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EUTSCHE
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ORPORATE
G
OVERNANCE
K
ODEX
UND DESSEN
A
KZEPTANZ
S
TUDIENARBEIT
an der Hochschule für Angewandte
Wissenschaften- Fachhochschule Hof
Fachbereich BWL
Vorgelegt von
Alexander Schmidt
I Verzeichnis über verwendete Abkürzungen
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
2
I Verzeichnis über verwendete Abkürzungen
AG
Aktiengesellschaft
AktG
Aktiengesetz
BiRiLiG
Bilanzrichtliniengesetz
DCGK
Deutscher Corporate Governance Kodex
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GuV
Gewinn- und Verlustrechnung
HGB
Handelsgesetzbuch
i.s.d.
im Sinne des
KgaA
Kommanditgesellschaft auf Aktien
KonTraG
Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
PublG
Publizitätsgesetz
WpHG
Wertpapierhandelsgesetz
II Gliederung
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
3
II Gliederung
I Verzeichnis über verwendete Abkürzungen... 2
II Gliederung ... 3
1
Einleitung ... 4
2
Was ist Corporate Covernance... 5
3
Der Deutsche Corporate Governance Kodex ... 6
3.1
Geschichtlicher Hintergrund des DCGK... 7
3.2
Welche Rechtsformen unterliegen dem ,,Kodex" ... 8
3.3
Aufbau des Kodex ... 9
3.3.1
Muss-Vorschriften... 9
3.3.2
Soll-Empfehlungen... 9
3.3.3
Sollte-Anregungen... 10
3.4
Welchen Nutzen hat eine gute Corporate Governance?... 11
3.5
Akzeptanz des DCGK ... 12
3.5.1
Entsprechenserklärungen im Überblick... 12
3.5.2
Die Empfehlungen und Anregungen im Einzelnen ... 13
3.5.3
Zwischenfazit... 16
4
Fazit & zukünftige Entwicklung... 17
4.1
Zukünftige Entwicklung ... 17
4.2
Fazit ... 18
4.2.1
Der Ökonomische Nutzen des DCGK... 18
4.2.2
Der DCGK in der Finanzkrise ... 18
IV Literaturverzeichnis ... 20
V Anhang... 21
Deutsche Corporate Covernance Kodex (aktuelle Fassung)... 21
Einleitung
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
4
1 Einleitung
Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise werden Stimmen, welche eine schärfe
Corporate Governance fordern, immer lauter. Eine kürzlich von der Gesellschaft für Wirt-
schaftskommunikation veröffentlichte Umfrage unter 323 Wirtschaftsjournalisten belegte, das
dieses Thema auch im Jahr 2008 zu den drei wichtigsten Wirtschaftsthemen zählte. Nur die
Subprime-Krise und die Corporate Social Responsibility wurden von den Journalisten als
wichtiger eingestuft.
1
Spätestens seit den 1990er Jahren werden weltweit Standards einer Corporate Governance zur
Verbesserung von Unterhmensführung- und Überwachung diskutiert.
2
Die deutschen Unter-
nehmensskandale Flowtex , Balsam sowie letztlich die Unternehmenskrise der
Holzmann AG haben gravierende Defizite im deutschen Corporate-Governance-System auf-
gezeigt. Derartige Schieflagen bedeutender Unternehmen sowie die Globalisierung der Kapi-
tal- und Finanzmärkte regte die Diskussion über effiziente Formen der Leitung und Überwa-
chung börsennotierter Gesellschaften an.
3
Die Akzeptanz des Deutschen Corporate Governance Kodex unter deutschen börsennotierten
Gesellschaften soll Hauptinhalt dieser Arbeit sein und schlussendlich ein kurzes Fazit über
Corporate Governance in der weltweiten Finanzkrise darstellen.
1
Vgl.: Dr. Doeblin Gesellschaft für Wirtschaftskommunikation mbH, http://www.wp-online.de/wj08/charts.ppt/ Stand
24.03.2009
2 Vgl.: Paetzmann, Karsten, Corporate Governance, Strategische Marktrisiken, Controlling, Überwachung, Seite 1, Hamburg
2008
3 Vgl.: Pasalic, Mario: Der Deutsche Corporate Governance Kodex, Seite 7, Saarbrücken 2007
Was ist Corporate Covernance
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
5
2 Was ist Corporate Covernance
Unter Corporate Governance werden in der Regel drei Aspekte subsumiert: Die Führung ei-
nes Unternehmens, die Überwachungs- und Kontrollmechanismen eines Unternehmens sowie
das Beziehungsverhältnis der drei Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Eigentümer untereinan-
der und in Bezug auf die weiteren Stakeholder. Corporate Governance beschreibt also ein
System von Maßnahmen, welches das Beziehungsverhältnis zwischen Management und Ei-
gentümern in Bezug auf die Führung und Kontrolle beziehungsweise Überwachung des Un-
ternehmens regelt. Hierbei werden sowohl die Anspruchsgruppen im Innen- als auch im Aus-
senverhältnis eingeschlossen.
