Inhaltsverzeichnis
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Einleitung. 3
2 Literaturbesprechung. 5
2.1 Bedeutung der juvenilen Ergebnisse für die Zukunft des
deutschen Basketballs. 5
2.2 Die deutschen Fördersysteme und deren Ziele. 7
2.2.1 Nachwuchs-Leistungssport-Konzept 1997 (DSB) 7
2.2.2 Nachwuchs-Leistungssport-Konzept 2012 (DOSB)
- signifikante Modifikationen. 11
2.2.3 Rahmentrainingskonzeption Basketball 2007. 12
2.2.4 Reformen im deutschen Basketball-Nachwuchssystem. 17
2.2.5 Zwischenfazit 21
2.3 Erfolglosigkeit der Jugend - drohende Erfolglosigkeit
bei den Senioren. 22
3
Retrospektive Untersuchung der Karriereverläufe deutscher
Basketball -Nationalspieler der Jahrgänge 1981-86. 26
3.1 Analyse der sportlichen Leistungen der deutschen
Nationalspieler bei internationalen Meisterschaften. 26
3.2 Online-Befragung deutscher Nationalspieler der
Jahrg änge 1981-86. 29
3.3 Deutsche Karriereverläufe im internationalen Vergleich. 33
4
Ergebnisse. 36
4.1 Ergebnisse der Analyse der sportlichen Leistungen der deutschen
Nationalspieler bei internationalen Meisterschaften. 37
1
4.2 Ergebnisse der Online-Befragung deutscher Nationalspieler
der Jahrgänge 1981-86. 47
4.2.1 Beschreibung der Frageblöcke zur Online-Befragung. 47
4.2.2 Ergebnisse der Online-Befragung: A-Nationalspieler. 50
4.2.3 Ergebnisse der Online-Befragung: A-Nationalspieler versus
Jugend -Nationalspieler. 62
4.3 Ergebnisse des internationalen Vergleichs. 73
4.3.1 Vergleich der A-Nationalspieler. 74
4.3.2 Gesamtvergleich der juvenilen Karrieren. 75
5 Diskussion. 77
5.1 Analyse der sportlichen Leistungen der deutschen
Nationalspieler bei internationalen Meisterschaften. 77
5.2 Online-Befragung deutscher Nationalspieler der
Jahrg änge 1981-86. 80
5.3 Deutsche Karriereverläufe im internationalen Vergleich. 85
5.4 Allgemeine Diskussion. 87
6
Schlussfolgerungen. 90
7
Zusammenfassung. 92
8
Literatur. 94
9
Anhang. 97
9.1 Internetportale der Verbände. 97
9.2 Medien. 97
9.3 Abbildungsverzeichnis. 98
9.4 Tabellenverzeichnis. 98
9.5 Fragebogen. 100
2
1 Einleitung
Bei der Diplom-Arbeit „Karriereverläufe deutscher Basketball-Nationalspieler - Fragebogenerhebung der Jahrgänge 1981-86 im internationalen Vergleich“ sollen retrospektiv die Basketball-Nationalspieler 12 der letzten sechs Jahrgänge, die zuletzt aus den Jugendklassen aus Altersgründen ausgeschieden und nun im besten Basketballalter von 20 bis 26 Jahren sind, untersucht werden.
Ausgangspunkt dieser Arbeit sind die unterdurchschnittlichen Erfolge in der Jugend auf internationaler Ebene sowie fehlende nachrückende Talente in der A-Nationalmannschaft.
„In der Jugendarbeit hinken wir im europäischem Maßstab hinterher… . Wenn
Weltstar Dirk Nowitzki und die routinierten Leistungsträger Patrick Femerling und
Ademola Okulaja wie angekündigt nach Olympia 2008 in der Nationalmannschaft
aufhören, droht international die Zweitklassigkeit. … Es muss etwas passieren,
sonst fallen wir ins Nichts!“
(Dirk Bauermann, Bundestrainer, 22.08.2006 Kölner Express)
Um der Erfolglosigkeit der deutschen Nachwuchs-Korbjäger im europäischen Vergleich des letzten Jahrzehnts auf den Grund zu gehen, ist die vorliegende Arbeit in drei Schritte untergliedert. Es bedarf
1) einer Analyse der sportlichen Leistungen der deutschen Nationalspieler bei internationalen Meisterschaften, 2) einer Analyse der Karriereverläufe deutscher Nationalspieler sowie 3) eines Vergleichs der Karriereverläufe mit den europäischen Top-Nationen.
In Kapitel 2 wird zunächst das Thema dieser Arbeit mit den Ansichten und Forschungsergebnissen der betreffenden Sportwissenschaftler diskutiert. Daran schließt die Beschreibung des Deutschen Fördersystems und dessen Ziele an. Im Fokus stehen die Nachwuchsförderkonzeptionen des DOSB von 1997 und deren Weiterentwicklung 2012 sowie die Rahmentrainingskonzeption Basketball. Das Kapitel schließt mit einer Erörterung der Problemlage, die zum einen die aktuelle Erfolglosigkeit des deut- 1 AusGründen einer besseren Lesbarkeit wird im folgenden Text darauf verzichtet, bei der Nennung von
Funktionen jeweils die männliche und weibliche Form des entsprechenden Substantivs aufzuführen. Wenn
also z.B. das Substantiv „Spieler“ verwendet wird, so kann hier Spieler und Spielerin gemeint sein. Die
Bedeutung ist jeweils aus dem Kontext zu entnehmen.
2 In dieser Arbeit werden sowohl die weiblichen als auch männlichen Nationalspieler berücksichtigt, den-
noch liegt der Hauptgehalt bei den männlichen Nationalspielern.
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schen Nachwuchsbasketballs und zum anderen die zukünftig drohende Erfolglosigkeit im deutschen Seniorenbereich beinhaltet.
Die Prüfung des mäßigen Abschneidens des deutschen Nachwuchses sowie die Ergründung der positiven Bilanz der Herren-Nationalmannschaft bilden das erste von drei Erhebungsinstrumenten. Für die Analyse wird eine Vielzahl von Daten verschiedener deutscher Nationalspieler und -mannschaften herangezogen und in vier Teilstudien systematisch aufbereitet.
Als Hauptinstrument dient eine Online-Befragung über die Karriereverläufe, um die Werdegänge der deutschen Basketball-Nationalspieler der genannten Jahrgänge genauer unter die Lupe nehmen zu können. Die Datenerhebung wird mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, welcher inhaltlich auf das deutsche Nachwuchs-Fördersystem abgestimmt ist. Zunächst sollen hierbei diejenigen Athleten im Blickpunkt stehen, die im Kader der A-Nationalmannschaft stehen oder bereits gestanden haben. Die Karriereverläufe dieser deutschen Spieler werden zum einen mit dem im voraus zu beschreibenden Förderkonzepten, entsprechend dem Soll-Wert, verglichen. Zum anderen werden sie den übrigen deutschen Jugend-Nationalspielern, die das Endziel A-Nationalmannschaft nicht erreicht haben, gegenübergestellt.
