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INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 3
2 Definitionen 4
2.1 Burnout-Syndrom 4
2.1.1 Burnout-Syndrom nach Freudenberger. 5
2.1.2 Burnout-Syndrom nach Burisch 5
2.2 Arbeitslosigkeit 6
2.3 Qualifizierungsmaßnahmen 7
3 Ausgangspunkte und Phasen des Burnout-Syndroms 7
3.1 Mögliche Ausgangspunkte. 7
3.2. Phasen des Burnout-Syndroms 8
3.2.1 Ausgangspunkt Erwerbstätigkeit. 8
3.2.2 Ausgangspunkt Arbeitslosigkeit. 9
4 Burnout in der Arbeitslosigkeit 11
5 Burnout in Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose 13
5.1 Kurzfristige Qualifizierungsmaßnahmen. 14
5.2 Langfristige Qualifizierungsmaßnahmen 14
6 Lösungsansatz. 14
7 Schlussbetrachtung 15
8 Literaturverzeichnis. 19
9 Abbildungsverzeichnis 21
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1 Einleitung
Die Begriffe Burnout-Syndrom und Arbeitslosigkeit sind in der heutigen Zeit immer häufiger aus den Medien sowie aus Gesprächen zu vernehmen. Viele Menschen haben das Gefühl, dass der Druck auf die angestellten Berufstätigen einem ständigen Wachstum unterliegt und diese immer mehr leisten müssen, um sich ihren Arbeitsplatz zu sichern. Das subjektive Empfinden des Druckes durch Arbeitgeber, Vorgesetzte aber auch durch die Person selbst, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Während die Einen schon die längste Zeit über enormen Druck klagen, empfinden die Anderen die aktuelle Situation noch keineswegs als stressig.
Steigt der subjektiv empfundene Druck einer Person auf ein nur mehr schwer zu ertragendes Niveau, kann es neben psychosomatischen Symptomen, wie z.B. Magen- oder Verdauungsbeschwerden, auch zur Verringerung der Arbeitsmotivation bis hin zur innerlichen oder tatsächlichen Kündigung durch den Dienstnehmer kommen.
Der Umstand, dass der Mensch sich den Leistungsdruck selbst auferlegt, wobei hier die Motive unterschiedliche sein können {Streben nach besser bezahlten Positionen innerhalb des Unternehmens, Selbstverwirklichung oder einfach nur Angst um den Arbeitsplatz}, ist in manchen Fällen schon der Erste Schritt zum Burnout-Syndrom.
Wie oben beschrieben, legt der allgemein gestiegene Leistungsdruck in der Arbeitswelt den Grundstein des Burnout-Syndroms. Es stellt sich nunmehr die Frage, ob ein Burnout-Syndrom auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit auftreten kann. Für die meisten Berufstätigen würde sich die Frage mit einem klaren „NEIN“ be-antworten. Wie sollte auch jemand, der nicht arbeitet und somit keinem Stress unterliegt an einem Burnout-Syndrom leiden. Doch auch der Arbeitslose unterliegt einer Form von Stress, der sich zwar vom Stress des Berufstätigen unterscheidet aber trotzdem als Belastung empfunden werden kann. Die Belastungen, denen der Arbeitslose unterliegen könnte, sind Zukunftsängste, das Gefühl kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft mehr zu sein, Geldsorgen und zu viel Frei- zeit.
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2 Definitionen
In diesem Abschnitt sollen die Begriffe „Burnout-Syndrom“, „Arbeitslosigkeit“ und „Qualifizierungsmaßnahmen“ erläutert werden, um einen besseren Zugang zur Problemstellung zu schaffen.
2.1 Burnout-Syndrom
Für den Begriff Burnout-Syndrom existieren in der Literatur verschiedene Definitionen und Erläuterungen. Eine allgemein akzeptierte Definition des Burnout-Syndroms ist nur sehr schwer herzuleiten. Begründet wird dies vor allem dadurch, dass in der bisherigen Forschung weitestgehend nur auf eine bestimmte Gruppe von Personen eingegangen wurde (z.B. Lehrer oder Pflegepersonal) oder aber der Forschungsgegenstand zu weitläufig und zu allgemein definiert wurde (vgl. Burisch 2006: 14).
Das Wort „Burnout“ selbst stammt aus dem Englischen und ist mit „ausbrennen“ zu übersetzten.
Durch den Psychoanalytiker Herbert Freudenberger wurde der Begriff „Burnout“ 1974 im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit in die Fachliteratur eingeführt. „Er wurde hier auf eine Problematik aufmerksam, die für professionelle Helfer existierte. Er beobachtete, wie aus aufopferungsvollen, pflichtbewussten und engagierten Helfern häufig Mitarbeiter wurden, die leicht reizbar sind, eine zynische Einstellung gegenüber den Klienten entwickeln und Symptome einer physischen und psychischen Erschöpfung zeigen. Diese Veränderung wurde als Burnout, als Ausbrennen bezeichnet“ (Blüml 95 / 97: 2).
