Inhaltsverzeichnis
1 Bedingungsanalyse 3
1.1 Die schulischen Rahmenbedingungen
1.2 Die Klasse
1.3 Der Geschichtsunterricht
2 Sachanalyse 4
3 Beschreibung der zu fördernden und zu
erreichenden Kompetenzen 6
3.1 Kompetenzen, die gefördert werden sollen
3.2 Stundenziele, die der Förderung dieser Kompetenzen dienen
4 Didaktische Überlegungen 7
4.1 Einbettung in die Unterrichtseinheit
4.2 Bedeutung des Themas für die Schüler
5 Methodische Überlegungen 8
5.1 Gliederung der Stunde
5.2 Erläuterungen zu den einzelnen Phasen
6 Quellenverzeichnis 12
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Internetverzeichnis
7 Verlaufsplanung 13
2
1 Bedingungsanalyse
1.1 Schulische Rahmenbedingungen
Die … Realschule Stuttgart befindet sich in … welches ein Stadtteil von … ist und im Süden liegt. Das Haupteinzugsgebiet erstreckt sich von … über …, …, … bis …. Einige Schülerinnen und Schüler kommen auch aus den Stadtteilen …, …, … und … sowie aus dem … Bezirk …. Der Anteil von Schülern aus Familien mit Migrationshin-tergrund entspricht dem Durchschnitt an Stadtschulen.
Besucht wird die Realschule von 386 Schülern 1 , die auf 15 Klassen verteilt sind. Die Klassenstufen 7, 9 und 10 werden dreizügig, die Klassenstufen 5, 6 und 8 zweizügig unterrichtet. Die Klassenzimmer sind überwiegend mit Tageslichtprojektoren, Geodreiecken, Zirkeln sowie Haupt- und Rücktafeln ausgestattet. Auch das Abdunkeln der Räume ist ohne Probleme möglich.
Die Stundesequenzen betragen an unserer Schule 90 Minuten. Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr.
1.2 Die Klasse
Die Klasse … setzt sich aus 29 Schülern zusammen - davon sind 12 Mädchen und 17 Jungen. Ich habe die Klasse erst seit dem zweiten Schulhalbjahr übernommen und kann deshalb nur bedingt Aussagen über sie machen.
1.3 Der Geschichtsunterricht
An der … Realschule wird in der Klasse 8 Geschichte einstündig unterrichtet. Um die Einstündigkeit zu umgehen, hatten die Schüler im ersten Schulhalbjahr keinen Geschichtsunterricht, sondern erst im zweiten Schulhalbjahr, dafür aber nun zweistündig, jeweils montags und mittwochs. Nach einer halbjährigen Pause nach der 7. Klasse muss das Geschichtswissen mit dem Stoff für die Klasse 8 fortgesetzt werden.
Die Schüler führen in Geschichte einen Schnellhefter, in den sie die Arbeitsblätter und ihre Aufschriften einheften.
Die Klasse kennt unterschiedliche Sozialformen, wie Einzelarbeit und Partnerarbeit.
1 Aus Gründen der verbesserten Lesbarkeit und Schreibökonomie werden Schülerinnen und Schüler
im weiteren Verlauf des Textes als „Schüler“ bezeichnet.
3
2 Sachanalyse
In diesem Abschnitt möchte ich auf die wesentlichen Inhalte des Themas eingehen. Ich beschränke mich hierbei auf die für die Stunde wichtigen Punkte. Eine ausführliche Analyse aller Ereignisse des Jahres 1789, und vor allem der sich um das Datum des 14. Juli 1789 ereignet habenden Geschehnisse würde den Rahmen dieses Entwurfes und der Unterrichtsstunde sprengen. Diese Sachanalyse soll als Grundlage für die Stunde dienen.