In einem weiteren Schritt dieser Arbeit werden die Karriereverläufe aller Spieler der gleichen Jahrgänge folgender Basketball-Top-Nationen, die jemals an einer Jugend-oder Senioreneuropameisterschaft teilgenommen haben, herangezogen: Frankreich, Spanien (aktueller Herren-Weltmeister), Kroatien, Russland (Europameister 2007 der Herren und Damen), Italien, Litauen 3 , Griechenland (Herren-Europameister 2005) Tschechien 4 (Damen-Europameister 2005). So können die Karriereverläufe der deutschen Athleten mit denen der erfolgreichen Akteure der Top-Nationen abgeglichen und nach Unterschieden, Gemeinsamkeiten und Auffälligkeiten analysiert und interpretiert werden.
Die anschließende Diskussion über die Ergebnisse soll den Leistungsstand des deutschen Basketball-Nachwuchses im internationalen Vergleich ergründen und damit einhergehend die Defizite im konzeptionellen Bereich des Fördersystems aufdecken. Letztlich dienen Denkanstöße in dem Kapitel der Schlussfolgerung, die aufgedeckten Defizite zu beseitigen und vorhandene Potentiale besser auszuschöpfen.
3 Bei der Nation Litauen wurden nur die Karriereverläufe der männlichen Spieler untersucht, da die weibli-
chen Basketballspielerinnen dieser Nation nicht zu den Top-Nationen Europas gehören.
4 Bei der Nation Tschechien wurden nur die Karriereverläufe der weiblichen Spieler untersucht, da die
männlichen Basketballspieler dieser Nation nicht zu den Top-Nationen Europas gehören.
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2 Literaturbesprechung
In der Folge wird zunächst der aktuelle Standpunkt der Sportwissenschaft zum Themenschwerpunkt „Bedeutung der juvenilen Ergebnisse für den Höchstleistungssport“ besprochen. Die Skizzierung der wesentlichen Inhalte der Nachwuchsförderkonzeptionen des DOSB 5 von 1997 und deren Weiterentwicklung 2012 sowie die Rahmentrainingskonzeption Basketball 6 schließt daran an. Das Kapitel schließt mit einer Beschreibung der Problemlage.
2.1 Bedeutung der juvenilen Ergebnisse für die Zukunft des deutschen Basketballs
Der Standpunkt des Bundestrainers Bauermann ist eingangs mit einem Zitat eindeutig dokumentiert worden. Die juvenilen Bilanzen erscheinen auf den ersten Blick ebenso zweifelsfrei und lassen den deutschen Basketball-Nachwuchs in die Zweitklassigkeit einordnen. Die Erfolge im Seniorenbereich sind beachtlich, scheinen jedoch im starken Maße von Nowitzki beeinflusst. Wie die mäßigen Resultate der deutschen Nachwuchsbasketballspieler zu bewerten sind, wird nachstehend unter Zuhilfenahme der aktuellen sportwissenschaftlichen Literatur besprochen.
Nach Rost (2001, 13) erreichen die Nationen, die die Weltspitze mitbestimmen, im Regelfall auch international konkurrenzfähige Resultate im Jugend- und Juniorenbereich. Die Basketball-Nationen Spanien und Frankreich sind hierfür beste Beispiele und keinesfalls Ausnahmen. Deutschland stünde demnach auch im Seniorenbereich vor einer Zukunft, in der vordere Plätze bei internationalen Turnieren außer Reichweite scheinen.
Trotzdem ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Bedeutung des mäßigen Abschneidens im juvenilen Alter differenziert zu betrachten ist. Die Aussage „Der deutsche Basketball klopft an der Tür zur Zweitklassigkeit“ liegt an dieser Stelle nah, ist aber dennoch voreilig und allein durch die (Miss-)Erfolge im Jugendbereich nicht unmittelbar gerechtfertigt. Martin et al. (1999, 20) halten fest, dass es im Nachwuchstraining nicht das vordergründige Ziel ist, die mögliche sportliche Höchstleistung in der jeweili-
5 DOSB:Deutsch Olympischer Sportbund. Der heutige Dachverband des Sports ist ein Zusammenschluss
aus dem Nationalem Olympischen Komitee (NOK) und dem früheren Deutschen Sport Bund (DSB)
6 Die Rahmentrainingskonzeption Basketball (RTK) ist nach 1997 die 2. Auflage und wurde 2007 veröffent-
licht. Eine unveröffentlichte Form der 2. Auflage liegt bereits seit 2004 vor.
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gen Altersklassen zu erreichen, sondern die Erfüllung der inhaltlichen Aufgaben jeder einzelnen Ausbildungsetappe Priorität besitzt. Es geht um eine Förderung der Talente mit perspektivischem Charakter, bei der das Augenmerk auf die Veränderung der Anfangsleistung und somit auf die Talentaussicht gerichtet ist. Dies sagt aus, dass die Erfolge bzw. Misserfolge bei Wettkämpfen und ihr sportlicher Gesamtwert nur eingeschränkt zu interpretieren sind. Nach Emrich und Güllich (2005a, 79) besitzen juvenile Leistungen sogar nur geringe oder gar keine Tragweite zur Erklärung von Erfolgen im späteren Spitzensport. Somit besäße das unterdurchschnittliche Abschneiden des deutschen Nachwuchs-Basketballs nahezu keine Aussagekraft. Diametrale Auffassungen hat hierzu der Trainingswissenschaftler Rost (2001, 6), der, Bezug nehmend auf eine Vielzahl von retrospektiven Studien (u.a. Filin & Linec 1980, Rahn 1986, Martin 1991, Martin 1999), Wechselbeziehungen zwischen juvenilen und späteren Höchstleistungen ausmacht. Die Ergebnisse dieser Studien ergaben, dass weltbeste Athleten in der Mehrzahl der Sportarten bereits im Jugend- und Juniorenalter als „leistungsauffällig“ galten. Rost stellt heraus, dass hohe und ausbaufähige sportliche Anschlussleistungen im Jugend- und Juniorenbereich ein notwendiges, wenn auch kein hinreichendes Kriterium für spätere internationale Spitzenleistungen im Erwachsenenalter sind. Der DOSB selbst betont in seinem Nachwuchs-Leistungssport-Konzept von 1997, dass führende Nationen im Spitzensport in der Regel nachweislich auch im Nachwuchsbereich einen hohen Entwicklungsstand und vordere internationale Platzierungen aufweisen (vgl. 6, DSB 1997).
Auch wenn sich die Sportwissenschaftler in diesem Punkt uneins sind, ist es absolut unstrittig, die vorliegenden Förderstrukturen zu evaluieren, um das Nachwuchstrainingssystem fortlaufend modifizieren zu können. Die Wirkungen von Trainingssystemen sind nicht ohne Kontrollfunktion zu beurteilen. Die Wettkampfergebnisse wie bei Europameisterschaften sind angebrachte Kontrollen und nach dem DOSB (1997) geeignete Beurteilungskriterien für das Nachwuchsfördersystem. Auch Rost (2001) sieht in den Wettkampfergebnissen im Juniorenalter Indikatoren für die Qualität des Nachwuchstrainingssystems im Sinne der Zielerreichung des langfristigen Leistungsaufbaus und betitelt die Wettkämpfe als Teilziele auf dem Weg zu Höchstleistungen.