Auf Grund der hohen Zahl verschiedenster Definitionen ist es im Zuge dieser Arbeit nicht möglich, sämtliche Definitionen anzuführen. In weiterer Folge soll aber aus Gründen der Vollständigkeit kurz auf die Definition nach Herbert Freu- denberger und Matthias Burisch eingegangen werden.
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2.1.1 Burnout-Syndrom nach Freudenberger
Freudenberger, der sich wie bereits oben erwähnt, in seiner Arbeit mit Personen beschäftige, die einen helfenden Beruf ausüben, beschreibt das Burnout-Syndrom als einen sich langsam über einen längeren Zeitraum erstreckenden Zustand einer Person, die unter andauerndem Stress leidet. Diese permanente Belastung führt schließlich zu verringerter Motivation und damit rückläufiger Arbeitsleistung. Auch die persönliche Einstellung und das Verhalten, vor allem gegenüber den Klienten und Kollegen, ändern sich (vgl. Litzcke 2007: 156). Ein weiterer von Freudenberger betrachteter Aspekt ist die zu hohe Erwartungshaltung der betreffenden Person an die Umwelt.
„Ein Ausbrenner ist ein Mensch im Zustand der Ermüdung, der Frustration. Sie wird hervorgerufen, wenn sich der Betroffene auf einen Fall, eine Lebensweise oder eine Beziehung einlässt, die den erwarteten Lohn nicht bringt. (…) Ausbrennen bedeutet, sich entleeren. Die eigenen körperlichen und seelischen Reserven [er]schöpfen. Sich selbst bei dem Versuch zerstören, unter Aufbietung aller Kräfte unrealistische Erwartungen zu verwirklichen, die selbst gesetzt oder vom Wertsystem der Gesellschaft aufgezwungen sind (Freudenberger / Richelson 1983, 34/38)“ (zitiert nach Wüstner 2008: 134).
2.1.2 Burnout-Syndrom nach Burisch
„Burisch beschreibt Burnout als einen Zustand, der geprägt ist von Depression, Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit und mangelnder Motivation, welcher in jedem Beruf [auch in der Arbeitslosigkeit] auftreten kann“ (Kutschera 2007: 10). Burisch selbst lässt sich in seinem Buch auf keine konkrete verbale Definition des Begriffes Burnout ein. Vielmehr untersucht er eine Vielzahl von Definitionsversuchen anderer Wissenschaftler und prüft sie auf ihre allgemeine Zulässigkeit. Als umfassenste Definition zitiert Burisch in seinem Buch Schaufli & Enzmann wie folgt:
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„Burnout ist ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand »normaler« Individuen. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung (distress), einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der Entwicklung disfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Diese psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach, kann dem betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Sie resultiert aus einer Fehlpassung von Intentionen und Berufsrealität. Burnout erhält sich wegen ungünstiger Bewältigungsstrategien, die mit dem Syndrom zusammenhängen, oft selbst aufrecht (Schaufli & Enzmann, 1998, S. 36)“ (zitiert nach Burisch 2006: 19).
2.2 Arbeitslosigkeit
Unter Arbeitslosigkeit versteht man den Zustand, wenn eine Person über kein eigenes Einkommen aus einem sozialversicherungsrechtlichen Dienstverhältnis oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit verfügt. Die Arbeitslosigkeit kann nach folgenden Überbegriffen unterteilt werden: Natürliche / freiwillige Arbeitslosigkeit
Niedriglohn-Arbeitslosigkeit: Wegen zu geringer Reallöhne sind bestimmte Personen nicht bereit ihre Arbeitskraft anzubieten. Strukturelle Arbeitslosigkeit: Ändern sich die Produktionsstrukturen in bestimmten Branchen, wird wegen der mangelnden oder falschen Qualifikation der betroffenen Personen Arbeitslosigkeit geschaffen. Friktionelle Arbeitslosigkeit: Oftmals wissen Arbeitslose nicht, dass offene Stellen am Arbeitsmarkt existieren, an denen sie wieder arbeiten könnten. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit
Mindestlohn-Arbeitslosigkeit: Wegen zum Beispiel kollektivvertraglichen Bestimmungen können Arbeitslöhne nach unten nicht flexibel sein. Dadurch ist es in Zeiten gesunkener Nachfrage nicht möglich, die Arbeitslöhne nach unten zu korrigieren. Die Betriebe sind gezwungen Arbeitskräfte frei zu setzen.
Nachfragemangel-Arbeitslosigkeit: Die Ursache der Nachfragemangel- Arbeitslosigkeit ist in einer pessimistischen Absatzerwartung der Betriebe
Arbeit zitieren:
Mario Gutschi, 2009, Das Burnout-Syndrom in der Arbeitslosigkeit am Beispiel von Teilnehmern in Qualifizierungsmaßnahmen , München, GRIN Verlag GmbH
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