Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Was ist Trauer? 3
2.1 Trauer : Definitionsversuche. 3
2.2 Trauer bei Kindern und Jugendlichen. 4
3 Wie kann man helfen? 6
4 Methoden und Möglichkeiten 7
4.1 mit Kindern über den Tod zu sprechen. 7
4.2 Gefühlen Ausdruck zu verleihen. 8
5 Beschreibung der Ziele der Trauerpädagogik / Fazit 9
6 Literaturverzeichnis 10
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1 Einleitung
Trauer und Tod sind in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert. Kein Mensch wird gerne mit seiner eigenen Vergänglichkeit konfrontiert. Der Tod ist etwas so unangenehmes, dass man ihn gerne einfach übergeht. Für Betroffene kann diese Befangenheit ihrer Umwelt eine sehr enttäuschende und schmerzhafte Erfahrung sein, besonders für Kinder und Jugendliche ist es nicht leicht, sich in solch einer Situation zurechtzufinden. Am Anfang meiner Arbeit steht also die Frage, wie man Kinder und Jugendliche in einer solch harten Zeit unterstützen kann. Hierbei widme ich mich zunächst der Klärung des Trauerbegriffs um dann im weiteren Verlauf meiner Arbeit darauf aufzubauen.
2 Was ist Trauer?
Um sich mit Trauerpädagogik auseinanderzusetzen, muss man erst einmal der Frage nachgehen, was überhaupt genau Trauer ist. Dies soll in den folgenden Kapiteln unter verschiedenen Gesichtspunkten erläutert werden. Die Resultate sollen dann als Grundlage für die weitere Diskussion dienen.
2.1 Trauer : Definitionsversuche
Nach Jorgos Canacakis, einem auf dem Gebiet der Trauerarbeit sehr anerkanntem Psychologen und Buchautor ist Trauer „eine gesunde, lebensnotwendige und kreative Reaktion auf Verlust und Trennungsereignisse.“ ( in Student, Chr. 1992, S. 187) . Außerdem sagt er, Trauer sei „ein Gefühlspektrum. Eine einzigartige, weil individuell unterschiedliche und zugleich unglaublich vielseitige Erfahrung.“ (in Student, Chr. 1992, S. 183), deshalb hat Trauer viele Gesichter. Desweiteren beantwortet Canacakis die Frage was Trauer eigentlich ist folgendermaßen: „Grundsätzlich ist die Trauerreaktion eine Fähigkeit, die mit uns geboren wird. Sofort
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nach der Geburt tritt sie in Erscheinung als das bekannte Verhalten des Neugeborenen: weinen, schreien, protestieren, klagen usw. Die erste schmerzhafte Trennung ist der Verlust des paradiesischen Aufenthaltes im Bauch der Mutter, und die letzte, vielleicht schwerste, ist die Trennung von der Welt und den Menschen, wenn man stirbt.“ (Canacakis 1990, S. 23) . Canacakis hält Trauer für „eine spontane, natürliche, normale und selbstverständliche Antwort unseres Organismus, unserer ganzen Person auf Verlust.“ (Canacakis 1987, S. 28) . Trauer sagt er, „findet immer einen Ausdruck, auch wenn wir sie daran hindern. Dann zeigt sie sich im Schweigen als falscher Ausdruck, und die echte Trauer bleibt im Körper und wirkt sich im Untergrund und ohne Wissen zerstörerisch aus.“ (Canacakis 1987, S.24) . Laut Verena Kast, einer ebenfalls anerkannten Psychotherapeutin und Buchautorin, ist Trauer „die Emotion, die sowohl den Verlust ausdrückt, die uns aber auch hilft, den Verlust zu verarbeiten.“ (vgl. Kast 1982, S. 7) . Der Schriftsteller und Professor Clive S. Lewis macht den Versuch Trauer folgendermaßen zu beschreiben: „ . . . wir sind vom Gefühl der Trauer erfasst, wenn wir einen Menschen verloren haben . . . mit diesem Gefühl der Trauer verbunden sind Gefühle des Kummers, des Zorns, der Schuld . . .“ (Lewis 1999, S. 9). Trauer ist also eine Reaktion auf Verlust, sie gehört zu unserem Leben. Menschen sind mit diesem Gefühl ausgestattet um Verlusterfahrungen bewältigen zu können. Trauer ist Schwerstarbeit für Körper und Seele.
2.2 Trauer bei Kindern und Jugendlichen
Wenn der Tod in ein Leben tritt, ist nichts so, wie es zuvor war. Der Verlust ist ein einschneidendes Erlebnis, das Kinder und Jugendliche sehr belasten kann. Umso jünger Kinder sind, desto schwieriger ist es für sie, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. „Für die Kinder entstehen noch größere Schwierigkeiten beim Trauern: ihre Unfähigkeit zu verbalisieren ist größer, und die mangelnde kognitive Einsicht in die Gegebenheiten des Lebens steht ihnen im Weg.“ (Leist 1993, S.149) . „ . . . die Chance eines Kindes, einen Tod ohne seelischen Schaden zu überstehen, sei umso besser, je älter, reifer und seelisch gesünder es sei.“ (Leist 1993, S. 150) . Trauernde Kinder benötigen deshalb eine besondere Begleitung, denn sie spüren die Veränderungen in ihrem Leben unmittelbar und vermissen, ganz besonders dann,
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Arbeit zitieren:
Stefanie Jahn, 2008, Trauerpädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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