„Die Analyse der Entwicklung von Wettkampfleistungen und Leistungsvorausset-
zungen im Juniorenalter sowie deren Bewertung hinsichtlich der weiteren Ent-
wicklungserfordernisse im Hochleistungstraining ist eine notwendige Aufgabe für
alle Spitzenfachverbände, um Wirkungen von Trainingssystemen beurteilen und
Optimierungspotentiale für das Nachwuchstrainingssystem ableiten zu können.
Sie bildet die Grundlage für eine klare Standortbestimmung in der Nachwuchs-
förderung und für die Definition der Ausbildungsziele in den Etappen des Nach-
wuchstrainings.“
Folglich gilt es, die Situation des deutschen Basketball-Nachwuchses anhand der Wettkampfergebnisse bei den Jugendeuropameisterschaften zu analysieren. Die Wettkampfergebnisse allein als Indikator für ein gelungenes oder misslungenes Fördersystem herauszustellen, wäre zugegeben fatal. Emrich und Güllich (2005b, 87) weisen darauf hin, dass Sport-Karriereverläufe nicht einheitlich linear verlaufen und von großen Diskontinuitäten geprägt sind. Es ist abwegig davon auszugehen, je früher ein Sportler mit einer kontinuierlichen Betreuung durch das Sportfördersystem zu trainieren beginnt, desto größer und langfristiger werden seine Erfolge und Leistungen im Erwachsenenalter (Emrich & Güllich 2005b, 81).
Eine Überprüfung des Nachwuchsfördersystems in der Sportart Basketball findet im Rahmen eines Projektes des Bundesinstituts für Sportwissenschaft seit Mai 2006 statt. Das Projekt „Wissenschaftliche Evaluation der Rahmentrainingskonzeption (RTK) Basketball des Deutschen Basketball Bundes für Kinder und Jugendliche“ untersucht auf mannigfaltige Weise über einen Zeitraum von fünf Jahren bis 2011 die RTK, um letztendlich Modifizierungsvorschläge zu leisten und möglicherweise vorhandene Defizite aufzudecken.
Diese vorliegende Arbeit „Karriereverläufe deutscher Basketball-Nationalspieler - Fragebogenerhebung der Jahrgänge 1981-86 im internationalen Vergleich“ schließt ergänzend an diesem Projekt an und nimmt zwischen dem Stand der Fördersysteme (Soll-Wert) und den wirklichen Karriereverläufen der Nationalspieler (Ist-Wert) einen Ist-Soll-Wert-Vergleich vor.
2.2 Die deutschen Fördersysteme und deren Ziele
Zunächst werden die Nachwuchs-Fördersysteme des Deutschen Sport Bundes (DSB) und die des Deutschen Basketball Bundes dargestellt.
2.2.1 Nachwuchs-Leistungssport-Konzept 1997 (DSB) 7
Das Nachwuchs-Leistungssport-Konzept 1997 (DSB) im Allgemeinen sowie die Rahmentrainingskonzeption im Konkreten sind die Basis einer jeden langfristigen Talentförderung. Ihre wesentlichen Ziele und Inhalte sollen daher im Folgenden dargestellt
7 DSB: Die Konzeption wurde vom damaligen DSB (Deutschen Sport Bund) verfasst. Heute heißt der
Dachverband Deutsch Olympischer Sport Bund (DOSB), der aus dem DSB hervorging.
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werden. Die hier vorgestellten Inhalte des Konzeptes von 1997 sind zudem grundlegend für die Strukturierung der Erhebung.
Der Nachwuchs-Leistungssport hatte bereits 1997 beim Deutschen Sport Bund entscheidende Bedeutung. Der Bund sieht eine handfeste Verbindung zwischen den Erfolgen im Spitzensport und der Qualität im Nachwuchs-Leistungssport. Im Fokus dieser Konzeption stehen die nach sportlichen Leistungen strebenden Nachwuchsathleten, deren Entwicklungen nicht einzig allein an den biologischen Leistungsgrenzen auszumachen sind. Die Heranführung zu einem Spitzensportler bedarf eines leistungssport-freundlichen Umfeldes. Der DOSB als Dachverband des deutschen Sportfördersystems steht somit in pädagogischer, medizinischer und auch entwicklungspsychologischer Verantwortung, um eine multilaterale Förderung zu garantieren. Unter den Aspekten der pluralistischen Gesellschaft und der föderalen Grundordnung bedarf es einer starken Bündelung aller Partner auf Bundes-, Landes- und Standortebene. Die Eckpunkte des 1997 verfassten Konzeptes des Nachwuchs-Leistungssports dienten den Ausbildern und damit auch den Talenten als Orientierung. Sie werden in der Folge kurz und bündig erfasst (DSB 1997).
Das Ziel eines Nachwuchstrainingssystems ist es, die Sportler auf sportliche, internationale Spitzenleistung vorzubereiten. Der Trainingsprozess erfolgt altersgerecht und systematisch gemäß der biologischen, psychisch-geistigen und sozialen Entwicklung. Das Nachwuchstraining ist somit perspektivisch ausgelegt und unterliegt einem ständigen Erweiterungs- und Spezialisierungsprozess. Die Struktur des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus ist in drei wesentliche Etappen gegliedert (Grundlagen-, Aufbau- und Anschlusstraining). Den genannten Etappen vorangeschaltet ist die Allgemeine Grundausbildung, deren Ziele die Interessenentwicklung und Talentsuche sind. Schulische und außerschulische Sichtungen und weitere Veranstaltung wie Ju-gendsportfeste oder Talentiaden sind gängige Maßnahmen zur Talentsuche. Darüber hinaus werden sportmotorische Tests, gegebenenfalls „Größensichtungen“ durchgeführt und Talentsichtungsgruppen an Schulen und Vereinen gebildet. Das Grundlagentraining mit einer vielseitigen sportartgerichteten Ausbildung ist die darauf folgende Etappe. Auch als Anfangsspezialisierung wird die zweite Etappe, das Aufbautraining, genannt. Das Anschlusstraining ist der nächstfolgende Ausbildungsabschnitt und ist zugleich die Übergangsetappe vom Nachwuchstraining zum Hochleistungstraining. Hier soll der Anschluss an das internationale Leistungsniveau gefunden werden. Trotz dieser vorgegebenen Struktur sind, laut DSB, mehrere Wege möglich. Allerdings seien sie „nur dann erfolgreich, wenn die Systematik des Trainings- und Leistungsaufbaus über die genannten Etappen gewährleistet wird“ (ebd., 13). Die Dauer der jeweiligen
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Etappen soll drei Jahre betragen. Neun bis zehn Jahre werden angegeben zum Erreichen der internationalen Wettkampfhöhepunkte der Junioren. Für das Erreichen der höchsten individuellen sportlichen Leistungsfähigkeit werden circa zehn bis 16 Jahre veranschlagt.
