2
Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis 1 Einleitung 1
1.1 Themeneingrenzung (Julia Gade) 1
1.2 Allgemeine Grundlagen (Simone Ungerath) 1
2 Volksmusik-Shows (Julia Gade) 5 2.1 Zielgruppe 8 2.2 Kommunikation 10 2.3 Touristische Angebote 13
2.4 Möglichkeiten und Gefahren 14
3 Open Air Festivals (Simone Ungerath) 16 3.1 Zielgruppe 19 3.2 Kommunikation 22 3.3 Touristische Angebote 27
3.4 Möglichkeiten und Gefahren 29 Literaturverzeichnis Anhang
3
1 Einleitung
1.1 Themenabgrenzung
Der Markt der Musikreisen ist ein sehr vielfältiger Bereich, der auch in kleinere Teilmärkte gegliedert werden kann, wie z.B. in Musical-, Opern-, Volksmusikreisen und Reisen zu Open Air Festivals, bei denen Rock-, Popmusik oder Ähnliches gespielt wird.
Bei näherer Betrachtung dieser Teilmärkte wird deutlich, dass das touristische Angebot sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, sowohl in der Vielfalt als auch in der Anzahl der Angebote. Der wohl am weitesten erschlossene Teilmarkt ist hierbei der Bereich der Musicals, wie die Katalogrecherche der Verfasserinnen ergab. Sowohl alle großen Reiseveranstalter wie TUI, Thomas Cook und DERTOUR haben mehrere Musicals in ihr Städtereisenprogramm aufgenommen, als auch der größte Teil der Busreiseveranstalter mindestens ein Musical in seinen Katalogen aufführt. Auch einzelne Hotels bieten Musicalarrangements an und sowohl über Reisebüros als auch über Konzertkassen oder Tickethändler im Internet können Karten gekauft werden.
Auch der Opernreisemarkt ist gut erschlossen. Hierbei ergab die Recherche, dass es einige Spezialisten wie Orpheus-Opernreisen und das Institut für Bildungsreisen (IFB) gibt. Doch auch einzelne Busreiseveranstalter haben dieses Nischenprodukt in ihr Portfolio mit aufgenommen (z.B. ). Es sind jedoch weniger als im Musical Bereich und das Angebot ist auch nicht so breit gefächert.
Im Gegensatz hierzu stehen die Bereiche Volksmusik und Open Air Festivals, die auf den ersten Blick nicht so gut ausgebaut zu sein scheinen. Dies ist der Grund, warum die Verfasserinnen in dieser Seminararbeit diese gegensätzlichen Märkte nicht nur von der touristischen Seite her näher untersuchen, sondern auch andere Bereiche näher betrachten, wie z. B. das Radio, über das diese Musikbereiche u. a. konsumiert werden können. Auf diese Weise soll versucht werden, Schlüsse über die Zielgruppen, die Nachfrage und evtl. touristische Potentiale zu ziehen.
4
1.2 Allgemeine Grundlagen
Bevor in den folgenden Kapiteln auf die Veranstaltungen im einzelnen eingegangen wird, müssen noch verschiedene grundlegende Daten betrachtet werden. Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur in Deutschland:
Abbildung 1: Bevölkerungsdaten 2002
Quelle: Media-Analyse, Media Perspektiven, SWR Medienforschung, Bevölkerungsdaten, S. A57 im Anhang Auf dieses Schaubild wird in den Kapiteln 2.1 und 3.1 noch in Bezug auf die Zielgruppen genauer eingegangen werden.
5
Das folgende Schaubild zeigt die Nutzung der Medien unterteilt nach Altersgruppen:
0,0% 20,0% 40,0% 60,0% 80,0% 100,0% 120,0% Personen ab 14 Jahren, MO - SO
Abbildung 2: Mediennutzung und Freizeitbeschäftigung 2002
Quelle: Media-Analyse 2002/II, Media Perspektiven, SWR Medienforschung, Mediennutzung, S. A158 im Anhang
Die Nutzung dieser Medien ist besonders für die Kommunikation der hier untersuchten musikalischen Events von großer Bedeutung. Um diese Bedeutung deutlich zu machen, ist es notwendig zu wissen, wieviel Zeit für diese Medien jeweils verwendet wird:
6
Ab 1992 inklusive neuer Bundesländer.
