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Inhaltsverzeichnis:
I. Einleitung 3
II. DHILQLWLRQÄ:DOOIDKUW XQGÄ3LOJHUUHLVH 3
III. Der Islam 4
1. Die Geschichte des Islams 4
2. Die Pilgerfahrt nach Mekka 5
3. Weitere Pilgerfahrten im Islam 9
IV. Das Christentum 9
1. Die Geschichte des Christentums 9
2. Die Pilgerfahrten der katholischen Christen 10
V. Vergleich der Pilgerfahrten der Muslime 12
und der römisch-katholischen Christen
VI. Fazit 15
VII. Abbildungsverzeichnis 16
IIX. Literaturverzeichnis 17
3
I. Einleitung:
Der Islam und das Christentum sind beides Weltreligionen monotheistischen abrahamischen Ursprungs. Doch trotz der Ähnlichkeit in ihrem Ursprung sind sich beide Religionsrichtungen fremd. Mit meiner Arbeit möchte ich die Pilgerreisen der Muslime mit den Wallfahrten der Christen vergleichen, um so die Bedeutung einer Bildungsreise im religiösen Sinne zu erarbeiten. Um den Rahmen einer Hausarbeit einzuhalten, werde ich mich auf die katholischen Christen beschränken und einige der bekanntesten katholischen Wallfahrten in meinen Vergleich mit einbeziehen, um den Diskurs über Pilger aus unserem Seminar Ä'LH %LOGXQJVUHLVH³ zu erweitern. Ich beginne mit einer kurzen Definierung der Begriffe Wallfahrt und Pilgerreise, um mich dann nach einer kurzen Einführung zum Islam und Christentum genauer mit den Pilgerreisen dieser beiden Glaubensgemeinschaften zu befassen und schließlich einen Vergleich mit anschließendem Fazit durchzuführen. ,,'HILQLWLRQÄ:DOOIDKUW³XQGÄ3LOJHUUHLVH³:
Die Wallfahrt wird allgemein definiert als eine religiös motivierte Reise zu einer Kultstätte, verbunden mit der Hoffnung auf ein Wunder oder einer Wunscherfüllung. Diesen Pilgerstätten wird eine besondere Gottesnähe zugesprochen. Die Gläubigen verehren auf der Wallfahrt Kultobjekte und geben mitgebrachte Opfergaben ab, um ihren Glauben und sich selbst zu festigen.
Die christliche Wallfahrt hat ihren Ursprung im Judentum. Nach der Abspaltung des Christentums vom Judentum, gab es zunächst einen Bruch mit der Wallfahrtstradition der Juden. Im späten Altertum und frühen Mittelalter konzentrierten sich christliche 3LOJHUDXI:DOOIDKUWHQ]XPÄ+HLOLJHQ/DQG³VSlWHUDXFKDXI:DOOIDKUWHQ]X+HLOLJHQ ihren Gräbern und Reliquien. In der Gegenwart, insbesondere nach den Weltkriegen nahm zeitweise der Glaube an das Überirdische stark zu und die Christen nutzten die Wallfahrten als Möglichkeit in sich zu gehen und neue Lebensorientierung zu gewinnen. Heutzutage werden Wallfahrten hauptsächlich professionell von öffentlichen Institutionen organisiert.
4
Die Pilgerreise hat ihren Beginn zu Abrahams Zeiten, dessen Aufgabe in der Erinnerung an Erfahrungen der Führung durch Gott lag. Um seine Aufgabe erfüllen zu können, musste er seine Heimat verlassen und sich auf etwas Unbekanntes einlassen. 1 Der Begriff Pilger stammt von dem lateinischen Wort Peregrinus, welches übersetzt )UHPGHUEHGHXWHW'LH3LOJHUUHLVHJLOWVRPLWDOVÄ5HLVHLQV)UHPGHXQG8QJHZLVVH³ 2 Bei der Pilgerfahrt liegt die Wurzel ebenfalls im Glauben an überirdische Mächte, die ihre Kraft an bestimmten Orten entfalten. Als zentrale Pilgerorte gelten im Islam Mekka, im Judentum Jerusalem, im Hinduismus Benares am Ganges, im Buddhismus die Stationen des Siddharta Gantama Buddha und im Christentum die Stationen im Leben Jesus, Marias oder Heiliger. 3 Da heutzutage die beiden Begriffe Pilgerreise und Wallfahrt im gleichen Kontext gebraucht werden, werde ich in den folgenden Texten immer wieder zwischen den beiden Begriffen variieren. III. Der Islam: 1. Die Geschichte des Islams:
Der Islam ist eine monotheistische abrahamische Religion. Der wichtigste Lehrsatz ist der Glaube an die Einzigartigkeit Gottes/Allahs. Muhammad ist Allahs Prophet, der Gottes Botschaft letztgültig im Koran festhielt. Der Koran ist für Muslime von unumstößlicher Wichtigkeit, da er die Botschaft Allahs beinhaltet. Für jeden Muslim sind die folgenden fünf Säulen der Religion verbindlich: 1. Schahada (Das Glaubensbekenntnis)