Die Wettkämpfe unterliegen parallel den Entwicklungen der Athleten Veränderungen. Auch hier muss eine zunehmende Spezialisierung erfolgen. Die Wettkämpfe haben sowohl Trainings- als auch Kontrollfunktion (vgl. ebd., 15). Eine Jahresperiodisierung beginnt erst im Aufbautraining, zuvor gilt das Prinzip der ganzjährigen Wettkampftätigkeit. Die Entwicklung des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus liegt in der Verantwortung der Spitzenverbände. Als Orientierung gilt für die Spitzenverbände eine „Analyse der internationalen und nationalen Leistungssituation“ (ebd., 16) mittels Trainings- und Leistungsdokumentation durch Landesfachverbände. Hier heraus werden Rahmenkonzeptionen zur Weiterentwicklung des Trainings- und Wettkampfsystems sowie Rahmentrainingspläne verfasst. Sie zeigen trainingsmethodische Leitlinien zur Entwicklung der sportlichen Leistungen auf.
Das Fördersystem ist die Basis für eine Selektion der Athleten, um eine gezielte Förderung zuwege zu bringen, und beschildert die verschiedenen Entwicklungs- und Förderstufen.
Das Kadersystem umfasst gemäß der Konzeption von 1997 folgende Kader: D1/D2-Kader: umfasst auf Landesebene die talentiertesten Athleten im Grundlagentraining (Zugehörigkeit: 2-3 Jahre)
D3/D4-Kader: umfasst auf Landesebene die talentiertesten Athleten im Aufbautraining (Zugehörigkeit: 2-3 Jahre)
D/C-Kader: bildet den Übergangskader von Landes- auf Bundesebene (Zugehörig-keit:1-2 Jahre)
C-Kader: umfasst auf Bundesebene die Athleten mit der höchsten Erfolgsperspektive oder diejenigen, die diese perspektivisch vermuten lassen B-Kader: umfasst auf Bundesebene die Athleten im Anschlusskader, die eine deutliche Perspektive aufzeigen, zeitnah das Weltniveau zu erreichen A-Kader: umfasst die Athleten, die aufgrund ihrer Leistungen bereits das Weltniveau in ihrer Sportart repräsentieren.
Geeignete Kaderkriterien sind bundeseinheitlich und von den Spitzenverbänden in enger Absprache mit den Landesfachverbänden zu erarbeiten. Kaderkriterien sind u. a. Wettkampfleistungen und -platzierungen, Leistungsstand und -entwicklung, der Ge-
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sundheitsstatus, das Trainerurteil und die Bereitschaft zur Absolvierung eines leis-tungsorientierten Trainings (ebd., 20).
Für die Nachwuchsförderung ist ein Training von qualifizierten und motivierten Übungsleitern bedeutend. Speziell gilt es, die Trainer gezielt für Talentsuchprojekte und für die einzelnen Kaderbereiche auszubilden. Auch die Trainerausbildung sollte vielfältig gestaltet werden. Neben den sportfachlichen Themen sind entwicklungspsychologische, pädagogische und soziale Prinzipien verstärkt zu integrieren. Bei Talentstützpunkten, bei der Fort- und Ausbildung von Trainern, bei der Tätigkeit in Vereinen im Rahmen der Allgemeinen Grundausbildung etc. setzt der DSB stets Lizenzen voraus, um ein gehobenes Maß an Qualität zu gewährleisten.
Dem DSB-Förderkonzept zufolge sind Stützpunkte Trainingseinrichtungen der Verbände, in denen zusätzlich zum Vereinstraining ein qualitativ hochwertiges ganzjähriges Training für Kaderathleten stattfindet. Das Stützpunktsystem ist in Talent-, Landes- und Bundesstützpunkte sowie in Olympiastützpunkte untergliedert. Angesichts knapper Kapazitäten wurden vom DSB sportartspezifische Regionalisierungen getroffen. Dennoch soll jedem Sportler/in eine optimale, durchgängige sportliche Ausbildung, Betreuung und Förderung vom Einstieg bis zur späteren sportlichen Höchstleistung innerhalb der Region gesichert sein (ebd., 25). Funktionierende Kooperationen zwischen Schule, Verein, Landes- und Spitzenfachverband und dem Landesausschuss für Leistungssport zählen hierbei zu unabdingbaren Voraussetzungen. Eine Vielzahl von Landesprogrammen wurde zur Kooperation von Schule und Sport ins Leben gerufen. Konkrete Kooperationsmaßnahmen sind Talentsichtungs-, Talentaufbau-, und Talentfördergruppen. Sportinternate bzw. sportbetonte Schulen stellen ein Verbundsystem zwischen Schule und Leistungssport dar. Neben der Talentsichtung und -rekrutierung ist die Talentbindung ein weiterer Eckpfeiler einer erfolgreichen Kooperation. Die Persönlichkeitsentwicklung und die gesteigerten Zeitanforderungen können hierbei zu Problemen führen, denen der DSB mit vielfältigen Unterstützungsmaßnahmen im Sinne einer bestmöglichen ganzheitlichen Entwicklung der Athleten entgegen wirken will (ebd., 31). Sportbetonte Schulen, Teil- oder Vollzeit-Internate werden als konvenabelste Lösung hervorgehoben. Mittelfristiges Ziel des DSB ist es, ein nationales Netzwerk von Schule-Leistungssport-Verbundsystemen aufzubauen. Wenn es im Aufbautraining zur Priorisierung des Sports kommt, setzt gemäß der Konzeption die soziale Betreuung bzw. die Laufbahnberatung ein. In erster Linie versucht der zuständige Trainer den Sportler/die Sportlerin zu betreuen. Das Erkennen von Karrierehindernissen und die Nutzung von Karrieremöglichkeiten für die sportliche Leistungsentwicklung werden hier als Ziele festgehalten (ebd., 36). Der Trainer hat die
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Möglichkeit des Einbezugs von Experten, indem er die Athleten an eine öffentliche Beratungseinrichtung („qualifizierter Nachweis“) oder an den Servicebereich Laufbahnberatung/Umfeldmanagement eines Olympiastützpunktes (Methode der „Konsultation“) weiterdelegiert.
