Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Vorstellung der Laborschule 3
2. Thesen und Erkenntnisse Heide Bambachs 4
2.1 Der Tagesablauf 4
2.2 Rechtschreibung 5
2.3 Prioritäten im Schreib-Lernprozess. 5
3. Das Freie Schreiben 6
3.1 Rechtschreibung einprägen / Schreibprozess erlernen. 6
3.2 Vorteile des Freien Schreibens. 7
3.3 Fehlerkorrektur beim Freien Schreiben. 7
3.4 Diktate 7
4. Projekte. 8
4.1 Werkstatt 8
5. Literatur. 10
6. Anhang 11
2
„Die Laborschule möchte ein Ort sein, an dem Kinder gern leben und lernen. Sie wurde [...] nach den Vorstellungen des Pädagogen Hartmut von Hentig gegründet. Sie soll [...] neue Formen des Lehrens, des Lernens und des Schullebens entwickeln.“ Auszug aus der aktuellen Homepage der Laborschule Bielefeld [www.laborschule.de]
1. Einleitung und Vorstellung der Laborschule
1974 wurde die Laborschule Bielefeld als integrierte Gesamtschule eröffnet; sie umfasste zu der Zeit ungefähr 600 Schüler mit etwa 60 Kindern pro Jahrgang. Haupt-Aspekt des Projekts ist die Konzentration auf die individuellen Fähigkeiten, Lerntempi und Bedürfnisse der Kinder. Dafür werden den Lehrern einige Freiheiten gelassen, die sich vom Lehralltag einer konventionellen Schule unterschieden.
Die Besonderheit der Laborschule zeigt sich besonders daran, dass die Klassenaufteilung anstatt nach Leistungsstärken hier leistungs- und altersgemischt geschieht, weiterhin an den kleinen Lerngruppen, der Ganztagesbetreuung und der Spiegelung des Lernfortschritts anstelle von Leistungsorientierter Benotung.
Der Zusammenhalt und die Geborgenheit der Kinder werden durch einen Haupt-Raum zum Lernen und durch langes Zusammenbleiben in einem Klassenverband gefördert. Die Ganztagesschule setzt auf Betreuung durch die Lehrer auch außerhalb des Unterrichts. Eine Versetzung hängt nicht nur von der Leistung ab, sondern ebenso von der Einschätzung des Potentials durch den Lehrer.
Der Schultag ist nicht durch ein starres Raster in 45-Minuten-Stunden eingeteilt, sondern flexibel an die Lernfortschritte und Aktivitäten anpassbar. Arbeit nach eigenem Maß, kreativer Fluss und die Nutzung der Begeisterung für das aktuelle Lernen sowie die Vermeidung von Lernfrust genießen Priorität vor Planung und standardisierter Leistungsanforderung.
3
2. Thesen und Erkenntnisse Heide Bambachs
Kinder entwickeln sich sehr individuell, weshalb schablonenhafte Leistungs-Erwartungen die unterforderten ebenso wie die überforderten Kinder frustrieren können. Einflüsse auf Fortschritt und Motivation kann zum Beispiel die individuelle Lebenssituation der Kinder haben - die Atmosphäre und Unterstützung im Elternhaus, Hänseleien anderer Kinder oder Krankheiten. Außerdem verbessern sich Fähigkeiten oft schubweise oder sind stark tagesformabhängig, wobei sie auch Rückschritte aufweisen können. Kinder brauchen in Lernsituationen Zeit, Freiheiten und Motivation. Dies erlangt man durch die Muße, auszuprobieren, durch den Respekt des Lehrers vor den Eigenheiten des Kindes und durch die erfahrene Freude, die Erfolgsaussichten sowie die richtigen Hilfen und Vorgaben im Lernalltag.
Die Ganztagesschule bietet nicht nur die Vorteile längerer Lernzeiten und sozialer Kontakte unter den Kindern, sondern ermöglicht den Lehrern auch, die Kinder besser kennen zu lernen. Auch der dauerhafte Klassenverband über mehrere Jahre hinweg und die Bindung an einen Klassenlehrer tragen dazu bei.
2.1 Der Tagesablauf
Die alltäglichen Lern-Themen sind den Lehrern nicht verbindlich und im Detail vorgeschrieben, es gibt allerdings Vereinbarungen über Lernebereiche. Einige Projekte sind darüber hinaus zu Traditionen geworden, die in ihrer jährlichen oder halbjährlichen Wiederholung den Kindern eine gewisse Vertrautheit bieten. Die Inhalte der Schulstunden sind flexibel an den bisherigen Verlauf des Tages anpassbar: war der Vormittag nicht so ergiebig oder sind die Kinder mit einer Lernangelegenheit noch nicht fertig, wird das Programm nachmittags fortgesetzt. Die Lehrer sorgen dafür, dass die Kinder sich bei der Arbeit richtig beschäftigen, auf die Aufgaben konzentrieren und in Ruhepausen wirklich entspannen und an die frische Luft gehen.
Heide Bambach gibt der Frage ‚wie gelernt wird’ Priorität vor derjenigen ‚wie viel und was alles gelernt wird’ - Kinder sollen lernen, zu tun was sie wirklich wollen. Frust, Lern-Sackgassen und Lustlosigkeit sollen dabei ebenso vermieden werden wie Unterforderung.
4
Arbeit zitieren:
Patrick Wilke, 2006, Erfundene Geschichten erzählen es richtig, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Das Beurteilungssystem der Bielefelder Laborschule
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Absolventenstudie im Vergleich und die daraus resultierenden Ergeb...
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Laborschule Bielefeld und ihre Entwicklung im Umgang mit Geschlech...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hausarbeit, 16 Seiten
Hartmut von Hentigs Schul- und Bildungsvorstellungen und deren Umsetzu...
Examensarbeit, 109 Seiten
Die höhere Mädchen- und akademische Frauenbildung im Deutschland des 1...
Die Verwirklichung wissenschaf...
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 17 Seiten
Patrick Wilke hat den Text Erfundene Geschichten erzählen es richtig veröffentlicht
Patrick Wilke hat einen neuen Text hochgeladen
Telling Stories/Geschichten erzählen
Literature and Evolution/Liter...
Carsten Gansel, Dirk Vanderbeke
M Breydy
Geschichten für Akkordeon. 25 lustige und wehmütige Kinderstücke
Squeeze Box Fairy Tales. 25 Am...
Peter Michael Haas
0 Kommentare