1 Inhaltsverzeichnis
2 Was ist Interkulturelle Pädagogik 3
3 Warum Interkulturelle Pädagogik 4
4 Ziele der Interkulturellen Pädagogik 5
5 Interkulturelle Kompetenz 6
6 Fazit 7
7 Literaturverzeichnis 8
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2 Was ist Interkulturelle Pädagogik?
Interkulturelle Pädagogik geht alle etwas an, sie richtet sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Lehrende und Lernende (vgl. Krüger – Potratz, 2005, S.30).Sie ist als eine Entwicklungsaufgabe zu betrachten, an der alle im Bereich von Bildung und Erziehung Tätigen beteiligt sind (vgl. Krüger – Potratz, S. 31). Sie versteht sich als ein Instrument der Erziehung und Bildung, welches das Miteinander der verschiedenen Kulturen fördern möchte. Sie sieht uns alle als Kinder einer Erde, als Individuen und Persönlichkeiten an, sie ist neugierig und aufgeschlossen, u.a. beruft sie sich auf die Achtung der allgemeinen Menschenwürde. Laut der Leiterin der Arbeitsstelle für Interkulturelle Pädagogik, Prof. Dr. Marianne Krüger – Potratz, stellt die Interkulturelle Pädagogik „eine Schlüsselqualifikation für jeden Einzelnen und eine Querschnittsaufgabe in allen erziehungswissenschaftlichen Teildisziplinen und pädagogischen Tätigkeitsfeldern dar.“ (Krüger – Potratz, 2005, S. 31). Die Interkulturelle Pädagogik geht davon aus, dass die Begegnung unterschiedlicher Kulturen für jeden eine Bereicherung sein kann und dass es möglich ist, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Hierbei kann man, die eigene Sichtweise hinterfragen und sie ggf. auch relativieren oder ändern (vgl. Krüger – Potratz, 2005, S. 31). Die eigene Sichtweise wird hierbei als eine von vielen angesehen. Desweiteren ist ein wichtiger Grundsatz der Interkulturellen Pädagogik, dass alle Kulturen einander ebenbürtig und gleichberechtigt sind. Auch Georg Auernheimer, der Professor für Erziehungswissenschaft und Interkulturelle Sozialisations – und Migrationsforschung war und der Mitbegründer der „Forschungsstelle für interkulturelle Studien“ ist, weist in diesem Zusammenhang in seinem Buch „Einführung in die Interkulturelle Pädagogik“ darauf hin, dass für die Interkulturelle Pädagogik zwei Prinzipien gelten, das der Gleichheit und das der Anerkennung (vgl. Auernheimer, 2007, S. 20). Die unterschiedlichen Kulturen können in ihrer Eigenart gleichwertig neben – und miteinander existieren und doch werden sich auch Gemeinsamkeiten und Verbindendes finden. Die Interkulturelle Pädagogik schwört dem falsch verstandenen Toleranzbegriff der Ausländerpädagogik ab und ist eine Kampfansage an die vorherrschende Gleichgültigkeit der heutigen Zeit in Bezug auf
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die Probleme der Integration von Migranten. Schnittstellen hat die Interkulturelle Pädagogik unter anderem mit der zweisprachigen, demokratischen und antirassistischen Erziehung, ebenso wie mit der Friedens – und Menschenrechtserziehung.
3 Warum Interkulturelle Pädagogik?
Im Zeitalter der Globalisierung entstehen multikulturelle Gesellschaften. Ökonomische, ökologische, politische und soziale Zusammenhänge bestehen weltweit und sind miteinander vernetzt. Es vollzieht sich ein Strukturwandel der internationalen Beziehungen auf all diesen verschiedenen Ebenen. Durch die Liberalisierung der Weltwirtschaft kommt es permanent zu einem Anstieg von grenzüberschreitendem Geld-, Waren – und Dienstleistungsverkehr. Der technologische Wandel ist geprägt von einer Veränderung der Kommunikations – und Transportmöglichkeiten, es gibt eine weltweite Vernetzung von Computern, verbilligter Flugverkehr macht das Reisen um den Globus für viele Menschen möglich. Die Liberalisierung des Welthandels und politische Herausforderungen wie Fragen der Umwelt, Sicherheit und der Migration führen zu einer Internationalisierung der Politik. Menschen unterschiedlichster Herkunft bevölkern eine Stadt. Sie wohnen, arbeiten, lernen und leben zusammen. Auernheimer zählt in seinem Buch „Einführung in die Interkulturelle Pädagogik“ drei Anlässe für eben diese auf: zum Einen die „innergesellschaftliche, vor allem migrationsbedingte Multikulturalität, zweitens die Vereinigung Europas mit seinen unterschiedlichen Sprachen, Traditionen und Kollektivgeschichten, drittens die Herausbildung der Weltgesellschaft mit ihrer kulturellen Vielfalt, mit der Tendenz zu kulturellen Grenzziehungen einerseits und dem Zwang zu Kooperation und dem interkulturellen Dialog andererseits. “ (Auernheimer, 2007, S. 9). Es prallen also unterschiedliche Kulturen, Sitten, Traditionen und Bräuche aufeinander. Dies beginnt bei der Sprache, bei alltäglichen Dingen und Umgangsformen und geht bis hin zu Weltsicht, Religion und Lebensform. Hierbei stößt man auf Differenzen in der Kultur, die oft zu Unverständnis, Missverständnissen und so auch zu Konflikten führen können. Eine
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Arbeit zitieren:
Stefanie Jahn, 2008, Interkulturelle Pädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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