Das letzte hier dargestellte Themenfeld der Nachwuchs-Leistungssport-Konzeption des DSB von 1997 ist die „Wissenschaftliche Betreuung und wissenschaftliche Forschung“ (ebd., 43-47). Die wissenschaftliche Betreuung gliedert sich in drei Unterpunkte. 1) Sportmedizinische Gesundheitsfürsorge: Beim Einstieg in den Leistungssport sollen gesundheitliche Risiken sichergestellt werden. Ab dem D-Kader sind regelmäßige, bundesweit institutionalisierte sportmedizinische Grunduntersuchungen verbindlich. 2) Leistungsdiagnostik: Um einen Effekt in den Etappen des Nachwuchstrainingssystems zu erlangen, gilt die Trainingssteuerung als unverzichtbar. 3) Pädagogische und psychologische Beratung und Betreuung: Sie kann bis zum späten Jugendalter von der Schule, dem Verein und der Familie übernommen werden, soll anschließend aber durch die Stützpunktsysteme und ihre Experten ergänzt werden. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung wird ausdrücklich akzentuiert. Im Vergleich zur Betreuung geht die Forschung über den aktuellen Kenntnisstand hinaus und dient unmittelbar zur Weiterentwicklung von Nachwuchs-Trainingssystemen (ebd., 46). U. a. sollen durch die Wissenschaft die Vielzahl von frühzeitigen Karriereabbrüchen (Drop-Outs) und aktuelle Förderstrukturen evaluiert werden. Die abschließenden Kapitel der Konzeption „Förderung der Sportarten und Disziplinen“ und „Umsetzung, Aufgabenverteilung, Perspektiven“ finden in dieser Arbeit bewusst keine Berücksichtigung, da sie hier nur eine allenfalls untergeordnete Rolle einnehmen.
2.2.2 Nachwuchs-Leistungssport-Konzept 2012 (DOSB)signifikante Modifikationen
Die vorab beschriebene Konzeption Nachwuchs-Leistungssport 1997 (DSB) wurde 2006 erneuert und weiterentwickelt. Die signifikantesten Modifikationen sollen in der Folge festgehalten werden. Das hierdurch entstandene neue Konzept 2012 (DOSB) „kennzeichnet die inhaltlichen und strukturellen Leitlinien und die Formen der Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung im Kooperationsverbund bis 2012“ (DOSB 2006, 5). Eine Reihe von Modifikationsvorschlägen, aber auch Neugestaltungen in der neuen Konzeption sollen schlussendlich dazu führen, die Nachwuchstalente systematisch an die sportliche Weltelite heranzuführen.
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Der Deutsche Olympische Sportbund spricht sich für eine „Stärkung einer klaren Leistungskultur in unserer Gesellschaft, im Sport- und Bildungssystem“ aus. Im Gebiet des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus sollen hochklassige Wettkampfmöglichkeiten im U23-Altersbereich aufgebaut und genutzt werden (ebd., 13). Die Talentsuche soll in Form von Talentscouts und Kooperationen zwischen den Sportarten qualitativ aufgebessert werden (ebd., 16). Um ein hochwertiges vielseitiges Training zu ermöglichen, gilt es den Status der Nachwuchs-Trainer zu erhöhen. Eine angemessene Vergütung und langfristige Verträge sollen eine kontinuierliche, auf Perspektive ausgelegte Förderung gewährleisten. Die Kaderstrukturen sind bundeseinheitlich zu erstellen. Eine „Zergliederung des Nachwuchs-Kadersystems in zahlreiche Unter- und Zwischenstufen“ (ebd., 6) gilt es zu vermeiden bzw. abzuschaffen. Die Vereine als Basis im deutschen Sportsystem sind zu stärken. Weiter werden vom DOSB strukturelle Lösungen im Bereich der dualen Karriere in Verbindung des Leistungssports mit Schule, Berufsausbildung und Studium gefordert (ebd., 8). Die Streckung der Regelstudienzeit für Kaderathleten oder die Schaffung von Studienstipendien sind zu nennende Beispiele. Zudem ist die Akzeptanz der Eliteschulen und die Verwirklichung angedachter Umsetzungsüberlegungen als eine weitere Zukunftsaufgabe vom DOSB deklariert worden. Neben der „Erarbeitung und Umsetzung eines neuen strategischen Forschungsförderprogramms“ (ebd., 31), schreibt der Dachverband abschließend die „Verbesserung des zeitnahen Theorie-Praxis-Transfers“ (ebd., 31) als Verbesserung aus. Gemeinsam sollen die hier aufgeführten Neuerungen mit dem weiterhin bestehenden Konzept von 1997 möglichst zeitgemäß umgesetzt werden. Darüber hinaus wird der Umsetzungsstand und Wirkungsgrad fortwährend geprüft, um 2011 eine hochwertige Fortschreibung zu gewährleisten.
2.2.3 Rahmentrainingskonzeption 8 Basketball 2007
Rahmentrainingskonzeptionen der einzelnen Sportarten werden auf der Grundlage des Nachwuchs-Leistungssport-Konzepts des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgearbeitet, weswegen dieses vorab in der Kürze beschrieben wurde. Sie sind für die jeweiligen Sportarten weniger allgemeine, sondern mehr ins Detail gehende Fassungen und sollen den Ausbildern als Leitfaden für eine "kontinuierliche alters- und entwicklungsgemäße Förderung" (ebd., 9) zur Seite stehen.
8 Rahmentrainingskonzeption: Zur besseren Lesbarkeit wird in der Folge auch die Kurzform RTK verwen-
det.
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Die oben vorgestellten Inhalte des Nachwuchs-Leistungssport-Konzepts 1997 sollen nachfolgend mit den relevanten Textpassagen der Rahmentrainingskonzeption Basketball abgeglichen werden. Unterschiede, Auffälligkeiten und Gemeinsamkeiten sind hierbei herauszustellen.
Hierbei richtet sich der Abgleich an den inhaltlichen Strukturen der Konzeption von 1997 und nicht an der chronologischen Abfolge der Rahmentrainingskonzeption Basketball, um eine bessere Übersichtlichkeit dieser Arbeit zu garantieren. Damit ist vorweggenommen, dass die sportartübergreifende Konzeption des DSB auf der einen Seite und die sportartspezifische RTK Basketball auf der anderen Seite konzeptionell unterschiedlichen Aufbaus sind. Dies ist nicht als negativ anzusehen, befasst sich die RTK Basketball bedingt durch die Spezifität zusätzlich mit leistungsbestimmenden An-forderungen der Sportart Basketball. Die davon betroffenen Kapitel sind bei der folgenden Gleichstellung zu vernachlässigen.
Der von der DSB-Konzeption ausgeschriebene langfristige Trainings- und Leistungsaufbau ist in der RTK Basketball auf vier Seiten zusammengefasst übernommen worden. Somit sind
a) die Ziele, die Talente mit Perspektive auf zukünftige Höchstleistungen vorzubereiten (ebd., 21),
b) die Struktur, d.h. die genannten Etappen der Ausbildung und damit einhergehend
c) das Kadersystem im Deutschen Basketball Bund absolut übereinstimmend.
Die Dauer der jeweiligen Etappen mit einkalkulierten drei Jahren stimmt ebenso überein. Einigkeit besteht des Weiteren über die Dauer des Leistungstrainings bis hin zu internationalen Wettkampfhöhepunkten bzw. bis hin zur sportlichen Höchstleistung. Grundsätzlich geht die RTK Basketball mit dem langfristigen Trainingsaufbau von einer kontinuierlichen Förderung der Nachwuchsspieler aus. U.a. stellen Emrich und Güllich (2005b, 79) aber einen positiven Zusammenhang zwischen einer frühzeitigen, langfristig-kontinuierlichen Förderung in der Hauptsportart und den späteren Spitzensporterfolgen in Frage. Die vielen Quer- bzw. Späteinsteiger finden durch spätere Sichtungsmaßnahmen (U20-Try-Outs) zwar Berücksichtigung, doch die hierdurch bestehende Dringlichkeit einer „strukturellen Verankerung gezielter Förderinstrumente dieser Athleten“ (Remmert, 2007) wurde in der RTK noch nicht beachtet.