* Media-Analyse 2001/II ** Media-Analyse 2002/II
1) Schallplatte, Kassette, CD (ab 1993), Tonband.
Abbildung 3: Zeitbudget für audiovisuelle Medien
Quelle: Media Analyse, SWR Medienforschung, Media Perspektiven, Zeitbudget, S. A155/A166 im Anhang
Die Informationen, die diese beiden Abbildungen enthalten, werden in den Kapiteln 2.2 und
3.2 noch genauer untersucht.
7
2 Volksmusik - Shows
Die Veranstaltungen der Volksmusik, die in dieser Seminararbeit diskutiert werden sollen, sind keine „reinen“ Volksmusikveranstaltungen, bei denen z.B. nur die Musik eines bestimmten Kulturkreises oder Landes vorgestellt wird. Sie zeichnen sich vielmehr dadurch aus, dass sie eine Mischung aus deutscher Volksmusik, volkstümlichen Schlagern und auch einigen Beiträgen aus den Bereichen Swing, Operette, Klassik oder Musical darstellen 1 , um so eine leichte und abwechslungsreiche Unterhaltung zu gewährleisten. Durch diese Mischung von vorwiegend deutsch, z. T. auch in Dialekten gesungenen Liedern wird dem Zuschauer/hörer eine heile Welt vorgegaukelt, die die Menschen in der heutigen Zeit oft sehr vermissen. Dies ist das Erfolgsrezept dieser Sendungen 2 .
Aus diesem Grund wird der Begriff „Volksmusik“ auch nicht im ursprünglichen Sinn genutzt, sondern ist weiter gefasst und behandelt die o. g. Musikmischung.
Ein weiterer Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass viele Stars der Volksmusik, wie z.B. Patrick Lindner oder auch Marianne & Michael, keine reine Volksmusik machen, sondern ihr Repertoire auch eine Mischung o. g. Musikrichtungen darstellt 3 4 .
Das Konzept dieser Shows beinhaltet also zum einen eine gut gelungene Mischung der Musik. Weiterhin ist charakteristisch, dass sie im Fernsehen übertragen werden, meist in der ARD und im ZDF. Diese wurden aufgrund der immensen Nachfrage nach der Volksmusik fast gezwungen, sie in ihr Programm aufzunehmen 5 . Dieser sog. „Pull-Effekt“ hat weiterhin bewirkt, dass diese Sendungen fast immer die besten Sendeplätze erhalten. Dies war z. B. der Fall beim „Musikantenstadl“, der ab 1984 donnerstags um 20.15h gesendet wurde und auf-grund der hohen Beliebtheit ab 1986 samstags um 20.15h ausgestrahlt wurde. 6 Gleichzeitig haben Anhänger dieser Musikrichtung auch die Möglichkeit, bei diesen Veranstaltungen live als Publikum dabei zu sein.
Dabei ist es wichtig anzumerken, dass eine Sendung wie z.B. die „Lustigen Musikanten“ moderiert von Marianne & Michael nicht immer vom gleichen Ort aus präsentiert wird,
1 Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S.A9 im Anhang
2 Vgl. o.V., Beierlein, S. A48 im Anhang
3 Vgl. o. V., Biographie, S. A19 im Anhang
4 Vgl. Bayrischer Rundfunk, Feiern, 2002, S.A15 im Anhang
5 Vgl. o. V., Beierlein, S.A48 im Anhang
6 Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S.A9 im Anhang
8
sondern sie auf einer Tournee unterwegs sind. So werden beispielsweise die „Lustigen Musikanten“ in diesem Jahr von 31 Orten aus präsentiert 7 . Dies trägt dazu bei, dass eine viel breitere Masse von Volksmusikliebhabern die Gelegenheit hat, so ein Konzert auch einmal live mitzuerleben. Da es sich, wie in Punkt 2.1 dargestellt werden wird, hierbei um ein älteres Publikum handelt, ist auch dies eine wichtiger Vorteil, da ein Großteil dieser Menschen nicht mehr flexibel genug ist, um mehrere Stunden (in der Nacht) zu fahren, um so einem Spektakel beizuwohnen.