Corporate Governance bedeutet zunächst wörtlich die Organisation der Leitung und Kontrolle
eines Unternehmens, wobei in der heutigen Bedeutung von ethisch zulässigen und legitimen
Verfahren der Führung ausgegangen wird. Zu den Hauptaufgaben gehört es, die Effizienz der
Unternehmensführung sicherzustellen sowie die Verteilung der Verfügungsrechte auf die ver-
schiedenen Interessengruppen, die sogenannten Stakeholder, festzulegen. Entsprechende
Rahmenbedingungen, Kontrollmechanismen und -vorschriften sowie organisatorische Maß-
nahmen sind zu entwickeln und zu implementieren.
1
Die angewendete Corporate Governance wird durch interne wie auch durch externe Normen
und Rahmenbedingungen beeinflusst. Interne Rahmenbedingungen ergeben sich durch unter-
nehmensspezifische Gegebenheiten (Anteilseignerstruktur, Aufbauorganisation, Geschäfts-
feldverteilung im Vorstand, interne Machtstruktur). Die externen Rahmenbedingungen wer-
den durch das standortspezifische Umfeld einer Unternehmung, also das jeweilige nationale
Corporate-Governance-System sowie die die Unternehmensverfassung beeinflussende Ge-
setzgebung und Rechtsprechung, bestimmt.
2
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) vereinigt zentrale gesetzliche Vorschrif-
ten zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften. Darüber hinaus
enthält er international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller
1
Brauweiler, Hans-Christian: Unternehmensführung heute, Seite 294, Oldenburg 2008
2
Brauweiler, Hans-Christian: Unternehmensführung heute, Seite 294, Oldenburg 2008
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
Der Deutsche Corporate Governance Kodex
6
Unternehmensführung. Zielsetzung des Kodexes ist es, das Vertrauen von Anlegern, Kunden,
Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in deutsche Börsenunternehmen auch international zu
stärken.
3 Der Deutsche Corporate Governance Kodex
Im Zuge der zunehmenden Globalisierung der Kapitalmärkte gab es im vergangenen
Jahrzehnt Diskussionen über die deutschen Rahmenbedingungen für börsennotierte Unter-
nehmen im Vergleich zu den Standards der angloamerikanischen Unternehmensführung und -
kontrolle. Ausschlaggebend war, dass anglo-amerikanische Investoren in den vergangenen
Jahren Grundsätze guter Corporate Governance bekannt gegeben hatten und ein unmittelbarer
Vergleich mit dem deutschen Rechtssystem wegen der Vielzahl unterschiedlicher Regelwerke
(AktG, HGB, WpHG) nicht möglich war. Fraglich war zudem, ob die Regelungen des Akti-
engesetzes und des Bilanzrechts geeignet waren, deutsche Unternehmen am internationalen
Kapitalmarkt wettbewerbsfähig zu halten.
1
Insofern ergab sich die Notwendigkeit, das deutsche System in einer transparenten Form of-
fen zu legen, wie es bereits seitens großer institutioneller Investoren gefordert wurde.
2
Aus diesem Grunde wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex im Auftrag der Bun-
desregierung im Februar 2002 verabschiedet. Der Kodex beinhaltet wesentliche gesetzliche
Vorschriften zusätzliche Standards und trägt somit einen wichtigen Beitrag zur Effizienzstei-
gerung der Leitung und Überwachung von deutschen Unternehmen bei.
Seit dieser Zeit wird der Deutsche Corporate Covernance Kodex jährlich revidiert und ange-
passt wird.
Der DCGK gliedert sich in insgesamt sechs Themenkomplexe:
1
Hans-Christian Brauweiler: Unternehmensführung heute, Seite 294, Oldenburg 2008
2
Vgl. Cromme, Gerhard, Die Bedeutung des Deutschen Corporate Governance Kodex für die Praxis, in: Zeitschrift für das
gesamte Kreditwesen, 55.Jahrgang, 11/2002, S. 5
.
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