Die Struktur des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbaus ist, wie oben bereits erwähnt, dem DSB-Konzept gleich. Die Weiterentwicklung des Konzeptes von 2012 regte allerdings an, die Kaderstufen bundeseinheitlich zu gestalten und nicht in verschiedene Unter- und Zwischenstufen zu zergliedern. Der D-Kader zeigt sich jedoch im Basketball sehr unterschiedlich gegliedert.
In der RTK Basketball wird die „Talentsuche“ am Beispiel des Westdeutschen Basketball auf Länderebene konkretisiert. Darüber hinaus werden die bundesweiten Maßnahmen der Talentsichtung präsentiert, sodass dem Leser ein umfassender Überblick zu diesem Themenbereich gestattet wird.
Eine wesentliche Abweichung im Rahmen des langfristigen Trainings- und Leistungsaufbau betrifft indes die Art der Wettkämpfe. Der DSB schrieb in seiner Konzeption, dass Wettkämpfe wie das Training gleichermaßen entsprechend den Entwicklungen der Talente einer Spezialisierung unterliegen. „Wettkämpfe im Kinder- und Jugendsport sind als Aufbauwettkämpfe Stationen auf dem Weg zu höheren Leistungen“ (DSB 1997, 14). Diese Gegebenheit wurde im Basketball Nachwuchsfördersystem missachtet, indem die im Grundlagentraining befindliche Altersklasse U14 die Saison 2006/2007 bereits die Deutsche U14-Meisterschaft ausspielte. Der perspektivische Charakter der Nachwuchsförderung wurde verletzt, indem bei zwölf-, dreizehnjährigen Kindern die spezifische, aktuelle Leistung in den Vordergrund gestellt wurde. Die Thematik bzw. Problematik „Einführung der Deutschen U14-Meisterschaft“ 9 wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal aufgegriffen. Konträr hierzu stehen die U14-Wettkämpfe des Basketball-Verbandes Baden-Württemberg e.V. 10 , die in der RTK
9 Die seit 2006 in Deutschland ausgespielte U14-Meisterschaft ist nicht in der 2007 veröffentlichten Rah-
mentrainingskonzeption berücksichtigt.
10 Informationen zu den Vielseitigkeitswettkämpfen sowie Durchführungsbestimmungen in Baden-
Württemberg sind unter: www.bbwbasketball.net zu finden.
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Basketball beispielhaft aufgeführt sind. Dieser Vielseitigkeitswettkampf ist im Gegensatz zu den oben beschriebenen nationalen U14-Titelkämpfen im Sinne einer systematisch aufgebauten Nachwuchsförderung, in der ein vielseitiges, altersgerechtes Grundlagentraining im Blickpunkt stehen soll.
Die Bausteine des Fördersystems sind in der RTK Basketball mit beträchtlichem Inhalt gefüllt und gewährleisten den Ausbildern und Lesern einen breiten Überblick über den generellen Trainingsaufbau von der Allgemeinen Grundausbildung bis hin zum Anschlusstraining. Zwar wird an dieser Stelle mittels eines Weblinks auf operative Wochenthemenpläne verwiesen (www.basketball-bund.de), doch nach genauer Recherche sind diese Pläne zur Trainingsumsetzung nie realisiert worden. Eine Handreichung zur Umsetzung bieten diese Seiten folglich nicht. So schreiben die Verfasser der RTK Blümel, Kasch und Brill selbst, dass Trainingsinhalte und Leistungskriterien den unterschiedlichen Entwicklungsstufen zugeordnet werden, hingegen aber nicht als Operativplan für die Ausbilder gesehen werden können (RTK Basketball, 9). Die RTK Basketball bekommt dadurch möglichenfalls eine geminderte Bedeutung für den Ausbilder. Weitergehend ist somit eine flächendeckende, korrekte Umsetzung der RTK zumindest in Frage zu stellen (Remmert, 2007).
Das Themenfeld „Trainer“ bleibt mit wenigen Zeilen in der RTK weitestgehend unberücksichtigt. Während das DSB-Konzept vorgibt, welche vielfältigen Prinzipien neben den sportfachlichen Methoden der Trainer beherrschen muss, welche Lizenzen und Voraussetzungen ein Trainer besitzen muss, um einen qualitativ hochwertigen Standard rund um den Ausbilderbereich zu garantieren, ist in der RTK Basketball nur verhältnismäßig allgemein festgehalten, wie multifunktional ein Trainer zu sein hat: „Ein Jugendtrainer ist Basketballfachmann, Pädagoge, Psychologe und Organisator in einer Person“ (ebd., 53). Doch wie soll sich ein Trainer diese vielen Eigenschaften aneignen? Ein Verweis auf die Ausbildungsmaßnahmen des DBB erscheint hier unzureichend.
Am Beispiel des nordrhein-westfälischen Landesprogramms wird in der RTK Bezug auf das Stützpunktsystem genommen. Beim Basketballverband des Westdeutschen Basketball Verbands findet demnach ein auf das DSB-Konzept adaptiertes Landesstützpunkttraining statt. Wie die Situation bundesweit aussieht, lässt sich in der RTK Basketball nicht erkennen. Von ähnlichen Stützpunktsystemen ist aber bundeseinheitlich auszugehen. Die Unterscheidung in drei Trainingsstützpunkte (Talentstützpunkt, Landesstützpunkt, Bundesstützpunkt) findet sich allerdings nicht in der RTK wieder.
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Auch das Themenfeld „Kooperation von Leistungssport und Schule“ wird hauptsächlich im selbigen Kapitel und damit auf Länderebene behandelt. In weiteren Kapiteln wird die Thematik allenfalls stichpunktartig am Rande erwähnt. Dabei ist eben die Kooperation zwischen Schule und Leistungssport ein Gegenstand, mit dem sich die DSB-Konzeption und auch die Konzeption des DOSB schwerpunktmäßig auseinandersetzt. Jüngst in der DOSB-Konzeption 2012 forderte der Dachverband strukturelle Lösungen im Bereich der dualen Karriere (DOSB 2012, 29). Einige konkrete Beispiele der Umsetzung durch den DBB, wären an dieser Stelle wünschenswert. Basketballinternate und kooperierende Hochschulen oder Programme der Bundesliga-Vereine könnten hier etwa beispielhaft aufgeführt werden und einen Einblick gewähren. Die soziale Betreuung und Laufbahnentwicklung werden in der RTK Basketball nur teilweise behandelt. Es werden sowohl die Herkunft finanzieller Zuschüsse erläutert als auch mögliche Serviceleistungen durch die Olympiastützpunkte aufgelistet. Außerdem gibt die RTK Auskunft über Sonderantragsmöglichkeiten im Rahmen eines Studiums. Die Aspekte „Gesundheit“ und „Trainingsoptimierung“ werden lediglich in Kürze bei den Serviceleistungen des Olympiastützpunktes erfasst. Konkretere Information zu diesen Punkten wären erstrebenswert. Weitere Maßnahmen des Deutschen Basketball Bundes, beispielsweise zur Leistungsdiagnostik, wurden an dieser Stelle nicht mit aufgelistet, obwohl sie nachweislich bestehen. Die psychologische Komponente, wie sie in der DSB-Konzeption beschrieben ist, wurde ebenso nur kurz und knapp schriftlich fixiert. Dabei erfährt der psychologische Stand der Talente eine immer größer werdende Bedeutung. „Hat das Talent überhaupt die Motivation für den langfristigen Leistungsaufbau?“ ist hierbei eine entscheidende Fragestellungen bei juvenilen Basketballspielern im Rahmen der Nachwuchskarriere.
