „Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen für Kinder“
„Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen für Kinder“ ist eines der Projekte, das im Rahmen der bisher aufgelegten Förderprogramme von der Stiftung Kinderland gefördert wird. Das Förderprogramm wurde im Juli 2006 bewilligt. Die dazugehörigen Modellprojekte haben Anfang 2007 begonnen.
Das Projekt „ Den eigenen Ausdruck finden“ ist eines der Modellprojekte, das im Rahmen des Förderprogramms „ Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten
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und Tageseinrichtungen für Kinder“ dargeboten wird. Projektträger ist hier die KiWi: Kunst in der Werkstatt integrativ, in Metzingen. Projektinhalt ist der Einsatz der Kunstpädagogik und der Kunsttherapie in Kindergärten. Das Projekt, welches klassische Ziele der Kunstpädagogik verfolgt, ist für eine Dauer von 3 Jahren angesetzt. Die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogrammes „Musisch-ästhetische Modellprojekte…“ erfolgt durch die Projektgruppe „ Kind und Kunst“ der Universität Erlangen-Nürnberg, unter der Leitung von Herrn Professor Dr. Eckart Liebau. Unter Mitarbeit von Diplom-Psychologin Frau Katharina Welsch, übernimmt dieser auch die Evaluation des Projekts „ Den eigenen Ausdruck finden“.
2.3 Ablauf und Intention des Projekts „ Den eigenen Ausdruck finden“
Das KiWi-Projekt: „Den eigenen Ausdruck finden“ findet in dem dreigruppigen Kinderhaus Brühlstraße/Metzingen statt. Seit Anfang März besuchen drei Kleingruppen á 7 Kindern aus dem vorletzten Kindergartenjahr einmal pro Woche am Vormittag das Atelier der KiWi. Etwas mehr als die Hälfte der teilnehmenden Kinder stammt aus Familien mit Migrationshintergrund. Im Atelier angekommen, finden die Kinder in der Mitte einen Farbenpalettentisch mit einer großen Auswahl von hochwertigen Gouachefarben vor, an dem sich alle frei bedienen und frei an großen Malwänden oder Tischen malen. Dabei werden sie von einer Künstlerin und Kunsttherapeutin Frau Christine Thomas begleitet. Jede KiWi- Gruppe hat 40 min. Zeit, sich malerisch auszutoben. Zu Beginn der Malstunde werden die Kinder durch kleine Rituale darauf eingestimmt. Teil des Projekts ist es auch, dass die Kinder sich gegenseitig oder auch ihrer Erzieherin von ihren KiWi- Erfahrungen berichten oder auch ihre Werke präsentieren. Schließlich wird am Ende eines Kindergartenjahres eine abschließende Ausstellung organisiert, auf der die Ergebnisse eines KiWi- Jahres präsentiert werden.
Die Kinder des KiWi- Projekts werden bewusst regelmäßig von derselben Erzieherin zum Atelier hin- und zurück begleitet, um bei den Kindern Kontinuität und Bezug zum Projekt herzustellen. Auch das gleichbleibende Atelier-Setting trägt dazu bei, dass sich die Kinder sicher und wohl fühlen, und das Vertrauen entwickeln, ohne Themenvorgaben mit Farben und Formen zu experimentieren.
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Das KiWi- Projekt versteht sich als reines Malprojekt. Mit Berufung auf namhafte Kunstpädagogen und Malatelierleitern und deren Forschungsergebnissen, will man Kindern die Möglichkeit geben, die zahlreichen neuen Erfahrungen, die sie in den ersten Jahren ihres Lebens machen, aktiv und gestaltend zu verarbeiten. Kinder besitzen einen natürlichen Drang, ihre Erlebnisse im Spiel zu verarbeiten. Daher sollen sie auch den Freiraum erhalten, sie prägende Eindrücke in der KiWi zu vertiefen und ihren eigenen Ausdruck durch spielerischen Umgang mit Farben und Formen zu finden. Durch Malen und Gestalten mit sinnlich anregenden Materialien soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, ihre Sinne differenziert Auszubilden und ihre seelische Erlebnisfähigkeit zu vertiefen. Somit lernen sie auf spielerisch- kreative und phantasievolle Art und Weise den Umgang mit den eigenen Gefühlen. Sie lernen, mit den Eindrücken, Gefühlen und Erlebnissen zu leben, diese in ihren Alltag einzubauen und konkret wieder darzustellen.
In der KiWi sollen die Kinder eine umfassende kreative Grundhaltung entwickeln, die durch verschiedene Aspekte geprägt ist (vgl. Welsch 2005, Stand: 07.04.2009): Kinder sollen eine konzentrierte Haltung und intensive Hinwendung gegenüber dem eigenen Tun erlangen. Wichtig ist, dass sie gegenüber dem eigenen Tun vollkommen unvoreingenommen entgegentreten, sich in ein entwickelndes Thema vertiefen können und die Ausgestaltung der Arbeit auch durchhalten. Neu hinzukommende Ideen und Bildelemente sollten flüssig eingearbeitet werden können und auch in kritischen Momenten sollten die Kinder ihr Durchhaltevermögen möglichst beibehalten. Durch Zweckfreies, spielerisches Vorgehen und Experimentieren sollten Kinder in der Lage sein, eigenen Gedanke und Emotionen Ausdruck zu verleihen. Diese Kriterien bezüglich der kreativen Grundhaltung werden regelmäßig von der Künstlerin und/ oder der begleitenden Erzieherin beobachtet und in regelmäßigen Teambesprechungen zwischen künstlerischer Projektleitung und den Gruppenleiterinnen näher betrachtet.
2.4. Verhalten der Kinder in der KiWi
Aufgrund der besonderen Mal-Atelier-Atmosphäre, den vielen bunten neuartigen Farben und wegen des Effekts des Neuen wurde das KiWi-Angebot zunächst von allen Kindern sehr gut angenommen. Bei den nachfolgenden Atelier- Besuchen jedoch zeig- 6
Arbeit zitieren:
dilek pehlivan, 2009, Kunst in der Werkstatt integrativ - Elternbefragung im Rahmen des Projekts 'den eigenen Ausdruck finden', München, GRIN Verlag GmbH
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