Inhaltsverzeichnis
Einleitung 03
1.) Exkursionsroute 04
2.) Die sieben Teilgebiete der Exkursion „Verdichtungsraum Stuttgart“: Beobachtungen und
Argumentation 04
2.1) Filder als großstadtnaher Gunstraum 04
2.2) Neckartal als Verkehrs- und Entwicklungsachse 05
2.3) Wohnsiedlungen am Großstadtrand (Freiberg und Kornwestheim) 06
2.4) Industrieviertel, -stadt und -gebiet im Norden und Westen Stuttgarts 07
2.5) Stuttgarter City mit (groß)städtischen Vierteln 08
2.6) Urbane Landwirtschaft im Strohgäu 08
2.7) Schönbuch: Naherholung und ökologische Ausgleichsfunktion 09
Zusammenfassung 09
Literaturverzeichnis 10
2
Einleitung
Am 12. Dezember 2008 fand die eintägige Exkursion (Gruppe B) des Moduls „Einführung in die Anthropogeographie“ unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Pachner durch den Verdichtungsraum Stuttgart statt. Sie war als Busexkursion konzipiert, viele Sachverhalte wurden vom Exkursionsleiter beim Vorbeifahren erläutert, bei einigen markanten Punkten wurde jedoch ein Zwischenhalt eingelegt.
Verbunden mit der Exkursion waren verschiedene Zielsetzungen. So sollte ganz allgemein der Verdichtungsraum Stuttgart kennen gelernt und differenziert werden, sowie Verständnis des städtischen Lebens im Verdichtungsraum mit all seinen Standortfaktoren und räumlichen Konflikten gewonnen werden.
Diesbezüglich wurden zunächst die Begriffe Verdichtungsraum, Region und Metropolregion definiert und gegeneinander abgegrenzt.
Unter einem Verdichtungsraum wird allgemein ein Gebiet verstanden, in welchem die Siedlungs- und Verkehrsflächenanteile bei mindestens 11,65% liegen und die Siedlungsdichte mindestens 3620,33 Einwohner pro km 2 beträgt. 1 Ganz allgemein sind Verdichtungsräume großflächige Gebiete mit stark
überdurchschnittlicher Siedlungsverdichtung und intensiver innerer Verflechtung. Zum Verdichtungsraum Stuttgart gehören daher (außer dem Kreis Stuttgart) die Landkreise Heilbronn, Ludwigsburg, Waiblingen, Esslingen, Göppingen, Böblingen, Tübingen, Reutlingen, Pforzheim und Karlsruhe, das noch in den 80er Jahren einen eigenen Verdichtungsraum darstellte (wenngleich sich die Kriterien zur Definition eines Verdichtungsraumes seit dem geändert haben). 2
Im Gegensatz dazu stellt die Region Stuttgart ein Gebiet dar, zu welchem außer der Landeshauptstadt mit knapp 600.000 Einwohnern die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis, Göppingen, Esslingen und Böblingen zählen. In dieser arbeiten und leben rund 2,7 Millionen Menschen. 3
Unter einer Metropolregion wird eine stark verdichtete Großstadtregion verstanden, die als Motor der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes angesehen wird. Alle elf deutschen Metropolregionen treten hierbei zueinander in Konkurrenz. Während z.B. Frankfurt/Main als Bankendomäne gilt, ist die Metropoleregion Stuttgart federführend für große Teile der bundesdeutschen Automobilproduktion zuständig. Die Metropolregion umfasst den bisher als Verdichtungsraum Stuttgart bezeichneten Raum in Baden-Württemberg, in welchem 5,7 Millionen Menschen leben.
1 http://www.bbr.bund.de/raumordnung/stadtregionen/definition_verdichtung.htm
2 http://www.wm.baden-wuerttemberg.de/fm7/1106/LEBTeil2Kap4.pdf
3 http://www.region-stuttgart.de/sixcms/rs_leben_geografie/
3
1.) Exkursionsroute
Die Busexkursion führte uns von Tübingen zunächst auf die Filder, dann ins Neckartal, danach an den Großstadtrand Stuttgarts und später in den Norden und Süden der Landeshauptstadt. Schließlich wurden noch die Stuttgarter City, das Strohgäu und der Schönbuch angefahren.
Folgende Ortschaften bzw. Stadtteile Stuttgarts waren Etappen der Exkursionsroute: Aichtal, Plieningen, Ostfildern, Scharnhausen (-Ost), Nellingen, Esslingen, Zollberg, Mettingen, Untertürkheim, Rotenberg, Luginsland, Fellbach, Bad Cannstatt, Freiberg, Zuffenhausen, Zuffenhausen-Rot, Mönchfeld, Mühlhausen, Kornwestheim, Kornwestheim-Pattonville, Feuerbach, Stuttgart-City, Stuttgart-West, der Birkenkopf (Er ist keine Siedlung, sondern die höchste Erhebung Stuttgarts.), Schloss Solitude, Gerlingen, Sindelfingen, Böblingen, Holzgerlingen im Schönbuch.
.
2.) Die sieben Teilgebiete der Exkursion „Verdichtungsraum Stuttgart“: Beobachtungen und Argumentation
Die Exkursion begann um 8.25 Uhr. Im Folgenden sollen nun die Beobachtungen und Eindrücke, die in den sieben Teilgebieten des Verdichtungsraumes Stuttgart, gewonnen werden konnten, dargelegt werden.
2.1) Filder als großstadtnaher Gunstraum
Das erste Teilgebiet der Exkursion von Tübingen über die B27 kommend war die Filderebene, die als großstadtnaher Gunstraum gilt. Die südlich von Stuttgart liegende Filder erhebt sich 200 Meter über das Stadtzentrum der Landeshauptsstadt und erstreckt sich vom Neckar- und Aichtal bis zum Schönbuch und Glemswald. Aufgrund eines Grabenbruchs ist das Gebiet zwischen Schönbuch und Schurwald abgesunken und liegt etwa 100 Meter tiefer als seine Umgebung. Dies wirkt sich außerordentlich gut auf das Klima aus, da es etwas wärmer und geschützter vor Winden und Niederschlägen ist. Das milderer Klima und der fruchtbare Lößboden prädestinieren die Filderebene zur landwirtschaftlichen Nutzung. Neben den beiden genannten Faktoren sind noch andere Standortfaktoren für die Filder immanent, welche das Teilgebiet als Gunstraum charakterisieren. So liegt die Filderebene in guter Verkehrslage, da sie an die A8, die B27 und den Flughafen Stuttgart angebunden ist. Durch die neue Messe wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, gleichzeitig befindet sich die Großstadt als Absatzmarkt für landwirtschaftliche Produkte und Arbeitsplatz für
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Arbeit zitieren:
Joachim Graf, 2008, Exkursionsprotokoll zur eintägigen Exkursion „Verdichtungsraum Stuttgart“, München, GRIN Verlag GmbH
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