Über die wissenschaftliche Forschung erfährt der Leser nichts, obwohl eben die RTK Basketball durch das bereits oben erwähnte Projekt „Wissenschaftliche Evaluation der Rahmentrainingskonzeption (RTK) Basketball des Deutschen Basketball Bundes für Kinder und Jugendliche“ Bestandteil einer wissenschaftlichen Untersuchung ist, um die RTK selbst mit dem neuestem Kenntnisstand zu modifizieren.
Resümierend gilt es festzuhalten, dass die RTK Basketball in großen Teilen zwar eine sportartspezifische Ausarbeitung von den „Vorgaben“ des Nachwuchs-Leistungssport-Konzepts von 1997 als auch des Nachwuchs-Leistungssport-Konzepts 2012 ist, sich aber auch teils lückenhaft darstellt. So werden beispielsweise die Trainer „als eigentliche Stützen des perspektivischen Nachwuchssystems“ vernachlässigt (Remmert, 2007). Darüber hinaus bleibt die Fassung der RTK mehrfach zu allgemein und ähnelt inhaltlich zu sehr dem DSB-Konzept. Häufig fehlen konkrete Beispiele zur Veranschau-
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lichung. Beispiele zur unmittelbaren Umsetzung für die Ausbilder bleiben fast im vollen Maß aus, so fehlen gänzlich Vorschläge zu Trainingsinhalten in der RTK Basketball (Remmert, 2007). Sicherlich gibt die RTK Basketball einen umfassenden Überblick für den langfristigen Trainingsaufbau, doch wenn die RTK keine unmittelbare Handreichung darstellt, bleibt die Frage offen, inwiefern eine flächendeckende, korrekte Umsetzung möglich und obendrein wahrscheinlich ist, zumal die RTK in der Trainerschaft bedingt durch die geringe Auflage nicht ausreichend verfügbar sein kann. Als Orientierung und Leitfaden ist die RTK zudem ebenfalls nur bedingt geeignet, sind die wissenschaftlichen sowie basketballspezifischen Darlegungen im Kontext des aktuellen Stands nicht ausreichend.
2.2.4 Reformen im deutschen Basketball-Nachwuchssystem
In der Folge werden Reformen der letzten Jahre, die das Basketball-Nachwuchssystem erfuhr, vorgestellt. Daneben soll ein Versuch unternommen werden, die mit den Re-formen verbundenen Erwartungen darzulegen.
Schon in den vergangenen Jahren wurden die 2007 erst offiziell veröffentlichte RTK Basketball und einhergehend die Förderstrukturen umgestaltet. Die Einführung der Doppellizenz bzw. Sonderteilnahmeberechtigung, die Schaffung einer Nachwuchsbundesliga (NBBL), die Durchführung der Deutschen U14-Meisterschaft sowie Neustrukturierungen in der zweiten Bundesliga und abschließend zukünftige Veränderungen im Talentsichtungssystem werden hier vorgestellt. Damit verknüpfte Erwartungen sollen ebenfalls eruiert und aufgezeigt werden. Nicht unerwähnt wird auch die Bedeutung der A2-Nationalmannschaft bleiben.
Die Jugendspielordnung des Deutschen Basketball Bundes e. V. (2002) stellt heraus, dass die Sonderteilnahmeberechtigung (STB) als individuelle Fördermaßnahme für Jugendliche anzusehen ist. Die Sonderteilnahmeberechtigung erlaubt einem Spieler neben dem Einsatz in seinem Stammverein eine weitere Spielberechtigung für eine Mannschaft eines anderen Vereins. Die Mannschaft des Zweitvereins darf allerdings nicht in derselben Alters- und Spielklasse antreten wie der Stammverein des Spielers. Die Regelung hat bis zum Einsatz in der Regionalliga ihre Gültigkeit. Spielt der Zweitverein in der Bundesliga, so muss für den Spieler eine sogenannte Doppellizenz beantragt werden. Diese Lizenz beinhaltet indes die gleichen Prinzipien wie die oben beschriebene Sonderteilnahmeberechtigung.
Jugendliche haben, ungeachtet der Aussicht, in einem Zweitverein zu spielen, die Mög-
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lichkeit, in mehreren Mannschaften des eigenen Vereins zu Einsätzen zu kommen. Zur Veranschaulichung gibt Tabelle 1 darüber Aufschluss.
„Dem deutschen Nachwuchs mangelt es überwiegend an der Spielpraxis auf konstant hohem Niveau“ (Klingbiel, 2005) stellte Dr. Wolfgang Hilgert, Vizepräsident für Leis-tungssport des Deutschen Basketball Bundes, fest. Die nun vielfältigen Spielgelegenheiten für Jugendliche sollen helfen, dieser Problematik entgegenzuwirken. Die Sonderteilnahmeberechtigungen und Doppellizenzen sowie die weiteren Einsatz- und Spielberechtigungen helfen den Talenten, um zu mehr Spielpraxis und -erfahrung in geeigneten Ligen zu gelangen. Insofern sind diese eine gezielte Fördermaßnahme auf dem Weg zur sportlichen Höchstleistung.
Tab.1: Einsatzmöglichkeiten von Jugendlichen nach der Jugendspielordnung (JSO)
Die Nachwuchsbasketballbundesliga (NBBL) hatte in dem Spieljahr 2006/07 ihre Premierensaison. Die Generation U19 12 aus ganz Deutschland spielte in 32 Teams, unterteilt in vier regional gegliederte Ligen und anschließenden Play-Offs, die Deutsche Meisterschaft aus (vgl. Albersmeyer et al. 2007). Die Mannschaften sind zumeist regionale Spielgemeinschaften oder Vereine, deren erste Herrenmannschaften in der Bundesliga vertreten sind. Die Träger dieser neu eingeführten Liga sind der DBB, die Bas- 11 UnterAushilfseinsätzen sind hier Einsätze bei höherklassigen Seniorenmannschaften des eigenen Ver-
eins zu verstehen.