Die „Lustigen Musikanten“ sind jedoch bei weitem nicht die einzige Volksmusik-Show, die auf Tournee unterwegs ist. Laut Auskünften der Künstlermedia GmbH, die seit 11 Jahren Volksmusik-Veranstaltungen mit großem Erfolg durchführt, hat die Nachfrage so stark zugenommen, dass sie ca. 30 Tourneen im Jahr organisieren. Hierbei handelt es sich sowohl um Shows wie die „Lustigen Musikanten“, als auch um Solo-Tourneen einzelner Künstler. 8 Dies zeigt, wie groß das Angebot inzwischen geworden ist. Leider können hier keine Zuschauerzahlen oder verkaufte Ticketzahlen gegenübergestellt werden, da die Veranstalter diese Zahlen nicht herausgegeben haben. In Berichten ist jedoch immer die Rede von ausverkauften Hallen 9 .
Aus diesem Grund werden in der untenstehenden Tabelle einige Zuschauerzahlen von Fernsehübertragungen der letzten Jahre aufgeführt, soweit sie recherchiert werden konnten. Sie veranschaulichen den großen anhaltenden (den Musikantenstadl z. B. gibt es seit 20 Jahren 10 , die „Lustigen Musikanten“ gibt es seit 10 Jahren 11 ) Erfolg dieser Shows. Gerade Abbildung 4 verdeutlicht dies sehr stark, da hier der Vergleich zu anderen erfolgreichen Sendungen mehrerer Sender gezogen wird. Gleich zwei Shows haben in den Jahren 2000/01 ihren Platz unter den ersten Zehn behauptet.
7 Vgl. Künstlermedia GmbH, Lustige Musikanten, S. A3 im Anhang
8 Vgl. Kirsamer, S., Antworten, 2002, S. A14 im Anhang
9 Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S.A9 im Anhang
10 Ebenda.
9
Zuschauer ab 3 Jahre
Abbildung 4: Zuschauer und Marktanteile von Unterhaltungssendungen I
Quelle: Vgl. ARD, Zuschauer, 2002, S A27 im Anhang
11 Vgl. o.V., Biographie, S.A19 im Anhang
10
Abbildung 5: Zuschauer und Marktanteile von Unterhaltungssendungen II
2.1 Zielgruppe
Aufgrund der bereits beschriebenen Musikmischung der hier diskutierten Shows ist es nicht einfach, ihre Zielgruppe klar abzugrenzen. Gerade Interpreten des volkstümlichen Schlagers
12 Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S. A9 im Anhang
13 Vgl. ARD, Zuschauer, 2002, S. A27 im Anhang
14 Ebenda.
15 Ebenda.
16 Ebenda.
17 Vgl. WDR, Fussball, 2001, S. A25 im Anhang
18 Vgl. HSL System Design GmbH, Kastelruther Spatzen, 2002, S. A18 im Anhang
19 Vgl. Bayrischer Rundfunk, Tages-Hitliste, 2002, S. A42 im Anhang
20 Vgl. Bayrischer Rundfunk, Tages-Hitliste, 2002, S. A41 im Anhang
21 Vgl. Bayrischer Rundfunk, Tages-Hitliste, 2002, S. A160 im Anhang
22 Vgl. Bayrischer Rundfunk, Tages-Hitliste, 2002, S. A161 im Anhang
Quote paper:
Simone Ungerath, 2002, Boom-Markt Musikreisen: Profil, Angebote, Nachfrage und Marketing, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Vergleich internationaler Organisationen aus struktureller und funktio...
Business economics - Miscellaneous
Scholary Paper (Seminar), 29 Pages
Muhammad Ali: Prägung seiner Zeit oder zeitprägend?
American Studies - Culture and Applied Geography
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Die Rechte afroamerikanischer Muslims in Gefängnissen
American Studies - Culture and Applied Geography
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 21 Pages
Interkulturelle Erziehung in der pädagogischen Praxis - Schreibspiele ...
Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 28 Pages
Simone Ungerath has published the text Boom-Markt Musikreisen: Profil, Angebote, Nachfrage und Marketing
Simone Ungerath has uploaded a new text
Labor Markets and Social Security
Issues and Policy Options in t...
John T. Addison, Paul J. J. Welfens
A Trading Desk View of Market Quality
Robert A. Schwartz, John Aidan Byrne, Antoinette Colaninno
The Dynamics of Emerging Stock Markets
Empirical Assessments and Impl...
Mohamed El Hedi Arouri, Fredj Jawadi, Duc Khuong Nguyen
Statistics of Financial Markets
Exercises and Solutions
Szymon Borak, Brenda López Cabrera, Wolfgang Karl Härdle
0 comments