2. Salat (Das Gebet aus dem Koran, welches fünfmal am Tag in Richtung Mekka gebetet werden muss)
3. Zakat (Eine sozial-religiöse Pflichtabgabe, welche einmal pro Jahr an Bedürftige gezahlt wird. Hierbei werden 2,5 % des stehenden Vermögens eines jeden Moslems errechnet und gespendet.) 4. Saum (Das Fasten zu Ramadan)
5. Hadsch (Die Pilgerfahrt nach Mekka sollte jeder Moslem einmal im Leben gemacht haben)
1
Vgl. Verlag Dr. Kovac, URL:
2
Vgl. Karl-Heinrich Rust, URL:
weg.de/jakobspilgerinfofaq/pilgerwasbedeutetdaseigentlich.html> [Stand: 04.02.2009]
3
Vgl. Karl-Heinrich Rust, URL:
5
Mekka gilt als das geistige Zentrum des Islams. Die Pilgerfahrt nach Mekka mit der Kaaba symbolisiert das Gottvertrauen und die Barmherzigkeit Allahs. Der Prophet Ibrahim hat mit seinem Sohn Ismail die Kaaba dort errichtet und der Prophet Muhammad ist in Mekka geboren. 4 Muhammad hat als Verkünder der Botschaft Allahs alle arabischen Völkerstämme zu einer Umma, einer religiösen und politischen Gemeinschaft, die er selbst beherrschte, vereinigt und somit eine der größten Religionen der Welt, den Islam, geschaffen. 5
2. Die Pilgerfahrt nach Mekka:
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Eine moderne arabische Anekdote erzählt von einem Pilger, der mit dem Flugzeug nach Mekka kam, um am Heiligtum zu beten. Aber an der Kaaba, dem heiligen Stein, gelingt es ihm nicht, seine Gedanken zu sammeln, zur inneren Ruhe zu kommen. Während seine Lippen leere Formeln sprechen, hört er sich selbst dabei zu und findet seine Gedanken bei völlig anderen Beschäftigungen. Er fragt einen Imam um Rat. Ä6HLWZDQQELVWGXKLHU"³IUDJWLKQGHU,PDPÄ6HLWJHVWHUQLFKNDPPLWGHP )OXJ]HXJ³Ä'DQQKDEH*HGXOGPHLQ6RKQGLH6HHOHNRPPWQDFKVLHJHKWOLHEHU]X )X³³ 6
Die Pilgerfahrt nach Mekka in Saudi Arabien findet immer im letzten Monat des islamischen Jahres statt. Wird die Pilgerreise in einem anderen Monat vollführt, gilt diese nicht als Hadsch, sondern als Umrah und erfüllt nicht die fünfte Säule des Islams. Die Pilger müssen volljährig sein, körperlich fit, finanziell gut ausgestattet und sich im Vorhinein von allen Bekannten verabschieden bzw. für vergangene Taten und Sünden um Verzeihung bitten. Bevor die Pilgerfahrt beginnen kann, muss eine rituelle Waschung vollzogen werden. Während der Reise dürfen die Muslime weder Beischlaf ausüben, noch Haare oder Nägel schneiden, Tiere töten, Bäume fällen oder Sträucher knicken. Jegliche Form von Nachlässigkeit ist nicht erlaubt. Als Symbol der Gleichheit und Reinheit tragen alle Männer ein schlichtes, weißes Gewand. Den Frauen ist es anheimgestellt, welche Kleidung sie tragen, solange sich diese im Rahmen der islamischen Kleidervorschrift bewegt. Der Sinn der Pilgerreise besteht
4
Vgl. Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich URL:
5 Vgl. Karl-Heinz Ohlig, imprimatur 5+6. 2005, Die Anfänge des Islam, S. 197
6 Vgl. Peter Freimark, Hans Grothaus, Helmut Kittel, Einhart Lederer, Dietrich Thyen, Grosse fremde Religionen, W. Crüwell Verlag, Dortmund, 1977, S. 81
Arbeit zitieren:
Anna Müller, 2009, Vergleich der Pilgerreisen im Islam mit den Pilgerreisen der katholischen Christen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Haddsch – die Pilgerreise nach Mekka
Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Leistungsmessung und -bewertung in der Schule
Referat (Ausarbeitung), 9 Seiten
Handlungs- und Produktionsorientierter Deutschunterricht
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 20 Seiten
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Anna Avital Müller hat den Text Vergleich der Pilgerreisen im Islam mit den Pilgerreisen der katholischen Christen veröffentlicht
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Sword of Islam: Muslim Extremism from the Arab Conquests to the Attack...
John F. , Jr. Murphy
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