12 Die U19-Meisterschaft spielten in der Saison 2006/07 die Jahrgänge 1988 und 1989 aus.
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ketball Bundesliga (BBL) und die Arbeitsgemeinschaft 2. Bundesliga. Ziele dieser Neugestaltung sind durch regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau die Heranführung junger Talente aus den Regionen in die 2. und 1. Bundesliga und letztlich die Heranbildung zu Nationalspielern. Um zeitliche Überschneidungen mit dem „normalen“ Ligabetrieb, in dem die Spieler außerdem eingesetzt werden können, zu vermeiden, werden die Partien der NBBL grundsätzlich Sonntag zwischen 11 und 14 Uhr absolviert. Bereits im DOSB-Konzept 2012 werden für diejenigen Sportler, die sich im Übergang vom Nachwuchs- in den Senioren-Hochleistungssport befinden, Modifikationen erarbeitet, die das Defizit, nämlich einen nahtlosen Übergang in den Hochleistungssport zu gewährleisten, beheben sollen. Die damit im Basketball verbundene vermeintliche Ursache, der laut Hilgert zu geringen Spielpraxis auf hohem Level (Klingbiel, 2005), soll mit Einführung der NBBL gleichermaßen behoben werden.
Die Deutsche U14-Meisterschaft wurde in der vergangenen Saison 2006/07 ausgetragen. Wie bereits diskutiert, ist dies nicht im Sinne einer altersgerechten, vielseitigen Nachwuchsförderung im Grundlagentraining (Remmert, 2007). So unterliegen auch die Wettkämpfe einer Spezialisierung im Lauf der Entwicklung der Jugendspieler. An dieser Stelle soll ein Zitat aus der RTK Basketball selbst die Widersprüchlichkeit dieser Reform zur Geltung bringen:
„Die Notwendigkeit entwicklungsgemäßer Wettkämpfe ist mit Blick auf die Wett-kampf-Praxis immer noch augenfällig. In den untersten Altersklassen vieler
Sportarten werden nach wie vor Titel bis zum Deutschen Meister in den speziali-
sierten Wettkampfsparten des Erwachsenensports vergeben. Welche Auswahl-
mechanismen hier greifen, welche Art von Training die Kinder zu diesen „Erfol-gen“ befähigt und welche Konsequenzen körperlicher und psychischer Art damit
verbunden sind, ist bereits vielfältig diskutiert worden. Solche „Erfolge“ können
durch gesundheitliche Folgen dieses Trainings sowie durch Motivationsprobleme
in aller Regel nicht bis in das Höchstleistungsalter der jeweiligen Sportart kon-
serviert bzw. ausgebaut werden.“ (RTK Basketball, 2007, 13f.)
Die Einführung dieser Meisterschaft ist daher als absoluter Fehlschlag zu betrachten. Gestützt wird diese Einsicht auch von den aktuell verantwortlichen Bundestrainern, die auf einer Arbeitsgruppensitzung am 27.01.2007 in Köln die Einstellung dieses Ligabetriebs schon nach Beendigung der Premierensaison beschlossen. Damit hat die Deutsche U14-Meisterschaft gerade einmal ein Jahr Bestand. An Stelle dessen regen die Bundestrainer Menz und Blümel eine „Installierung von Spieltreffs am Wochenende“ (Braun et al. 2007) an. Ein festgelegtes Programm zur Talenterfassung soll diese Treffs begleiten. Ein Grobkonzept soll bereits Bestand haben, ist allerdings noch nicht der Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Die Abkehr von der Deutschen U14-Meisterschaft bestätigt die Ablehnung der Teilnahme an der U14-Europameisterschaft.
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Damit reagiert der DBB auf die auch in dieser Arbeit konstatierte Abweichung der Vorgaben von den Konzepten des Deutsch Olympischen Sportbundes und gleicht die Art der Wettkämpfe gemäß der Konzepte des Dachverbands nachträglich an. Eine wesentliche Reform betrifft ab der Saison 2007/08 die 2. Bundesliga. Bisher wurde die Liga aus regionalen Gesichtspunkten in zwei Unterligen gegliedert. Ab dem Spieljahr 2007/08 hingegen entfällt die regionale Spaltung in eine Nord- und eine Südliga. Die neue Ligenstruktur teilt die 32 Teams nach Leistungsstärke in eine bessere „Pro A Division“ und eine darunter anzusiedelnde „Pro B Division“ ein. Bereits vor der ersten Spielzeit steht diese Modifikation in der Diskussion und es wird der „Pro B Division“ keine lange Zukunft prognostiziert. Die „Pro B“ löst die Regionalligen als dritte Liga ab, wird offiziell aber wie die „Pro A“ als 2. Bundesliga tituliert. Ziel dieser Neugestaltung ist eine Professionalisierung unterhalb der ersten Bundesliga. Während dieses für eine zweite eingleisige Liga, wie der „Pro A“ sinnig erscheint, steht hinter der „Pro B“, der dritten eingleisigen Liga, und dem Sinn dieser Liga ein dickes Fragezeichen. Es darf angezweifelt werden, ob die Strukturen, die Finanzen, die Qualität im deutschen Basketball ausreichen, drei bundesweite Ligen zu führen. Selbst die Haupt-sportart Nummer 1 in Deutschland, der Fußball mit einem ganz anderen finanziellen Hintergrund, führte bis zum Jahr 2007 lediglich zwei bundesweite Ligen. Auch hier ist neben den erwähnten Gründen die Heranführung von Nachwuchsspielern ein weiteres Argument für die Reform. Doch stellt sich die Frage nach der Akzeptanz der „Pro B Division“. Die Qualität dieser Liga ist bisher nicht einzuschätzen. Allerdings haben bereits Vereine freiwillig auf den Start in der neuen dritten Liga verzichtet. Deren Motive sind in den weiten Auswärtsfahrten und den damit verbundenen Kosten sowie der fragwürdigen sportlichen Qualität nur zu vermuten. Ein Ausweg dieses sich anbahnenden Problems könnte in einer Aufwertung der Regionalligen mit eventuellem Play-Off-System und einer stärkeren Ausländer-Begrenzung in dieser Liga liegen. In diesem Fall müsste die „Pro B“ wieder aus der Reihe der deutschen Ligen gestrichen werden.
Abschließend werden die aktuellen Änderungen der Talentsichtungsmaßnahmen des Deutschen Basketball Bundes vorgestellt. Die bisherige Talentsichtung behält zwar ihre ursprünglichen Sichtungsmaßnahmen bei, doch wird vor allem das Bundesjugendlager 13 künftig stark abgewandelt durchgeführt. Das im Oktober stattfindende BJL, die erste zentrale bundesweite Sichtungsmaßnahme für die Altersklasse U16, soll hier in seiner neuen Version vorgestellt werden.
13 Das Bundesjugendlager wird zur besseren Lesbarkeit in der Folge mit BJL abgekürzt. Beim Bundesju-
gendlager werden einmal jährlich die Meisterschaften der D-Kader der Landesverbände ausgespielt und
es dient der Talentsichtung auf Bundesebene.
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Arbeit zitieren:
Tobit Schneider, 2007, Karriereverläufe deutscher Basketballnationalspieler, München, GRIN Verlag GmbH
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