Die Hauptstadt Paris mit ihren etwa 700 000 Einwohnern war schon seit 1787 von zunehmender politischer Erregung ergriffen. Teuerung, Lebensmittelknappheit und schlechtes Brot hatten die Gemüter in allen Schichten erregt, nicht zuletzt die des 3. Standes. Arbeitslosigkeit und die strengen Winter trieben viele Menschen in die Hauptstadt. 2
Aufgrund der zunehmenden Finanzkrise berief König Ludwig XVI. die Generalstände, die seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr zusammen gekommen waren, ein. Wegen der Unzufriedenheit des 3. Standes formierte sich dieser von den Generalständen zur Nationalversammlung. Der 3. Stand sah sich als der wahre Vertreter Frankreichs an und wollte nun eine neue Verfassung erarbeiten. Infolge dieser brisanten politischen Lage stationierte König Ludwig XVI. etwa 20 000 Soldaten um Paris. Dieser Schachzug des Königs vermehrte den Unmut in der Bevölkerung nur noch weiter. Als die erhofften Verbesserungen nach Einberufung der Generalstände und Formierung der Nationalversammlung ausblieben, wurde die Bevölkerung durch die immer noch überteuerten Brotpreise und den Zusammenzug der Truppen um Paris dazu genötigt, endlich selbst etwas zu tun. Am 14. Juli 1789 versammelten sich immer mehr Menschen in Paris und mit den Worten „Zu den Waffen“ ergriffen sie die Chance, beschafften sich Waffen aus der Waffenkammer und marschierten zur Bastille, dem Stadtgefängnis von Paris. Ihr Ziel war es in erster Linie, Schießpulver zu besorgen, um die Waffen nachladen zu können. Dieses war in der Bastille gelagert, etwa 1100 kg. Die Bastille war ein Symbol des Absolutismus und somit des Königs. Aus Protest gegen ihn wollten die Menschen die Bastille stürmen. An der Bastille kam es dann zu
2 Vgl. Griewank, K.: Die Französische Revolution 1789-1799. S. 36ff.
4
einem Feuerkampf zwischen den in der Bastille stationierten Truppen des Königs und den Angreifern. Der Kommandant der Bastille nahm die Situation nicht so ernst und so kam es dazu, dass die Angreifer die Bastille schneller als gedacht einnehmen und den Kommandanten nach seiner Kapitulation festnehmen konnten. Die aufgebrachte Menge tötete den Kommandanten und trug seinen Kopf als Trophäe durch die Straßen von Paris. 3 „Die Wirkung des Ereignisses vom 14.Juli 1789 war ungeheuer.“ 4 Der König, noch ohne Kenntnis von der Revolution, wurde durch einen liberalen Adligen über das Geschehen in Paris informiert. Am darauf folgenden Tag reagierte der König, indem er die Nationalversammlung anerkannte und den Rückzug der Truppen versprach. Mit diesem Schritt wollte er sich seine Krone bewahren. „Von dem siegreichen Pariser Aufstand ging eine Bewegung durch das ganze Land.“ 5 In anderen Städten und auch auf dem Land brachen bewaffnete Aufstände nach Pariser Vorbild aus. Die Menschen auf dem Land wollten sich von den Feudallasten und von dem Ableisten der Dienste für ihre Grundherrn befreien. Zunächst plante die Nationalversammlung Maßnahmen zur Niederwerfung der Unruhen. „Als aber die Aufstände überall siegreich waren, vollzog sich in der Versammlung ein neuer revolutionärer Akt.“ 6 Vor allem die adligen Abgeordneten der Nationalversammlung erkannten, dass man Zugeständnisse machen musste, um der Revolution ein Ende zu bereiten. Somit beschlossen sie in der Nacht vom 4. zum 5. August 1789 alle Sonderrechte der Stände, Provinzen und Städte fallen zu lassen, die Gleichstellung aller Stände, die Feudallasten abzuschaffen und dass alle Bürger Frankreichs gleichermaßen steuerpflichtig werden sollten, die Adligen genauso wie die Bauern.
3 Vgl. ebd.
4 Aus. ebd.
5 Aus ebd.
6 Aus. ebd.
5
Arbeit zitieren:
Veysel Kilicaslan, 2009, Der Sturm auf die Bastille – Ursachen und Folgen des 14. Juli 1789 , München, GRIN Verlag GmbH
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